{"id":212,"date":"2026-08-12T12:47:59","date_gmt":"2026-08-12T12:47:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/bitcoin-aktien-entkopplung-regime-2026\/"},"modified":"2026-08-12T12:47:59","modified_gmt":"2026-08-12T12:47:59","slug":"bitcoin-aktien-entkopplung-regime-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/bitcoin-aktien-entkopplung-regime-2026\/","title":{"rendered":"Entkopplung 2026: Warum Bitcoin und die B\u00f6rsen auseinanderlaufen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Im August 2026 erz\u00e4hlen die Kurstafeln zwei Geschichten gleichzeitig. Der S&amp;P 500 klettert Anfang des Monats um rund 3,12 Prozent auf etwa 7.723 Punkte und legt in nur vier Wochen ungef\u00e4hr 2,1 Billionen US-Dollar an B\u00f6rsenwert zu, in etwa so viel, wie der gesamte Kryptomarkt zu diesem Zeitpunkt \u00fcberhaupt wert ist. Bitcoin dagegen d\u00fcmpelt laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>CoinGecko<\/a> bei rund 55.500 Euro (etwa 64.600 US-Dollar) und kommt im selben Zeitraum nur auf ein Plus von zwei Prozent, fast die H\u00e4lfte unter dem Rekord vom Oktober 2025. Die Kopplung, die 2025 fast jeden Handelstag bestimmt hat, ist heuer sichtbar lockerer geworden. <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/08\/06\/s-and-p-500-has-added-crypto-s-usd2-trillion-market-cap-this-month-bitcoin-is-not-impressed-here-s-why'>CoinDesk<\/a> hat die Divergenz Anfang August auf den Punkt gebracht: die B\u00f6rsen auf Rekord, Bitcoin unbeeindruckt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anleger:innen in \u00d6sterreich ist das mehr als eine Kuriosit\u00e4t. Wer Krypto als Beimischung zu Aktien h\u00e4lt, hat sich jahrelang auf ein Versprechen verlassen: Bitcoin laufe irgendwann eigene Wege und senke so das Risiko im Gesamtdepot. Genau dieses Versprechen steht heuer auf dem Pr\u00fcfstand. Dieser Beitrag ordnet ein, warum die Korrelation kein Naturgesetz ist, sondern ein Regime, das sich verschiebt; warum sie im Sommer 2026 gerissen ist; ob der Bruch strukturell oder nur eine Sommerlaune ist; und was das konkret f\u00fcr ein Euro-Depot und den regulatorischen Rahmen der FMA bedeutet.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Sommer, in dem die Korrelation riss<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die nackten Renditen des Juli und August 2026 sind der beste Beleg. W\u00e4hrend der S&amp;P 500, der MSCI ACWI und der Dow Jones neue H\u00f6chstst\u00e4nde markierten, blieb Bitcoin bei einem mageren Monatsplus h\u00e4ngen. Das ist keine Randnotiz, sondern ein Regimewechsel: 2025 lief Bitcoin \u00fcber weite Strecken im Gleichschritt mit den Technologiewerten, jetzt gehen die Kurven auseinander. Der amerikanische Datendienst <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/07\/28\/remotely-dovish-fed-could-be-good-for-bitcoin-says-analyst'>CoinDesk<\/a> berichtete unter Berufung auf K33 Research, dass die viel beachtete 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&amp;P 500 bis Ende Juli auf rund 0,43 gefallen war, nahe dem unteren Rand ihrer Spanne der vergangenen Monate, nachdem sie Mitte Juni noch bei etwa 0,6 gelegen hatte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders eindr\u00fccklich war der Kontrast innerhalb eines einzigen Monats. Im Juli legte Bitcoin um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zu, w\u00e4hrend der breite Aktienmarkt kaum vom Fleck kam und einzelne Halbleiterwerte zweistellig einbrachen. Robert Mitchnick, bei BlackRock Head of Digital Assets, beschrieb diesen Moment gegen\u00fcber <a href='https:\/\/www.theblock.co\/news\/markets\/2026-08-10-blackrock-says-bitcoin-sentiment-turning-decoupling-stocks-takes-hold-411333'>The Block<\/a> so: Als die KI-Werte im Juli ihren gro\u00dfen R\u00fccksetzer erlebten, habe Bitcoin &bdquo;deutlich besser abgeschnitten&ldquo;. Die Stimmung habe sich zuletzt &bdquo;auf eine sp\u00fcrbare, aber subtile Weise&ldquo; gedreht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nur ein halbes Jahr zur\u00fcckblickt, sieht, wie schnell sich das Bild dreht. Anfang M\u00e4rz 2026, mitten in einem Volatilit\u00e4tsschock rund um die Nahost-Eskalation, schoss dieselbe 30-Tage-Korrelation laut <a href='https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-03-06\/bitcoin-s-correlation-with-stocks-surges-as-volatility-returns'>Bloomberg<\/a> auf 0,74, den h\u00f6chsten Wert des Jahres. Innerhalb von f\u00fcnf Monaten also