{"id":208,"date":"2026-08-11T20:50:25","date_gmt":"2026-08-11T20:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/market-maker-krypto-volumen-liquiditaet-2026\/"},"modified":"2026-08-11T20:50:25","modified_gmt":"2026-08-11T20:50:25","slug":"market-maker-krypto-volumen-liquiditaet-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/market-maker-krypto-volumen-liquiditaet-2026\/","title":{"rendered":"Market Maker: Wer das Krypto-Volumen macht, wann es verschwindet"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">&bdquo;Das Handelsvolumen an den Kryptob\u00f6rsen&ldquo; klingt nach einer objektiven Zahl, die man nur ablesen muss. Im zweiten Quartal 2026 meldete <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/research\/publications\/2026-q2-crypto-report'>CoinGecko<\/a> rund 1,95 Bio. USD Spot-Volumen an den zentralen B\u00f6rsen und mehr als 12,7 Bio. USD bei den Derivaten. Hinter jeder dieser Zahlen steckt aber eine schlichte Tatsache, die in den Quartalsberichten selten auftaucht: Jeder einzelne Trade brauchte eine Gegenpartei, die bereit war, im richtigen Moment einen Auftrag ins Buch zu legen. Diese Gegenpartei ist fast nie eine Anlegerin in Wien oder ein Fonds in Frankfurt, sondern der Algorithmus einer Handvoll spezialisierter Handelsfirmen. Am Freitag, den 10. Oktober 2025, taten diese Firmen etwas, das die gesamte Mechanik schlagartig offenlegte: Binnen Sekunden h\u00f6rten sie fast gleichzeitig auf, Preise zu stellen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Volumen entsteht nicht von selbst<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Volumen wird gern als Fieberkurve des Interesses gelesen: Steigt es, wollen viele kaufen; f\u00e4llt es, ziehen sich die Leute zur\u00fcck. In einem funktionierenden Orderbuch stimmt dieses Bild nur zur H\u00e4lfte. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil der offenen Kauf- und Verkaufsauftr\u00e4ge an einem liquiden Paar wie BTC\/USDT stammt nicht von Endkundinnen, sondern von professionellen Market Makern, die rund um die Uhr beide Seiten des Buches best\u00fccken. Wer an einer B\u00f6rse &bdquo;zum Marktpreis&ldquo; kauft, handelt mit \u00fcberw\u00e4ltigender Wahrscheinlichkeit gegen einen solchen Market Maker, nicht gegen einen anderen Privatanleger. Die gemeldete Volumenzahl misst deshalb weniger, wie viele Menschen Krypto wollen, als vielmehr, wie besch\u00e4ftigt diese Firmen waren. Das ist keine Spitzfindigkeit: Auf dieselben Zahlen st\u00fctzen Analysten ihre Kursziele, Indexanbieter ihre Referenzpreise und Aufsichtsbeh\u00f6rden ihre Marktbeobachtung. Ein Bitcoin kostete Anfang der Woche rund <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>55.300 Euro<\/a> (etwa 64.000 US-Dollar bei einem Wechselkurs von rund 1,155), doch dieser Preis ist nur so verl\u00e4sslich wie die Bereitschaft der Market Maker, ihn zu stellen. F\u00e4llt diese Bereitschaft weg, bleibt von der eindrucksvollen Volumenzahl nur die Erinnerung an vergangenen Umsatz.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was ein Market Maker eigentlich tut<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Market Maker verdient nicht daran, dass der Kurs steigt oder f\u00e4llt, sondern an der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, dem Spread. Er stellt gleichzeitig ein Gebot (bid) und einen Brief (ask), etwa Bitcoin zu 55.290 Euro kaufen und zu 55.310 Euro verkaufen, und kassiert die Differenz, sooft beide Seiten getroffen werden. Dieser Spread ist der Preis der Sofortigkeit: die Pr\u00e4mie daf\u00fcr, dass jemand jederzeit bereitsteht, Ihnen die Gegenseite abzunehmen. Damit das aufgeht, muss der Market Maker zwei Risiken beherrschen. Erstens das Bestandsrisiko: L\u00e4uft der Markt in eine Richtung, sammelt er unfreiwillig eine Position an, die gegen ihn l\u00e4uft. Zweitens die Gefahr, systematisch von besser informierten H\u00e4ndlern &bdquo;abgefischt&ldquo; zu werden, weshalb Firmen Millionen in Geschwindigkeit, Co-Location an den B\u00f6rsenservern und niedrige Latenz stecken. Das Richtungsrisiko schalten sie \u00fcber Absicherung aus. Die meisten gro\u00dfen H\u00e4user arbeiten delta-neutral, halten also gegen jede Kassaposition eine gegenl\u00e4ufige Position in Futures oder Perpetual-Swaps, sodass die Nettoausrichtung nahe null bleibt. Genau hier verzahnt sich das Market Making mit dem Terminmarkt: Ob sich diese Absicherung lohnt, h\u00e4ngt an der Differenz zwischen Termin- und Kassakurs, der sogenannten Basis, \u00fcber die wir <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/futures-basis-signal-carry-prognose-2026\/'>an anderer Stelle ausf\u00fchrlich geschrieben haben<\/a>. Solange der Market Maker sauber absichern kann, ist ihm die Marktrichtung gleichg\u00fcltig. Kann er es nicht mehr, wird aus dem harmlosen Liquidit\u00e4tsgeber ein Getriebener, der zuerst seine eigenen Verluste begrenzen muss.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die gro\u00dfen Namen: Wintermute, Cumberland, GSR und der Rest<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Markt f\u00fcr Krypto-Liquidit\u00e4t ist erstaunlich konzentriert. Eine einzelne Firma, das Londoner <a href='https:\/\/coingape.com\/blog\/the-biggest-crypto-market-making-companies\/'>Wintermute<\/a>, wickelt nach eigenen Angaben rund 15 Mrd. USD Handelsvolumen pro Tag ab, \u00fcber 65 Handelspl\u00e4tze hinweg und mit mehr als 150 Token-Beziehungen, von Binance \u00fcber Kraken bis zu dezentralen B\u00f6rsen wie Uniswap. Wie zentral solche Firmen sind, zeigte eine Randnotiz aus den B\u00f6rsenunterlagen des US-Brokers Robinhood: Wintermute stand dort zeitweise f\u00fcr rund 11 Prozent des transaktionsbasierten Umsatzes. Daneben stehen Cumberland, die Krypto-Tochter der Chicagoer Traditionsfirma DRW, die institutionellen OTC-Handel in Spot, Optionen, Futures und Forwards anbietet und unter anderem mit dem Stablecoin-Emittenten Circle zusammenarbeitet; GSR Markets, seit \u00fcber zehn Jahren aktiv und in den USA, Gro\u00dfbritannien und Singapur lizenziert; sowie Jump Crypto, das sich 2023 nach dem regulatorischen Gegenwind in den Vereinigten Staaten weitgehend aus dem dortigen Market Making zur\u00fcckzog. Hinzu kommen tokenfokussierte Anbieter wie DWF Labs (nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Projekte, \u00fcber 60 B\u00f6rsen) und Kronos Research (rund 5 Mrd. USD Liquidit\u00e4t \u00fcber mehr als 30 zentrale und dezentrale B\u00f6rsen) sowie OTC-H\u00e4user wie B2C2 und Amber Group. Diese Konzentration ist der Kern der Geschichte: Wenn ein Gro\u00dfteil aller Trades gegen eine kleine Gruppe von Firmen l\u00e4uft, dann h\u00e4ngt die Belastbarkeit des gesamten Marktes an deren Risikoappetit, nicht an der Zahl der Anlegerinnen dahinter.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Market Maker<\/th><th>Typ<\/th><th>Reichweite<\/th><th>Besonderheit<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Wintermute<\/td><td>Algorithmisch, CEX und DEX<\/td><td>rund 15 Mrd. USD\/Tag, 65 Handelspl\u00e4tze<\/td><td>150+ Token-Beziehungen; laut Robinhood-Unterlagen zeitweise rund 11 % des transaktionsbasierten Umsatzes<\/td><\/tr><tr><td>Cumberland (DRW)<\/td><td>OTC und B\u00f6rse<\/td><td>Spot, Optionen, Futures, Forwards<\/td><td>TradFi-Wurzeln in Chicago; Partner u. a. Circle<\/td><\/tr><tr><td>GSR Markets<\/td><td>Algorithmisch und OTC<\/td><td>300+ Krypto-Firmen, 10+ Jahre<\/td><td>lizenziert in USA, UK, Singapur<\/td><\/tr><tr><td>Jump Crypto<\/td><td>Algorithmisch<\/td><td>gro\u00dfe Token-Starts<\/td><td>R\u00fcckzug aus dem US-Market-Making 2023<\/td><\/tr><tr><td>DWF Labs<\/td><td>Tokenfokussiert<\/td><td>1.000+ Projekte, 60+ B\u00f6rsen<\/td><td>im Zentrum der Loan-Option-Debatte<\/td><\/tr><tr><td>Kronos Research<\/td><td>Algorithmisch<\/td><td>rund 