{"id":449,"date":"2026-09-18T04:48:32","date_gmt":"2026-09-18T04:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/at\/beam-2026-von-gaming-chain-zum-krypto-fonds\/"},"modified":"2026-09-18T04:48:32","modified_gmt":"2026-09-18T04:48:32","slug":"beam-2026-von-gaming-chain-zum-krypto-fonds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/at\/beam-2026-von-gaming-chain-zum-krypto-fonds\/","title":{"rendered":"Beam 2026: Wie die Gaming-Chain zum Krypto-Fonds wurde"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">&bdquo;Gaming-Chain&ldquo; steht auf dem Etikett, doch das am schnellsten wachsende Produkt von Beam war heuer kein Spiel. Es war eine Trading-App. Wer den BEAM-Token h\u00e4lt, besitzt formal die Kryptow\u00e4hrung eines Avalanche-basierten Spiele-Netzwerks, das aus der Merit-Circle-Gilde hervorging. Faktisch aber steht dahinter 2026 etwas anderes: eine Stiftung, die ein Beteiligungsverm\u00f6gen von rund 148 Millionen Dollar verwaltet, eine Handelssparte auf Hyperliquid betreibt und Wetten auf KI-Rechenzentren, Stablecoins und einen eigenen Venture-Fonds eingeht. Von diesem Verm\u00f6gen steckten laut dem <a href='https:\/\/onbeam.substack.com\/p\/61-treasury-report-q2-2026'>Quartalsbericht der Beam Foundation<\/a> Ende Juni 2026 nur knapp zw\u00f6lf Millionen Dollar im eigenen Token. Dieser Beitrag ordnet die stille Wandlung von Beam ein, pr\u00fcft die Zahlen und beantwortet die Frage, die f\u00fcr \u00f6sterreichische Anlegerinnen und Anleger z\u00e4hlt: Was bildet der BEAM-Token heute eigentlich noch ab?<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Von der Spielergilde zum Fonds: Was Beam 2026 wirklich ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beam tr\u00e4gt inzwischen drei Identit\u00e4ten \u00fcbereinander. Die erste ist die bekannte: eine gaming-fokussierte Blockchain im Avalanche-Umfeld, hervorgegangen aus der Merit Circle DAO. Die zweite ist die einer souver\u00e4nen Layer-1 mit eigenem Konsens, Nodes und einem SDK, mit dem Studios ihre \u00d6konomien on-chain bringen. Die dritte ist neu und die wichtigste f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von 2026: Beam ist zu einem Beteiligungshaus geworden, das seine Kasse aktiv \u00fcber die gesamte Krypto-Landschaft verteilt, von Trading-Frontends \u00fcber GPU-Netzwerke bis zu Stablecoins.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Schichtung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten Neuausrichtung. Die Organisation, die fr\u00fcher als Merit Circle firmierte, nennt sich heute Beam Foundation und beschreibt ihren Fonds Beam Ventures selbst nicht mehr als reines Gaming-Vehikel, sondern als &bdquo;Frontier-Technology-Fonds&ldquo; f\u00fcr Web3, KI, Gaming und Finanz. Das ist ein bemerkenswerter Sprung f\u00fcr ein Projekt, dessen Herkunft eine Play-to-Earn-Gilde war. Wer die Entwicklung von Web3-Gaming verfolgt, kennt das Muster: Auch <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/immutable-games-portfolio-gods-unchained-guardians-2026\/'>Immutable hat sich weg vom eigenen Spielestudio<\/a> und hin zu einer Plattform gewandelt, die dem gesamten Markt Werkzeuge verkauft. Beam geht noch einen Schritt weiter und wird zur Holding.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Punkt f\u00fcr die Bewertung: Wert und Token laufen dabei zunehmend auseinander. Die Beam Foundation kann eine hervorragende Kapitalallokation betreiben, in Aethir, in Sophon, in einen Hyperliquid-Aufsatz, und trotzdem kann der BEAM-Token schwach bleiben, weil dieser Wert nicht in BEAM denominiert ist. Genau diese L\u00fccke ist das Thema dieses Artikels.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Kurzer R\u00fcckblick: von der Axie-Gilde zur souver\u00e4nen L1<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte beginnt 2021. Marco van den Heuvel gr\u00fcndete Merit Circle aus dem Umfeld der Axie-Infinity-Stipendienprogramme, in denen Gilden Spielern NFTs liehen, damit diese im Play-to-Earn-Modell verdienen konnten. Merit Circle sammelte Ende 2021 mehr als 105 Millionen Dollar ein und baute eine DAO mit einer Schatzkammer im dreistelligen Millionenbereich auf. Als das Play-to-Earn-Modell kollabierte, vollzog das Team die erste Wende: weg vom Stipendiengesch\u00e4ft, hin zur Infrastruktur.