von einem Beinahe-Gleichlauf zur\u00fcck in die Unabh\u00e4ngigkeit. Genau diese Beweglichkeit ist der Kern der Sache: Es gibt nicht die eine Korrelation zwischen Bitcoin und Aktien, es gibt viele, und sie h\u00e4ngen davon ab, welches Fenster und welchen Index man w\u00e4hlt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Korrelation ist kein Naturgesetz, sondern ein Regime<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor man \u00fcber Ursachen streitet, lohnt ein Blick auf die Kennzahl selbst. Die Korrelation, die in praktisch allen Marktberichten auftaucht, ist ein Pearson-Koeffizient auf Tagesrenditen, gerechnet \u00fcber ein rollierendes Fenster von meist 30, 60 oder 90 Tagen. Sie bewegt sich zwischen minus 1 und plus 1: plus 1 bedeutet perfekten Gleichlauf, minus 1 perfekten Gegenlauf, und ein Wert nahe null hei\u00dft, dass die beiden Kurse nichts miteinander zu tun haben. Ein Wert von 0,43 liegt also im moderaten Bereich, deutlich entfernt von einem festen Zusammenhang.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Fallstricke sind wichtig. Erstens: Korrelation ist nicht Kausalit\u00e4t. Dass sich Bitcoin und der Nasdaq gemeinsam bewegen, hei\u00dft nicht, dass eines das andere treibt; meist stehen dahinter geteilte Faktoren wie Fed-Zinsen, die globale Liquidit\u00e4t oder schlicht die Stimmung zwischen &bdquo;risk-on&ldquo; und &bdquo;risk-off&ldquo;. Zweitens: Ein einzelner Korrelationswert sagt nichts \u00fcber die Wucht der Ausschl\u00e4ge. Bitcoin kann perfekt mit dem S&amp;P 500 korreliert sein und trotzdem dreimal so stark schwanken; diese St\u00e4rke misst das Beta, nicht die Korrelation. Wer beide verwechselt, untersch\u00e4tzt regelm\u00e4\u00dfig, wie viel Risiko eine kleine Krypto-Position ins Depot bringt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesen Gr\u00fcnden ist es genauer, von Korrelations-Regimen zu sprechen. In ruhigen Phasen laufen die M\u00e4rkte oft ihre eigenen Wege, in Stressphasen springen die Korrelationen sprunghaft nach oben, weil dann alle Anleger:innen gleichzeitig Risiko abbauen. Das ist die unangenehme Eigenschaft der Kennzahl: Sie ist genau dann am h\u00f6chsten, wenn man den Diversifikationsschutz am dringendsten br\u00e4uchte. Wer die aktuelle Lage laufend nachvollziehen will, sollte die rollierende Bitcoin-Aktien-Korrelation \u00fcber mehrere Fenster hinweg verfolgen, statt sich auf einen einzelnen Tageswert zu verlassen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Eine kurze Geschichte der Kopplung<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die enge Verbindung zwischen Bitcoin und den B\u00f6rsen ist historisch die Ausnahme, nicht die Regel. In den Jahren 2017 bis 2019 war Bitcoin ein Nischenmarkt mit eigenen Zyklen; seine Korrelation zum S&amp;P 500 lag laut einer vielzitierten Analyse des <a href='https:\/\/www.imf.org\/en\/Blogs\/Articles\/2022\/01\/11\/crypto-prices-move-more-in-sync-with-stocks-posing-new-risks'>Internationalen W\u00e4hrungsfonds<\/a> nahe null. Erst mit der Pandemie-Liquidit\u00e4t 2020 und 2021, als Notenbanken die M\u00e4rkte fluteten und dieselben Retail- und Institutionsgelder in Aktien wie in Krypto flossen, stieg sie auf rund 0,36. Der IWF warnte damals schon, dass die neue Synchronit\u00e4t den Diversifikationsnutzen mindere und Schocks \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">2022 folgte die h\u00e4rteste Kopplung der Geschichte. Als die Fed die Zinsen im Eiltempo anhob, fielen Technologiewerte und Bitcoin gemeinsam; die rollierende Korrelation zum Nasdaq 100 kletterte in der Spitze in Richtung 0,7. 2023 kam die Gegenbewegung: Im Bankenstress rund um die Silicon Valley Bank sprang Bitcoin als vermeintliche Bankenalternative an, entkoppelte sich von den Aktien und n\u00e4herte sich zeitweise dem Gold an. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Regime zusammen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Zeitraum<\/th><th>Korrelation (Fenster \/ Index)<\/th><th>Ausl\u00f6ser<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>2017 bis 2019<\/td><td>rund 0,01 (BTC \/ S&amp;P 500)<\/td><td>Krypto als Nische, eigene Zyklen<\/td><\/tr><tr><td>2020 bis 2021<\/td><td>rund 0,36 (BTC \/ S&amp;P 500)<\/td><td>Pandemie-Liquidit\u00e4t, gemeinsame Zufl\u00fcsse<\/td><\/tr><tr><td>Mai bis Juli 2022<\/td><td>bis rund 0,7 (BTC \/ Nasdaq 100)<\/td><td>Fed-Straffung, breiter Risk-off<\/td><\/tr><tr><td>2023<\/td><td>fallend, BTC \/ Gold steigend<\/td><td>SVB-Bankenstress, ETF-Fantasie<\/td><\/tr><tr><td>6. M\u00e4rz 2026<\/td><td>0,74 (30 Tage, BTC \/ S&amp;P 500)<\/td><td>Volatilit\u00e4tsschock (Nahost)<\/td><\/tr><tr><td>28. Juli 2026<\/td><td>0,43 (30 Tage, BTC \/ S&amp;P 500)<\/td><td>Entkopplung, krypto-eigene Treiber<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der rote Faden: Kopplung entsteht dort, wo ein gemeinsamer Makrofaktor dominiert, meist die Geldpolitik. Sobald krypto-eigene Kr\u00e4fte die Oberhand gewinnen, driften die Kurse wieder auseinander. Der IWF hat diese Dynamik in seinem <a href='https:\/\/www.imf.org\/en\/publications\/gfsr\/issues\/2025\/10\/14\/global-financial-stability-report-october-2025'>Global Financial Stability Report<\/a> vom Oktober 2025 noch einmal betont: Steigende Synchronit\u00e4t verringert den Streuungsnutzen und \u00fcbertr\u00e4gt Schocks, auch wenn der R\u00fcckkoppeleffekt von Krypto auf den breiten Aktienmarkt bislang ged\u00e4mpft bleibt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was die Zahlen im August 2026 sagen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuelle Momentaufnahme ist ein Lehrst\u00fcck in Sachen Regime-Abh\u00e4ngigkeit. Je nach Index und Fenster liest man ganz unterschiedliche Werte: Die 30-Tage-Korrelation zum Nasdaq 100, die 2025 \u00fcber weite Strecken sehr hoch lag, ist \u00fcber den Sommer deutlich abgebr\u00f6ckelt, w\u00e4hrend der 90-Tage-Wert, der tr\u00e4ger reagiert, noch eine gewisse Restkopplung anzeigt. Genau diese Streuung ist der Punkt. Eine einzige Schlagzeilenzahl greift zu kurz; wer die Lage verstehen will, muss mehrere Fenster nebeneinanderlegen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter der niedrigeren Korrelation steht auch eine handfeste Kapitalbewegung. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni 2026 mit netto rund 4,06 Milliarden US-Dollar den h\u00f6chsten Monatsabfluss seit ihrem Start im J\u00e4nner 2024, wie <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/06\/29\/usd4-billion-gone-spot-bitcoin-etfs-are-on-track-for-their-worst-month-on-record'>CoinDesk<\/a> dokumentierte; die Jahresbilanz der Zufl\u00fcsse rutschte damit erstmals \u00fcberhaupt ins Minus. Wenn ausgerechnet das Instrument, das Bitcoin am engsten an die Wall Street gebunden hatte, Kapital verliert, schw\u00e4cht das die \u00dcbertragung zwischen beiden Welten mechanisch ab.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kamen im Sommer 2026 mehrere krypto-eigene Belastungen, die im Aktienmarkt kein Gegenst\u00fcck hatten. Ein gr\u00f6\u00dferer Wallet-Exploit kostete Vertrauen, und eine sp\u00fcrbare Schrumpfung wichtiger Stablecoins entzog dem Markt Liquidit\u00e4t, w\u00e4hrend der breite Aktienindex davon nichts sp\u00fcrte. Zugleich notierte Bitcoin selbst nach der Erholung immer noch rund die H\u00e4lfte unter seinem Rekordhoch aus dem Oktober 2025. F\u00fcr Anleger:innen, die den Kurs mit den jubelnden B\u00f6rsenschlagzeilen verglichen, f\u00fchlte sich das an wie zwei getrennte M\u00e4rkte, und genau das waren sie in diesen Wochen phasenweise auch.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum Bitcoin und Aktien \u00fcberhaupt gemeinsam atmen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Entkopplung zu verstehen, muss man zuerst die Kopplung verstehen. Beide, Technologieaktien wie Bitcoin, sind lang laufende Risikoanlagen, deren Barwert stark von den erwarteten Zinsen abh\u00e4ngt. Steigt der reale Zins, werden k\u00fcnftige Gewinne st\u00e4rker abgezinst, und beide Anlageklassen leiden; f\u00e4llt er, profitieren beide. Deshalb h\u00e4ngt so viel am Kurs der Fed. Wie eng dieser Zusammenhang ist und warum <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/realzinsen-bitcoin-inflationsschutz-2026\/'>Realzinsen f\u00fcr Bitcoin oft mehr z\u00e4hlen als die Schlagzeilen-Inflation<\/a>, haben wir an anderer Stelle ausf\u00fchrlich behandelt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite gemeinsame Nenner ist die globale Liquidit\u00e4t. In Phasen lockerer Geldpolitik flie\u00dft Kapital in riskante Anlagen aller Art, in Phasen der Straffung zieht es sich zur\u00fcck. Eine oft zitierte Fallstudie von Binance Research (\u00fcber <a href='https:\/\/finance.yahoo.com\/markets\/crypto\/articles\/binance-case-study-bitcoin-price-150357229.html'>Yahoo Finance<\/a>) zeigt, wie tief dieser Faktor sitzt: Die Korrelation von Bitcoin zu einem Global Easing Breadth