{"id":239,"date":"2026-08-17T04:45:30","date_gmt":"2026-08-17T04:45:30","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/beam-steam-forgotten-playland-blockchain-2026\/"},"modified":"2026-08-17T04:45:30","modified_gmt":"2026-08-17T04:45:30","slug":"beam-steam-forgotten-playland-blockchain-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/beam-steam-forgotten-playland-blockchain-2026\/","title":{"rendered":"Beam auf Steam: Wie ein Partyspiel seine Blockchain versteckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 30. Juli 2026 landete ein knallbuntes Partyspiel auf Steam: Forgotten Playland: Party Edition, entwickelt vom Studio Duckland Games, Preis 10,25 Euro, bis zu 32 Spieler in einer Lobby, mehr als 20 chaotische Minispiele und ein taktischer Brettspiel-Modus. Die Nutzerbewertungen stehen auf &bdquo;Gr\u00f6\u00dftenteils positiv&ldquo;. Was auf der gesamten Store-Seite mit keinem einzigen Wort vorkommt: Blockchain, NFT, Wallet oder Token. Dabei ist genau dieser Titel das Aush\u00e4ngeschild von Beam, einer auf Spiele spezialisierten Blockchain, die aus der fr\u00fcheren Merit Circle DAO hervorgegangen ist.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Epic Games Store, wo dasselbe Spiel schon seit M\u00e4rz 2025 steht, sieht die Sache v\u00f6llig anders aus. Dort ist Forgotten Playland gratis, daf\u00fcr offen Web3: Es gibt den $FP-Token, handelbare Kosmetik als NFT und ein Belohnungssystem namens Fluffy Points, das on-chain verbucht wird. Zwei Versionen, ein Spiel, zwei grundverschiedene Gesichter. Das ist kein Zufall, sondern Kalk\u00fcl, und es erz\u00e4hlt mehr \u00fcber den Zustand des Blockchain-Gamings im Jahr 2026 als jede Kursprognose.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Beam nur als Zeile in der CoinGecko-Liste kennt (der BEAM-Token notiert heuer bei rund einem Zehntel Cent), verpasst die eigentliche Geschichte. Dieser Beitrag schaut hinter den Chart: auf den Steam-Schachzug, die Technik vom Avalanche-Subnet zur eigenst\u00e4ndigen Layer 1, die Tokenomics mit ihren Buybacks, das reale \u00d6kosystem, die harte Konkurrenz im Avalanche-Gaming und darauf, was FMA und MiCA f\u00fcr \u00f6sterreichische Halter bedeuten. Den breiteren Zustandsbericht zur Chain haben wir bereits in unserem <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/beam-2026-merit-circle-gaming-chain-avalanche\/'>Realit\u00e4tscheck zu Beam<\/a> geliefert; hier geht es um den Moment, in dem ein Partyspiel zur Nagelprobe f\u00fcr ein ganzes Blockchain-Versprechen wird.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/h2><ul class='wp-block-list'><li>Forgotten Playland: Party Edition startete am 30. Juli 2026 auf Steam, kostenpflichtig (10,25 Euro) und ohne jeden Hinweis auf Blockchain oder NFTs.<\/li><li>Die Web3-Fassung desselben Spiels l\u00e4uft parallel gratis auf dem Epic Games Store, samt $FP-Token und handelbarer Kosmetik.<\/li><li>BEAM notiert Mitte August 2026 bei etwa 0,00114 Euro; die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 59 Millionen Euro, rund 97 Prozent unter dem Rekordhoch vom M\u00e4rz 2024 (CoinGecko).<\/li><li>Beam entstand aus der Merit Circle DAO, die 2021 als Axie-Infinity-Gilde begann und sp\u00e4ter auf Infrastruktur umschwenkte.<\/li><li>Mit dem Horizon-Upgrade wandelt sich Beam von einem Avalanche-Subnet zu einer souver\u00e4nen Layer 1 mit Proof-of-Stake; die Avalanche Foundation hat Beam-Node-Token im Gegenwert von 500.000 US-Dollar zugesagt.<\/li><li>F\u00fcr \u00f6sterreichische Anleger ist BEAM ein Kryptowert unter MiCA: Die FMA beaufsichtigt die Dienstleister, nicht das Protokoll selbst.<\/li><\/ul><h2 class='wp-block-heading'>Was am 30. Juli auf Steam wirklich passierte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fakten zuerst. Am 30. Juli 2026 ver\u00f6ffentlichte Duckland Games auf Steam die <a href='https:\/\/store.steampowered.com\/app\/3840260\/Forgotten_Playland_Party_Edition\/'>Forgotten Playland: Party Edition<\/a>. Der Titel kostet 10,25 Euro, unterst\u00fctzt Einzelspieler, lokalen und Online-Mehrspielermodus f\u00fcr bis zu vier Personen sowie gro\u00dfe Lobbys mit bis zu 32 Teilnehmern. Neben den mehr als 20 Minispielen gibt es einen rundenbasierten Brettspiel-Modus. Die Rezensionen stehen auf &bdquo;Gr\u00f6\u00dftenteils positiv&ldquo;, gest\u00fctzt auf eine noch kleine Zahl an Bewertungen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanter als das, was auf der Seite steht, ist das, was fehlt. Kein Wort \u00fcber den BEAM-Token, keine NFT-Kosmetik, keine Wallet-Anbindung, kein Fluffy-Points-System. Die Steam-Version pr\u00e4sentiert sich als das, was sie sein m\u00f6chte: ein zug\u00e4ngliches Partyspiel im Stil bekannter Genre-Gr\u00f6\u00dfen, ohne Krypto-Vokabel. Der Zusatz &bdquo;Party Edition&ldquo; ist dabei kein Marketing-Beiwerk, sondern die Kennzeichnung einer eigenst\u00e4ndigen, bewusst entkoppelten Fassung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Beam ist das ein bedeutender Schritt. Steam ist der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte PC-Vertriebskanal der Welt; wer dort sichtbar wird, erreicht ein Publikum, das eine reine Web3-Plattform nie einsammeln k\u00f6nnte. Dass ausgerechnet das Vorzeigespiel einer Blockchain den Weg dorthin findet, indem es seine Blockchain nicht zeigt, ist die Pointe dieser Geschichte.