{"id":145,"date":"2026-07-15T04:50:56","date_gmt":"2026-07-15T04:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/arbitrum-gaming-2026-foerderprogramm-rueckzug\/"},"modified":"2026-07-15T04:50:56","modified_gmt":"2026-07-15T04:50:56","slug":"arbitrum-gaming-2026-foerderprogramm-rueckzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/arbitrum-gaming-2026-foerderprogramm-rueckzug\/","title":{"rendered":"Arbitrum Gaming 2026: Zwischen F\u00f6rderung und R\u00fcckzug"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum wollte mehr sein als nur ein weiteres Ethereum-Layer-2 f\u00fcr DeFi-Trader. Mit einem der gr\u00f6\u00dften F\u00f6rderprogramme, die eine Blockchain je f\u00fcr Videospiele aufgelegt hat, positionierte sich das Netzwerk von Offchain Labs seit 2024 gezielt als Infrastruktur f\u00fcr Web3-Gaming. Heuer, gut zwei Jahre sp\u00e4ter, zeigt sich ein gemischtes Bild: Ubisoft hat ein Spiel auf Arbitrum ver\u00f6ffentlicht, die hauseigene Gaming-Chain Xai l\u00e4uft weiter, doch das bekannteste Fallbeispiel des Netzwerks, das Onchain-Spiel Pirate Nation, wird gerade abgeschaltet, und der einstige Vorzeigepartner Treasure DAO hat seine eigene Chain wieder eingestellt. Dieser Beitrag ordnet Zahlen, Partnerschaften und offene Fragen f\u00fcr \u00f6sterreichische Spieler und Anleger ein.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Arbitrum als Gaming-Hub: Anspruch und Ausgangslage<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum One ist nach Total Value Locked weiterhin einer der gr\u00f6\u00dften Ethereum-Rollups: Laut <a href='https:\/\/blockeden.xyz\/blog\/2026\/02\/01\/arbitrum-2026-roadmap-arbos-dia-gaming-catalyst-stylus\/' target='_blank' rel='noopener'>Arbitrums eigener Roadmap-Analyse f\u00fcr 2026<\/a> h\u00e4lt das Netzwerk rund 2,8 Milliarden Dollar an Kapital, das sind etwa 31 Prozent der gesamten DeFi-TVL aller Layer-2-Netzwerke, bei mehr als 2,1 Milliarden abgewickelten Transaktionen seit dem Start. Diese Basis wollte Offchain Labs, das Unternehmen hinter Arbitrum, seit 2024 systematisch f\u00fcr eine zweite S\u00e4ule nutzen: Gaming.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Offchain-Labs-Chef Steven Goldfeder bringt die Strategie in einem <a href='https:\/\/decrypt.co\/329153\/why-ethereum-layer2-arbitrum-built-power-aaa-games-offchain-labs-ceo' target='_blank' rel='noopener'>Gespr\u00e4ch mit Decrypt<\/a> auf den Punkt: \\&#8221;It&#8217;s gaming first, blockchain second\\&#8221;, sagt er und vergleicht den Ansatz mit Robinhood, das eine vertraute Web2-Erfahrung auf Web3-Schienen liefert. Die Blockchain solle im Hintergrund verschwinden, nicht im Vordergrund stehen. Sein Argument: \\&#8221;If you want to grow beyond our community, the user experience must feel as good as every other game.\\&#8221; Genau an diesem Anspruch muss sich Arbitrum heuer messen lassen, denn Spieler au\u00dferhalb der Krypto-Szene interessieren sich selten f\u00fcr Blockchain-Architektur, sondern f\u00fcr Spielspa\u00df, Ladezeiten und Verf\u00fcgbarkeit auf vertrauten Plattformen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Um diesen Anspruch zu untermauern, hat Arbitrum drei Bausteine kombiniert: ein technisches Fundament aus mehreren Chain-Typen (Nitro, Orbit, Stylus, AnyTrust), ein DAO-finanziertes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Studios und eine wachsende Zahl an AAA-Kooperationen. Wie tragf\u00e4hig diese Mischung ist, zeigt sich erst jetzt, im zweiten vollen Jahr nach dem gro\u00dfen Startschuss.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die technische Basis: Nitro, Orbit, Stylus und Nova<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum One selbst ist ein Optimistic Rollup, der Transaktionen b\u00fcndelt und zur endg\u00fcltigen Absicherung auf Ethereum verankert. F\u00fcr Spiele reicht diese Basisebene allein oft nicht aus, denn Gaming-Anwendungen erzeugen sehr viele kleine, g\u00fcnstige Transaktionen, Bewegungen, Crafting, Item-Drops, die selbst auf einem L2 noch sp\u00fcrbare Kosten verursachen k\u00f6nnen. Deshalb hat Offchain Labs mit Arbitrum Orbit ein Baukastensystem geschaffen, mit dem Studios eigene Layer-3-Ketten starten k\u00f6nnen, die wiederum auf Arbitrum und damit indirekt auf Ethereum abrechnen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders relevant f\u00fcr Spiele sind AnyTrust-Chains wie Arbitrum Nova, urspr\u00fcnglich 2022 unter anderem mit Reddit als Ankerpartner gestartet: Sie lagern die Datenverf\u00fcgbarkeit an ein Komitee aus mehreren Institutionen aus, was Kosten drastisch senkt, aber eine minimale Vertrauensannahme erfordert. F\u00fcr Gaming-Studios ist das meist ein guter Kompromiss, da Spieler selten Millionenbetr\u00e4ge in einzelnen Items halten. Erg\u00e4nzt wird das Ganze seit 2026 durch Stylus, mit dem Entwickler Spiellogik statt nur in Solidity auch in Rust oder C++ schreiben k\u00f6nnen. Arbitrum hat daf\u00fcr ein F\u00f6rderbudget von 5 Millionen ARB f\u00fcr den sogenannten Stylus Sprint reserviert, Benchmarks des Datenanbieters RedStone zufolge sollen dadurch rechenintensive Funktionen deutlich schneller und mehr als 30 Prozent g\u00fcnstiger laufen als in optimiertem EVM-Code.