Index, der die geldpolitische Richtung von 41 Notenbanken b\u00fcndelt, kippte demnach von plus 0,21 vor Einf\u00fchrung der Spot-ETFs auf minus 0,778 im Jahr 2026, eine komplette Umkehr. Die Lesart: Institutionelle positionieren sich zunehmend sechs bis zw\u00f6lf Monate vor der erwarteten Politik, statt der Tagesbewegung der Aktien hinterherzulaufen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der dritte Kanal ist der Dollar. Ein schw\u00e4cherer Greenback st\u00fctzt tendenziell sowohl Aktien als auch Bitcoin, doch die Beziehung ist t\u00fcckischer, als sie aussieht; warum der <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/dxy-falscher-dollar-index-krypto-barometer-2026\/'>Dollar-Index als Krypto-Barometer regelm\u00e4\u00dfig in die Irre f\u00fchrt<\/a>, ist ein eigenes Kapitel. Wichtig ist hier nur: Zins, Liquidit\u00e4t und Dollar sind die Rohre, durch die dieselbe Makro-Luft in beide M\u00e4rkte str\u00f6mt. Solange diese Rohre den Takt vorgeben, bewegen sich Bitcoin und Aktien gemeinsam. Sobald etwas anderes lauter wird, endet der Gleichschritt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Treiber der Entkopplung heuer<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist also 2026 lauter geworden? Vier Kr\u00e4fte lassen sich sauber trennen, und sie wirken teils auf Aktien, teils auf Bitcoin, aber selten auf beide gleich. Die folgende Matrix ordnet, wer worauf reagiert.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Treiber<\/th><th>Wirkung auf Aktien<\/th><th>Wirkung auf Bitcoin<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>KI- und Halbleiter-Rally<\/td><td>starker Auftrieb \u00fcber Index-Schwergewichte<\/td><td>praktisch keine Exponierung<\/td><\/tr><tr><td>\u00d6lpreis-R\u00fcckgang<\/td><td>sofort \u00fcber die Kostenseite<\/td><td>nur indirekt \u00fcber Inflation und Fed<\/td><\/tr><tr><td>Fed- und Zinspfad<\/td><td>Bewertungsanker<\/td><td>\u00fcber Risikoappetit und Liquidit\u00e4t<\/td><\/tr><tr><td>Krypto-eigene Schocks (Exploits, Stablecoin-Abfluss, ETF-Flows)<\/td><td>kaum bis gar nicht<\/td><td>direkt und unmittelbar<\/td><\/tr><tr><td>Vier-Jahres-Zyklus<\/td><td>irrelevant<\/td><td>Positionierung wartet auf das Zyklustief<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Adam Haeems, Head of Asset Management bei der Tesseract Group, brachte den Kern gegen\u00fcber CoinDesk auf den Punkt: Die Aktien-Rally werde vor allem von Bereichen getragen, zu denen Bitcoin kaum eine Verbindung habe. Genau darum st\u00fctzt der starke B\u00f6rsenmonat den Bitcoin-Kurs nicht. Und Markus Thielen, Gr\u00fcnder von 10x Research, verweist im selben Bericht auf einen krypto-internen Grund: Viele H\u00e4ndler:innen warten schlicht auf das erwartete Zyklustief im Herbst und halten sich mit neuen K\u00e4ufen zur\u00fcck, eine sich fast selbst erf\u00fcllende Zur\u00fcckhaltung, die die aktuelle Nachfrage d\u00e4mpft.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der KI-Boom, an dem Bitcoin nicht teilnimmt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der wichtigste einzelne Faktor ist die Konzentration des B\u00f6rsenaufschwungs. Die Rekorde von S&amp;P 500 und Nasdaq stammen 2026 \u00fcberproportional aus einer Handvoll KI- und Halbleiterwerte. Diese Titel ziehen die Indizes nach oben, doch Bitcoin hat an ihrem Gesch\u00e4ftsmodell keinen Anteil. Es gibt keinen Kanal, \u00fcber den ein Rekord bei den Chip-Herstellern automatisch Krypto-Nachfrage erzeugt. Der Aufschwung l\u00e4uft an Bitcoin schlicht vorbei.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufmerksamkeits\u00f6konomie ist mehr als eine Metapher. Samir Kerbage, Chief Investment Officer bei Hashdex, formulierte es gegen\u00fcber <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/07\/03\/why-bitcoin-s-disconnect-from-record-high-stocks-won-t-last'>CoinDesk<\/a> so: &bdquo;Kapital folgt der Aufmerksamkeit und den Narrativen. Krypto hat davon in der Vergangenheit profitiert, aber gerade jetzt liegt die Aufmerksamkeit woanders.&ldquo; Solange die Erz\u00e4hlung der Stunde KI hei\u00dft und nicht Bitcoin, flie\u00dfen die Zufl\u00fcsse in die Aktien, und die Korrelation bleibt niedrig, weil beide M\u00e4rkte an unterschiedlichen Geschichten h\u00e4ngen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist, dass sich derselbe KI-Boom auch im Gaming- und Web3-Sektor niederschl\u00e4gt, wo manche Studios ihre Bewertung inzwischen st\u00e4rker an KI-Wachstum kn\u00fcpfen als an Token-Kurse. Der Kapitalstrom, der Bitcoin heuer meidet, sucht sich seine eigenen Nutznie\u00dfer, und die sitzen im KI-\u00d6kosystem.