{"id":171,"date":"2026-07-22T04:49:18","date_gmt":"2026-07-22T04:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/arbitrum-gaming-2026-orbit-chains-foerderluecke\/"},"modified":"2026-07-22T04:49:18","modified_gmt":"2026-07-22T04:49:18","slug":"arbitrum-gaming-2026-orbit-chains-foerderluecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/arbitrum-gaming-2026-orbit-chains-foerderluecke\/","title":{"rendered":"Arbitrum Gaming 2026: Orbit-Chains f\u00fcllen die F\u00f6rderl\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der F\u00f6rdertopf ist leer, ein prominentes Piratenspiel hat abgeschaltet, und die Kurse der ersten Token-Welle liegen tief im Minus. Wie <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/arbitrum-gaming-2026-foerderprogramm-rueckzug\/'>wir vor wenigen Tagen an dieser Stelle beschrieben haben<\/a>, lief das mit 225 Millionen ARB dotierte Gaming Catalyst Program (GCP) im J\u00e4nner 2026 aus. Wer daraus schlie\u00dft, dass sich Arbitrums Gaming-Ambitionen damit erledigt haben, liest allerdings nur die halbe Geschichte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die andere H\u00e4lfte spielt sich seit Jahresbeginn in mindestens drei parallelen Entwicklungen ab. Erstens ist die direkte F\u00f6rdervergabe durch die Arbitrum Foundation einem community-gesteuerten Modell namens Domain Allocators gewichen. Zweitens verlagert sich das eigentliche Infrastruktur-Investment von Einzelzusch\u00fcssen hin zu sogenannten Orbit-Chains, eigenen Spiele-Blockchains auf Basis von Arbitrums Nitro-Technologie. Drittens verkn\u00fcpft ein neuer Geb\u00fchrenmechanismus, urspr\u00fcnglich f\u00fcr die B\u00f6rsen-App Robinhood eingef\u00fchrt, pl\u00f6tzlich jede dieser Gaming-Chains direkt mit dem Wert des ARB-Tokens. Dieser Artikel geht der Frage nach, ob dieser Umbau tats\u00e4chlich tr\u00e4gt oder nur eine neue Verpackung f\u00fcr ein altes Problem ist, und zeigt anhand von drei konkreten Chains, Xai, Sanko und Studio Chain, wie unterschiedlich die Antworten darauf ausfallen k\u00f6nnen. Am Ende ordnen wir die Strategie auch gegen Wettbewerber wie Ronin und Immutable ein.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was bisher geschah: Der 225-Millionen-Fonds und sein Ende<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Erinnerung, ohne die gesamte Vorgeschichte zu wiederholen: Die Arbitrum-DAO genehmigte im Juni 2024 per Abstimmung ein F\u00f6rdervolumen von 225 Millionen ARB f\u00fcr das Gaming Catalyst Program, wie <a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/299167\/arbitrum-dao-votes-to-approve-215-million-gaming-ecosystem-fund-proposed-by-arbitrum-foundation'>The Block<\/a> damals berichtete. Fr\u00fchphasen-Studios konnten Zusch\u00fcsse bis 500.000 ARB beantragen, etabliertere Teams mussten sich f\u00fcr Investments mit Value-Share-Komponente bewerben. Das Programm brachte AAA-Kooperationen wie Ubisofts Captain Laserhawk hervor, aber auch spektakul\u00e4re R\u00fcckschl\u00e4ge wie die Abschaltung von Pirate Nation und einen strategischen Kurswechsel bei Treasure DAO.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00f6rderprogramme dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung sind in der Kryptobranche fast immer auf eine feste Laufzeit ausgelegt, nicht auf Ewigkeit; das GCP war von Anfang an als mehrj\u00e4hrige Initiative konzipiert. Dass es planm\u00e4\u00dfig ausl\u00e4uft, ist damit weniger ein Alarmsignal als der \u00dcbergang in eine neue Phase, in der sich zeigen muss, welche der gef\u00f6rderten Projekte auch ohne frisches Kapital \u00fcberleben. Genau diese neue Phase, nicht die Bilanz des GCP selbst, steht im Mittelpunkt dieses Artikels.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Kurswechsel: Domain Allocators statt Direktvergabe<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">An die Stelle der zentralen F\u00f6rdervergabe durch die Arbitrum Foundation ist ein Modell getreten, das die DAO als Domain Allocator bezeichnet, vormals unter dem Namen Questbook bekannt. Das Prinzip: Statt dass eine Stiftung zentral entscheidet, wer Geld bekommt, w\u00e4hlt die Community Allocators f\u00fcr einzelne Themenbereiche, darunter Gaming, die dann eigenst\u00e4ndig \u00fcber Antr\u00e4ge entscheiden und Auszahlungen an das Erreichen konkreter Meilensteine kn\u00fcpfen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste GCP-Phase hatte mit vergleichsweise gro\u00dfz\u00fcgigen Einzelzusch\u00fcssen experimentiert, von denen ein Teil in Projekten versickerte, die nie \u00fcber eine Testnet-Version hinauskamen. Domain Allocators sollen dieses Risiko eind\u00e4mmen, indem sie kleinere Betr\u00e4ge in mehreren Tranchen auszahlen und jede Tranche an konkrete, \u00fcberpr\u00fcfbare Kennzahlen binden, nicht an Ank\u00fcndigungen oder Roadmaps.