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis hei\u00dft das: Ein Studio kann eine eigene, auf sein Spiel zugeschnittene Chain starten, mit eigenem Gas-Token, eigenen Durchsatzgrenzen und eigener Governance, ohne auf die Sicherheitsgarantien von Ethereum zu verzichten. Xai sowie die inzwischen abgeschalteten Pirate-Nation-Ketten Apex und Boss sind Beispiele f\u00fcr genau dieses Orbit-Modell. Treasure DAO wiederum zeigt das Gegenbeispiel: F\u00fcr die eigene, mittlerweile eingestellte Treasure Chain setzte das Studio nicht auf Arbitrums Orbit-Technologie, sondern auf einen Rollup-Stack von zkSync, ein Hinweis darauf, dass selbst enge Arbitrum-Partner nicht zwangsl\u00e4ufig auf die hauseigene L3-Technologie setzen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Gaming Catalyst Program: 225 Millionen ARB f\u00fcr Web3-Spiele<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Herzst\u00fcck von Arbitrums Gaming-Strategie ist das Gaming Catalyst Program (GCP). Die Arbitrum-DAO stimmte der Initiative laut <a href='https:\/\/cointelegraph.com\/news\/arbitrum-gaming-catalyst-program-215m-investment' target='_blank' rel='noopener'>Cointelegraph<\/a> am 7. Juni 2024 mit mehr als 75 Prozent Zustimmung zu. Bef\u00fcrworter waren unter anderem L2Beat, Wintermute und Treasure DAO, das damals verk\u00fcndete: \\&#8221;Arbitrum is the home of gaming, let&#8217;s make some magic happen.\\&#8221; Gegenstimmen kamen von Blockworks Research und Camelot DAO, die Zweifel an der Struktur des Programms \u00e4u\u00dferten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dimension war f\u00fcr ein DAO-F\u00f6rderprogramm ungew\u00f6hnlich gro\u00df: 225 Millionen ARB, zum damaligen Kurs rund 215 Millionen Dollar wert, sollten \u00fcber drei Jahre verteilt werden. Ein f\u00fcnfk\u00f6pfiger Rat aus Gaming-, Venture-Capital-, Daten- und DAO-Governance-Experten erhielt Vetorecht \u00fcber Investitionsentscheidungen und Personalfragen. Fr\u00fchphasige Entwicklerteams konnten Zusch\u00fcsse von bis zu 500.000 ARB beantragen, zum damaligen Kurs etwa 483.000 Dollar, etablierte Studios wurden stattdessen \u00fcber Value-Share-Modelle mit Tokens oder Eigenkapital bedacht. F\u00fcr den laufenden Betrieb war ein Budgetdeckel von 25 Millionen Dollar vorgesehen, jede \u00dcberschreitung h\u00e4tte eine erneute DAO-Abstimmung gebraucht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zu den reinen Zusch\u00fcssen investierte die programmnahe Schiene Arbitrum Gaming Ventures auch direkt in vielversprechende Studios, darunter die Teams hinter Wildcard, Xai und dem mittlerweile eingestellten Pirate Nation. Wie viel dieser fr\u00fchen Wetten sich tats\u00e4chlich in nachhaltige Spielerzahlen \u00fcbersetzt, ist die zentrale Frage, an der sich das Programm heuer messen lassen muss, ein Muster, das sich auch bei den generellen <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/krypto-handelsvolumen-2026-was-die-zahlen-sagen\/' target='_blank' rel='noopener'>Handelsvolumen 2026<\/a> zeigt: Kapitalzufluss allein ist noch kein Nutzungsbeweis.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vom Prestigeprojekt zum Streitfall: die DAO-Debatte um das GCP<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Schon im M\u00e4rz 2025, keine zw\u00f6lf Monate nach dem Start, geriet das Programm unter Druck. Ein DAO-Antrag forderte laut <a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/347851\/arbitrum-dao-considers-proposal-to-defund-gaming-catalyst-program-backed-by-225-million-arb-tokens' target='_blank' rel='noopener'>The Block<\/a> die R\u00fcckholung aller noch nicht ausgegebenen ARB-Token. Die Antragsteller argumentierten, das GCP sei w\u00e4hrend einer Phase au\u00dfergew\u00f6hnlich optimistischer Prognosen genehmigt worden, die sich im R\u00fcckblick als nicht tragf\u00e4hig erwiesen h\u00e4tten, und warfen dem Programm erhebliches Missmanagement, intransparente Berichterstattung und h\u00e4ufige Personalwechsel vor. Besonders schwer wog, dass