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Krypto-eigene Kr\u00e4fte \u00fcbernehmen das Steuer<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Spiegelbildlich zur Aktienseite treibt Bitcoin 2026 vor allem, was im eigenen Sektor passiert. Da sind erstens die schon erw\u00e4hnten ETF-Abfl\u00fcsse, die die institutionelle Nachfrage direkt bremsen. Zweitens der Hebel: Ein gro\u00dfer Teil des kurzfristigen Bitcoin-Handels l\u00e4uft \u00fcber Derivate, und wenn gehebelte Positionen liquidiert werden, entsteht eine Eigendynamik, die mit der Wall Street nichts zu tun hat. Drittens das Angebotsverhalten: Langfrist-Halter, die ihre Coins bewegen oder eben nicht bewegen, verschieben das Gleichgewicht, ohne dass ein Aktienchart dabei eine Rolle spielt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommen sektorspezifische Schocks, die im Aktienmarkt schlicht kein Gegenst\u00fcck haben. Ein gr\u00f6\u00dferer Wallet-Exploit, der Abfluss aus einem bedeutenden Stablecoin oder eine regulatorische Nachricht k\u00f6nnen Bitcoin an einem Tag bewegen, an dem der S&amp;P 500 kaum zuckt. Jeder dieser Impulse senkt die gemessene Korrelation, weil er Bewegung erzeugt, die es im Aktienmarkt gar nicht gibt. Wer das Zusammenspiel von Liquidit\u00e4t, Market Makern und Handelsvolumen genauer verstehen will, muss die Positionierung am Derivatemarkt mitlesen, denn dort entstehen viele der Ausschl\u00e4ge, die Bitcoin von den Aktien entfernen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wenn die Aktie selbst zur Bitcoin-Wette wird<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine paradoxe Gegenbewegung, die man im Blick behalten muss. W\u00e4hrend die Korrelation auf Indexebene f\u00e4llt, ist an anderer Stelle eine sehr enge Kopplung entstanden, n\u00e4mlich bei den b\u00f6rsennotierten Krypto-Stellvertretern. Strategy (vormals MicroStrategy) h\u00e4lt Hunderttausende Bitcoin in der Bilanz; ihr pr\u00e4feriertes Wertpapier STRC, eigentlich als stabileres Instrument gedacht, wies laut <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/06\/25\/strategy-s-yield-generating-strc-stock-is-more-correlated-with-btc-than-ever'>CoinDesk<\/a> im Juni 2026 eine 90-Tage-Korrelation zu Bitcoin von rund 0,70 auf, den h\u00f6chsten Wert seit Auflegung. Im selben Monat <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/06\/27\/strategy-s-valuation-has-fallen-below-the-value-of-its-bitcoin-holdings'>rutschte der Unternehmenswert von Strategy erstmals unter den Wert der gehaltenen Bitcoin<\/a>, was den Mechanismus der Pr\u00e4mien-Finanzierung ins Wanken brachte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Konstruktionen bauen eine feste Br\u00fccke zwischen TradFi und Krypto, unabh\u00e4ngig davon, was die breite Index-Korrelation gerade macht. Wer eine dieser Aktien kauft, kauft de facto einen gehebelten Bitcoin-Anspruch. Dieselbe Logik gilt f\u00fcr die gro\u00dfen Miner und f\u00fcr Coinbase, das seit 2025 im S&amp;P 500 vertreten ist und damit passives Indexgeld an den Kryptosektor koppelt. Wie aus einem Bilanz-Bitcoin eine <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/mnav-mechanik-krypto-treasuries-kreditmaschine-2026\/'>Kreditmaschine wird und was die mNAV-Mechanik dabei anrichtet<\/a>, ist ein eigenes, faszinierendes Kapitel dieser Verflechtung. F\u00fcr die Gesamtbetrachtung hei\u00dft das: Die niedrige Index-Korrelation erz\u00e4hlt nur die halbe Geschichte, auf der Ebene einzelner Titel ist die Verbindung enger denn je.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Asymmetrie: oben entkoppelt, unten gekoppelt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Detail wird in der Begeisterung \u00fcber die Entkopplung gern \u00fcbersehen: Sie ist asymmetrisch. Bitcoin hat sich 2026 vor allem nach oben abgekoppelt, es hat also an den Aktienrekorden nicht teilgenommen. In echten Stressphasen jedoch, wenn die B\u00f6rsen einbrechen, f\u00e4llt Bitcoin weiterhin mit. Die freundliche Korrelation ist verblasst, die feindliche noch nicht. F\u00fcr ein Depot ist das die ung\u00fcnstigste Kombination: Man verpasst die guten Tage der Aktien, teilt aber die schlechten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Statistisch steckt dahinter die sogenannte Tail-Abh\u00e4ngigkeit. \u00dcber den ganzen Zyklus gemittelt mag die Korrelation moderat aussehen, doch in den seltenen, heftigen Abw\u00e4rtsbewegungen springen die Zusammenh\u00e4nge in Richtung 1. Genau deshalb ist die Zahl tr\u00fcgerisch: Sie ist im Durchschnitt niedrig und im Ernstfall hoch. Der IWF hat in seinem Stabilit\u00e4tsbericht denselben Punkt gemacht, als er vor der Illusion warnte, geringe mittlere Korrelation bedeute geringen gemeinsamen Absturz. Wer Bitcoin als Krisenversicherung ins Depot legt, sollte diese Asymmetrie kennen, bevor die Krise kommt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Strukturbruch oder Sommerlaune?