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Zwei Versionen, ein Spiel: die versteckte Blockchain<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um zu verstehen, was hier passiert, muss man die beiden Fassungen nebeneinanderlegen. Auf dem Epic Games Store startete Forgotten Playland bereits am 27. M\u00e4rz 2025, entwickelt im Verbund von Duckland Games und der Beam Foundation. Diese Version ist gratis und offen Web3: Spieler sammeln Fluffy Points, verdienen den $FP-Token und handeln kosmetische Gegenst\u00e4nde als NFTs, die seit dem Fr\u00fchjahr 2025 on-chain abgewickelt werden. Zico Bakker, Mitgr\u00fcnder und Head of Production bei Duckland, formulierte den Anspruch bei der Ank\u00fcndigung so: &bdquo;With Forgotten Playland, we wanted to push the boundaries of multiplayer experiences by integrating Web3 technologies and giving players more control over in-game assets&ldquo; (<a href='https:\/\/cryptopotato.com\/forgotten-playland-beams-flagship-title-launches-on-epic-games-store-the-ultimate-multiplayer-party-game\/'>CryptoPotato<\/a>). Kurz gesagt: mehr Kontrolle \u00fcber die eigenen Spielgegenst\u00e4nde.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Steam-Fassung dreht diesen Anspruch f\u00fcr den Moment des Kaufs um. Statt Gratis-Einstieg mit Token-\u00d6konomie gibt es einen Festpreis und ein klassisches Party-Erlebnis. Der Blockchain-Unterbau ist entweder entfernt oder so tief in den Hintergrund verlegt, dass er auf der Ladenseite keine Rolle spielt. Das passt zu einer Denkschule, die John Nahas, Chief Business Officer bei Ava Labs, seit L\u00e4ngerem propagiert: Die n\u00e4chste Phase geh\u00f6re der &bdquo;blockchain on the backend&ldquo;, der unsichtbaren Infrastruktur. In einem Interview mit <a href='https:\/\/www.thestreet.com\/crypto\/innovation\/avalanches-john-nahas-on-web3-gaming-blockchain-on-the-backend'>TheStreet<\/a> verwies Nahas auf Gunzillas Off the Grid, wo jeder Account im Hintergrund eine Web3-Wallet besitzt, ohne dass die Spieler davon etwas merken m\u00fcssen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Idee macht Beam mit Forgotten Playland konkret. Wer \u00fcber Epic einsteigt, bekommt das volle Eigentumsversprechen. Wer \u00fcber Steam kauft, bekommt zun\u00e4chst ein Spiel, das sich anf\u00fchlt wie jedes andere, und die Chain bleibt Kulisse. Die folgende Tabelle stellt beide Fassungen gegen\u00fcber.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Merkmal<\/th><th>Epic-Version (seit M\u00e4rz 2025)<\/th><th>Steam Party Edition (seit Juli 2026)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Preis<\/td><td>Free-to-play<\/td><td>10,25 Euro<\/td><\/tr><tr><td>Blockchain sichtbar<\/td><td>Ja: $FP-Token, NFTs, Fluffy Points<\/td><td>Nein, keine Erw\u00e4hnung<\/td><\/tr><tr><td>Eigentum an Items<\/td><td>On-chain handelbar<\/td><td>Klassisch, kontogebunden<\/td><\/tr><tr><td>Zielpublikum<\/td><td>Web3-affine Spieler<\/td><td>Breite Steam-Community<\/td><\/tr><tr><td>Store-Politik<\/td><td>Krypto-Titel erlaubt<\/td><td>Blockchain-Titel verboten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Steam als T\u00fcrsteher: warum Valves Bann so wichtig ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grund f\u00fcr die zwei Gesichter liegt in den Regeln der Plattformen. Valve, der Betreiber von Steam, verbietet seit 2023 Spiele, die auf Blockchain-Technologie, Kryptow\u00e4hrungen oder NFTs aufsetzen. Epic Games hat den umgekehrten Weg gew\u00e4hlt und l\u00e4sst solche Titel grunds\u00e4tzlich zu, sofern sie Alters- und Verbraucherschutzregeln einhalten. F\u00fcr ein Studio, das die volle Reichweite von Steam will, bleibt damit nur ein Weg: eine Version ausliefern, in der von Krypto nichts zu sehen ist.