sich Treasure DAO, urspr\u00fcnglich einer der wichtigsten F\u00fcrsprecher des Programms, als Haupttr\u00e4ger zur\u00fcckgezogen hatte und weitere zentrale Mitwirkende ihre Rollen niederlegten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das GCP reagierte mit mehr Transparenz und stellte eigens eine Ansprechperson f\u00fcr die DAO-Kommunikation ein, um das Vertrauen der Token-Halter zur\u00fcckzugewinnen. Ratsmitglied David Bolger verteidigte die Bilanz \u00f6ffentlich: \\&#8221;Arbitrum has become a key hub for gaming projects\\&#8221;, erkl\u00e4rte er laut The Block und z\u00e4hlte mehr als 25 Gaming-bezogene Chains auf, die mittlerweile auf dem Arbitrum-Stack aufsetzen, darunter nach seinen Angaben auch Ubisoft, Square Enix und Tap Nation. Eine vollst\u00e4ndige Abstimmung \u00fcber den Mittelentzug kam zun\u00e4chst nicht zustande, die Diskussion blieb im Stadium einer zivilen Governance-Debatte stecken.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste offizielle Programmzyklus lief, wie eingangs erw\u00e4hnt, am 31. J\u00e4nner 2026 turnusm\u00e4\u00dfig aus. Was aus den verbleibenden, noch nicht zugeteilten Mitteln der urspr\u00fcnglich 225 Millionen ARB wird, ob ein zweiter Zyklus mit angepassten Kontrollen startet oder das Programm stillschweigend ausl\u00e4uft, ist die offene Frage, die 2026 f\u00fcr die gesamte DAO pr\u00e4gt. Wer gr\u00f6\u00dfere ARB-Bewegungen von Foundation- oder GCP-Wallets verfolgen will, findet dazu Einordnungen in unserem Beitrag zu <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/whale-alerts-krypto-wale-mica-fma\/' target='_blank' rel='noopener'>Whale Alerts unter MiCA<\/a>.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Xai: Offchain Labs&#8217; eigene Gaming-Chain<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend das GCP als F\u00f6rderinstrument \u00fcber viele Studios verteilt agiert, hat Offchain Labs mit Xai auch ein eigenes Aush\u00e4ngeschild aufgebaut. Xai ist eine Arbitrum-Orbit-Chain auf AnyTrust-Basis, die gezielt f\u00fcr Spiele entwickelt wurde: abstrahierte Wallets, h\u00f6here Gas- und Vertragslimits f\u00fcr Entwickler und ein Validator-Modell, das breite Teilnahme \u00fcber sogenannte Sentry-Knoten erm\u00f6glichen soll, statt Validierung auf wenige gro\u00dfe Adressen zu konzentrieren.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der native Token XAI notiert laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/xai\/eur' target='_blank' rel='noopener'>CoinGecko<\/a> aktuell bei rund 0,0061 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von etwa 13,6 Millionen Euro und einer Umlaufmenge von rund 2,21 der maximal 2,5 Milliarden Token. Damit ist der Gro\u00dfteil der Token-Unlocks aus der Fr\u00fchphase inzwischen abgeschlossen, was den Verkaufsdruck aus Venture-Capital-Positionen strukturell verringert, ein Kursanstieg allein durch Angebotsknappheit ist damit aber nicht garantiert. Auf Xai sind bislang unter anderem die Titel Final Form, ein Science-Fiction-Setting, und LAMOverse, ein Fantasy-Titel, gestartet, beide dienen Offchain Labs auch als Schaufenster f\u00fcr das eigene Orbit-Framework.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vergleich zu ARB bleibt XAI ein kleiner Nischentoken: Die Marktkapitalisierung liegt bei weniger als drei Prozent jener von ARB, ein Hinweis darauf, dass sich die eigentliche Gaming-Wertsch\u00f6pfung bislang kaum in einer eigenen, breiten Nachfrage nach dem Gas-Token niederschl\u00e4gt, sondern eher in der Nutzung der Spiele selbst.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Treasure DAO und MAGIC: vom Aush\u00e4ngeschild zur Rosskur<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum ein Projekt zeigt die Risiken von Arbitrums Gaming-Wette deutlicher als Treasure DAO. Rund um den nativen Token MAGIC, der weiterhin auf Arbitrum One gehandelt wird, hatte Treasure ein \u00d6kosystem aus Spielen wie Bridgeworld, Smolworld und zeitweise Zeeverse aufgebaut und war 2024 jener Partner, der das Gaming Catalyst Program mit dem Satz \u00fcber das \\&#8221;home of gaming\\&#8221; \u00f6ffentlich mitpr\u00e4gte. MAGIC notiert laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/treasure-2\/eur' target='_blank' rel='noopener'>CoinGecko<\/a> derzeit bei rund 0,037 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von etwa 12,5 Millionen Euro, mehr als 99 Prozent unter dem Allzeithoch von 5,59 Euro aus dem Bullenmarkt-Zyklus 2021\/22.