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Im April 2023 k\u00fcndigte Merit Circle Beam als gaming-fokussierte Avalanche-Subnet an, mit Dutzenden Partnerspielen zum Start, wie <a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/226904\/beam-blockchain-gaming-avalanche'>The Block<\/a> damals berichtete. Es folgte die Token-Migration: Der alte MC-Token wurde im Verh\u00e4ltnis 1:100 in BEAM getauscht, ein Prozess, der \u00fcber die Governance-Vorschl\u00e4ge MIP-28 und MIP-29 lief und den Gro\u00dfteil des Umlaufs erfasste. Aus dem Subnet wurde sp\u00e4ter \u00fcber die Avalanche-Etna-Aufwertung und den Standard ACP-77 eine souver\u00e4ne Layer-1; das Horizon-Upgrade brachte einen permissionless Proof-of-Stake-Konsens, bei dem Node-Betreiber BEAM und Partner-Token verdienen. Parallel band Beam Ende 2023 <a href='https:\/\/www.immutable.com\/blog\/merit-circle-dao-chooses-immutable-to-unlock-beams-future-gaming-and-trading-experience'>Immutable als Handels- und Infrastrukturpartner<\/a> ein.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Selbstbeschreibung war dabei lange klar auf Spiele fokussiert. &bdquo;Wir wollen dort sein, wo die Gamer sind, wir wollen dort sein, wo die Spiele sind&ldquo;, sagte van den Heuvel in einem <a href='https:\/\/www.nftgators.com\/marco-van-den-heuvel-we-want-to-be-where-the-gamers-are-we-want-to-be-where-the-games-are\/'>Interview<\/a>. Gemessen an der Kapitalallokation von 2026 m\u00fcsste der Satz heute lauten: dort sein, wo die Trader und die Rechenzentren sind. Diese Diskrepanz zwischen Gr\u00fcndungsversprechen und aktueller Praxis ist der rote Faden.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die 148-Millionen-Frage: Beams Treasury als Beteiligungshaus<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Das aufschlussreichste Dokument \u00fcber den heutigen Zustand von Beam ist kein Whitepaper, sondern der Treasury-Report f\u00fcr das zweite Quartal 2026. Darin weist die Beam Foundation ein Portfolio aus, das zum 31. M\u00e4rz 2026 bei rund 158,3 Millionen Dollar lag und bis zum 30. Juni auf etwa 148,6 Millionen Dollar fiel, ein Minus von 6,14 Prozent. Im selben Zeitraum verlor Bitcoin laut dem Bericht 14,01 Prozent, Ethereum 25,31 Prozent und der breite Index CCI30 15,38 Prozent. Der R\u00fcckgang der Kasse sei &bdquo;materiell geringer&ldquo; ausgefallen und spiegle eine relative Outperformance gegen\u00fcber dem Gesamtmarkt, hei\u00dft es im <a href='https:\/\/onbeam.substack.com\/p\/61-treasury-report-q2-2026'>Report<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Kasse aufschl\u00fcsselt, sieht sofort, dass es sich nicht um die Bilanz einer Spielefirma handelt, sondern um ein diversifiziertes Krypto-Portfolio. Zu den gr\u00f6\u00dften offengelegten Positionen z\u00e4hlen laut einer <a href='https:\/\/www.panewslab.com\/en\/articles\/058ab809-7d5e-4efd-8ab9-9e7e0131e60c'>Aufstellung der Allokation<\/a> Beteiligungen an Sophon, an Aethir und dessen Node-Programm sowie an dem Racing-Studio Gameplay Galaxy. Der eigene BEAM-Token machte davon nur einen kleinen Teil aus: 8,4 Milliarden Token \u00fcber Ethereum, Beam Network, BNB Smart Chain und Avalanche im Gegenwert von rund 11,8 Millionen Dollar. Mit anderen Worten: Weniger als ein Zw\u00f6lftel der Kasse steckt im hauseigenen Asset.