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ob das Modell tats\u00e4chlich weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Fehlallokation ist, l\u00e4sst sich nach wenigen Monaten Praxis kaum abschlie\u00dfend beurteilen. Was sich aber schon zeigen l\u00e4sst: Wer heute als Studio oder als Community-Organisation F\u00f6rdergeld von Arbitrum will, bewirbt sich nicht mehr bei einem zentralen GCP-Komitee, sondern bei einem gew\u00e4hlten Allocator-Team mit engem thematischem Zuschnitt und klar definierten Berichtspflichten.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wayfinders: Eine F\u00f6rderung nach Zahlen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der <a href='https:\/\/forum.arbitrum.foundation\/t\/wayfinders-x-arbitrum-gaming-final-grant-report-2025-2026\/31042'>Abschlussbericht von Wayfinders<\/a>, der am 7. Juli 2026 im Arbitrum-Forum ver\u00f6ffentlicht wurde. Wayfinders ist eine Creator-Organisation, die Turniere, Streams und Content rund um Arbitrum-Spiele produziert und damit neue Spieler in die \u00d6kosysteme gef\u00f6rderter Titel bringt, konkret zu den drei Spielen Wildcard, My Pet Hooligan und Alternates.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zuschuss war in drei Meilensteine gegliedert. Jeder verlangte acht Livestreams auf der Plattform Spike, vier Kurz- oder Langvideos, vier Community-Turniere sowie begleitende Ank\u00fcndigungen auf X und Discord, ein Pflichtenheft, das eher an einen Marketing-Vertrag erinnert als an eine klassische Web3-F\u00f6rderung. Als Erfolgskennzahl waren 150.000 Impressions pro Meilenstein sowie 1.000 Referral-Klicks zu den jeweiligen Spiele-Partnern vorgegeben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende lieferte Wayfinders 24 Livestreams, 12 Videos und 12 Turnierevents, exakt im Rahmen der vorgegebenen Mindestzahlen \u00fcber alle drei Meilensteine hinweg, erreichte aber mit insgesamt 474.000 Impressions deutlich mehr als die rechnerische Zielmarke von 450.000. Direkt an teilnehmende Spieler ausgesch\u00fcttet wurden zus\u00e4tzlich 11.000 US-Dollar an Preisgeldern.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Gemessen an den Hunderten Millionen ARB des urspr\u00fcnglichen GCP ist das ein Rundungsfehler. Und genau das ist der Punkt: Domain Allocators wie Wayfinders operieren bewusst im kleinen Ma\u00dfstab, mit klar messbaren Marketing- und Community-Kennzahlen statt mit der Hoffnung, dass ein sechsstelliger Zuschuss automatisch ein florierendes Spiel hervorbringt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Orbit-Architektur: Arbitrum als Chain-Baukasten f\u00fcr Studios<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite, strukturell wichtigere Baustein von Arbitrums Gaming-Strategie hat mit dem GCP-F\u00f6rdertopf nichts zu tun: Orbit. Orbit ist das Rahmenwerk, mit dem Studios eine eigene Layer-3-Chain auf Basis von Arbitrums Nitro-Technologie starten k\u00f6nnen, die entweder an Arbitrum One oder direkt an Ethereum abrechnet. F\u00fcr Spielestudios ist das aus mehreren Gr\u00fcnden interessant, die mit klassischer DeFi-Infrastruktur wenig zu tun haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Erstens der Betriebsmodus: Orbit-Chains lassen sich entweder als klassisches Rollup oder im sogenannten AnyTrust-Modus betreiben. Im AnyTrust-Modus \u00fcbernimmt ein Data-Availability-Committee einen Teil der Datenverf\u00fcgbarkeit, statt jede Transaktion vollst\u00e4ndig auf Ethereum zu verankern, was Geb\u00fchren nochmals senkt, allerdings auf Kosten eines zus\u00e4tzlichen Vertrauensankers. F\u00fcr ein Free-to-play-Kartenspiel mit tausenden Mikrotransaktionen pro Tag ist das ein sinnvoller Kompromiss, weshalb die meisten Gaming-Chains im Orbit-\u00d6kosystem AnyTrust nutzen, w\u00e4hrend sicherheitskritischere Finance-Chains eher beim klassischen Rollup bleiben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens die M\u00f6glichkeit, ein eigenes ERC-20-Token als Gas-Token der Chain festzulegen. Das klingt nach einem Detail, ist aber der eigentliche \u00f6konomische Hebel: Jede Transaktion im jeweiligen Spiel zahlt Geb\u00fchren im eigenen Studio-Token statt in ETH oder ARB, was diesem Token einen realen Nutzenanker jenseits reiner Spekulation gibt, vorausgesetzt, die Chain wird tats\u00e4chlich genutzt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Drittens, und das ist eher ein politischer als ein technischer Grund, konkurriert ein Spiel auf einer eigenen Chain nicht um Blockspace mit fremden DeFi-Protokollen oder NFT-Mints, die zu Sto\u00dfzeiten die Geb\u00fchren f\u00fcr alle in die H\u00f6he treiben k\u00f6nnen. Ein Studio, das seine eigene Chain betreibt, bestimmt zudem selbst \u00fcber Sequencer-Einnahmen, Governance-Parameter und das Tempo k\u00fcnftiger Upgrades, Freiheiten, die auf einer geteilten Chain wie Arbitrum One erst mit der gesamten \u00fcbrigen Nutzerbasis abgestimmt werden m\u00fcssten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dieses Baukasten-Prinzip erkl\u00e4rt, warum inzwischen mehrere, klar getrennte Gaming-Chains im Arbitrum-\u00d6kosystem nebeneinander existieren, statt dass alle Spiele auf der gemeinsamen Arbitrum-One-Chain laufen. Drei davon lohnen einen genaueren Blick.