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zweigleisigkeit ist heuer zur Standardtaktik im Blockchain-Gaming geworden. Wir haben das Muster ausf\u00fchrlich beschrieben, als es darum ging, <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/steam-krypto-bann-2026-blockchain-games-durchkommen\/'>wie Blockchain-Games 2026 an Valves Bann vorbeikommen<\/a>. Der Kern: Der on-chain-Teil wandert in eine separate App, einen eigenen Launcher oder die Epic-Fassung, w\u00e4hrend auf Steam eine bereinigte Build l\u00e4uft. Rechtlich ist das sauber, kommunikativ heikel, denn es zwingt Projekte, ihr wichtigstes Verkaufsargument, das digitale Eigentum, gerade auf der gr\u00f6\u00dften B\u00fchne zu verschweigen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00d6sterreich kommt eine zweite Ebene dazu. Die Debatte \u00fcber Lootboxen und Zufallsmechaniken in Spielen ist hierzulande besonders scharf, weil sie am Gl\u00fccksspielrecht kratzt. Wie <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/steam-krypto-lootbox-gluecksspiel-paradox-2026\/'>Steams Krypto-Bann im Vergleich zum \u00f6sterreichischen Gl\u00fccksspielgesetz<\/a> zeigt, kann eine Plattformregel strenger sein als der Gesetzgeber. Ein Spiel, das handelbare Zufalls-Items mit echtem Geldwert kombiniert, bewegt sich schnell in einer regulatorischen Grauzone, und genau der entgeht die Steam-Fassung, indem sie die handelbare Komponente wegl\u00e4sst.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Von Axie-Stipendien zu Merit Circle: die Herkunft von Beam<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beam f\u00e4llt nicht vom Himmel, sondern hat eine ungew\u00f6hnliche Vorgeschichte. Merit Circle wurde im Juli 2021 von Marco van den Heuvel gegr\u00fcndet, hervorgegangen aus dem sogenannten 420 Scholarship Program rund um Axie Infinity. Damals verlieh die Gilde teure Axie-NFTs an Spieler in Schwellenl\u00e4ndern, die im Play-to-Earn-Modell mitverdienten und einen Teil der Ertr\u00e4ge abgaben. In der Sp\u00e4tphase des Krypto-Booms 2021 sammelte Merit Circle \u00fcber 105 Millionen US-Dollar f\u00fcr seinen MC-Token ein und baute eine DAO-Schatzkammer auf, die bis heute im dreistelligen Millionenbereich liegt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Als das Play-to-Earn-Modell nach dem Absturz von 2022 an Glaubw\u00fcrdigkeit verlor, vollzog Merit Circle eine Kehrtwende: weg vom Stipendien- und Gildengesch\u00e4ft, hin zur Infrastruktur. Wer die Parallele sucht, findet sie beim Wurzelspiel selbst; wie Axie Infinity sein Classic-Modell einstellte und <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/axie-infinity-2026-classic-aus-ronin-flaggschiff-umbau\/'>das Ronin-Flaggschiff umbaute<\/a>, so verwandelte sich Merit Circle von der Spielergilde zum Chain-Betreiber.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Im April 2023 k\u00fcndigte das Team Beam als gaming-fokussiertes Avalanche-Subnet an, samt Werkzeugkasten f\u00fcr Entwickler, dem NFT-Marktplatz Sphere und den ersten Titeln Trial Xtreme, Walker World und Hash Rush. Brandon Aaskov, damals CTO der Merit Circle DAO, brachte die Idee im <a href='https:\/\/www.avax.network\/about\/blog\/merit-circle-dao-to-launch-gaming-subnet-with-tooling-three-games-and-many-more-to-come'>Avalanche-Blog<\/a> auf den Punkt: &bdquo;Beam is meant for gamers and game developers alike: to take away the complexity and still offer true ownership&ldquo;. Die Komplexit\u00e4t wegnehmen, das Eigentum behalten, dieser Satz ist bis heute die Grundformel des Projekts, und die Steam-Version ist ihre radikalste Auslegung. Sp\u00e4ter, im Herbst 2023, wurde der alte MC-Token im Verh\u00e4ltnis 1:100 in BEAM umgetauscht; der Gro\u00dfteil der Best\u00e4nde wanderte innerhalb weniger Monate in den neuen Token.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vom Subnet zur souver\u00e4nen L1: die Technik hinter Beam<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch setzt Beam auf das Baukastenprinzip von Avalanche. Statt sich eine \u00fcberf\u00fcllte Allzweck-Chain mit DeFi-Protokollen und Meme-Coins zu teilen, bekommt ein Spiel bei Avalanche seine eigene Kette, die auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten ist. Das senkt die Transaktionskosten, h\u00e4lt die Geb\u00fchren stabil und verhindert, dass ein NFT-Hype in einem fremden \u00d6kosystem die Spiel\u00f6konomie lahmlegt. Beam startete als solches Subnet und wickelt Mikrotransaktionen, Item-Transfers und Belohnungen dar\u00fcber ab.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Spiele z\u00e4hlt dabei weniger die reine Rechenleistung als die Verl\u00e4sslichkeit. Mikrotransaktionen, etwa das Freischalten eines Items oder die Gutschrift einer Belohnung, m\u00fcssen praktisch sofort und zu vernachl\u00e4ssigbaren Kosten best\u00e4tigt werden, sonst bricht das Spielgef\u00fchl. Eine dedizierte Kette wie Beam hat hier einen strukturellen Vorteil gegen\u00fcber einer geteilten Allzweck-Chain: Weil kein fremder Andrang die Bl\u00f6cke verstopft, bleiben Best\u00e4tigungszeiten und Geb\u00fchren berechenbar. Genau diese Berechenbarkeit ist der Grund, warum Studios \u00fcberhaupt eine eigene L1 in Betracht ziehen, statt ihre \u00d6konomie auf einer belebten Konkurrenzkette abzuwickeln.