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage lautet: Ist die Entkopplung von Dauer? F\u00fcr einen echten Strukturbruch spricht ein bemerkenswertes Chartsignal, das der CoinDesk-Analyst Omkar Godbole <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/08\/05\/the-worst-chart-for-bitcoin-bulls-right-now'>ausgewertet hat<\/a>: S&amp;P 500 und Nasdaq, jeweils in Bitcoin ausgedr\u00fcckt, haben ihren 200-Wochen-Durchschnitt erstmals seit 2012 nach oben durchbrochen. Konkret kostet der S&amp;P 500 in Bitcoin gerechnet heute nur noch rund 0,12 BTC, gegen\u00fcber mehr als 300 BTC im Jahr 2012. \u00dcber 14 Jahre hatte dieser gleitende Durchschnitt als undurchdringliche Decke f\u00fcr Aktien gegen Bitcoin gewirkt; dass er nun gebrochen ist, deutet an, dass die \u00c4ra der grenzenlosen Bitcoin-\u00dcberrendite wom\u00f6glich strukturell zu Ende geht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">BlackRocks Mitchnick sieht in der Entkopplung sogar etwas Gesundes. Sie sei &bdquo;gesund, weil sie f\u00fcr viele Teil der These rund um Bitcoin als Diversifikator ist&ldquo; und als m\u00f6glicher Schutz gegen bestimmte Extremrisiken an anderer Stelle im Portfolio, sagte er The Block. Aus dieser Sicht ist die geringere Korrelation kein Zufall, sondern die Reifung, auf die Bitcoin-Verfechter lange gewartet haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen einen dauerhaften Bruch spricht die j\u00fcngere Vergangenheit. Entkopplungsepisoden waren zuletzt meist fl\u00fcchtig: Kaum kehrt ein echter Makroschock zur\u00fcck, springen die Korrelationen wieder nach oben, wie im M\u00e4rz 2026, als ein einziger geopolitischer Ausl\u00f6ser gen\u00fcgte, um den Wert binnen Tagen auf 0,74 zu treiben. Die ehrlichste Antwort lautet daher: Es handelt sich um ein Regime, nicht um ein neues Gesetz. Die Entkopplung ist real, aber sie ist reversibel, und der wahrscheinlichste Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine R\u00fcckkopplung ist derselbe wie immer, ein Stressereignis, das alle Anleger:innen gleichzeitig zum Risikoabbau zwingt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was die Entkopplung f\u00fcr ein Euro-Portfolio bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Praxis folgt daraus eine unbequeme Lehre: Man darf eine niedrige Korrelation nicht mit einer verl\u00e4sslichen Diversifikation verwechseln. Wer heute mehr Bitcoin ins Depot legt, weil die 30-Tage-Korrelation gerade auf 0,43 steht, wettet implizit darauf, dass dieser Wert stabil bleibt; genau das tut er historisch aber nicht. Die Diversifikations-Illusion besteht darin, aus einem g\u00fcnstigen Momentwert eine dauerhafte Eigenschaft abzuleiten. Solider ist es, die Position an der Schwankungsbreite auszurichten, nicht an der aktuellen Korrelation, denn die Volatilit\u00e4t von Bitcoin bleibt ein Vielfaches der von Aktien, egal wie die Korrelation gerade steht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Praktisch hilft es, mehrere Zeitfenster nebeneinander zu lesen und zu wissen, was jedes davon leistet. Die folgende \u00dcbersicht dient als kleiner Spickzettel.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Fenster<\/th><th>Was es zeigt<\/th><th>Nutzen und Falle<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>7 bis 14 Tage<\/td><td>Tagesrauschen, Schockreaktion<\/td><td>sehr nerv\u00f6s, kippt schnell<\/td><\/tr><tr><td>30 Tage<\/td><td>aktuelles Marktregime<\/td><td>Standard f\u00fcr Schlagzeilen, aber volatil<\/td><\/tr><tr><td>60 bis 90 Tage<\/td><td>mittelfristiger Trend<\/td><td>gl\u00e4ttet Ausrei\u00dfer, reagiert tr\u00e4ge<\/td><\/tr><tr><td>250 Tage<\/td><td>struktureller Zusammenhang<\/td><td>sehr tr\u00e4ge, verpasst Wendepunkte<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einfaches Zahlenbeispiel macht die Falle greifbar. Angenommen, Bitcoin