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Fallstudie Xai: Ex Populus und Final Form<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Xai war die erste dedizierte Gaming-Chain im Orbit-\u00d6kosystem und ging laut <a href='https:\/\/decrypt.co\/resources\/what-is-xai-the-rising-ethereum-layer-3-gaming-network-on-arbitrum'>Decrypt<\/a> bereits am 9. J\u00e4nner 2024 live, gemeinsam von Offchain Labs und der Xai Foundation entwickelt und im AnyTrust-Modus betrieben. Das native Token XAI notiert aktuell bei rund 0,0061 Euro und kommt auf eine Marktkapitalisierung von etwa 13,6 Millionen Euro, wie Daten von <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/xai'>CoinGecko<\/a> zeigen, deutlich unter dem Niveau kurz nach dem Mainnet-Start.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste und bislang prominenteste Titel auf Xai ist Final Form vom Studio Ex Populus, dessen Team unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von Pixar, Ubisoft, Activision und Blizzard besteht. Final Form ist ein vollst\u00e4ndig onchain abgewickeltes Autobattler-Kartenspiel mit Roguelite-Elementen: Spieler entwickeln limitierte Karten in Arena-K\u00e4mpfen weiter, verlieren bei einer Niederlage einen Teil des Fortschritts, behalten aber ihre wertvollsten Karten, ein Souls-like-Prinzip, \u00fcbertragen auf ein Sammelkartenspiel. Ex Populus wirbt mit AAA-Produktionswerten und plant mittelfristig eine Distribution \u00fcber etablierte Plattformen wie Epic Games Store und Steam, was das Spiel aus der reinen Web3-Nische herausholen soll.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Xai bleibt damit ein Lehrbuchbeispiel f\u00fcr das Orbit-Versprechen: eine dedizierte Chain, ein Ankermieter-Studio, ein Flaggschiff-Titel. Ob das Modell auch dann tr\u00e4gt, wenn Final Form nicht der einzige nennenswerte Titel auf der Chain bleibt, ist die eigentliche Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr den weiteren Jahresverlauf.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Fallstudie Sanko: Vom GameCorp zur Dream-Machine-Konsole<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Sanko verfolgt einen ambitionierteren, aber auch riskanteren Ansatz als Xai: Statt sich auf ein Studio und einen Titel zu konzentrieren, baut Sanko GameCorp seit dem Mainnet-Start im Mai 2024 ein ganzes \u00d6kosystem samt eigener Hardware-Vision auf. Das native Token der Chain hei\u00dft Dream Machine Token (DMT) und dient laut den <a href='https:\/\/docs.sanko.xyz\/usddmt\/the-dream-machine-token-dmt'>offiziellen Sanko-Dokumenten<\/a> zugleich als Gas-Token, Zahlungsmittel innerhalb der Spiele und Abrechnungseinheit der Chain.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">DMT notiert aktuell bei etwa 1,58 Euro; bei einem zirkulierenden Angebot von rund 897.000 Token, von insgesamt einer Million, ergibt das eine Marktkapitalisierung von nur etwa 1,4 Millionen Euro, wie <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/dream-machine-token'>CoinGecko<\/a>-Daten zeigen. Das ist, verglichen mit XAI oder ARB, ein Nischenwert, was angesichts der sehr kleinen Gesamtausgabemenge allerdings wenig \u00fcber die tats\u00e4chliche Nutzung der Chain aussagt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das prominenteste Projekt im \u00d6kosystem ist die namensgebende Dream Machine, eine als Blockchain-Spielkonsole und Arcade positionierte Hardware- und Software-Plattform, erg\u00e4nzt um Titel wie das 3D-Haustierspiel SankoPets und den chain-eigenen Streaming-Dienst SankoTV. Der Anspruch ist erkennbar nostalgisch: eine Konsole, die an die Popkultur klassischer Heimkonsolen ankn\u00fcpft, nur mit Onchain-Eigentum an Charakteren und Gegenst\u00e4nden als Unterscheidungsmerkmal.