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Umbau tr\u00e4gt den Namen Horizon. Erm\u00f6glicht durch das Etna-Upgrade von Avalanche (technisch \u00fcber den Standard ACP-77) kann Beam von einem abh\u00e4ngigen Subnet zu einer souver\u00e4nen Layer 1 mit eigenem Proof-of-Stake werden. Praktisch hei\u00dft das: Beam bestimmt seinen Validator-Satz, seine Sicherheitsparameter und seine Belohnungslogik selbst, statt sie von der Avalanche-Hauptkette zu erben. Laut den <a href='https:\/\/docs.onbeam.com\/token'>offiziellen Beam-Dokumenten<\/a> sichert der BEAM-Token nach dem Horizon-Upgrade das Netzwerk ab und wird ben\u00f6tigt, um Bl\u00f6cke zu validieren und vorzuschlagen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Souver\u00e4nit\u00e4t ist zweischneidig. Sie gibt Beam Unabh\u00e4ngigkeit und einen klaren Wertbezug f\u00fcr den Token, der nun nicht mehr nur Gasgeb\u00fchr, sondern auch Sicherheitsanker ist. Zugleich verlagert sie die Verantwortung f\u00fcr die Netzwerksicherheit vom breiten Avalanche-Validator-Satz auf eine kleinere, spielspezifische Gruppe, die erst aufgebaut und wirtschaftlich attraktiv gehalten werden muss. Wie dieser Anreiz aussieht, zeigt der Blick auf die Beam Nodes.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Beam Nodes: wer die Chain absichert<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um im Horizon-Modell einen Validator zu betreiben, braucht es zweierlei: einen Node-Token als ERC-721-Zugangsrecht und eine Einlage in BEAM. Nach den von <a href='https:\/\/chainplay.gg\/blog\/avalanche-supports-beam-networks-future\/'>ChainPlay<\/a> zusammengetragenen Parametern liegt die Untergrenze bei einem Node-Token plus 20.000 BEAM, die Obergrenze pro Node bei 1.000 Node-Token und 50 Millionen BEAM. Die Belohnungen speisen sich aus drei Quellen: Transaktionsgeb\u00fchren, gezielten Validator-Zusch\u00fcssen und Protokollgeb\u00fchren.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist das Engagement der Avalanche Foundation selbst. Sie hat zugesagt, Beam-Node-Token im Gegenwert von 500.000 US-Dollar zu pr\u00e4gen und nach Abschluss des Horizon-Upgrades eigene Validator-Knoten zu betreiben. Das ist ein Vertrauenssignal und zugleich eine Starthilfe: Ein junges Validator-Netzwerk braucht in der Anfangsphase verl\u00e4ssliche Betreiber, damit die Kette \u00fcberhaupt sicher genug ist, um Entwickler anzuziehen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Parameter<\/th><th>Wert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Zugangsrecht<\/td><td>mindestens 1 ERC-721 Node-Token<\/td><\/tr><tr><td>Mindest-Einlage<\/td><td>20.000 BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Maximum pro Node<\/td><td>1.000 Node-Token und 50 Mio. BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Belohnungsquellen<\/td><td>Gasgeb\u00fchren, Validator-Zusch\u00fcsse, Protokollgeb\u00fchren<\/td><\/tr><tr><td>Zusage Avalanche Foundation<\/td><td>Node-Token im Wert von 500.000 US-Dollar plus Betrieb eigener Knoten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anleger ist das relevant, weil es den Token an eine Funktion bindet, die \u00fcber reine Spekulation hinausgeht. Ein Node-Betreiber muss BEAM binden und aus dem Verkehr ziehen; steigt die Zahl der Nodes, sinkt der frei handelbare Umlauf. Ob dieser Effekt gro\u00df genug ist, um den Kurs zu st\u00fctzen, h\u00e4ngt allein daran, wie viele Spiele echte Transaktionen erzeugen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Tokenomics: 58 Milliarden BEAM, Buyback und Burn<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der BEAM-Token ist in gro\u00dfer St\u00fcckzahl unterwegs. Gesamt- und Maximalangebot liegen laut CoinGecko bei rund 58,47 Milliarden Einheiten, davon zirkulieren etwa 51,3 Milliarden. Diese hohen Nominalzahlen sind ein Erbe der 1:100-Migration vom alten MC-Token und der Grund, warum ein einzelner BEAM nur Bruchteile eines Cents kostet. Wichtig f\u00fcr die Bewertung ist nicht der St\u00fcckpreis, sondern die Marktkapitalisierung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen der Umlaufmenge von rund 51,3 Milliarden und dem Gesamtangebot von 58,47 Milliarden BEAM klafft eine L\u00fccke von etwa sieben Milliarden Token, die noch nicht im Markt sind. Diese Differenz erkl\u00e4rt, warum die vollst\u00e4ndig verw\u00e4sserte Bewertung sp\u00fcrbar \u00fcber der aktuellen Marktkapitalisierung