{"id":132,"date":"2026-07-02T20:50:56","date_gmt":"2026-07-02T20:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/futures-basis-contango-backwardation-basis-trade\/"},"modified":"2026-07-02T20:50:56","modified_gmt":"2026-07-02T20:50:56","slug":"futures-basis-contango-backwardation-basis-trade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/futures-basis-contango-backwardation-basis-trade\/","title":{"rendered":"Futures-Basis: Contango, Backwardation und der Basis-Trade"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Krypto-Derivate handelt, stolpert fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u00fcber einen Begriff, der harmlos klingt und trotzdem den halben Markt erkl\u00e4rt: die Futures-Basis. Sie misst den Abstand zwischen dem Preis eines Terminkontrakts und dem Kassakurs (Spot) desselben Verm\u00f6genswerts. Aus dieser einen Differenz lesen Profis ab, ob der Markt gierig oder \u00e4ngstlich ist, wie teuer Hebel gerade sind und ob sich der ber\u00fchmte Cash-and-Carry-Trade \u00fcberhaupt rechnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang Dezember 2025 lieferte die Basis ein Lehrst\u00fcck. Der annualisierte Aufschlag der Bitcoin-Futures an der CME rutschte auf minus 2,35 Prozent, die tiefste Backwardation seit dem Zusammenbruch von FTX im November 2022, wie <a href=\"https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/12\/03\/bitcoin-futures-return-to-deepest-backwardation-since-ftx-collapse\">CoinDesk<\/a> berichtete. Bitcoin notierte damals bei rund 61.000 US-Dollar (etwa 57.000 Euro). Ein halbes Jahr sp\u00e4ter, Anfang Juli 2026, sieht die Welt schon wieder anders aus. Grund genug, die Mechanik von Grund auf zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was die Futures-Basis ist und warum sie z\u00e4hlt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Basis ist einfach definiert: Futures-Preis minus Spot-Preis. Kostet ein Bitcoin am Kassamarkt 70.000 Euro und der in drei Monaten f\u00e4llige Terminkontrakt 71.400 Euro, betr\u00e4gt die Basis 1.400 Euro oder 2 Prozent. Weil Kontrakte unterschiedliche Laufzeiten haben, rechnen H\u00e4ndler die Basis auf ein Jahr hoch (annualisiert), um vergleichbare Werte zu erhalten. Aus 2 Prozent auf drei Monate werden so grob 8 Prozent pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Verfallstag m\u00fcssen Future und Spot zusammenlaufen, denn dann wird der Kontrakt zum Referenzkurs abgerechnet. Die CME nutzt daf\u00fcr ihren regulierten <a href=\"https:\/\/www.cmegroup.com\/trading\/bitcoin-futures.html\">CME CF Bitcoin Reference Rate<\/a>, ein einzelner Kontrakt steht f\u00fcr 5 Bitcoin. Genau diese Konvergenz macht die Basis handelbar: Wer die Differenz einsperrt, kassiert sie, sobald sich beide Preise am Ende treffen. \u00d6konomisch ist das nichts anderes als der Carry, den man aus dem Zins- und Rohstoffhandel kennt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Contango, Backwardation und die Signale des Marktes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liegt der Future \u00fcber dem Spot, spricht man von Contango. Das ist der Normalzustand in einem freundlichen Markt: Anleger zahlen einen Aufschlag daf\u00fcr, ohne vollen Kapitaleinsatz long positioniert zu sein, und dieser Aufschlag spiegelt Finanzierungskosten sowie schlichten Optimismus. Liegt der Future unter dem Spot, herrscht Backwardation. Dann ist die Nachfrage nach Absicherung oder nach Short-Positionen so gro\u00df, dass die Zukunft billiger gehandelt wird als die Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Historisch tauchte tiefe Backwardation bei Krypto fast immer an oder nahe lokalen Tiefs auf, etwa im November 2022, mehrfach 2023 und zuletzt Ende 2025. Die Analyse von CoinDesk sprach von \u201evorsichtiger Preisbildung und schw\u00e4cheren Erwartungen\u201c statt akuter Nachfrage am Spotmarkt. F\u00fcr antizyklische Anleger ist eine negative Basis daher weniger ein Alarmsignal als ein Hinweis, dass bereits viel Hebel aus dem System gesp\u00fclt wurde. Den Verlauf der annualisierten CME-Basis dokumentiert etwa <a