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ein vergleichsweise kleines Studio ist der parallele Aufbau einer eigenen Konsolen-Marke neben der Chain selbst ein ungew\u00f6hnlich hohes Investment an Aufmerksamkeit und Kapital, verglichen mit Wettbewerbern, die sich auf ein einzelnes Spiel konzentrieren. Ob sich dieser Rundumansatz auszahlt, d\u00fcrfte sich eher an der Kontinuit\u00e4t der Community als an kurzfristigen Kurszahlen des DMT-Tokens ablesen lassen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Fallstudie Studio Chain: My Pet Hooligan und prominente Investoren<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der j\u00fcngste der drei gro\u00dfen Gaming-F\u00e4lle im Orbit-\u00d6kosystem ist Studio Chain, eine Kooperation der Arbitrum Foundation mit der Karrat Foundation, laut <a href='https:\/\/decrypt.co\/309799\/my-pet-hooligan-arbitrum-studio-chain'>Decrypt<\/a> bereits im M\u00e4rz 2025 angek\u00fcndigt, mit dem Token KARRAT im Zentrum der Chain-\u00d6konomie.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Flaggschiff der Chain ist My Pet Hooligan, ein Battle-Royale-artiges Actionspiel des Studios AMGI Studios, das \u00fcber den Epic Games Store bereits mehr als 500.000 Downloads verzeichnet, wie Decrypt berichtet. Bemerkenswert ist die Investorenliste abseits der \u00fcblichen Krypto-Venture-Fonds: Zu den fr\u00fchen Geldgebern von AMGI Studios z\u00e4hlen mit Paris Hilton und der Band Coldplay auch prominente Namen aus Pop- und Entertainment-Kultur, die dem Projekt Reichweite jenseits der Kernzielgruppe klassischer Onchain-Spieler verschaffen sollen. Der volle Release ist f\u00fcr das zweite Quartal 2026 angesetzt, mit einer geplanten Erweiterung auf Xbox und weitere PC-Plattformen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">&bdquo;Studio Chain and the My Pet Hooligan franchise bring with them a rich source of content and culture&ldquo;, sagt Jack Fitzpatrick, Partnerships Manager bei Offchain Labs, laut Decrypt. Luke Paglia, Co-Founder und COO von AMGI Studios, erg\u00e4nzt: &bdquo;By leveraging Arbitrum&#8217;s powerful infrastructure, we&#8217;re able to create gaming experiences that were previously impossible&ldquo;.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das KARRAT-Token selbst notiert aktuell bei rund 0,0027 Euro und damit etwa 99,8 Prozent unter seinem Allzeithoch, ein Kursverlauf, der sich fast deckungsgleich mit dem der anderen Gaming-Chain-Token liest. Genau darin liegt die eigentliche Beobachtung dieses Abschnitts: Die Spiele-Seite, gemessen an Downloads, prominenten Partnern und Plattform-Expansion, und die Token-Seite entwickeln sich bei allen drei Chains erkennbar auseinander.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vergleichstabelle: Arbitrums wichtigste Gaming-Chains<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um die drei Ans\u00e4tze nebeneinander zu sehen, lohnt sich der direkte Vergleich der wichtigsten Eckdaten:<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Chain<\/th><th>Modus<\/th><th>Natives Token<\/th><th>Flaggschiff-Projekt<\/th><th>Live seit<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Arbitrum One<\/td><td>Rollup (Basis-L2)<\/td><td>ARB<\/td><td>Gesamtes \u00d6kosystem, Basis aller Orbit-Chains<\/td><td>2021<\/td><\/tr><tr><td>Xai<\/td><td>Orbit L3, AnyTrust<\/td><td>XAI<\/td><td>Final Form (Ex Populus)<\/td><td>J\u00e4nner 2024<\/td><\/tr><tr><td>Sanko<\/td><td>Orbit L3, AnyTrust<\/td><td>DMT<\/td><td>Dream Machine, SankoPets<\/td><td>Mai 2024<\/td><\/tr><tr><td>Studio Chain<\/td><td>Orbit L3<\/td><td>KARRAT<\/td><td>My Pet Hooligan (AMGI Studios)<\/td><td>Angek\u00fcndigt M\u00e4rz 2025<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig ist, wie unterschiedlich die drei Chains ihren Anker setzen: Xai \u00fcber ein einzelnes, AAA-ambitioniertes Spiel, Sanko \u00fcber eine ganze Hardware- und \u00d6kosystem-Marke, Studio Chain \u00fcber prominente externe Investoren und einen bereits eingef\u00fchrten Titel mit Web2-Reichweite. Keiner der drei Wege hat sich bislang als eindeutig \u00fcberlegen erwiesen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Stylus: Performance-Versprechen mit einer L\u00fccke<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Chain-Vervielf\u00e4ltigung \u00fcber Orbit ist Stylus die zweite gro\u00dfe technische Wette, mit der Arbitrum explizit auch um Spieleentwickler wirbt. Stylus erlaubt seit seiner Einf\u00fchrung Smart Contracts nicht mehr nur in Solidity, sondern in jeder WebAssembly-f\u00e4higen Sprache, also etwa Rust, C oder C++. F\u00fcr rechenintensive Logik, wie sie in Spielen mit komplexer Physik, Zufallsgenerierung oder Kampfsystemen anf\u00e4llt, verspricht das laut einem <a href='https:\/\/blockeden.xyz\/blog\/2026\/02\/01\/arbitrum-2026-roadmap-arbos-dia-gaming-catalyst-stylus\/'>im Februar 2026 ver\u00f6ffentlichten \u00dcberblick zur Arbitrum-Roadmap<\/a> sp\u00fcrbare Vorteile: Benchmarks von RedStone aus dem November 2025 zeigten f\u00fcr kryptografische Operationen eine 10- bis 100-fach schnellere Ausf\u00fchrung sowie Gaseinsparungen von mehr als 30 Prozent bei komplexeren Funktionen gegen\u00fcber klassischem EVM-Code.