liegt. F\u00fcr Anleger ist das ein wichtiger Punkt: Je nachdem, wie und wann diese Token in Umlauf kommen (etwa \u00fcber Belohnungen, Grants oder Team-Zuteilungen), wirken sie als latenter Verkaufsdruck. Der Buyback-und-Burn-Mechanismus arbeitet also gegen einen Gegenwind, der aus der eigenen Angebotsstruktur stammt; ob er ihn \u00fcbertrifft, entscheidet sich an der tats\u00e4chlichen Nachfrage aus den Spielen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Angebotsseite arbeitet Beam mit einem R\u00fcckkauf- und Verbrennungsmechanismus. Ein Teil der im \u00d6kosystem eingenommenen Zahlungen (unter anderem in USDC, AVAX und ETH) wird laut Projekt genutzt, um BEAM am Markt zur\u00fcckzukaufen und zu verbrennen, wodurch der Umlauf \u00fcber die Zeit sinken soll. \u00d6ffentliche Verbrennungsdaten lassen sich etwa \u00fcber <a href='https:\/\/tokenomist.ai\/beam-2\/burn'>Tokenomist<\/a> nachverfolgen. Erg\u00e4nzt wird das durch die Schatzkammer aus Merit-Circle-Zeiten, die dem Projekt einen finanziellen Puffer verschafft, den die meisten Gaming-Token nicht haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt eine Governance-Funktion. Nach den Beam-Dokumenten k\u00f6nnen BEAM-Halter \u00fcber bestimmte ver\u00e4nderbare Parameter der Protokolle abstimmen und eine Kontrollfunktion gegen\u00fcber den DAO-nahen Einheiten aus\u00fcben. Die Betonung liegt auf &bdquo;bestimmten&ldquo;: Es handelt sich nicht um eine vollst\u00e4ndige On-chain-Regierung, sondern um ein abgegrenztes Mitspracherecht. F\u00fcr Anleger hei\u00dft das, dass der Token drei Rollen vereint (Gasgeb\u00fchr, Sicherheit nach Horizon und begrenzte Governance), deren Wert am Ende an der Nutzung h\u00e4ngt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>BEAM in Zahlen: der Markt im August 2026<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kurs erz\u00e4hlt eine n\u00fcchterne Geschichte. Mitte August 2026 notiert BEAM laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/beam-2'>CoinGecko<\/a> bei etwa 0,00114 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 59 Millionen Euro, die vollst\u00e4ndig verw\u00e4sserte Bewertung bei rund 67 Millionen Euro. Das Rekordhoch von etwa 0,044 US-Dollar stammt vom 10. M\u00e4rz 2024; davon ist der Token rund 97 Prozent entfernt.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert (Stand 17. August 2026)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>ca. 0,00114 Euro<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>ca. 58,6 Mio. Euro<\/td><\/tr><tr><td>Vollst\u00e4ndig verw\u00e4sserte Bewertung<\/td><td>ca. 67 Mio. Euro<\/td><\/tr><tr><td>24-Stunden-Handelsvolumen<\/td><td>ca. 2,5 Mio. Euro<\/td><\/tr><tr><td>Umlaufmenge<\/td><td>ca. 51,3 Mrd. BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Gesamt- und Maximalangebot<\/td><td>58,47 Mrd. BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Allzeithoch<\/td><td>ca. 0,044 US-Dollar (10. M\u00e4rz 2024)<\/td><\/tr><tr><td>Abstand zum Allzeithoch<\/td><td>rund minus 97 Prozent<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Das t\u00e4gliche Handelsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro ist der vielleicht wichtigste Wert in dieser Tabelle. Es bedeutet einen d\u00fcnnen Markt, in dem schon mittelgro\u00dfe Orders den Kurs bewegen. Solche Token verhalten sich wie ein Hebel auf die allgemeine Krypto-Liquidit\u00e4t: Flie\u00dft Kapital in Risikoanlagen, steigen sie \u00fcberproportional, und zieht es sich zur\u00fcck, fallen sie tiefer als Bitcoin. Diese Dynamik haben wir im Kontext der <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/bitcoin-aktien-entkopplung-regime-2026\/'>Entkopplung von Bitcoin und Aktien<\/a> beschrieben; f\u00fcr einen Micro-Cap wie BEAM gilt sie in versch\u00e4rfter Form. Der Kurs ist damit nur zu einem kleinen Teil ein Urteil \u00fcber Forgotten Playland und zu einem gro\u00dfen Teil ein Spiegel des Marktumfelds.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Sphere, NFTs und die Gl\u00fccksspiel-Frage<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Marktplatz Sphere ist Beams Antwort auf die Frage, wo Spielgegenst\u00e4nde gehandelt werden. Er ist der native NFT-Marktplatz des Netzwerks, \u00fcber den Kosmetik, Sammelst\u00fccke und andere In-Game-Assets den Besitzer wechseln. In der Epic-Fassung von Forgotten Playland sind es vor allem kosmetische Items und Event-Zug\u00e4nge, die dort landen. Sphere ist damit das Bindeglied zwischen Spielspa\u00df und der Eigentumslogik, die Beam verkauft.