schwankt rund dreimal so stark wie ein breiter Aktienindex. Dann tr\u00e4gt schon eine Position von f\u00fcnf Prozent des Depots einen weit \u00fcberproportionalen Anteil am Gesamtrisiko, selbst wenn die Korrelation gerade niedrig ist. Wer das Risiko und nicht blo\u00df den Depotanteil steuern will, muss die Position also kleiner ansetzen, als es die reine Prozentzahl vermuten l\u00e4sst. F\u00e4llt die Korrelation im Stressfall dann doch mit den Aktien zusammen, addieren sich die Verluste, statt sich auszugleichen. An dieser Rechnung \u00e4ndert sich nichts dadurch, dass die Schlagzeilen gerade von Entkopplung sprechen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei technische Hinweise noch. Erstens: Korrelation wird auf Renditen gerechnet, nicht auf Kursen. Wer die reinen Preisreihen von Bitcoin und einem Index korreliert, misst vor allem den gemeinsamen Aufw\u00e4rtstrend und erh\u00e4lt irref\u00fchrend hohe Werte; erst der Wechsel auf Tagesrenditen zeigt den echten Gleichlauf. Zweitens gilt: F\u00fcr die Frage, wie stark ein Depot bei einem Aktiencrash wackelt, ist das Beta wichtiger als die Korrelation. Wer ernsthaft streuen will, pr\u00fcft ohnehin Alternativen mit anderer Charakteristik; warum die <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/gold-bitcoin-2026-kaeufer-notenbanken-etf\/'>K\u00e4uferstruktur bei Gold und Bitcoin mehr \u00fcber deren Schutzwirkung verr\u00e4t als der Preis<\/a>, ist dabei eine der aufschlussreichsten Fragen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der regulatorische Rahmen in \u00d6sterreich<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr heimische Anleger:innen kommt eine regulatorische und steuerliche Ebene dazu, die die Korrelationsdebatte praktisch \u00fcberlagert. Ein wichtiger Punkt vorweg: Einen klassischen Spot-Krypto-ETF auf einen einzelnen Coin gibt es im UCITS-Rahmen nicht, weil ein Fonds nach diesen Regeln nicht in ein einziges Asset investieren darf. Der Zugang f\u00fcr Privatanleger:innen l\u00e4uft daher \u00fcber physisch besicherte ETPs oder ETNs, die rechtlich Schuldverschreibungen sind und damit ein Emittentenrisiko tragen, das ein direkt gehaltener Coin nicht hat. Das ist mehr als eine Fu\u00dfnote, denn genau diese H\u00fclle bestimmt, wie eng ein Investment am tats\u00e4chlichen Bitcoin-Kurs klebt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Aufsichtlich ist die FMA die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde. Sie beaufsichtigt Krypto-Dienstleister im Rahmen der europ\u00e4ischen MiCA-Verordnung, w\u00e4hrend Derivate wie Futures und Perpetuals unter die MiFID II fallen. Die FMA erkl\u00e4rt in ihrer Verbraucherinformation ausf\u00fchrlich, <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/geldanlage\/welche-krypto-assets-sind-reguliert-und-welche-nicht\/'>welche Krypto-Assets reguliert sind und welche nicht<\/a>, und warnt gemeinsam mit den europ\u00e4ischen Aufsichtsbeh\u00f6rden regelm\u00e4\u00dfig vor den hohen Risiken bei Krypto-Anlagen. Die MiCA-\u00dcbergangsfrist f\u00fcr bestehende Anbieter in \u00d6sterreich ist mit 1. Juli 2026 ausgelaufen, seither gilt der volle Zulassungsrahmen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Und schlie\u00dflich die Steuer, die f\u00fcr die Nettorendite oft mehr ausmacht als eine Nachkommastelle bei der Korrelation. Seit der \u00f6kosozialen Steuerreform 2022 fallen Gewinne aus Kryptow\u00e4hrungen in \u00d6sterreich unter den besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent (\u00a7 27a EStG), dieselbe Behandlung wie bei Aktien und Anleihen. Inl\u00e4ndische Dienstleister behalten die Kapitalertragsteuer seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ein. F\u00fcr die Depotplanung hei\u00dft das: Ein steuerlich gleich behandeltes, aber deutlich volatileres Asset verlangt eine bewusste Gr\u00f6\u00dfenentscheidung, unabh\u00e4ngig davon, ob die Korrelation gerade hoch oder niedrig ist.