{"id":127,"date":"2026-06-30T04:38:46","date_gmt":"2026-06-30T04:38:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/steam-krypto-blockchain-verbot-oesterreich\/"},"modified":"2026-06-30T04:38:46","modified_gmt":"2026-06-30T04:38:46","slug":"steam-krypto-blockchain-verbot-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/steam-krypto-blockchain-verbot-oesterreich\/","title":{"rendered":"Steam und Krypto: Warum Valve Blockchain-Games aussperrt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steam ist mit gro\u00dfem Abstand die wichtigste PC-Spieleplattform der Welt, doch eine Kategorie sucht man dort bis heute vergeblich: Spiele, die auf Blockchain, Kryptow\u00e4hrungen oder NFTs aufbauen. Was Valve im Oktober 2021 in einem einzigen Satz seiner Entwicklerrichtlinien festschrieb, pr\u00e4gt heuer, im Sommer 2026, noch immer den Markt f\u00fcr Web3-Gaming. Und das ausgerechnet in einer Phase, in der die EU mit MiCA erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen f\u00fcr Kryptowerte scharf stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00f6sterreichische Spielerinnen und Spieler ist das mehr als eine Randnotiz. Wer ein Blockchain-Spiel kaufen, In-Game-Token tauschen oder NFT-Items handeln m\u00f6chte, muss Steam verlassen und landet damit in einem Umfeld, das die Finanzmarktaufsicht (FMA) und der ab 1. Juli 2026 voll wirksame MiCA-Rahmen gerade neu ordnen. Wir ordnen die Steam-Politik ein, vergleichen sie mit der Konkurrenz und erkl\u00e4ren, was sie steuerlich und rechtlich bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Die Regel Nummer 13, die alles aussperrt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steam f\u00fchrt in seiner Steamworks-Dokumentation unter dem Punkt \u201eWhat you shouldn&#8217;t publish on Steam\u201c eine Liste von Inhalten, die auf der Plattform nichts verloren haben. Eintrag Nummer 13 ist kurz und unmissverst\u00e4ndlich: Untersagt sind laut <a href='https:\/\/partner.steamgames.com\/doc\/gettingstarted\/onboarding'>Valves offizieller Richtlinie<\/a> \u201eapplications built on blockchain technology that issue or allow exchange of cryptocurrencies or NFTs\u201c, also Anwendungen auf Blockchain-Basis, die Kryptow\u00e4hrungen oder NFTs ausgeben oder deren Tausch erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Formulierung ist bewusst breit gehalten. Sie trifft reine NFT-Marktpl\u00e4tze ebenso wie Spiele mit eigener Token-\u00d6konomie. Ein blo\u00dfer Verweis auf Bitcoin oder Ethereum in der Spielwelt ist nicht gemeint; entscheidend ist, ob das Programm selbst Krypto-Assets ausgibt oder handelbar macht. Branchenmedien werteten den Schritt damals als <a href='https:\/\/www.pcgamer.com\/steam-bans-nfts-cryptocurrencies-blockchain\/'>pauschales Verbot von Krypto- und NFT-Spielen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Vom Bitcoin-Bezahlen zum Komplettverbot<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steam und Krypto hatten einmal ein deutlich freundlicheres Verh\u00e4ltnis. Im April 2016 f\u00fchrte Valve \u00fcber den Dienstleister BitPay Bitcoin als Zahlungsmittel ein; damals galt das noch als Signal, dass Kryptow\u00e4hrungen im Mainstream-Gaming ankommen k\u00f6nnten. Schon im Dezember 2017 war damit wieder Schluss: In einer <a href='https:\/\/steamcommunity.com\/games\/593110\/announcements\/detail\/1464096684955433613'>offiziellen Mitteilung<\/a> begr\u00fcndete Valve den R\u00fcckzug mit hohen Geb\u00fchren und starker Wertschwankung. Die Netzwerkgeb\u00fchren waren