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird die \u00f6sterreichische Perspektive konkret. Handelbare Zufalls-Items mit echtem Geldwert sind der Punkt, an dem Gaming und Gl\u00fccksspielrecht sich ber\u00fchren. Der Oberste Gerichtshof hat in den vergangenen Jahren mehrfach zu Lootbox-artigen Mechaniken judiziert, und die Grenze zwischen erlaubter Kosmetik und unerlaubtem Gl\u00fccksspiel verl\u00e4uft entlang der Frage, ob ein zuf\u00e4lliger Gewinn direkt in Geld umgewandelt werden kann. Beam betont, dass seine Kosmetik keinen Spielvorteil bringt; der offene Handel \u00fcber Sphere macht die Wertfrage dennoch heikler als bei rein kontogebundenen Skins.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Spielerinnen und Spieler ist das mehr als eine juristische Fu\u00dfnote. Wer NFTs kauft, tr\u00e4gt Marktrisiko: Der Wert eines Items kann so schnell fallen wie der eines Tokens. Genau deshalb ist die entkoppelte Steam-Fassung auch aus Verbrauchersicht interessant. Sie verkauft ein fertiges Spiel zum Festpreis, ohne den K\u00e4ufer in eine schwankende Item-\u00d6konomie zu ziehen. Die Web3-Variante bietet mehr Freiheit und mehr Risiko zugleich; die Steam-Variante nimmt beides heraus.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das \u00d6kosystem: welche Spiele tats\u00e4chlich laufen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gaming-Netzwerk lebt von Spielen, die tats\u00e4chlich gespielt werden, nicht von Ank\u00fcndigungen. Bei Beam ist Forgotten Playland der klare Anker: ein fertiges, auf zwei gro\u00dfen Storefronts verf\u00fcgbares Spiel mit regelm\u00e4\u00dfigen Updates. Daneben steht mit Trial Xtreme Freedom von Gameplay Galaxy ein Motorrad-Trial-Titel, der aus einer bekannten Mobile-Reihe stammt und im Soft-Launch bereits ein beachtliches Publikum erreicht hat. Die urspr\u00fcnglich genannten Titel Walker World und Hash Rush z\u00e4hlen zu den fr\u00fcheren Beam-Projekten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ehrlich bleibt aber auch: Zwischen den 60 und mehr Partnerspielen, die Beam zum Start in Aussicht stellte, und der Zahl der Titel, die heute sp\u00fcrbar Transaktionen erzeugen, klafft eine L\u00fccke. Das ist kein Beam-spezifisches Problem, sondern der Normalzustand im Blockchain-Gaming, wo die meisten angek\u00fcndigten Projekte nie erscheinen oder rasch wieder verschwinden. Der Wert einer Gaming-Chain misst sich daher weniger an der L\u00e4nge ihrer Partnerliste als an der Frage, ob ein oder zwei Titel eine echte, wiederkehrende Spielerbasis halten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau darin liegt die strategische Bedeutung des Steam-Starts. Wenn Forgotten Playland auf Steam eine stabile Spielergemeinde aufbaut, entsteht ein Trichter: Ein Teil dieser Spieler wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter mit der Web3-Fassung, mit Sphere und mit dem $FP-Token in Ber\u00fchrung kommen. Der Umweg \u00fcber die krypto-freie Version ist also kein Verzicht auf die Blockchain, sondern der Versuch, sie \u00fcber echte Reichweite erst relevant zu machen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Avalanche als Gaming-Heimat: Beam im Wettbewerb<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beam ist nicht allein. Avalanche hat sich heuer zu einer der aktivsten Heimatbasen f\u00fcr Blockchain-Spiele entwickelt, und der Wettbewerb um Entwickler und Spieler ist hart. Laut einer Auswertung von <a href='https:\/\/egamers.io\/avalanche-gaming-slate-expands-as-top-titles-lift-2026-revenue-30\/'>EGamers.io<\/a> vom Juli 2026 legten die Gaming-Einnahmen im Avalanche-\u00d6kosystem im Jahresverlauf um rund 30 Prozent zu, getragen von Titeln wie DeFi Kingdoms, MapleStory Universe, Gladiator Mayhem, GhostM Global und Off The Grid.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders Off The Grid von Gunzilla Games zeigt, wie gro\u00df die Konkurrenz denken kann. Der Cyberpunk-Battle-Royale l\u00e4uft auf GUNZ, einer eigenen Avalanche-Layer-1, erhielt am 10. Juli 2026 einen umfangreichen Performance-Patch und steuert auf den vollen Launch im Oktober zu. John Nahas verwies im erw\u00e4hnten Interview darauf, dass Off The Grid Millionen Nutzer erreicht, von denen jeder im Hintergrund eine Web3-Wallet besitzt, ohne es merken zu m\u00fcssen. Das ist dieselbe &bdquo;unsichtbare&ldquo; Philosophie, die auch Beam mit seiner Steam-Fassung verfolgt, nur auf AAA-Ebene und mit deutlich gr\u00f6\u00dferem Budget.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vergleich mit anderen Gaming-\u00d6kosystemen sch\u00e4rft das Bild. Sky Mavis h\u00e4lt mit Axie Infinity und der Ronin-Chain eine eigene, historisch gewachsene Spielerbasis, w\u00e4hrend Immutable auf eine zkEVM-Infrastruktur und Handelswerkzeuge f\u00fcr viele Studios setzt. Beam liegt dazwischen: n\u00e4her am einzelnen Vorzeigespiel als Immutable, aber ohne den Ruf und die installierte Basis, die Axie trotz aller R\u00fcckschl\u00e4ge noch besitzt. Diese Mittelposition ist Chance und Risiko zugleich; sie zwingt Beam, sich \u00fcber die Qualit\u00e4t seiner Spiele zu definieren, nicht \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe eines bestehenden Netzwerks.