5 Mrd. USD Liquidit\u00e4t, 30+ CEX\/DEX<\/td><td>aktiv auf zentralen und dezentralen M\u00e4rkten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Maker gegen Taker: Wie Geb\u00fchren das Volumen formen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Warum stellen diese Firmen \u00fcberhaupt so viel Volumen? Ein wesentlicher Teil der Antwort liegt in der Geb\u00fchrenstruktur, die praktisch jede B\u00f6rse verwendet: dem Maker-Taker-Modell. Wer einen Auftrag ins Buch legt, der nicht sofort ausgef\u00fchrt wird, sondern dort liegen bleibt und Liquidit\u00e4t bereitstellt, gilt als &bdquo;Maker&ldquo; und zahlt weniger. Wer per Market Order sofort zugreift und Liquidit\u00e4t entnimmt, ist der &bdquo;Taker&ldquo; und zahlt mehr. Auf jeder der elf gro\u00dfen Terminb\u00f6rsen, die der Dienst Trade-Reclaim <a href='https:\/\/trade-reclaim.com\/en\/blog\/maker-vs-taker-fees'>vergleicht<\/a>, liegt die Maker-Geb\u00fchr unter der Taker-Geb\u00fchr, oft um das Zwei- bis Vierfache. Auf den h\u00f6chsten Handelsstufen kippt sogar das Vorzeichen: Bybits Market-Maker-Programm zahlt Rabatte von bis zu -0,015 Prozent, die B\u00f6rse schreibt dem Maker also Geld gut, wenn seine Order ausgef\u00fchrt wird. Bei Binance sinkt die Spot-Geb\u00fchr auf der Stufe VIP 9 auf 0,011 Prozent (Maker) und 0,023 Prozent (Taker), w\u00e4hrend Privatkundinnen im Einstieg 0,10 Prozent auf beiden Seiten zahlen. Das ist kein Zufall, sondern gewollte Anreizarchitektur: B\u00f6rsen subventionieren jene, die Liquidit\u00e4t liefern, weil tiefe B\u00fccher neue Kundschaft anziehen und das gemeldete Volumen die Ranglisten befeuert. F\u00fcr Privatanleger hei\u00dft das umgekehrt: Sie zahlen fast immer die teurere Taker-Seite plus den Spread, den der Market Maker einstreicht. Ein Teil dessen, was in den Statistiken als reges Marktinteresse erscheint, ist schlicht ein subventionierter Kreislauf zwischen B\u00f6rse und Liquidit\u00e4tsgebern.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>B\u00f6rse<\/th><th>Maker\/Taker Einstieg (Spot)<\/th><th>Maker\/Taker Spitzenstufe<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Binance<\/td><td>0,10 % \/ 0,10 %<\/td><td>0,011 % \/ 0,023 % (VIP 9)<\/td><\/tr><tr><td>OKX<\/td><td>0,08 % \/ 0,10 %<\/td><td>darunter mit OKB-Rabatt<\/td><\/tr><tr><td>Kraken Pro<\/td><td>0,25 % \/ 0,40 %<\/td><td>0,00 % \/ 0,05 %<\/td><\/tr><tr><td>Coinbase Advanced<\/td><td>0,40 % \/ 0,60 %<\/td><td>nach Volumen gestaffelt<\/td><\/tr><tr><td>Bybit (Market-Maker-Programm)<\/td><td>entf\u00e4llt<\/td><td>bis -0,015 % Maker-Gutschrift<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Wenn die Geb\u00fchr das Volumen erfindet: Wash Trading<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald Volumen belohnt wird, sei es durch Rabatte, durch bessere Platzierung in Ranglisten oder durch die Aufmerksamkeit, die eine hohe Zahl erzeugt, entsteht ein Anreiz, es zu f\u00e4lschen. Die klassische Technik hei\u00dft Wash Trading: Dieselbe Partei kauft und verkauft an sich selbst, sodass Umsatz entsteht, ohne dass sich am Bestand etwas \u00e4ndert. Das Ergebnis ist ein aufgebl\u00e4htes Volumen, das echte Nachfrage vort\u00e4uscht. Ein einfaches Warnsignal ist ein Token, dessen gemeldetes 24-Stunden-Volumen gr\u00f6\u00dfer ist als seine gesamte Marktkapitalisierung: Dann wechselt der komplette Bestand rechnerisch mehrmals am Tag den Besitzer, was bei seri\u00f6sen Werten kaum vorkommt. Wie gro\u00df das Problem sein kann, zeigte bereits 2019 eine vielzitierte Analyse des Verm\u00f6gensverwalters Bitwise, die der US-B\u00f6rsenaufsicht vorgelegt wurde: Rund 95 Prozent des damals gemeldeten Bitcoin-Spot-Volumens waren demnach unecht. CoinGecko f\u00fchrte daraufhin seinen Trust Score ein und \u00fcberarbeitete ihn im Mai 2026 unter dem Namen <a href='https:\/\/support.coingecko.com\/hc\/en-us\/articles\/36442561461657-Trust-Score-Methodology'>Basilisk<\/a> grundlegend: Die alte Gewichtung nach Web-Traffic flog hinaus, daf\u00fcr r\u00fcckten das reale Volumen, die Orderbuchtiefe und ein eigener Regulierungs-Score in den Vordergrund. Die unbequeme Pointe: Dieselben Geb\u00fchrenrabatte, die echte Market Maker bezahlen, machen auch das F\u00e4lschen von Volumen billig. Wer f\u00fcr gef\u00fcllte B\u00fccher belohnt wird, hat einen Anreiz, sie notfalls selbst zu f\u00fcllen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Fall CLS Global: Als das FBI einen Market Maker stellte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Dass &bdquo;Market Making&ldquo; und &bdquo;Scheinvolumen&ldquo; dieselbe T\u00e4tigkeit sein k\u00f6nnen, f\u00fchrte 2025 ein Gerichtsverfahren in Boston vor. Das US-Justizministerium hatte einen eigenen Ethereum-Token namens NexFundAI geschaffen, eine Falle, um manipulative Dienstleister zu \u00fcberf\u00fchren. Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ans\u00e4ssige Firma CLS Global bot an, f\u00fcr diesen Token Market-Making-Dienste zu erbringen, und setzte daf\u00fcr laut Anklage einen Algorithmus ein, der \u00fcber mehrere Wallets an sich selbst handelte, um an der dezentralen B\u00f6rse Uniswap echte Marktaktivit\u00e4t vorzut\u00e4uschen. Mehr als 80.000 solcher Wash Trades kamen zusammen. CLS Global bekannte sich im J\u00e4nner 2025 schuldig und wurde am 2. April 2025 <a href='https:\/\/www.justice.gov\/usao-ma\/pr\/cryptocurrency-financial-services-firm-sentenced-cryptocurrency-wash-trading'>verurteilt<\/a>: 428.059 US-Dollar Strafe (Geldbu\u00dfe plus eingezogene Kryptowerte), drei Jahre Bew\u00e4hrung und ein Verbot, an f\u00fcr US-Anleger zug\u00e4nglichen Kryptom\u00e4rkten teilzunehmen. Der Fall ist deshalb so lehrreich, weil er keine anonyme Betr\u00fcgerbande zeigt, sondern eine regul\u00e4re Handelsfirma, deren Kerngesch\u00e4ft, das Stellen von Liquidit\u00e4t, nahtlos in Manipulation \u00fcberging. Die Grenze zwischen dem, was einen Markt tief macht, und dem, was ihn f\u00e4lscht, verl\u00e4uft mitten durch dieselbe Werkzeugkiste.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die andere Seite des Deals: Vertr\u00e4ge mit Token-Projekten<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dem Market Making an den gro\u00dfen B\u00f6rsen gibt es ein zweites, weniger sichtbares Gesch\u00e4ft: Vertr\u00e4ge direkt mit Token-Projekten, die f\u00fcr ihren frisch gestarteten Coin einen liquiden Handel w\u00fcnschen. Daf\u00fcr haben sich zwei Modelle herausgebildet. Beim Retainer-Modell zahlt das Projekt eine feste monatliche Geb\u00fchr f\u00fcr klar definierte Leistungen, etwa eine Mindesttiefe im Orderbuch und einen maximalen Spread. Beim umstritteneren &bdquo;Loan-Option-Modell&ldquo; leiht das Projekt dem Market Maker seine eigenen Token f\u00fcr ein bis zwei Jahre und r\u00e4umt ihm als Verg\u00fctung Kaufoptionen (Call-Optionen) ein. Das kann sinnvoll sein, birgt aber einen Fehlanreiz: Der Market Maker kann die geliehenen Token sofort verkaufen, den Kurs damit unter Druck setzen und die Position sp\u00e4ter billiger zur\u00fcckkaufen, um sie am Vertragsende zur\u00fcckzugeben. F\u00e4llt der Kurs, verliert das Projekt, w\u00e4hrend der Market Maker \u00fcber seine Optionen und die g\u00fcnstige R\u00fcckgabe verdient. Die Forschungsabteilung des Market Makers Presto beschreibt die Debatte treffend mit der Frage, ob Market Making <a href='https:\/\/www.prestolabs.io\/research\/market-making-predatory-or-essential'>&bdquo;r\u00e4uberisch oder unverzichtbar&ldquo;<\/a> sei. F\u00fcr Anlegerinnen ist die Lehre unbequem: Ein Gro\u00dfteil des Volumens rund um kleine Token spiegelt nicht Nachfrage, sondern einen Vertrag; und wenn dieser Vertrag ausl\u00e4uft, verschwinden Tiefe und Umsatz oft ebenso pl\u00f6tzlich, wie sie erschienen sind.