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist, dass Treasure f\u00fcr die eigene, dedizierte Gaming-Chain nicht auf Arbitrums Orbit-Technologie setzte, sondern einen auf zkSync basierenden Rollup w\u00e4hlte, die Treasure Chain, die im Dezember 2024 startete. Schon im April 2025 offenbarte Mitgr\u00fcnder John Patten eine finanzielle Schieflage: Die DAO verbrenne laut <a href='https:\/\/playtoearn.com\/news\/treasure-dao-announces-major-pivot-to-extend-runway-into-2026' target='_blank' rel='noopener'>PlayToEarn<\/a> rund 8,3 Millionen Dollar pro Jahr, bei Reserven von nur noch 2,4 Millionen Dollar in Stablecoins und 2,3 Millionen Dollar in MAGIC. Patten forderte einen radikalen R\u00fcckzug: \\&#8221;The DAO should officially commit to a focused, streamlined approach of four products and four products only.\\&#8221; Die Folgen waren einschneidend: Treasure stellte laut <a href='https:\/\/www.blockchaingamer.biz\/news\/38095\/treasure-downsizes-pivot-ai-agents-ditch-game-publishing-shut-treasure-chain\/' target='_blank' rel='noopener'>BlockchainGamer.biz<\/a> das Publishing f\u00fcr Drittspiele komplett ein, schaltete die erst wenige Monate zuvor gestartete Treasure Chain wieder ab, entlie\u00df rund 15 Mitarbeiter, und Mitgr\u00fcnder Karel Voung verlie\u00df das Projekt. Die Spiele The Beacon und Calamity k\u00fcndigten daraufhin ihren R\u00fcckzug aus dem \u00d6kosystem an.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbrig blieb ein deutlich verkleinertes Treasure mit vier verbliebenen Schwerpunkten:<\/p><ul class='wp-block-list'><li>Treasure Marketplace, der NFT- und Item-Marktplatz des \u00d6kosystems<\/li><li>Bridgeworld, das \u00e4lteste noch aktiv betreute Spiel der DAO<\/li><li>Smolworld, die Community-IP rund um die Smol-Brains-NFTs<\/li><li>KI-Agenten auf Basis des hauseigenen Neurochimp-Systems, mit dem NFT-Sammlungen wie Bored Apes oder Pudgy Penguins in handelnde Onchain-Agenten verwandelt werden k\u00f6nnen<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Arbitrum bleibt dabei zumindest eine Nebenrolle: Ein Teil dieser Agenten, die sogenannten AI Smols, ben\u00f6tigt weiterhin MAGIC auf Arbitrum, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere NFT-Kollektionen auf MAGIC \u00fcber das Ethereum Mainnet zur\u00fcckgreifen. Von der einstigen Position als zentraler Gaming-Vorzeigepartner ist Treasure damit ein gutes St\u00fcck abger\u00fcckt, ein Muster, das wir auch in unserer Analyse zu <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/treasury-moves-2026-krypto-treasuries-unter-druck\/' target='_blank' rel='noopener'>Krypto-Treasuries unter Druck<\/a> f\u00fcr andere Projekte beschrieben haben: Schrumpfende Reserven zwingen Teams zu schnellen, teils schmerzhaften Kurswechseln.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Pirate Nation: Fallstudie eines Onchain-Spiels vor dem Aus<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Kein Projekt wurde von Arbitrum selbst so oft als Referenz zitiert wie Pirate Nation. Das Studio Proof of Play baute mit den eigenen Orbit-Chains Apex und Boss laut einer <a href='https:\/\/blog.arbitrum.io\/building-the-future-of-gaming-how-proof-of-play-scaled-pirate-nation-with-arbitrum\/' target='_blank' rel='noopener'>offiziellen Arbitrum-Fallstudie<\/a> eine Infrastruktur, die bis zu 70 Millionen Gas pro Sekunde verarbeitete, bei Blockzeiten von nur 250 Millisekunden, Werte, die f\u00fcr ein vollst\u00e4ndig onchain gespieltes Rollenspiel lange als Referenzmarke in der Branche galten. Das Spiel zog nach eigenen Angaben mehr als 2,5 Millionen Spieler an und erreichte zeitweise die h\u00f6chsten t\u00e4glichen Nutzerzahlen im gesamten Web3-Gaming-Segment.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dieses Vorzeigeprojekt k\u00fcndigte 2026 sein Ende an. Proof of Play erkl\u00e4rte laut Berichten von <a href='https:\/\/www.blockchaingamer.biz\/news\/40071\/proof-of-play-shuts-down-pirate-nation-focus-pirate-token\/' target='_blank' rel='noopener'>BlockchainGamer.biz<\/a>, dass Pirate Nation innerhalb von 30 Tagen abgeschaltet wird, gemeinsam mit den beiden zugeh\u00f6rigen Orbit-Chains Apex und Boss. Als Begr\u00fcndung nannte das Studio, die Community sei zwar aktiv geblieben, habe aber nie die Gr\u00f6\u00dfenordnung erreicht, die eine so aufwendige Zwei-Chain-Infrastruktur wirtschaftlich rechtfertige. Spieler k\u00f6nnen ihre Items in einem zweiw\u00f6chigen Event gegen sogenannte Plunder-Zertifikate eintauschen, die sp\u00e4ter gegen k\u00fcnftige Belohnungen einl\u00f6sbar sein sollen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Nachfolgeprojekt liegt bezeichnenderweise nicht mehr prim\u00e4r bei Arbitrum: Proof of Play b\u00fcndelt seine Aktivit\u00e4ten k\u00fcnftig in der Proof of Play Arcade, die auf der Chain Abstract l\u00e4uft, erg\u00e4nzt um den vereinheitlichten Token PIRATE. Einzelne Spielmechaniken aus Pirate Nation sollen dort weiterleben, die aufwendige, technisch beeindruckende Orbit-Infrastruktur von Apex und Boss aber nicht. F\u00fcr Arbitrums Gaming-Erz\u00e4hlung ist das ein D\u00e4mpfer: Ausgerechnet jenes Projekt, das die technischen F\u00e4higkeiten des Orbit-Frameworks am eindrucksvollsten demonstrierte, sucht sein n\u00e4chstes Kapitel andernorts.