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Beam bedeutet das zweierlei. Erstens profitiert das Projekt vom wachsenden Interesse an Avalanche-Gaming, das durch Programme wie den gemeinsamen Accelerator von Avalanche und Helika zus\u00e4tzlich befeuert wird. Zweitens muss Beam sich in einem Feld behaupten, in dem jedes gr\u00f6\u00dfere Studio inzwischen seine eigene Kette bekommen kann. Der Vorteil einer dedizierten Gaming-Chain ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern der neue Normalfall; Beams Trumpf muss ein fertiges, popul\u00e4res Spiel sein, nicht die Technik an sich.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>FMA, MiCA und was das f\u00fcr BEAM-Halter bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00f6sterreichische Anleger stellt sich die Frage, wie BEAM rechtlich einzuordnen ist. Als handelbarer Kryptowert f\u00e4llt der Token unter die europ\u00e4ische MiCA-Verordnung. Zust\u00e4ndige Aufsicht ist in \u00d6sterreich die Finanzmarktaufsicht (FMA), die nicht das Protokoll oder das Spiel reguliert, sondern die Dienstleister: Handelspl\u00e4tze, Verwahrer und Vermittler, die BEAM anbieten. Nach eigenen Angaben hat die <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/fma-uebernimmt-aufsicht-von-kryptowerte-dienstleistern-in-oesterreich\/'>FMA bis Ende 2025 neun Krypto-Dienstleister zugelassen<\/a>, von denen sieben den EU-Pass f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende T\u00e4tigkeit nutzen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer BEAM in \u00d6sterreich kauft, sollte auf die Zulassung des Anbieters achten. Die <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/querschnittsthemen\/markets-in-crypto-assets-regulation-micar\/'>FMA-Seite zu MiCAR<\/a> erl\u00e4utert die Anforderungen an einen Crypto-Asset-Service-Provider nach Artikel 62 der Verordnung. Die verk\u00fcrzte MiCA-\u00dcbergangsfrist, die \u00d6sterreich (gemeinsam mit Deutschland, Italien, Irland und Spanien) gew\u00e4hlt hat, endet am 1. Juli 2026; danach d\u00fcrfen nur noch voll zugelassene Anbieter \u00f6sterreichische Kundinnen und Kunden bedienen. Ab dem 28. Juli 2026 greifen zudem die ESMA-Leitlinien zum Marktmissbrauch unter MiCA-Titel VI, die Insiderhandel und Marktmanipulation auch f\u00fcr Kryptowerte klar fassen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Feinheit betrifft die Einordnung von Gaming- und Utility-Token. Die ESMA hat im M\u00e4rz 2025 klargestellt, wo die Grenze zwischen einem reinen Nutzungs-Token und einem Finanzinstrument verl\u00e4uft; landet ein Token auf der Seite der Finanzinstrumente, gilt statt MiCA die MiFID-II-Welt. BEAM ist bislang als Utility-Token im Krypto-Regime angesiedelt, doch Governance- und Sicherungsfunktionen k\u00f6nnen solche Grenzen mitunter verschieben. Steuerlich behandelt \u00d6sterreich Kursgewinne aus Kryptowerten seit der \u00f6kosozialen Steuerreform mit dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent (\u00a7 27a EStG); inl\u00e4ndische Plattformen wie der heimische Vorreiter Bitpanda ziehen die Kapitalertragsteuer seit dem 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ab. Krypto-Derivate auf BEAM wiederum w\u00e4ren keine MiCA-, sondern MiFID-II-Instrumente.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Chancen, Risiken und der Realit\u00e4tscheck f\u00fcr Anleger<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bleibt die Frage, was das alles f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung von Beam bedeutet. Auf der Habenseite steht ein Projekt mit einem echten, auf zwei gro\u00dfen Storefronts verf\u00fcgbaren Spiel, einer gef\u00fcllten Schatzkammer aus der Merit-Circle-Zeit, einem angebotssenkenden Buyback-Mechanismus und einer klaren technischen Roadmap in Richtung souver\u00e4ner Layer 1. Das unterscheidet Beam von den vielen Gaming-Token, die au\u00dfer einer Website und einem Whitepaper wenig vorzuweisen haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Sollseite steht ein d\u00fcnner Markt, eine Klumpenabh\u00e4ngigkeit von wenigen Titeln, ein Kurs rund 97 Prozent unter dem Hoch und ein Wettbewerbsumfeld, in dem selbst finanzstarke AAA-Studios eigene Ketten betreiben. Die folgende Tabelle fasst die Abw\u00e4gung zusammen; sie ist keine Anlageempfehlung, sondern eine Struktur f\u00fcr die eigene Recherche.