href=\"https:\/\/cryptoquant.com\/asset\/btc\/chart\/derivatives\/cme-futures-annualized-basis\">CryptoQuant<\/a> laufend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Cash-and-Carry-Trade Schritt f\u00fcr Schritt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der klassische Basis-Trade hei\u00dft Cash-and-Carry und ist im Kern marktneutral. Der H\u00e4ndler kauft den Basiswert am Spotmarkt und verkauft gleichzeitig den teureren Future in gleicher H\u00f6he. Ob Bitcoin danach steigt oder f\u00e4llt, spielt f\u00fcr das Ergebnis kaum eine Rolle: Der Gewinn auf der einen Seite gleicht den Verlust auf der anderen aus. Verdient wird allein an der Basis, die bis zum Verfall auf null schrumpft.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Spot kaufen: 1 Bitcoin zu 70.000 Euro.<\/li><li>Future verkaufen: einen Drei-Monats-Kontrakt zu 71.400 Euro.<\/li><li>Warten bis zum Verfall: Beide Preise laufen zusammen.<\/li><li>Aufl\u00f6sen: Die eingesperrten 1.400 Euro bleiben, egal wo der Kurs steht.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Haken steckt in den Kosten. Kapital ist gebunden, es fallen Handels- und Finanzierungsgeb\u00fchren an, und die annualisierte Basis muss diese Kosten \u00fcbersteigen, damit unter dem Strich etwas bleibt. Deshalb ist der Trade in ruhigen Phasen mit hohem Contango attraktiv und in nerv\u00f6sen Phasen kaum der M\u00fche wert. Die Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich hat die Strategie in ihrem Arbeitspapier zum <a href=\"https:\/\/www.bis.org\/publ\/work1087.pdf\">Crypto Carry<\/a> ausf\u00fchrlich seziert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Perpetual Futures: die Basis ohne Verfallstag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der mit Abstand meistgehandelte Krypto-Kontrakt hat gar keinen Verfallstag: das Perpetual Future. Weil ohne F\u00e4lligkeit die nat\u00fcrliche Konvergenz fehlt, sorgt ein Funding-Mechanismus f\u00fcr die Kopplung an den Spot. Alle acht Stunden flie\u00dft eine Zahlung zwischen Longs und Shorts. Ist das Funding positiv (der Perp handelt \u00fcber Spot, also Contango), zahlen die Longs an die Shorts. Ist es negativ (Backwardation), zahlen die Shorts an die Longs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist das Funding die Echtzeit-Variante der Basis. Ein Basis-Trade l\u00e4sst sich auch hier bauen: Spot long, Perp short, und der H\u00e4ndler kassiert das positive Funding, solange es flie\u00dft. Aktuelle S\u00e4tze \u00fcber alle B\u00f6rsen hinweg b\u00fcndelt etwa <a href=\"https:\/\/cryptoquant.com\/asset\/btc\/chart\/derivatives\/funding-rates\">CryptoQuant<\/a>. Der Nachteil liegt auf der Hand: Das Funding kann jederzeit drehen, und aus einer verl\u00e4sslichen Einnahme wird dann eine laufende Zahlung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Basis heute: von der Backwardation zur\u00fcck ins Contango<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg von Ende 2025 bis heuer im Sommer zeigt die ganze Bandbreite. Im Mai 2025 lag die annualisierte CME-Basis noch bei rund 10 Prozent. Dann kippte die Stimmung: Zwischen November 2025 und Februar 2026 fiel Bitcoin von \u00fcber 100.000 auf knapp 60.000 US-Dollar (grob 93.000 auf 56.000 Euro), und die Basis rutschte in die erw\u00e4hnte Backwardation. Seit dem Fr\u00fchjahr kehren die Zufl\u00fcsse zur\u00fcck, und mit ihnen ein moderates Contango.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Zeitraum<\/th><th>CME-Basis (annualisiert)<\/th><th>Marktphase<\/th><th>Ausl\u00f6ser<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Mai 2025<\/td><td>rund +10 %<\/td><td>Contango<\/td><td>stetige ETF-Zufl\u00fcsse<\/td><\/tr><tr><td>Anfang Dezember 2025<\/td><td>minus 2,35 %<\/td><td>Backwardation<\/td><td>Ausverkauf, Deleveraging<\/td><\/tr><tr><td>Q1 2026<\/td><td>um 0 bis leicht positiv<\/td><td>Stabilisierung<\/td><td>R\u00fcckkehr der Zufl\u00fcsse<\/td><\/tr><tr><td>Anfang Juli 2026<\/td><td>+5 bis +7 % (Richtwert)<\/td><td>moderates Contango<\/td><td>Erholung ohne Euphorie<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-block-table__caption\">Quellen: CryptoQuant, CoinDesk. Werte gerundet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Einordnung: Auf den Zyklushochs von 2021 schoss die annualisierte Basis zeitweise \u00fcber 30 Prozent, ein Zeichen extremer Gier. Davon ist der Markt heuer weit entfernt. Die folgende \u00dcbersicht zeigt Richtwerte f\u00fcr verschiedene Instrumente, jeweils annualisiert und mit Stand Anfang Juli 2026. Diese Werte bewegen sich st\u00e4ndig, geben aber die Gr\u00f6\u00dfenordnung wieder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Instrument<\/th><th>Typ<\/th><th>Basis\/Funding p. a. (Richtwert)<\/th><th>Anmerkung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>BTC CME 3-Monats-Future<\/td><td>mit F\u00e4lligkeit<\/td><td>+5 bis +7 %<\/td><td>reguliert, USD-Notierung<\/td><\/tr><tr><td>BTC Offshore 3-Monats-Future<\/td><td>mit F\u00e4lligkeit<\/td><td>+7 bis +9 %<\/td><td>h\u00f6her, daf\u00fcr Gegenparteirisiko<\/td><\/tr><tr><td>BTC Perpetual<\/td><td>Funding, alle 8 h<\/td><td>leicht positiv<\/td><td>dreht schnell<\/td><\/tr><tr><td>ETH CME 3-Monats-Future<\/td><td>mit F\u00e4lligkeit<\/td><td>+6 bis +8 %<\/td><td>meist \u00fcber BTC<\/td><\/tr><tr><td>ETH Perpetual<\/td><td>Funding, alle 8 h<\/td><td>leicht positiv, volatil<\/td><td>h\u00f6here Schwankung<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-block-table__caption\">Richtwerte, keine Anlageberatung. Quellen: CoinGlass, CryptoQuant.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie der Spot-ETF den Basis-Trade industrialisiert hat<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem Start der Spot-Bitcoin-ETFs im J\u00e4nner 2024 hat der Basis-Trade eine neue Dimension. Der ETF liefert institutionellen Adressen ein reguliertes, liquides Spot-Bein, das sich sauber gegen einen Short-Future an der CME stellen l\u00e4sst. Genau das l\u00e4sst sich in den Positionsdaten ablesen: Hebelfinanzierte Fonds bauten ihre Netto-Short-Position in CME-Bitcoin-Futures deutlich aus, ein klassischer Fingerabdruck des Cash-and-Carry, wie die CME in <a href=\"https:\/\/www.cmegroup.com\/openmarkets\/equity-index\/2025\/Spot-ETFs-Give-Rise-to-Crypto-Basis-Trading.html\">OpenMarkets<\/a> darlegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit die beiden Beine auf den Cent zusammenpassen, hat die CME eigene Werkzeuge geschaffen. Der <a href=\"https:\/\/www.cmegroup.com\/trading\/btic-on-cryptocurrency-futures.html\">Basis Trade at Index Close<\/a> (BTIC) erlaubt es, den Future exakt relativ zum Schlussreferenzkurs auszuf\u00fchren. Bis Anfang Mai 2026 waren die kumulierten Netto-Zufl\u00fcsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs laut <a href=\"https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/05\/04\/the-bitcoin-etf-recovery-in-flows-is-real-it-is-just-not-complete-yet\">CoinDesk<\/a> auf 58,72 Milliarden US-Dollar geklettert, trotz kr\u00e4ftiger Abfl\u00fcsse im vorangegangenen Winter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo \u00d6sterreicher die Basis handeln k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anlegerinnen und Anleger in \u00d6sterreich zerf\u00e4llt der Basis-Trade in zwei regulatorische Welten. Das Spot-Bein, also der reale Bitcoin oder Ether, f\u00e4llt unter die EU-Verordnung MiCA und wird von Anbietern mit Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister angeboten. Das Future-Bein dagegen ist ein Finanzinstrument nach MiFID II, also ein ganz anderes Regelwerk. Beide Regime beaufsichtigt in \u00d6sterreich die Finanzmarktaufsicht (FMA).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem 1. Juli 2026 ist das keine Formsache mehr. Mit diesem Stichtag endete die MiCAR-\u00dcbergangsfrist; nur noch zugelassene Anbieter d\u00fcrfen Krypto-Dienstleistungen in der EU erbringen und bewerben, eine Verl\u00e4ngerung hat die ESMA ausgeschlossen, wie <a href=\"https:\/\/www.broker-test.at\/news\/micar-eu-uebergangsfrist-endet-am-1-juli-2026-was-das-fuer-oesterreichische-krypto-anlegende-heisst\/\">broker-test.at<\/a> zusammenfasst. Bis Ende Juni hatte die FMA zehn Anbieter zugelassen, darunter <a href=\"https:\/\/www.fma.gv.at\/zulassungserteilung-bitpanda-gmbh\/\">Bitpanda<\/a>. Ob eine B\u00f6rse sauber lizenziert ist, verr\u00e4t die Unternehmensdatenbank der <a href=\"https:\/\/www.fma.gv.at\/\">FMA<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Future-Bein kommt hinzu: Gehebelte Krypto-Derivate f\u00fcr Kleinanleger sind in der EU streng reguliert, mit Hebelobergrenzen und Verlustwarnpflichten. Ein voll ausgebauter Cash-and-Carry \u00fcber CME-Kontrakte bleibt in der Praxis eher etwas f\u00fcr professionelle oder gut kapitalisierte Adressen; schon der Kontraktwert von 5 Bitcoin sprengt die meisten Privatdepots.