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: Woran sich das Regime als N\u00e4chstes entscheidet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der n\u00e4chste Pr\u00fcfstein ist die Geldpolitik. Unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh sind die Sitzungen im Herbst 2026 alles andere als Formsache; nach der \u00fcberraschend hawkishen Sitzung Ende Juli, bei der gleich drei regionale Notenbankpr\u00e4sident:innen f\u00fcr eine Zinserh\u00f6hung stimmten, ist die Bandbreite m\u00f6glicher Ausg\u00e4nge gro\u00df. Ein deutlicher Schwenk in die eine oder andere Richtung w\u00fcrde die gemeinsamen Makro-Rohre wieder \u00f6ffnen und die Korrelation nach oben treiben. Wie sehr ein schw\u00e4chelnder Jobmarkt die <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/fed-jobmarkt-september-wette-bitcoin-2026\/'>September-Wette der Fed und damit Bitcoin drehen kann<\/a>, ist derzeit die spannendste Makrofrage f\u00fcr den Kryptomarkt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Faktor ist krypto-intern: das viel diskutierte Zyklustief im Herbst. Solange ein gro\u00dfer Teil des Marktes darauf wartet, bleibt die Nachfrage ged\u00e4mpft und die Eigenlogik dominiert, was die Entkopplung st\u00fctzt. Kippt die Stimmung, etwa durch frische ETF-Zufl\u00fcsse oder ein positives regulatorisches Signal, k\u00f6nnte Bitcoin wieder eine eigene Richtung einschlagen, diesmal nach oben. Vetle Lunde, Head of Research bei K33 Research, fasste die Grundmechanik n\u00fcchtern zusammen: Angesichts eines starken Nasdaq und eines seitw\u00e4rts konsolidierenden Bitcoin seien &bdquo;weichere Korrelationen zu erwarten&ldquo; gewesen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fazit f\u00fcr Anleger:innen ist damit weniger spektakul\u00e4r, als die Schlagzeilen nahelegen. Die Entkopplung 2026 ist echt, sie ist gut dokumentiert, und sie hat handfeste Gr\u00fcnde. Aber sie ist ein Regime, kein Naturgesetz. Wer sie als dauerhafte Eigenschaft in die Depotplanung einbaut, wird sp\u00e4testens beim n\u00e4chsten Makroschock daran erinnert, dass Korrelationen genau dann zusammenlaufen, wenn man es am wenigsten brauchen kann. Die kl\u00fcgere Haltung ist, die Kennzahl laufend zu beobachten, mehrere Fenster zu lesen und die Positionsgr\u00f6\u00dfe an der Volatilit\u00e4t festzumachen, nicht an einem Momentwert, der morgen schon anders aussehen kann.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Wie stark sind Bitcoin und Aktien im August 2026 korreliert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Fenster und Index unterschiedlich. Die viel beachtete 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&amp;P 500 fiel laut K33 Research bis Ende Juli 2026 auf rund 0,43, nahe dem unteren Rand ihrer Spanne der letzten Monate, nach etwa 0,6 Mitte Juni. Im M\u00e4rz 2026 hatte dieselbe Kennzahl noch 0,74 erreicht. Korrelation ist also kein fixer Wert, sondern schwankt mit dem Marktregime.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum entkoppelt sich Bitcoin gerade von den B\u00f6rsen?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Der B\u00f6rsenaufschwung 2026 wird stark von KI- und Halbleiteraktien getragen, zu denen Bitcoin praktisch keine Verbindung hat. Gleichzeitig \u00fcbernehmen krypto-eigene Kr\u00e4fte das Steuer: ETF-Abfl\u00fcsse, Hebelpositionen, das Angebotsverhalten der Langfrist-Halter und einzelne Schocks im Sektor. Weil diese Treiber nichts mit dem Aktienmarkt zu tun haben, laufen die Kurse auseinander.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Macht Bitcoin ein Aktiendepot wirklich krisenfester?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Nur bedingt. Die Entkopplung 2026 zeigt sich vor allem nach oben; in echten Stressphasen sind Korrelationen historisch oft sprunghaft in Richtung 1 gestiegen, also genau dann, wenn Diversifikation gebraucht wird. Bitcoin kann das Risikoprofil ver\u00e4ndern, ersetzt aber keine breite Streuung und bringt eine eigene, hohe Volatilit\u00e4t mit.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was bedeutet eine Korrelation von 0,43 konkret?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wert stammt aus einem Pearson-Koeffizienten auf Tagesrenditen und liegt in einer Spanne von minus 1 bis plus 1. 0,43 hei\u00dft ein moderater, positiver Gleichlauf, aber weit entfernt von einem festen Zusammenhang. Rund 0 w\u00e4re Unabh\u00e4ngigkeit, 1 perfekter Gleichlauf. Ein einzelner Wert sagt zudem nichts \u00fcber die St\u00e4rke der Ausschl\u00e4ge, das misst das Beta, sondern nur \u00fcber deren Richtung.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie werden Krypto-Gewinne in \u00d6sterreich besteuert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Seit der \u00f6kosozialen Steuerreform 2022 fallen Gewinne aus Kryptow\u00e4hrungen unter den besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent (\u00a7 27a EStG). 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