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>AAA-Studios und neue Wallets: Ubisoft, Wildcard und Co<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der bislang sichtbarste Erfolg des GCP bleibt die Kooperation mit einem traditionellen AAA-Publisher. Gemeinsam mit dem Wallet-Anbieter Sequence brachte die Arbitrum Foundation laut <a href='https:\/\/www.prnewswire.com\/news-releases\/arbitrum-sequence-and-ubisofts-player-guided-experience-captain-laserhawk-the-game-set-to-launch-on-december-18-302329108.html' target='_blank' rel='noopener'>offizieller Pressemitteilung<\/a> am 18. Dezember 2024 \\&#8221;Captain Laserhawk: The G.A.M.E.\\&#8221; auf Arbitrum, einen kompetitiven Top-Down-Shooter im Universum der gleichnamigen Netflix-Serie, mit Figuren aus Assassin&#8217;s Creed, Rayman und Beyond Good &#038; Evil. Governance-Elemente sollen es der Community erm\u00f6glichen, die weitere Entwicklung des Titels mitzubestimmen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu versucht eine neue Generation an Wallet-Produkten, die Einstiegsh\u00fcrde f\u00fcr klassische Spieler zu senken. Wildcard, mitgegr\u00fcndet von Age-of-Empires-Sch\u00f6pfer Paul Bettner und Katy Drake Bettner, sicherte sich zus\u00e4tzliches Kapital von Investoren wie Arbitrum Gaming Ventures und Paradigm. Bemerkenswert: Als das eigentliche Wildcard-Spiel auf Steam erschien, tat es das als reines Web2-Produkt, ganz ohne Wallet-Zwang, Token oder NFTs. Die Web3-Komponenten wurden stattdessen auf die Schwesterplattform Thousands verschoben, ein Umgang mit den Distributionsregeln gro\u00dfer Spiele-Plattformen, den wir im Detail in unserem Beitrag <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/steam-krypto-blockchain-verbot-oesterreich\/' target='_blank' rel='noopener'>Steam und Krypto<\/a> beschrieben haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Muster wiederholt sich branchenweit: Immer mehr Studios trennen die eigentliche Spielerfahrung von den Onchain-Elementen, um \u00fcberhaupt auf Steam, in App Stores oder auf Konsolen vertreten zu sein, und verschieben Wallets, Marktpl\u00e4tze oder Governance-Funktionen in Begleit-Apps. F\u00fcr Arbitrum bedeutet das, dass ein wachsender Teil der eigenen Infrastruktur im Hintergrund l\u00e4uft, sichtbar wird sie f\u00fcr Endkunden oft erst, wenn sie explizit nach Zusatzfunktionen suchen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Tokenvergleich: ARB, XAI und MAGIC im \u00dcberblick<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei zentralen Token rund um Arbitrums Gaming-Vertikale unterscheiden sich stark in Gr\u00f6\u00dfe und Funktion. ARB ist in erster Linie der Governance- und teilweise Gas-Token des gesamten Netzwerks und damit nur indirekt ein Gaming-Investment, XAI und MAGIC sind dagegen unmittelbar an einzelne Gaming-\u00d6kosysteme gekoppelt. Alle drei haben seit ihren Allzeithochs deutlich an Wert verloren, ein Muster, das f\u00fcr kleinkapitalisierte Krypto-Nischenwerte in einem Marktumfeld mit r\u00fcckl\u00e4ufiger Liquidit\u00e4t nicht ungew\u00f6hnlich ist.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Token<\/th><th>Rolle im \u00d6kosystem<\/th><th>Kurs (EUR)<\/th><th>Marktkapitalisierung<\/th><th>Umlaufmenge<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>ARB<\/td><td>Governance- und Gas-Token von Arbitrum One<\/td><td>ca. 0,079 Euro<\/td><td>ca. 503 Mio. Euro<\/td><td>ca. 6,36 Mrd. (von 10 Mrd. max.)<\/td><\/tr><tr><td>XAI<\/td><td>Gas- und Nutzungstoken der Gaming-Chain Xai<\/td><td>ca. 0,0061 Euro<\/td><td>ca. 13,6 Mio. Euro<\/td><td>ca. 2,21 Mrd. (von 2,5 Mrd. max.)<\/td><\/tr><tr><td>MAGIC<\/td><td>\u00d6kosystem-Token von Treasure<\/td><td>ca. 0,037 Euro<\/td><td>ca. 12,5 Mio. Euro<\/td><td>ca. 336 Mio. Token<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption>Kurse und Marktdaten laut CoinGecko, Stand 15. Juli 2026, gerundet.