zeitweise von rund 0,20 auf etwa 20 US-Dollar pro Transaktion gestiegen, was R\u00fcckerstattungen praktisch unm\u00f6glich machte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier Jahre nach dem Zahlungs-Aus zog Valve im Oktober 2021 die Grenze noch enger und verbannte Blockchain-Anwendungen vollst\u00e4ndig. \u00d6ffentlich wurde der Schritt, als das Studio SpacePirate Games mitteilte, sein Spiel Age of Rust sei von der Plattform <a href='https:\/\/www.gamedeveloper.com\/business\/valve-bans-cryptocurrency-games-and-nfts-from-steam'>entfernt worden<\/a>. Die folgende Chronik fasst die wichtigsten Stationen zusammen.<\/p>\n\n\n\n<figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Zeitpunkt<\/th><th>Ereignis<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>April 2016<\/td><td>Valve f\u00fchrt Bitcoin-Zahlungen \u00fcber BitPay ein<\/td><\/tr><tr><td>Dezember 2017<\/td><td>Steam stellt Bitcoin-Zahlungen wegen Geb\u00fchren und Volatilit\u00e4t ein<\/td><\/tr><tr><td>Oktober 2021<\/td><td>Regel 13 verbietet Blockchain-, Krypto- und NFT-Anwendungen<\/td><\/tr><tr><td>1. Juli 2026<\/td><td>MiCA wird in \u00d6sterreich voll wirksam; Steam-Verbot unver\u00e4ndert in Kraft<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Valves Logik: keine Items mit realem Geldwert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum diese harte Linie? Valves Begr\u00fcndung dreht sich nicht in erster Linie um Energieverbrauch oder Spekulationsschutz, sondern um ein einfaches Prinzip: Auf Steam sollen keine Gegenst\u00e4nde existieren, die einen echten Geldwert besitzen. Genau das ist bei NFTs und handelbaren Token aber der Kern des Modells, wie auch <a href='https:\/\/kotaku.com\/good-riddance-steam-bans-games-that-feature-crypto-and-1847874385'>die Fachpresse betonte<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Haltung passt zu fr\u00fcheren Entscheidungen. 2019 schr\u00e4nkte Valve den Handel mit bestimmten Counter-Strike-Schl\u00fcsseln ein, nachdem diese zunehmend zur Geldw\u00e4sche genutzt worden waren. In-Game-Gegenst\u00e4nde mit Marktpreis sind aus Steams Sicht ein Compliance-Risiko; Blockchain-Items machen genau diesen Geldwert zum Gesch\u00e4ftsmodell. F\u00fcr eine Plattform, die weltweit Zahlungen abwickelt, ist das ein Haftungsthema, kein blo\u00dfes Designdetail.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Branche reagierte gespalten. Bef\u00fcrworter argumentieren, digitales Eigentum g\u00e4be Spielern mehr Rechte an ihren Items; Kritiker sehen vor allem Spekulation, Betrugsrisiken und Pay-to-Win-Mechaniken. Valve stellte sich klar auf die zweite Seite und verzichtet lieber auf ein wachsendes, aber rechtlich heikles Segment, als seinen geschlossenen Marktplatz zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Der Gegenpol: Epic Games Store \u00f6ffnet die T\u00fcr<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo Valve abblockt, sieht der sch\u00e4rfste Konkurrent eine Chance. Noch am Tag der Steam-Nachricht stellte Epic-Games-Chef Tim Sweeney klar, sein Store werde Spiele mit Blockchain-Technologie <a href='https:\/\/x.com\/timsweeneyepic\/status\/1449146317129895938'>willkommen hei\u00dfen<\/a>, solange sie geltendes Recht einhalten, ihre Bedingungen offenlegen und \u00fcber eine Altersfreigabe verf\u00fcgen. Epic untermauerte das sp\u00e4ter mit eigenen <a href='https:\/\/dev.epicgames.com\/docs\/epic-games-store\/requirements-guidelines\/distribution-requirements\/blockchain'>Blockchain Technology Guidelines<\/a> f\u00fcr den Store.