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der 10. Oktober 2025: Als das Volumen verschwand<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">All das blieb Theorie, bis der Markt sie an einem einzigen Nachmittag durchspielte. Ausl\u00f6ser war die Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Trump, Z\u00f6lle von 100 Prozent auf chinesische Waren zu verh\u00e4ngen. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Daten von CoinGlass Positionen im Wert von 19,134 Mrd. USD zwangsliquidiert, davon 16,679 Mrd. USD auf der Long-Seite; rund 1,6 Millionen Konten wurden ausgel\u00f6scht. Bitcoin fiel laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/learn\/october-10-crypto-crash-explained'>CoinGecko<\/a> von rund 122.574 auf 104.782 US-Dollar, ein Minus von 14,5 Prozent in Stunden, und in der Spitze wurden etwa 350 Mrd. USD an Marktkapitalisierung vernichtet. Selbst der synthetische Dollar USDe rutschte auf Binance kurzzeitig auf etwa 0,65 USD ab. Entscheidend war aber nicht der Kursrutsch, sondern was mit den Orderb\u00fcchern geschah: Sie wirkten wie leergefegt. Verkaufsauftr\u00e4ge liefen glatt durch die Gebote hindurch, weil auf der Kaufseite kaum noch Tiefe stand. Analysten stellten fest, dass sich die Spreads schon Sekunden vor dem eigentlichen Absturz ausweiteten, als h\u00e4tten mehrere algorithmische Systeme die Gefahr gleichzeitig erkannt und ihre Quotes fast im selben 30-Sekunden-Fenster zur\u00fcckgezogen. Die dezentrale B\u00f6rse Hyperliquid l\u00f6ste zum ersten Mal seit zwei Jahren ihre automatische Cross-Margin-Entschuldung aus; Bybit schloss rund 50.000 Short-Positionen im Wert von etwa 1,1 Mrd. USD. Jasper De Maere, Desk-Stratege bei Wintermute, fasste es gegen\u00fcber <a href='https:\/\/decrypt.co\/344796\/why-wintermute-market-makers-stopped-trading-bitcoin-crash-liquidations'>Decrypt<\/a> so zusammen: &bdquo;Die Gewalt und das Tempo, mit dem diese gesamte Liquidationskaskade ablief, machten es sehr schwer, in genau diesem Fenster weiter Preise zu stellen.&ldquo; Marcus Horsley, Technikchef der Handelsfirma LO:TECH, erg\u00e4nzte: &bdquo;Unsere Systeme funktionierten wie vorgesehen: Die Schutzschalter der Risiko-Engine griffen und zogen unsere Quotes.&ldquo;<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Freiwillige Liquidit\u00e4tsl\u00fccke: Warum die Rechner die Quotes zogen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Analysedienst Kaiko pr\u00e4gte f\u00fcr das Geschehene einen treffenden Begriff: eine &bdquo;freiwillige Liquidit\u00e4tsl\u00fccke&ldquo;. Es war kein technischer Ausfall, keine \u00fcberlastete Matching-Engine, sondern ein kollektives Straffen der Risikoregeln. Um zu verstehen, warum, muss man zur Delta-Neutralit\u00e4t aus dem zweiten Abschnitt zur\u00fcckkehren. Market Maker sichern ihre Kassabest\u00e4nde \u00fcber Short-Positionen in Perpetuals ab. In den heftigen Ausschl\u00e4gen des 10. Oktober wurden aber genau diese Absicherungen selbst zwangsliquidiert. Wer seine Gegenposition verliert, steht pl\u00f6tzlich ungewollt gerichtet im Markt, und ein regelbasiertes System schaltet dann ab, statt das Risiko zu vergr\u00f6\u00dfern. De Maere beschrieb den Mechanismus offen: Wenn man ein Perp zu Absicherungszwecken shorte und dann bei diesen sehr volatilen Ausschl\u00e4gen ebenfalls liquidiert werde, dann werde es schwierig. Wintermute-Chef Evgeny Gaevoy wies gegen\u00fcber der Presse den Verdacht zur\u00fcck, die Market Maker h\u00e4tten den Absturz absichtlich versch\u00e4rft, und brachte die Lage auf eine <a href='https:\/\/www.sahmcapital.com\/news\/content\/octobers-crypto-flash-crash-did-market-makers-make-it-worse-2025-11-03'>Formel<\/a>: &bdquo;Oft ist es nicht Unwilligkeit, sondern schlicht Unverm\u00f6gen.