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt nach einer ma\u00dfgeschneiderten L\u00f6sung f\u00fcr Onchain-Spiele mit aufwendiger Logik. Ein Blick auf die tats\u00e4chliche F\u00f6rderpraxis relativiert das Bild allerdings. Das Programm Stylus Sprint, das Entwicklern gezielt beim Umstieg auf Stylus helfen sollte, hatte ein Budget von 5 Millionen ARB vorgesehen, erhielt aber laut <a href='https:\/\/blog.arbitrum.io\/stylus-sprint-recipients\/'>Arbitrums offiziellem Blog<\/a> 147 Bewerbungen mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet rund 32 Millionen ARB, fast das Sechsfache der urspr\u00fcnglichen Summe. Am Ende wurden 17 Projekte ausgew\u00e4hlt, quer durch Entwickler-Tooling, Privacy-L\u00f6sungen, Oracle-Integrationen und KI-Anwendungen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Kein einziges der 17 gef\u00f6rderten Projekte ist dabei explizit als Gaming-Anwendung ausgewiesen. Unter den Gewinnern finden sich immerhin einige, die zumindest indirekt auch Spieleentwicklern zugutekommen d\u00fcrften: Ein Tooling-Projekt zur Umwandlung von AssemblyScript in WebAssembly senkt die Einstiegsh\u00fcrde f\u00fcr Entwickler, die aus dem Browser- und Spiele-Umfeld kommen. Ein weiteres, von der Sicherheitsfirma Trail of Bits umgesetztes Projekt bringt zustandsbehaftetes Fuzzing f\u00fcr Stylus-Programme, also automatisiertes Testen auf Sicherheitsl\u00fccken, eine Grundlage, die gerade f\u00fcr Spiele mit echtem Werteinsatz k\u00fcnftig relevanter werden d\u00fcrfte als reine Performance-Benchmarks. Zwischen dem Marketing-Versprechen, Stylus sei ideal f\u00fcr Gaming, und der Frage, wie viele Studios das Werkzeug tats\u00e4chlich produktiv einsetzen, liegt damit weiterhin eine L\u00fccke, die sich erst mit weiteren F\u00f6rderrunden schlie\u00dfen d\u00fcrfte.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Geb\u00fchrenr\u00fcckfluss: Was Robinhood Chain f\u00fcr Gaming-Chains bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die vielleicht wichtigste Entwicklung f\u00fcr den langfristigen Wert von Gaming-Chains wie Xai, Sanko oder Studio Chain hat auf den ersten Blick nichts mit Gaming zu tun. Am 1. Juli 2026 ging Robinhood Chain live, eine auf Arbitrums Orbit-Technologie aufgebaute Chain der Trading-App Robinhood. Wenige Tage sp\u00e4ter, am 9. Juli, k\u00fcndigte Offchain-Labs-Mitgr\u00fcnder und CEO Steven Goldfeder laut <a href='https:\/\/thedefiant.io\/news\/tokens\/arbitrum-to-capture-10-of-fees-from-robinhood-chain'>The Defiant<\/a> einen neuen Geb\u00fchrenmechanismus an: 10 Prozent der Netto-Protokollgeb\u00fchren von Robinhood Chain und jeder anderen Orbit-Chain flie\u00dfen k\u00fcnftig an das Arbitrum-\u00d6kosystem zur\u00fcck, aufgeteilt in 8 Prozent f\u00fcr die von ARB-Haltern kontrollierte DAO-Treasury und 2 Prozent f\u00fcr die laufende Entwicklung. Bei Arbitrum One selbst flie\u00dfen bereits 100 Prozent der Geb\u00fchren in die Treasury.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">&bdquo;As enterprise adoption is heating up, Arbitrum is well positioned to capture revenue&ldquo;, zitiert The Defiant Goldfeder. Der ARB-Kurs reagierte am 9. Juli mit einem Plus von mehr als 13 Prozent, in einem Marktumfeld, das an jenem Tag insgesamt eher unter Druck stand.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gaming-Chains ist die Relevanz indirekt, aber real: Die Zehn-Prozent-Regel gilt nicht nur f\u00fcr Robinhood Chain, sondern f\u00fcr jede Orbit-Chain, also auch f\u00fcr Xai, Sanko und Studio Chain. Jede Transaktion in Final Form, jedes Match in My Pet Hooligan und jeder Kauf in Sanko GameCorps \u00d6kosystem tr\u00e4gt damit, und sei es nur im Mikrobereich, zur selben Treasury bei, die auch von Robinhood-Handelsvolumen gespeist wird. Bemerkenswert ist die strukturelle Aussage dahinter: Anders als beim urspr\u00fcnglichen GCP-F\u00f6rdermodell, bei dem ARB nur ausgegeben wurde, verkn\u00fcpft der Geb\u00fchrenr\u00fcckfluss jede Aktivit\u00e4t auf einer Orbit-Chain direkt und dauerhaft mit dem Wert des ARB-Tokens, unabh\u00e4ngig davon, ob die Chain von einer B\u00f6rsen-App oder einem Kartenspiel-Studio betrieben wird.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Token-Performance im \u00dcberblick<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie schlagen sich die Gaming-Token in diesem Umfeld aus auslaufender F\u00f6rderung, neuen Chain-Strategien und Geb\u00fchrenr\u00fcckfluss? Ein Blick auf die aktuellen Zahlen, Stand 22. Juli 2026, jeweils laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/arbitrum'>CoinGecko<\/a>:<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Token<\/th><th>Chain \/ Projekt<\/th><th>Preis (EUR)<\/th><th>Marktkap. (ca.)