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis hei\u00dft das: NFT-Titel wie das Sammelkartenspiel Gods Unchained, die bei Steam chancenlos sind, finden \u00fcber den Epic Games Store <a href='https:\/\/kotaku.com\/epic-games-store-will-welcome-nft-games-after-steam-ban-1847878298'>einen Vertriebsweg<\/a>. Sweeney trennt dabei sauber zwischen Technologie und Spekulation; Epic selbst setzt in den eigenen Spielen keine Kryptow\u00e4hrungen oder NFTs ein. Heuer brachte Sweeney Blockchain-Elemente f\u00fcr Fortnite ins Gespr\u00e4ch, ausdr\u00fccklich ohne Krypto-Token.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Epic ist diese Offenheit auch ein strategisches Argument im Ringen um Entwickler und Marktanteile gegen den Marktf\u00fchrer. Der Konzern positioniert sich seit Jahren als der entwicklerfreundlichere Store, etwa mit niedrigeren Umsatzbeteiligungen, und die Blockchain-Frage f\u00fcgt sich in dieses Bild.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Wohin die Blockchain-Games ausweichen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Steam-Verbot hat den Web3-Gaming-Sektor nicht beendet, sondern nur verlagert. Wer solche Spiele vertreiben will, nutzt heute mehrere Wege parallel. Die folgende \u00dcbersicht zeigt die wichtigsten Plattformen und ihre Haltung.<\/p>\n\n\n\n<figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Plattform<\/th><th>Haltung zu Blockchain und NFTs<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Steam (Valve)<\/td><td>Verbot seit Oktober 2021 (Regel 13)<\/td><\/tr><tr><td>Epic Games Store<\/td><td>Erlaubt unter Auflagen: Recht, Transparenz, Altersfreigabe<\/td><\/tr><tr><td>itch.io<\/td><td>Kein generelles Verbot, betont aber \u00f6ffentlich eine NFT-kritische Haltung<\/td><\/tr><tr><td>Eigene Launcher und Web-Clients<\/td><td>Direktvertrieb der Studios, volle Kontrolle \u00fcber die Token-\u00d6konomie<\/td><\/tr><tr><td>Mobile App Stores<\/td><td>Eigene, restriktive Regeln f\u00fcr Krypto und NFTs<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele Studios ist der Direktvertrieb \u00fcber einen eigenen Launcher die einzige Option, wenn sie die volle Kontrolle \u00fcber ihre Token-\u00d6konomie behalten wollen. Der Preis daf\u00fcr ist Reichweite: Keine dieser Alternativen erreicht Steams Nutzerbasis. Das Verbot bleibt damit f\u00fcr Web3-Projekte ein massiver Nachteil beim Markteintritt. Auch die Sichtbarkeit \u00fcber kuratierte Empfehlungen und die Suche in einem gro\u00dfen Store entf\u00e4llt weitgehend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt ein Vertrauensproblem. Ohne die Schleuse eines gro\u00dfen Stores fehlt vielen Web3-Titeln die Pr\u00fcfinstanz, die Spieler bei Steam stillschweigend voraussetzen. K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer sollten daher genauer hinsehen, wer hinter einem Spiel und seiner Token-\u00d6konomie steht, bevor sie Geld investieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Was das f\u00fcr \u00f6sterreichische Gamer hei\u00dft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Spielerinnen und Spieler in \u00d6sterreich hat die Steam-Politik zwei konkrete Folgen. Erstens: Wer Blockchain-Games spielen will, muss auf andere Stores ausweichen und dort eigene Konten, Wallets und Zahlungswege einrichten. Zweitens: Sobald handelbare Token oder NFTs im Spiel sind, wird aus dem Hobby schnell ein steuerlich und aufsichtsrechtlich relevanter Vorgang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kurse zeigen, warum das keine Kleinigkeit