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Chancen<\/th><th>Risiken<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Fertiges Vorzeigespiel auf Epic und Steam<\/td><td>Starke Abh\u00e4ngigkeit von einzelnen Titeln<\/td><\/tr><tr><td>Schatzkammer und Buyback-\/Burn-Mechanik<\/td><td>D\u00fcnnes Handelsvolumen, hohe Kursausschl\u00e4ge<\/td><\/tr><tr><td>Technische Roadmap zur souver\u00e4nen L1<\/td><td>Rund 97 Prozent unter dem Allzeithoch<\/td><\/tr><tr><td>Reichweite \u00fcber die krypto-freie Steam-Version<\/td><td>Wettbewerb durch eigene AAA-Chains auf Avalanche<\/td><\/tr><tr><td>Klare MiCA-Einordnung, regulierte Handelswege<\/td><td>Regulatorische Grauzone bei handelbaren Zufalls-Items<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Steam-Start \u00e4ndert an dieser Bilanz nichts \u00fcber Nacht, aber er verschiebt den entscheidenden Test. Nicht mehr &bdquo;Kann Beam Web3-Fans gewinnen?&ldquo; ist die Frage, sondern &bdquo;Kann ein gutes Spiel genug Spieler binden, damit die Blockchain dahinter \u00fcberhaupt gebraucht wird?&ldquo;. Wer BEAM beobachtet, sollte in den kommenden Monaten weniger auf den Kurs und mehr auf die Spielerzahlen von Forgotten Playland schauen. Sie sind der ehrlichere Indikator.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Ist der Beam-Token (BEAM) dasselbe wie die gleichnamige Privacy-Coin?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Es gibt zwei v\u00f6llig unterschiedliche Projekte mit dem Namen Beam. Dieser Beitrag behandelt das Gaming-Netzwerk aus dem Umfeld der fr\u00fcheren Merit Circle DAO (Ticker BEAM, auf Avalanche, Website onbeam.com). Davon zu unterscheiden ist eine \u00e4ltere Privacy-Coin, die auf dem Mimblewimble-Protokoll basiert. Wer BEAM handelt, sollte sicherstellen, dass es sich um das richtige Projekt handelt, weil Kursdaten und Nachrichten der beiden h\u00e4ufig vermischt werden.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum steht Forgotten Playland auf Steam ohne Blockchain?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Weil Valve, der Betreiber von Steam, seit 2023 Spiele mit Blockchain-, Krypto- oder NFT-Funktionen verbietet. Um trotzdem das riesige Steam-Publikum zu erreichen, ver\u00f6ffentlicht Duckland Games dort eine bereinigte, kostenpflichtige Fassung ohne Token und ohne handelbare NFTs. Die offene Web3-Version mit dem $FP-Token l\u00e4uft parallel gratis auf dem Epic Games Store.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wo kann ich BEAM in \u00d6sterreich kaufen und wie wird es besteuert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">BEAM ist \u00fcber zugelassene Krypto-Dienstleister handelbar; achten Sie darauf, dass der Anbieter eine FMA- oder EU-weite MiCA-Zulassung besitzt. Kursgewinne unterliegen in \u00d6sterreich dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent nach \u00a7 27a EStG, und inl\u00e4ndische Plattformen f\u00fchren die Kapitalertragsteuer seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ab. Dieser Text ist keine Steuer- oder Anlageberatung.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist das Horizon-Upgrade von Beam?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Horizon ist der Umbau, mit dem Beam von einem abh\u00e4ngigen Avalanche-Subnet zu einer eigenst\u00e4ndigen Layer-1-Blockchain mit eigenem Proof-of-Stake wird. Erm\u00f6glicht durch Avalanches Etna-Upgrade sichert der BEAM-Token danach das Netzwerk ab und wird zum Validieren und Vorschlagen von Bl\u00f6cken ben\u00f6tigt. Betreiber von Beam Nodes m\u00fcssen daf\u00fcr Node-Token und BEAM binden.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Ist BEAM 2026 eine gute Investition?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Das l\u00e4sst sich nicht seri\u00f6s pauschal beantworten, und dieser Beitrag gibt keine Anlageempfehlung. F\u00fcr Beam sprechen ein fertiges Vorzeigespiel, eine gef\u00fcllte Schatzkammer und eine klare Roadmap; dagegen sprechen ein d\u00fcnner Markt, ein Kurs rund 97 Prozent unter dem Hoch und starke Konkurrenz. Wer investiert, sollte vor allem auf die tats\u00e4chlichen Spielerzahlen der Beam-Titel achten, nicht nur auf den Chart.<\/p><script type='application\/ld+json'>{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Ist der Beam-Token (BEAM) dasselbe wie die gleichnamige Privacy-Coin?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Nein. Es gibt zwei unterschiedliche Projekte namens Beam. Dieser Beitrag behandelt das Gaming-Netzwerk aus dem Umfeld der Merit Circle DAO (Ticker BEAM, auf Avalanche). Davon zu unterscheiden ist eine \u00e4ltere Privacy-Coin auf Mimblewimble-Basis. 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