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig ist der gro\u00dfe Abstand zwischen ARB und den beiden spezialisierten Gaming-Token: Selbst zusammengerechnet erreichen XAI und MAGIC nur rund f\u00fcnf Prozent der ARB-Marktkapitalisierung. F\u00fcr Anleger hei\u00dft das, ARB-Kursbewegungen sagen relativ wenig \u00fcber den Zustand der Gaming-Vertikale aus, wer gezielt auf Arbitrums Gaming-Erfolg setzen will, muss auf die kleineren, deutlich volatileren Einzeltoken ausweichen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Wettbewerb: Gaming-Chains im Vergleich<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum ist bei Weitem nicht die einzige Chain, die um Web3-Studios wirbt. Laut dem <a href='https:\/\/dappradar.com\/blog\/state-of-blockchain-gaming-q3-2025' target='_blank' rel='noopener'>State-of-Blockchain-Gaming-Report von DappRadar<\/a> verzeichnete das gesamte Segment im dritten Quartal 2025 im Schnitt rund 4,66 Millionen t\u00e4gliche aktive Wallets, wobei ausgerechnet nicht Arbitrum, sondern opBNB mit gut 1,05 Millionen und Sei mit rund 802.000 t\u00e4glichen Wallets die Rangliste anf\u00fchrten. Das relativiert den Anspruch, bereits heute die dominante Gaming-Chain zu sein, auch wenn Arbitrum bei F\u00f6rdervolumen und AAA-Partnerschaften weit vorne liegt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zum direkten Wettbewerb z\u00e4hlen unter anderem Immutable mit einem eigenen zkEVM und gaslosen Transaktionen f\u00fcr Spieler, Ronin, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr Axie Infinity entwickelt wurde und mittlerweile auch Farmspiele wie <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/pixels-2026-ronin-farmspiel-comeback-mica-frist\/' target='_blank' rel='noopener'>Pixels<\/a> beheimatet, sowie Move-basierte Layer-1-Ketten wie Aptos, die mit gro\u00dfen Marketingbudgets, aber bislang eher schwachem Tokenkurs um dieselben Studios buhlen. Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten \u00d6kosysteme grob ein.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Chain \/ \u00d6kosystem<\/th><th>Typ<\/th><th>Bekannte Titel \/ Partner<\/th><th>Besonderheit<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Arbitrum (Orbit \/ Nova)<\/td><td>Ethereum-L2 mit L3-Baukasten<\/td><td>Xai, Treasure, Wildcard, Captain Laserhawk<\/td><td>225-Mio.-ARB-F\u00f6rderprogramm, AAA-Kooperation mit Ubisoft<\/td><\/tr><tr><td>Immutable<\/td><td>Ethereum-L2 (zkEVM), spezialisiert auf Gaming<\/td><td>Illuvium, Guild of Guardians, Ubisoft-Titel<\/td><td>gaslose Transaktionen f\u00fcr Spieler, eigenes IMX-Staking<\/td><\/tr><tr><td>Ronin<\/td><td>Eigene Gaming-Sidechain<\/td><td>Axie Infinity, Pixels<\/td><td>von Sky Mavis entwickelt, engere Anbindung an Ethereum geplant<\/td><\/tr><tr><td>Aptos<\/td><td>Move-basierte Layer-1<\/td><td>diverse AAA-nahe Kooperationen<\/td><td>hohe Marketingpr\u00e4senz, schwacher Kursverlauf<\/td><\/tr><tr><td>opBNB \/ Sei<\/td><td>Alternative L2 \/ L1<\/td><td>diverse Casual- und Play-to-Earn-Titel<\/td><td>laut DappRadar aktuell h\u00f6chste t\u00e4gliche Wallet-Aktivit\u00e4t im Segment<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption>Eigene Einordnung auf Basis \u00f6ffentlich verf\u00fcgbarer Daten, Stand Juli 2026.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vergleich zeigt: Arbitrums Vorteil liegt weniger in nackten Nutzerzahlen als in der Kombination aus tiefen DeFi-Liquidit\u00e4tspools, einem etablierten Entwickler\u00f6kosystem und einem der gr\u00f6\u00dften F\u00f6rderprogramme der Branche. Ob das reicht, um langfristig auch bei aktiven Spielern die Nase vorn zu haben, ist nach dem Aus von Pirate Nation offener denn je.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Regulatorischer Rahmen: MiCA, FMA und Gaming-Token<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00f6sterreichische Nutzer ist neben der Technik vor allem die rechtliche Einordnung relevant. Seit dem 30. Dezember 2024 gilt in der gesamten EU das Genehmigungs- und Aufsichtsregime f\u00fcr Anbieter von Krypto-Dienstleistungen (CASP) unter der Markets-in-Crypto-Assets-Verordnung (MiCA), in \u00d6sterreich zust\u00e4ndig ist die Finanzmarktaufsicht (FMA). F\u00fcr fungible, handelbare Token wie ARB, XAI oder MAGIC ist die Lage vergleichsweise klar: Sie fallen unter die MiCA-Kategorie der anderen Kryptowerte und damit unter die regul\u00e4re CASP-Aufsicht, wenn sie \u00fcber eine in \u00d6sterreich oder der EU zugelassene Plattform gehandelt werden.