&ldquo; Weil alle Firmen nach \u00e4hnlicher Logik absichern, ziehen sie ihre Quotes auch fast gleichzeitig zur\u00fcck, was den Sturz zus\u00e4tzlich beschleunigt. Die zentrale Einsicht: Das Volumen war nie ein Versprechen. Es ist an die F\u00e4higkeit des Market Makers gebunden, sich abzusichern, und diese F\u00e4higkeit kann in genau dem Moment verschwinden, in dem sie am dringendsten gebraucht wird.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was danach \u00fcbrig blieb: D\u00fcnne B\u00fccher bis ins neue Jahr<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die unmittelbare Orderbuchtiefe kehrte laut Kaiko schon binnen Stunden zur\u00fcck. Doch unter der Oberfl\u00e4che blieb der Markt d\u00fcnn. Eine Analyse von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/11\/15\/crypto-liquidity-still-hollow-after-october-crash-risking-sharp-price-swings'>CoinDesk<\/a> von Mitte November 2025 hielt fest, dass die Orderbuchtiefe an den gro\u00dfen zentralen B\u00f6rsen strukturell niedriger blieb: Kr\u00e4ftige Abfl\u00fcsse aus den Spot-ETFs, sich verschiebende Zinserwartungen und wenig Richtungs\u00fcberzeugung dr\u00fcckten den Appetit der Market Maker. Wer die Zinsseite dieser Gleichung verstehen will, findet die Details in unserer Analyse zur <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/fed-jobmarkt-september-wette-bitcoin-2026\/'>September-Wette auf die Fed<\/a>; die Abfl\u00fcsse aus den Krypto-Fonds wiederum stehen im Kontrast zu den best\u00e4ndigen K\u00e4ufen der Notenbanken, die wir im St\u00fcck \u00fcber <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/gold-bitcoin-2026-kaeufer-notenbanken-etf\/'>Gold und Bitcoin<\/a> nachgezeichnet haben. In Zahlen: Kaiko zufolge fiel die aggregierte 2-Prozent-Markttiefe von Bitcoin um rund 30 Prozent gegen\u00fcber ihrem H\u00f6chststand 2025; auf Binance sackte die 1-Prozent-Tiefe der BTC-Paare von \u00fcber 600 Mio. auf unter 400 Mio. US-Dollar. Anfang J\u00e4nner 2026 berichtete CoinDesk unter Berufung auf die B\u00f6rse BitMEX, dass viele Market Maker nach dem Crash <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/01\/08\/october-s-crypto-crash-left-market-makers-stuffed-with-coins-slowing-trading-bitmex'>&bdquo;auf ihren Coins sitzen blieben&ldquo;<\/a>: Weil ihre Neutralit\u00e4t gebrochen war, zogen sie im vierten Quartal weltweit Liquidit\u00e4t ab; die B\u00fccher waren so d\u00fcnn wie seit 2022 nicht mehr. Ein Markt mit weniger Tiefe reagiert auf jede Nachricht heftiger, was die n\u00e4chste Kaskade wahrscheinlicher macht.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Vor dem 10. Oktober 2025<\/th><th>Danach \/ Ende 2025<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>BTC 1-%-Tiefe (Binance)<\/td><td>\u00fcber 600 Mio. USD<\/td><td>unter 400 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>BTC aggregierte 2-%-Tiefe<\/td><td>H\u00f6chststand 2025<\/td><td>rund 30 % niedriger<\/td><\/tr><tr><td>Zwangsliquidationen (24h, 10. Okt.)<\/td><td>entf\u00e4llt<\/td><td>19,134 Mrd. USD (davon 16,679 Mrd. Longs)<\/td><\/tr><tr><td>Orderbuch im Einbruch<\/td><td>zweiseitige Quotes<\/td><td>zeitweise leer \u00fcber Minuten<\/td><\/tr><tr><td>Market-Maker-Verhalten<\/td><td>fortlaufende Quotes<\/td><td>synchroner R\u00fcckzug binnen 30 Sekunden<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Volumen ist nicht Liquidit\u00e4t<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der 10. Oktober ist das sauberste Lehrst\u00fcck f\u00fcr eine Unterscheidung, die im Alltag gern verwischt: Volumen und Liquidit\u00e4t sind nicht dasselbe. Volumen ist eine R\u00fcckschau, es z\u00e4hlt, wie viel in einem Zeitraum bereits gehandelt wurde, und ist zu einem gro\u00dfen Teil schlichter Durchsatz der Market Maker. Liquidit\u00e4t ist eine Momentaufnahme, sie misst, wie viel Sie jetzt kaufen oder verkaufen k\u00f6nnen, ohne den Preis zu bewegen, also die Tiefe, die ein Market Maker gerade zu zeigen bereit ist. Ein Paar kann beides zugleich sein: umsatzstark und zugleich seicht. Die Differenz sp\u00fcren Anleger als