ist. Bitcoin notierte am 30. Juni 2026 laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>CoinGecko<\/a> bei rund 52.320 Euro, etwa 5,9 Prozent unter dem Wert der Vorwoche. Ethereum, die wichtigste Basis f\u00fcr NFT- und Gaming-Token, lag bei <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/ethereum\/eur'>etwa 1.386 Euro<\/a>, gut 9 Prozent im Wochenminus. Wer In-Game-Assets auf solchen Netzwerken h\u00e4lt, tr\u00e4gt dieselbe Volatilit\u00e4t wie ein klassischer Krypto-Anleger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret bedeutet das im Alltag:<\/p>\n\n\n\n<ul class='wp-block-list'><li>Blockchain-Games gibt es nur au\u00dferhalb von Steam, etwa \u00fcber den Epic Games Store oder eigene Launcher der Studios.<\/li><li>Jeder Tausch von Krypto-Token gegen Euro kann KESt ausl\u00f6sen, auch wenn er aus einem Spiel heraus erfolgt.<\/li><li>Vor der Nutzung einer Krypto-Plattform lohnt ein Blick in das ESMA-Register und die Unternehmensdatenbank der FMA.<\/li><li>NFT-K\u00e4ufe und -Verk\u00e4ufe sollten mit Datum, Kurs und Euro-Gegenwert dokumentiert werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Krypto f\u00fcrs Gaming nutzt, sollte ohnehin auf regulierte Anbieter setzen. Eine in \u00d6sterreich \u00fcber die FMA lizenzierte Plattform bietet zumindest jenen aufsichtsrechtlichen Schutz, den MiCA k\u00fcnftig vorschreibt; nicht lizenzierte Anbieter d\u00fcrfen heimische Kundschaft ab dem Stichtag gar nicht mehr bedienen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>MiCA, die FMA und der Stichtag 1. Juli 2026<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier kommt der regulatorische Rahmen ins Spiel, und der Zeitpunkt k\u00f6nnte kaum brisanter sein. Schon morgen, am 1. Juli 2026, endet in \u00d6sterreich die verk\u00fcrzte \u00dcbergangsfrist der EU-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets). Ab diesem Stichtag brauchen Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, die \u00f6sterreichische Kundinnen und Kunden bedienen, eine MiCA-Lizenz; wer keine besitzt, muss den Betrieb <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/ende-der-micar-uebergangsfrist-esma-legt-klare-vorgaben-fuer-nicht-zugelassene-anbieter-fest\/'>geordnet einstellen<\/a>. MiCA schafft erstmals EU-weit einheitliche Pflichten f\u00fcr Zulassung, Eigenkapital, Verwahrung und Information der Kundschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde ist die Finanzmarktaufsicht (FMA), die in \u00d6sterreich die Aufsicht \u00fcber Kryptowerte-Dienstleister \u00fcbernommen hat. F\u00fcr Gamer bedeutet das: Eine Plattform, die im Spiel den Tausch von Token gegen Euro anbietet, kann rasch in den Anwendungsbereich von MiCA fallen. Das Wiener Unternehmen Bitpanda gilt als \u00f6sterreichisches Aush\u00e4ngeschild unter den von der FMA beaufsichtigten Diensten. Wichtig ist die Abgrenzung: MiCA regelt Spot-Kryptowerte und deren Dienstleister, w\u00e4hrend Krypto-Derivate wie Futures oder Perpetuals als Finanzinstrumente unter die Richtlinie MiFID II fallen, die ebenfalls die FMA beaufsichtigt. Die ESMA-Leitlinien gegen Marktmissbrauch unter MiCA-Titel VI greifen schrittweise, der letzte Teil ab 28. Juli 2026.