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Komplizierter wird es bei den eigentlichen Spiel-Assets. Die <a href='https:\/\/www.esma.europa.eu\/sites\/default\/files\/2025-03\/ESMA75453128700-1323_Guidelines_on_the_conditions_and_criteria_for_the_qualification_of_CAs_as_FIs.pdf' target='_blank' rel='noopener'>ESMA-Leitlinien zur Einordnung von Krypto-Werten<\/a> stellen klar, dass echte, einzigartige NFTs grunds\u00e4tzlich au\u00dferhalb des MiCA-Anwendungsbereichs bleiben. Sobald Spiele-Items jedoch in gro\u00dfen, austauschbaren Serien oder Kollektionen ausgegeben werden, wie es bei vielen Loot- und Crafting-Systemen der Fall ist, kann die Ausnahme entfallen und die Einordnung als Krypto-Wert oder sogar als Finanzinstrument nach MiFID II ins Spiel kommen. F\u00fcr Studios, die auf Arbitrum bauen, bedeutet das: Je n\u00e4her ein Item-System an handelbare, seriell ausgegebene Tokens heranr\u00fcckt, desto eher lohnt sich eine rechtliche Pr\u00fcfung vor dem Launch.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die FMA betont in ihren eigenen Informationsbl\u00e4ttern, dass die Einordnung stets vom konkreten Einzelfall abh\u00e4ngt, nicht von der Bezeichnung als Gaming-Token oder NFT. Wer heuer als \u00f6sterreichischer Nutzer ARB, XAI oder MAGIC \u00fcber eine in der EU zugelassene Plattform kauft, bewegt sich regulatorisch auf vertrautem Terrain, wer dagegen in komplexere In-Game-\u00d6konomien mit eigenen Marktpl\u00e4tzen investiert, sollte die jeweilige Struktur genauer pr\u00fcfen, bevor gr\u00f6\u00dfere Summen flie\u00dfen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Chancen und Risiken f\u00fcr \u00f6sterreichische Spieler und Anleger<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Anlegersicht bleibt Arbitrums Gaming-Vertikale ein Hochrisikosegment innerhalb eines ohnehin volatilen Marktes. XAI und MAGIC bewegen sich mit Marktkapitalisierungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in einer Liquidit\u00e4tsklasse, in der bereits mittelgro\u00dfe Kauf- oder Verkaufsorders den Kurs sp\u00fcrbar bewegen k\u00f6nnen. Die Kursverl\u00e4ufe beider Token seit ihren Allzeithochs, MAGIC notiert heuer mehr als 99 Prozent unter seinem Rekordwert, zeigen, wie schnell aus einem gehypten \u00d6kosystem-Token ein Nischenwert werden kann, sobald das zugrunde liegende Studio seinen Fokus verschiebt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt ein strukturelles Risiko, das \u00fcber einzelne Token hinausgeht: Sowohl der radikale Kurswechsel bei Treasure als auch das Aus von Pirate Nation zeigen, dass selbst gut finanzierte, \u00f6ffentlich als Vorzeigeprojekte pr\u00e4sentierte Studios ihre Roadmap grundlegend \u00e4ndern oder ganz einstellen k\u00f6nnen, teils innerhalb weniger Monate. Wer stark auf die Fortf\u00fchrung eines einzelnen Spiels oder einer einzelnen Chain setzt, tr\u00e4gt damit ein Konzentrationsrisiko, das in klassischen Gaming-Investments, etwa Aktien gro\u00dfer Publisher mit breitem Portfolio, so nicht in dieser Form existiert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Spieler statt Anleger sieht das Bild differenzierter aus. Titel wie Captain Laserhawk oder die auf Steam ver\u00f6ffentlichte Web2-Version von Wildcard zeigen, dass sich einzelne Arbitrum-Produktionen mittlerweile kaum noch von klassischen Onlinespielen unterscheiden, die Blockchain arbeitet im Hintergrund. Wer bewusst nach Onchain-Eigentum an Items sucht, findet auf Xai und den verbleibenden Treasure-Titeln weiterhin funktionierende \u00d6kosysteme, sollte sich aber bewusst sein, dass die Lebensdauer einzelner Web3-Spiele, wie Pirate Nation zeigt, oft k\u00fcrzer ist als bei etablierten Franchises.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: Was 2026 f\u00fcr Arbitrum Gaming noch bringen k\u00f6nnte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweite Jahresh\u00e4lfte 2026 d\u00fcrfte zeigen, ob Arbitrum seine Gaming-Wette verl\u00e4ngert oder stillschweigend zur\u00fcckf\u00e4hrt. Entscheidend wird, ob die DAO nach dem Auslaufen des ersten GCP-Zyklus einen zweiten, wom\u00f6glich kleineren und st\u00e4rker kontrollierten F\u00f6rderzyklus beschlie\u00dft, oder ob die verbliebenen ARB-Mittel tats\u00e4chlich zur\u00fcckgeholt und anderen Programmen zugeteilt werden. Die im Fr\u00fchjahr 2025 eingerichtete DAO-Kommunikationsstelle k\u00f6nnte dabei als Fr\u00fchindikator dienen: Bleibt sie aktiv besetzt, spricht das f\u00fcr Kontinuit\u00e4t, wird sie nicht nachbesetzt, d\u00fcrfte das Programm eher auslaufen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch d\u00fcrfte die Einf\u00fchrung von Stylus in weiteren Spielen an Fahrt gewinnen, da Studios damit auf Programmiersprachen jenseits von Solidity zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, ein Argument, das speziell f\u00fcr Studios mit bestehendem C++- oder Rust-Hintergrund aus der