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Steuer: KESt, Derivate und die 27,5-Prozent-Frage<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steuerlich ist der Basis-Trade in \u00d6sterreich kein Selbstl\u00e4ufer, weil seine zwei Beine unterschiedlich behandelt werden. Realisierte Gewinne aus Kryptow\u00e4hrungen unterliegen seit der \u00f6kosozialen Steuerreform 2022 dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent, unabh\u00e4ngig von der Behaltedauer. Inl\u00e4ndische Dienstleister wie Bitpanda ziehen die Kapitalertragsteuer (KESt) seit 2024 automatisch ab und f\u00fchren sie an das Finanzamt ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Future- oder Perpetual-Bein z\u00e4hlt dagegen zu den Eink\u00fcnften aus Derivaten. Auch daf\u00fcr gilt grunds\u00e4tzlich der Satz von 27,5 Prozent, allerdings beh\u00e4lt keine ausl\u00e4ndische Krypto-B\u00f6rse \u00f6sterreichische KESt ein. Solche Gewinne m\u00fcssen Anleger selbst \u00fcber die Veranlagung in FinanzOnline erkl\u00e4ren. Weil die beiden Beine gegenl\u00e4ufig sind, heben sich Gewinn und Verlust oft weitgehend auf; ein Verlustausgleich innerhalb der Kapitaleink\u00fcnfte ist m\u00f6glich, unterliegt aber Grenzen. Wer gr\u00f6\u00dfere Volumina f\u00e4hrt, sollte das mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater durchrechnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Risiken: Wenn die Basis kippt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marktneutral hei\u00dft nicht risikofrei. Das erste Risiko ist die Basis selbst: Dreht sie ins Negative, w\u00e4hrend man auf der falschen Seite sitzt, wird aus der Einnahme eine laufende Belastung. Dazu kommt das Margin-Risiko. F\u00e4llt der Spot stark, kann das Short-Future-Bein Nachschuss verlangen, bevor der Gewinn aus dem Spot-Bein verf\u00fcgbar ist; wer dann nicht liquide genug ist, wird zwangsliquidiert, obwohl die Position rechnerisch ausgeglichen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt das Gegenparteirisiko der B\u00f6rse, die schmerzhafte Lektion aus dem FTX-Kollaps. Und die schiere Gr\u00f6\u00dfe des Derivatemarkts verst\u00e4rkt die Ausschl\u00e4ge: Laut Daten von Grayscale wurden im ersten Halbjahr 2025 Krypto-Perpetuals im Volumen von 10,17 Billionen US-Dollar gehandelt, gegen\u00fcber nur 3,06 Billionen am Spotmarkt. Kippt die Stimmung, entladen sich diese Hebel in Kaskaden, und genau dann rutscht die Basis in die tiefe Backwardation wie Ende 2025. Die offenen Positionen lassen sich etwa bei <a href=\"https:\/\/www.coinglass.com\/BitcoinOpenInterest\">CoinGlass<\/a> verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Die Basis als Fieberthermometer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Futures-Basis ist kein Nischenindikator, sondern das Fieberthermometer des Krypto-Markts. Hohes Contango steht f\u00fcr Gier und teure Hebel, Backwardation f\u00fcr Angst und oft die N\u00e4he eines Bodens. F\u00fcr Anleger in \u00d6sterreich lohnt der Blick auf annualisierte Basis und Funding gleich doppelt: als Stimmungsmesser und, f\u00fcr die Mutigen mit Kapital, als m\u00f6gliche Renditequelle. Anfang Juli 2026 steht die Basis im moderaten Contango, weit weg von der Euphorie fr\u00fcherer Zyklen, aber klar erholt von der Panik des Vorwinters. Wer investiert, sollte Kosten, Steuer und vor allem die Gegenpartei n\u00fcchtern einrechnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Markt-Redaktion, HOGE Wire.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Futures-Basis zeigt, wie teuer die Zukunft gehandelt wird. 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