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Steuern: 27,5 Prozent auf Krypto-Gewinne<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald aus Spielen Gewinne werden, schaut das Finanzamt mit. In \u00d6sterreich unterliegen Eink\u00fcnfte aus Kryptow\u00e4hrungen seit der \u00f6kosozialen Steuerreform 2022 dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent nach Paragraf 27a EStG, unabh\u00e4ngig davon, ob sie \u00fcber die Kapitalertragsteuer (KESt) einbehalten oder erst in der Veranlagung erfasst werden, wie das <a href='https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/steuern\/sparen-veranlagen\/steuerliche-behandlung-von-kryptowaehrungen.html'>Bundesministerium f\u00fcr Finanzen<\/a> festh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 1. J\u00e4nner 2024 sind inl\u00e4ndische Krypto-Dienstleister verpflichtet, diese KESt automatisch einzubehalten, sobald Kryptow\u00e4hrungen gegen Euro getauscht werden. Praktisch hei\u00dft das: Verkauft eine Spielerin einen In-Game-Token gegen Euro, kann ein steuerpflichtiger Vorgang vorliegen. Ein Beispiel: Tauscht man einen erspielten Token im Wert von 200 Euro gegen Euro und hatte ihn nahezu kostenlos erhalten, fallen auf den Gewinn 27,5 Prozent an, also rund 55 Euro. Der Tausch von Krypto gegen Krypto bleibt vorerst steuerneutral, die Anschaffungskosten wandern auf das neue Asset. Wer NFTs handelt, sollte Anschaffungs- und Verkaufsdaten sauber dokumentieren, denn die Nachweispflicht liegt bei der steuerpflichtigen Person.<\/p>\n\n\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Bleibt Steam bei seiner Linie?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz des Krypto-Aufschwungs der vergangenen Jahre gibt es bislang kein Signal, dass Valve die Regel 13 lockert. Eine Gruppe von NFT-Entwicklern hatte das Unternehmen bereits 2021 in einem offenen Brief aufgefordert, das Verbot zur\u00fcckzunehmen; ge\u00e4ndert hat sich seither nichts. Valve verdient gut am klassischen Modell, und ein eigenes, geschlossenes Item-System mit Sammelobjekten und dem Community-Markt deckt die Nachfrage nach handelbaren Gegenst\u00e4nden bereits ab, ohne Blockchain und ohne die damit verbundenen Geldw\u00e4sche- und Aufsichtsrisiken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solange MiCA und die FMA den rechtlichen Rahmen erst scharf stellen, hat Valve wenig Anreiz, sich diesem Risiko auszusetzen. F\u00fcr Web3-Studios bleibt der gr\u00f6\u00dfte PC-Store damit verschlossen, und die Wahl zwischen Reichweite (Steam, ohne Krypto) und Token-\u00d6konomie (Epic und andere, mit Krypto) ist heuer so klar wie 2021. Wer als \u00f6sterreichischer Gamer mitspielt, sollte Kurse, den Lizenzstatus der Plattform und die eigene Steuerpflicht im Blick behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denkbar bleibt, dass externe Faktoren die Lage verschieben: ein vollst\u00e4ndig anwendbarer MiCA-Rahmen, wachsender Druck gro\u00dfer Publisher oder ein Erfolgsmodell, das handelbare Items ohne die bekannten Risiken umsetzt. Bis dahin gilt f\u00fcr \u00f6sterreichische Spieler eine einfache Regel: Auf Steam bleibt Krypto au\u00dfen vor, alles andere passiert auf eigene Verantwortung und unter den Augen von FMA und Finanzamt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der HOGE Wire Redaktion, Wien, 30. Juni 2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Oktober 2021 verbietet Steam Blockchain-, Krypto- und NFT-Spiele. Wir erkl\u00e4ren Valves Regel 13, den Kontrast zu Epic und was das ab dem MiCA-Stichtag 1. Juli 2026 f\u00fcr \u00d6sterreich hei\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":128,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-127","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gaming"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hoge.gg\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}