klassischen Spieleentwicklung interessant ist. Ob dadurch tats\u00e4chlich neue AAA-Namen zus\u00e4tzlich zu Ubisoft gewonnen werden, bleibt offen, \u00f6ffentlich best\u00e4tigte weitere Gro\u00dfstudio-Deals gibt es Stand heute nicht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00f6sterreichische Beobachter lohnt sich au\u00dferdem ein Blick auf die Wechselwirkung mit dem breiteren Marktumfeld. Kleinere Gaming-Token wie XAI und MAGIC reagieren erfahrungsgem\u00e4\u00df st\u00e4rker auf die allgemeine Risikostimmung an den Kryptom\u00e4rkten als auf rein projektspezifische Nachrichten. Sollte sich die allgemeine Marktliquidit\u00e4t heuer weiter verknappen, d\u00fcrften kleinkapitalisierte Gaming-Token tendenziell \u00fcberproportional leiden, unabh\u00e4ngig davon, wie gut die zugrunde liegenden Spiele tats\u00e4chlich laufen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist Arbitrum Gaming, und worin unterscheidet es sich von anderen Blockchain-Spielen?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum Gaming bezeichnet keine einzelne Anwendung, sondern die Gesamtheit der Spiele und Infrastruktur, die auf Arbitrum One oder auf eigenst\u00e4ndigen Orbit-Chains laufen, Layer-3-Netzwerken, die \u00fcber Arbitrum letztlich auf Ethereum abrechnen. Studios wie Treasure oder das inzwischen eingestellte Pirate Nation konnten so eigene Chains mit individuellen Regeln starten, statt sich Infrastruktur mit fremden Anwendungen zu teilen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Welche Spiele und Projekte laufen aktuell auf Arbitrum?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den aktivsten Projekten z\u00e4hlen die Gaming-Chain Xai mit Titeln wie Final Form und LAMOverse, das Treasure-\u00d6kosystem rund um MAGIC sowie Ubisofts Captain Laserhawk: The G.A.M.E. Das fr\u00fcher oft als Paradebeispiel genannte Onchain-Rollenspiel Pirate Nation von Proof of Play wird dagegen abgeschaltet, Nachfolgeaktivit\u00e4ten laufen k\u00fcnftig gr\u00f6\u00dftenteils auf der Chain Abstract.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist aus dem 225-Millionen-ARB-F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Gaming geworden?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gaming Catalyst Program wurde im Juni 2024 von der Arbitrum-DAO mit mehr als 75 Prozent Zustimmung beschlossen und sollte 225 Millionen ARB \u00fcber drei Jahre verteilen. Bereits im M\u00e4rz 2025 gab es einen Antrag, nicht ausgegebene Mittel wegen Missmanagement-Vorw\u00fcrfen zur\u00fcckzuholen, der erste Programmzyklus lief am 31. J\u00e4nner 2026 turnusm\u00e4\u00dfig aus. Ob ein zweiter Zyklus folgt, war zum Redaktionsschluss noch nicht final entschieden.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Sind ARB, XAI und MAGIC in \u00d6sterreich steuerlich wie andere Kryptowerte zu behandeln?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr fungible, handelbare Token wie ARB, XAI oder MAGIC gilt in \u00d6sterreich in der Regel derselbe Rahmen wie f\u00fcr Bitcoin oder Ethereum: Kursgewinne unterliegen dem 27,5-prozentigen Sondersteuersatz nach Paragraf 27a EStG, bei inl\u00e4ndischen Plattformen wird die Kapitalertragsteuer seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch einbehalten. F\u00fcr einzigartige Spiele-NFTs ist die steuerliche Einordnung weniger einheitlich geregelt, hier lohnt sich im Zweifel eine individuelle Beratung.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum wurde das Vorzeigespiel Pirate Nation abgeschaltet, und was bedeutet das f\u00fcr Arbitrum?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Studio Proof of Play blieb die Spielergemeinschaft von Pirate Nation zwar aktiv, erreichte aber nie die Gr\u00f6\u00dfenordnung, die den Betrieb der beiden aufwendigen Orbit-Chains Apex und Boss wirtschaftlich rechtfertigt. F\u00fcr Arbitrum ist das ein R\u00fcckschlag, weil das Spiel bislang als technisches Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr das Orbit-Framework diente, das Nachfolgeprojekt Proof of Play Arcade l\u00e4uft k\u00fcnftig auf der Konkurrenz-Chain Abstract.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist Arbitrum Gaming, und worin unterscheidet es sich von anderen Blockchain-Spielen?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Arbitrum Gaming bezeichnet keine einzelne Anwendung, sondern die Gesamtheit der Spiele und Infrastruktur, die auf Arbitrum One oder auf eigenst\u00e4ndigen Orbit-Chains laufen, Layer-3-Netzwerken, die \u00fcber Arbitrum letztlich auf Ethereum abrechnen. 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