<\/th><th>Abstand zum Allzeithoch<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>ARB<\/td><td>Arbitrum One<\/td><td>\u20ac0,079<\/td><td>\u20ac522 Mio.<\/td><td>96,2 % (12.1.2024)<\/td><\/tr><tr><td>XAI<\/td><td>Xai<\/td><td>\u20ac0,0061<\/td><td>\u20ac13,6 Mio.<\/td><td>99,6 % (25.2.2024)<\/td><\/tr><tr><td>DMT<\/td><td>Sanko<\/td><td>\u20ac1,58<\/td><td>\u20ac1,4 Mio.<\/td><td>99,0 % (16.6.2024)<\/td><\/tr><tr><td>MAGIC<\/td><td>Treasure \/ Smolverse<\/td><td>\u20ac0,038<\/td><td>\u20ac12,7 Mio.<\/td><td>99,3 % (19.2.2022)<\/td><\/tr><tr><td>KARRAT<\/td><td>Studio Chain<\/td><td>\u20ac0,0027<\/td><td>\u20ac2,3 Mio.<\/td><td>99,8 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der auff\u00e4lligste Befund ist weniger der einzelne Kurs als das Muster dahinter: Alle f\u00fcnf Token notieren mindestens 96 Prozent unter ihrem Allzeithoch, und vier der f\u00fcnf H\u00f6chstst\u00e4nde datieren auf einen engen Zeitraum zwischen J\u00e4nner und Juni 2024, exakt jene Phase, in der GCP-Ank\u00fcndigung, Xai-Mainnet und Sanko-Launch f\u00fcr breite Aufmerksamkeit sorgten. Das deckt sich mit einem Muster, das wir bereits in unserer <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/gamefi-tokenomics-2026-play-to-earn-reife\/'>Analyse zu GameFi-Tokenomics<\/a> beschrieben haben: Die Ank\u00fcndigungs- und Hype-Phase treibt den Kurs, das eigentliche Nutzerwachstum kommt, wenn \u00fcberhaupt, deutlich sp\u00e4ter und oft leiser.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Fragmentierung, Liquidit\u00e4t und der Wettbewerb um Studios<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Drei eigenst\u00e4ndige Gaming-Chains mit je eigenem Token, eigener Liquidit\u00e4t und eigenem Nutzerstamm werfen fast zwangsl\u00e4ufig die Fragmentierungsfrage auf. Wer heute Final Form auf Xai spielt und morgen My Pet Hooligan auf Studio Chain ausprobieren will, muss zwei verschiedene native Token halten, zwei Br\u00fccken verstehen und im Zweifel zwei Wallets mit unterschiedlichen Netzwerkeinstellungen konfigurieren. Das ist technisch l\u00f6sbar, etwa \u00fcber Account Abstraction oder chain-\u00fcbergreifende Wallet-Infrastruktur, aber es bleibt eine Reibung, die klassische Spieleplattformen wie Steam oder der Epic Games Store schlicht nicht kennen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Damit steht Arbitrums Ansatz in einem interessanten Kontrast zu Wettbewerbern:<\/p><ul class='wp-block-list'><li>Eine gemeinsame Layer-2 f\u00fcr viele Anwendungen, etwa Base oder Immutables zkEVM: geteilte Liquidit\u00e4t, aber Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Blockspace zwischen Spielen<\/li><li>Viele kleine Orbit-Chains, Arbitrums Ansatz: ma\u00dfgeschneiderte \u00d6konomie pro Spiel, aber verstreute Liquidit\u00e4t und mehr Wallet-Reibung f\u00fcr Spieler<\/li><li>Eine dominante Chain f\u00fcr ein einzelnes Franchise, etwa Ronin f\u00fcr Axie Infinity: maximale Kontrolle, aber Abh\u00e4ngigkeit vom Erfolg eines einzigen Titels<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\"><a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/sky-mavis-2026-ronin-ethereum-relevanz\/'>Ronin<\/a>, die von Sky Mavis f\u00fcr Axie Infinity gebaute Chain, verfolgt seit ihrem Start das dritte Prinzip: eine einzige, gaming-spezifische Chain f\u00fcr m\u00f6glichst viele Titel, statt vieler kleiner Orbit-artiger Ableger. Immutable wiederum setzt mit seiner zkEVM auf eine gemeinsame Layer-2 f\u00fcr sein gesamtes Spiele-Portfolio, \u00e4hnlich wie Base im breiteren Konsumenten-Bereich auf eine einzige Chain f\u00fcr m\u00f6glichst viele Anwendungen setzt. Arbitrums Orbit-Philosophie geht bewusst in die andere Richtung: lieber viele spezialisierte Chains mit ma\u00dfgeschneiderter \u00d6konomie als eine gemeinsame Chain mit geteilter Liquidit\u00e4t.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Ans\u00e4tze haben einen Preis. Eine gemeinsame Chain riskiert, dass ein einzelnes, besonders erfolgreiches Spiel die gesamte Nutzerbasis dominiert und kleinere Titel im Gasgeb\u00fchren-Wettbewerb untergehen. Viele kleine Chains riskieren das Gegenteil: verstreute Liquidit\u00e4t, verwirrte Spieler und Token, die, wie die Tabelle oben zeigt, im Zweifel gemeinsam fallen, weil keiner allein genug Volumen erzeugt, um sich von der allgemeinen Marktstimmung abzukoppeln. Solange das Handelsvolumen einzelner B\u00f6rsen-Chains die Nutzung s\u00e4mtlicher Gaming-Chains zusammen um Gr\u00f6\u00dfenordnungen \u00fcbertrifft, wie es die grunds\u00e4tzliche Verteilung zwischen Handels- und Gaming-Aktivit\u00e4t nahelegt, die wir in unserer <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/krypto-handelsvolumen-2026-was-die-zahlen-sagen\/'>Analyse zum Krypto-Handelsvolumen 2026<\/a> aufgeschl\u00fcsselt haben, bleibt der Beitrag der Spiele-Seite zur ARB-Treasury \u00fcberschaubar.