Slippage, die Abweichung zwischen dem erwarteten und dem tats\u00e4chlichen Ausf\u00fchrungskurs einer gro\u00dfen Order. Wer an einem ruhigen Tag zehntausend Euro Bitcoin kauft, merkt kaum etwas; wer dieselbe Order in einen Sturz wie den vom Oktober wirft, kann mehrere Prozent verlieren, obwohl das gemeldete Tagesvolumen einen Rekord zeigt. Genau deshalb ist die 24-Stunden-Volumenzahl, die jede Kurs-App prominent anzeigt, f\u00fcr eine gro\u00dfe Order der falsche Wegweiser; es z\u00e4hlt die Tiefe, nicht der Umsatz. Volumen taugt bestenfalls als grober Aktivit\u00e4tsindikator, nicht als Garantie, dass ein Ausgang offensteht. Es geht ihm wie manch anderem beliebten Barometer: Der Dollar-Index etwa wird oft als Krypto-Kompass gehandelt, f\u00fchrt aber, wie wir <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/dxy-falscher-dollar-index-krypto-barometer-2026\/'>gezeigt haben<\/a>, ebenso h\u00e4ufig in die Irre.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>MiCA, ESMA und die FMA: Wer die Market Maker \u00fcberwacht<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den europ\u00e4ischen und damit auch den \u00f6sterreichischen Markt hat sich der Rahmen 2026 sp\u00fcrbar verengt. Mit dem Auslaufen der MiCA-\u00dcbergangsfrist am 1. Juli 2026 d\u00fcrfen Krypto-Dienstleister ihre Leistungen in der EU nur noch mit einer regul\u00e4ren Zulassung anbieten. Zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde in \u00d6sterreich ist die <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/'>Finanzmarktaufsicht (FMA)<\/a>; der heimische Anbieter Bitpanda geh\u00f6rte zu den ersten H\u00e4usern mit einer FMA-Lizenz als Krypto-Asset-Dienstleister. F\u00fcr Market Maker entscheidend ist Titel VI der MiCA-Verordnung (Artikel 86 bis 92), der Insiderhandel, unrechtm\u00e4\u00dfige Offenlegung und Marktmanipulation verbietet, und zwar ausdr\u00fccklich auf wie au\u00dferhalb der Handelsplattform. Wash Trading f\u00e4llt eindeutig darunter. Die erg\u00e4nzenden ESMA-Leitlinien zum Marktmissbrauch, deren letzter Teil ab 28. Juli 2026 gilt, verlangen von den nationalen Aufsehern, On-Chain- und Off-Chain-Daten abzugleichen und gro\u00dfe Plattformen besonders genau zu pr\u00fcfen. Eine wichtige Abgrenzung bleibt: Die Perpetuals und Futures, mit denen Market Maker absichern, sind keine Krypto-Assets im Sinne der MiCA, sondern Finanzinstrumente unter der MiFID II, mit eigenen ESMA-Hebelgrenzen f\u00fcr Privatkunden. F\u00fcr die Steuer hei\u00dft das nebenbei: Gewinne unterliegen in \u00d6sterreich dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent, und heimische Plattformen behalten die Kapitalertragsteuer seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ein. Die Aufsicht r\u00fcckt damit n\u00e4her an jene Firmen heran, die das Volumen tats\u00e4chlich erzeugen, auch wenn deren Absicherungsgesch\u00e4fte in einem anderen Regelwerk sitzen als der Spot-Handel, den sie st\u00fctzen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was das f\u00fcr Anlegerinnen und Anleger hei\u00dft<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Rolle der Market Maker verstanden hat, liest B\u00f6rsendaten anders. Ein paar praktische Konsequenzen:<\/p><ul class='wp-block-list'><li>Lesen Sie Tiefe statt Volumen: Bevor Sie eine gr\u00f6\u00dfere Order platzieren, pr\u00fcfen Sie das Orderbuch, nicht die 24-Stunden-Zahl.<\/li><li>Misstrauen Sie Kleinstwerten mit riesigem Volumen: Ein 24-Stunden-Umsatz \u00fcber der Marktkapitalisierung ist ein Warnsignal, kein G\u00fctesiegel.<\/li><li>Seien Sie in ruhigen Phasen selbst der Maker: Limit-Orders sparen Geb\u00fchren und Spread; Market-Orders in Stressphasen zahlen beides doppelt.<\/li><li>Rechnen Sie in Stressphasen mit dem R\u00fcckzug: Wenn es kracht, weiten sich die Spreads und die Tiefe verschwindet.<\/li><li>Verteilen Sie \u00fcber mehrere Handelspl\u00e4tze: Die Liquidit\u00e4t eines einzelnen Buches kann tr\u00fcgerisch sein.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende steht eine n\u00fcchterne Einsicht, die weit \u00fcber den Kryptomarkt hinausreicht und ebenso f\u00fcr die Bewertungslogik der neuen <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/mnav-mechanik-krypto-treasuries-kreditmaschine-2026\/'>Krypto-Treasuries<\/a> gilt: Volumen ist ein Nebenprodukt der T\u00e4tigkeit weniger professioneller Firmen. Solange sie ruhig ihre Arbeit tun, wirkt der Markt tief und robust. Ziehen sie sich zur\u00fcck, bleibt von der eindrucksvollen Zahl wenig \u00fcbrig als eine Erinnerung an den Umsatz von gestern. F\u00fcr Anlegerinnen und Anleger ist die wichtigste Frage vor jedem Trade deshalb nicht &bdquo;Wie hoch ist das Volumen?&ldquo;, sondern &bdquo;Wer steht auf der Gegenseite, und wird er auch dann noch da sein, wenn es unruhig wird?&ldquo;<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist ein Market Maker im Kryptohandel?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Market Maker ist eine spezialisierte Handelsfirma, die an einer B\u00f6rse gleichzeitig Kauf- und Verkaufsauftr\u00e4ge stellt und so laufend Liquidit\u00e4t bereitstellt. Sie verdient an der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs (dem Spread) und sichert ihre Position meist \u00fcber Futures oder Perpetuals ab, um marktneutral zu bleiben.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum ist Handelsvolumen nicht dasselbe wie Liquidit\u00e4t?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Volumen misst, wie viel in einem Zeitraum bereits gehandelt wurde; Liquidit\u00e4t misst, wie viel Sie jetzt kaufen oder verkaufen k\u00f6nnen, ohne den Preis stark zu bewegen. Am 10. Oktober 2025 war das Volumen rekordhoch, w\u00e4hrend die Liquidit\u00e4t nahezu verschwand, weil die Market Maker ihre Quotes zur\u00fcckzogen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wer sind die gr\u00f6\u00dften Krypto-Market-Maker 2026?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den gr\u00f6\u00dften z\u00e4hlen Wintermute (rund 15 Mrd. USD Tagesvolumen \u00fcber 65 Handelspl\u00e4tze), Cumberland als Tochter der Chicagoer Firma DRW, GSR Markets, Jump Crypto sowie tokenfokussierte Anbieter wie DWF Labs und Kronos Research. Eine kleine Zahl von Firmen sitzt damit auf der Gegenseite eines Gro\u00dfteils aller Trades.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist Wash Trading und wie erkenne ich es?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Wash Trading kauft und verkauft dieselbe Partei an sich selbst, um k\u00fcnstlich Volumen vorzut\u00e4uschen. Ein klassisches Warnsignal ist ein 24-Stunden-Volumen, das gr\u00f6\u00dfer ist als die gesamte Marktkapitalisierung eines Tokens. Der Fall CLS Global zeigte 2025, dass auch beauftragte Market Maker solche Scheingesch\u00e4fte ausf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Reguliert die FMA Market Maker in \u00d6sterreich?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Die FMA ist in \u00d6sterreich die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde f\u00fcr Krypto-Dienstleister unter MiCA. Marktmanipulation und Wash Trading fallen unter Titel VI der MiCA-Verordnung und die erg\u00e4nzenden ESMA-Leitlinien, deren letzter Teil ab 28. Juli 2026 gilt; sie greifen auf wie au\u00dferhalb der Handelsplattform. Derivate wie Perpetuals, mit denen Market Maker absichern, unterliegen dagegen der MiFID II.<\/p><script type='application\/ld+json'>{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist ein Market Maker im Kryptohandel?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Ein Market Maker ist eine spezialisierte Handelsfirma, die an einer B\u00f6rse gleichzeitig Kauf- und Verkaufsauftr\u00e4ge stellt und so laufend Liquidit\u00e4t bereitstellt. 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