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die grunds\u00e4tzliche Skepsis gegen\u00fcber Onchain-Spielen ist damit nicht vom Tisch: Ein wiederkehrender Vorwurf an das gesamte Segment lautet, viele so beworbene Web3-Spiele seien im Kern kaum mehr als eine Kalkulationstabelle mit angeh\u00e4ngtem Token. Final Form, My Pet Hooligan und die Sanko-Titel treten explizit an, dieses Etikett durch spielerische Tiefe und AAA-Produktionswerte zu widerlegen, der Beweis in Form breiter, dauerhafter Spielerzahlen steht aber noch aus.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Studios, die zwischen den gro\u00dfen Gaming-Layer-2- und Layer-3-\u00d6kosystemen w\u00e4hlen, d\u00fcrfte am Ende weniger die reine Technologie den Ausschlag geben als die Frage, wo sich bereits eine zahlungsbereite Community befindet und wie viel Aufwand die jeweilige Foundation in Marketing-Unterst\u00fctzung wie das Wayfinders-Programm steckt. Genau darin liegt Arbitrums Wettbewerbsvorteil gegen\u00fcber kleineren Gaming-Chains ohne vergleichbare Foundation im R\u00fccken: nicht die Technologie allein, sondern die Kombination aus Infrastruktur, F\u00f6rdermechanismen und einem inzwischen sehr sichtbaren Namen im Ethereum-\u00d6kosystem.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Regulatorischer Rahmen und Ausblick f\u00fcr \u00d6sterreich<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00f6sterreichische Spieler und Anleger bleibt die regulatorische Einordnung von Gaming-Token wie XAI, DMT oder KARRAT vorerst un\u00fcbersichtlich. Innerhalb der EU fallen Kryptowerte grunds\u00e4tzlich unter die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), in \u00d6sterreich zust\u00e4ndig ist die <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/querschnittsthemen\/markets-in-crypto-assets-regulation-micar\/'>Finanzmarktaufsicht (FMA)<\/a>, die seit Ablauf der heimischen \u00dcbergangsfrist am 1. Juli 2026 die Aufsicht \u00fcber Kryptowerte-Dienstleister vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen hat. F\u00fcr reine Utility- und Governance-Token von Spiele-Chains ist entscheidend, ob sie \u00fcberhaupt als Kryptowert im Sinne der Verordnung gelten oder als reines Nutzungsrecht innerhalb eines Spiels durchgehen, eine Abgrenzung, die MiCA bewusst offenl\u00e4sst und die im Einzelfall von der jeweiligen Ausgestaltung abh\u00e4ngt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Handelbar sind Token wie XAI, DMT, MAGIC oder KARRAT ohnehin nur \u00fcber Handelspl\u00e4tze, nicht direkt \u00fcber die Spiele selbst, weshalb f\u00fcr \u00f6sterreichische Nutzer in der Praxis vor allem z\u00e4hlt, ob die genutzte B\u00f6rse \u00fcber eine g\u00fcltige MiCA-Lizenz verf\u00fcgt. Wer \u00fcber eine der von der FMA lizenzierten Plattformen handelt, unterliegt zumindest den Transparenz- und Aufbewahrungspflichten der Verordnung, ein Schutzniveau, das bei reinen Offshore-B\u00f6rsen ohne EU-Lizenz nicht gegeben ist.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Spielerinnen und Spieler in \u00d6sterreich, die keine Anlage-, sondern reine Nutzungsabsicht verfolgen, bleibt der praktische Rat unver\u00e4ndert: Wallet-Guthaben, die ausschlie\u00dflich f\u00fcr Gas-Geb\u00fchren in einem Spiel ben\u00f6tigt werden, sind kein Investment und sollten auch nicht wie eines behandelt werden. Wer dagegen bewusst spekulativ in XAI, DMT oder KARRAT investiert, sollte sich der Illiquidit\u00e4t kleiner Token bewusst sein: Bei Marktkapitalisierungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich, wie bei DMT oder KARRAT, k\u00f6nnen bereits vergleichsweise kleine Kauf- oder Verkaufsorders den Kurs deutlich bewegen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf 2026 zeichnen sich mindestens drei Entwicklungslinien ab, die sich zu beobachten lohnen. Erstens, ob weitere Domain-Allocator-Runden nach dem Wayfinders-Muster aufgelegt werden und ob sich das kleinteilige, KPI-getriebene F\u00f6rdermodell auch auf gr\u00f6\u00dfere Studios \u00fcbertragen l\u00e4sst. Zweitens, ob Final Form, My Pet Hooligan oder ein bislang kleineres Sanko-Projekt den Sprung von einer Nischen-Chain zu einer Distribution auf Mainstream-Plattformen wie Steam oder Xbox tats\u00e4chlich schafft, statt wie schon Pirate Nation an diesem Punkt zu scheitern. Drittens, ob der Geb\u00fchrenr\u00fcckfluss-Mechanismus rund um Robinhood Chain in weiteren Ank\u00fcndigungen konkretisiert wird und dadurch messbar wird, wie viel Wert Gaming-Chains tats\u00e4chlich zur ARB-Treasury beitragen, statt wie bisher nur strukturell dazuzugeh\u00f6ren.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kernaussage bleibt vorsichtig positiv, aber n\u00fcchtern: Arbitrums Gaming-Vertikale hat den Verlust des gro\u00dfen F\u00f6rdertopfs bislang nicht mit R\u00fcckzug beantwortet, sondern mit einer Umverteilung auf kleinere, spezifischere Instrumente. Ob das reicht, um aus einzelnen Nischenerfolgen ein selbsttragendes \u00d6kosystem zu machen, ist Stand Juli 2026 noch offen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist das Arbitrum Gaming Catalyst Program und l\u00e4uft es noch?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gaming Catalyst Program (GCP) war ein von der Arbitrum-DAO im Juni 2024 beschlossenes F\u00f6rderprogramm mit einem Volumen von 225 Millionen ARB f\u00fcr Spielestudios auf Arbitrum. Die regul\u00e4re Vergabephase lief im J\u00e4nner 2026 aus. An ihre Stelle sind kleinteiligere, community-gesteuerte F\u00f6rderformate getreten, etwa das Domain-Allocator-Modell, \u00fcber das beispielsweise die Creator-Organisation Wayfinders Community-Kampagnen f\u00fcr einzelne Spiele finanziert bekommt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist eine Arbitrum Orbit Chain und wie unterscheidet sie sich von Arbitrum One?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Arbitrum One ist die Haupt-Layer-2-Chain von Arbitrum, direkt auf Ethereum verankert. Orbit ist das Rahmenwerk, mit dem Dritte eigene Layer-3-Chains auf Basis derselben Nitro-Technologie starten k\u00f6nnen, die an Arbitrum One oder direkt an Ethereum abrechnen. Spiele-Chains wie Xai, Sanko oder Studio Chain sind solche Orbit-Chains: Sie haben ein eigenes natives Token, oft einen eigenen Geb\u00fchrenmodus wie AnyTrust und eigene Gasgeb\u00fchren-\u00d6konomie, bleiben aber technisch mit dem Arbitrum-\u00d6kosystem verbunden.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Welche Spiele laufen aktuell auf Arbitrum-Chains?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den bekanntesten aktuell aktiven Titeln z\u00e4hlen Final Form vom Studio Ex Populus auf der Chain Xai, My Pet Hooligan von AMGI Studios auf Studio Chain sowie mehrere Titel im Sanko-\u00d6kosystem, darunter das Haustierspiel SankoPets und die geplante Dream-Machine-Konsole. Daneben unterst\u00fctzt das Wayfinders-F\u00f6rderprogramm zus\u00e4tzlich die Titel Wildcard und Alternates mit gezielten Marketing- und Community-Kampagnen statt mit direkten Entwicklungszusch\u00fcssen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist Arbitrum Stylus und welche Vorteile bringt es f\u00fcr Spieleentwickler?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Stylus erlaubt es, Smart Contracts nicht nur in Solidity, sondern in jeder WebAssembly-kompatiblen Sprache wie Rust, C oder C++ zu schreiben. F\u00fcr rechenintensive Spiellogik verspricht das laut ver\u00f6ffentlichten Benchmarks deutlich schnellere Ausf\u00fchrungszeiten und niedrigere Gaskosten gegen\u00fcber klassischem EVM-Code. In der bisherigen F\u00f6rderpraxis, etwa beim Programm Stylus Sprint, gingen die vergebenen Mittel allerdings \u00fcberwiegend an Tooling- und Infrastruktur-Projekte, nicht an Gaming-Anwendungen selbst.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Ist eine Investition in Arbitrum-Gaming-Token wie XAI, DMT oder KARRAT riskant?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Alle bislang etablierten Gaming-Token im Arbitrum-\u00d6kosystem notieren aktuell mindestens rund 96 Prozent unter ihrem jeweiligen Allzeithoch, die meisten sogar \u00fcber 99 Prozent, und bei Token wie DMT oder KARRAT bewegen sich die Marktkapitalisierungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Das unterstreicht ein grunds\u00e4tzlich hohes Risiko: geringe Liquidit\u00e4t, d\u00fcnne Handelsvolumina und eine starke Abh\u00e4ngigkeit vom Erfolg einzelner Spieletitel. Wer investiert, sollte das als hochspekulative Wette auf einzelne Studios verstehen, nicht als Investition in Arbitrum als Infrastruktur an sich, zumal ARB selbst \u00fcber den beschriebenen Geb\u00fchrenr\u00fcckfluss-Mechanismus einen andersartigen, breiteren Wertansatz hat als die einzelnen Spiele-Token.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist das Arbitrum Gaming Catalyst Program und l\u00e4uft es noch?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Das Gaming Catalyst Program (GCP) war ein von der Arbitrum-DAO im Juni 2024 beschlossenes F\u00f6rderprogramm mit einem Volumen von 225 Millionen ARB f\u00fcr Spielestudios auf Arbitrum. Die regul\u00e4re Vergabephase lief im J\u00e4nner 2026 aus. 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