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Position<\/th><th>Kategorie<\/th><th>Offengelegter Wert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Sophon<\/td><td>Beteiligung (Chain\/Studio)<\/td><td>rund 22 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>Aethir Nodes<\/td><td>Compute\/KI<\/td><td>rund 18 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>Aethir (Token)<\/td><td>Compute\/KI<\/td><td>rund 17,9 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>Gameplay Galaxy (Trial Xtreme)<\/td><td>Gaming<\/td><td>rund 12 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>BEAM (eigener Token)<\/td><td>Gaming-L1<\/td><td>rund 11,8 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>Tactical Compute<\/td><td>Compute\/KI (Joint Venture)<\/td><td>rund 6,4 Mio. USD<\/td><\/tr><tr><td>Gesamt-Treasury (30. Juni 2026)<\/td><td>Portfolio<\/td><td>rund 148,6 Mio. USD<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Struktur erinnert weniger an ein Studio als an eine Krypto-Treasury-Firma, wie man sie inzwischen aus dem Bitcoin-Umfeld kennt. Der Unterschied zu den <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/europas-bitcoin-treasuries-fed-zinserhoehung-2026\/'>europ\u00e4ischen Bitcoin-Treasuries<\/a> ist, dass Beam nicht ein einziges Asset hortet, sondern aktiv in operative Krypto-Projekte investiert und teils selbst mitbaut. Das ist ambitionierter und riskanter zugleich. F\u00fcr den Token-Inhaber bleibt die unbequeme Wahrheit: Er partizipiert an diesem Portfolio nicht direkt, denn die Beam Foundation sch\u00fcttet keine Dividende aus und der Token ist kein Anteilsschein.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Dreamcash: wie aus der Gaming-Chain eine Trading-Marke wurde<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Das klarste Symbol der Wandlung hei\u00dft Dreamcash. Es ist eine Trading-App, die als hochglanzpolierte Benutzeroberfl\u00e4che direkt auf der B\u00f6rse Hyperliquid aufsetzt und Perpetual Futures, Spot-Token und sogar Aktien-M\u00e4rkte mit bis zu 40-fachem Hebel b\u00fcndelt, verf\u00fcgbar auf Mobil, Web und Desktop. Die Beam Foundation, also die ehemalige Merit Circle, hat Dreamcash von der Idee bis zum Launch inkubiert und beschreibt es in ihrem eigenen Blogbeitrag ausdr\u00fccklich als den Start einer <a href='https:\/\/medium.com\/@onbeam\/how-dreamcash-kickstarts-the-trading-division-for-beam-2fbab1a3f97e'>Handelssparte f\u00fcr Beam<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Start verlief f\u00fcr Web3-Verh\u00e4ltnisse rasant. Dreamcash ging im Herbst 2025 an den Markt und sammelte binnen Wochen mehr als 100.000 Wartelisten-Anmeldungen. Es gibt einen eigenen Punkte- und Airdrop-Mechanismus rund um ein Token-K\u00fcrzel CASH, der Nutzer zum Handeln anreizt, ein in der Branche \u00fcbliches Vorgehen, um Liquidit\u00e4t in ein neues Frontend zu ziehen. F\u00fcr eine Organisation, die als Spielergilde begann, ist der Schritt zur Retail-Trading-App bemerkenswert: Beam verdient hier nicht an Spielen, sondern an Handelsgeb\u00fchren, exakt das Gesch\u00e4ftsmodell, von dem auch die klassischen Krypto-B\u00f6rsen leben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Damit stellt sich eine strategische Frage, die Beam nie offen beantwortet hat: Ist die Gaming-Chain der Kern, an den ein Trading-Produkt angedockt wurde, oder ist die Trading-Sparte der neue Motor, an dem die Spiele-Vergangenheit noch h\u00e4ngt? Die Wachstumszahlen deuten in die zweite Richtung. Kein Beam-Spiel hat 2026 auch nur ann\u00e4hernd die Aufmerksamkeit erzeugt, die Dreamcash in wenigen Monaten auf sich zog.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wie echt ist das Volumen? Ein Blick hinter die Zahlen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Volumen ist im Krypto-Handel eine notorisch weiche Kennzahl, deshalb lohnt der Blick auf neutrale Datenquellen statt auf Marketing-Folien. Der Analysedienst <a href='https:\/\/defillama.com\/protocol\/dreamcash'>DefiLlama<\/a> weist f\u00fcr Dreamcash zuletzt ein 30-Tage-Perpetuals-Volumen von rund 2,2 Milliarden Dollar und kumulierte Geb\u00fchren von \u00fcber drei Millionen Dollar aus. Das sind f\u00fcr ein junges Frontend ernstzunehmende Zahlen, zumal Dreamcash das Volumen nicht selbst abwickelt, sondern an Hyperliquid weiterreicht und als Oberfl\u00e4che eine Geb\u00fchrenmarge abgreift.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Wo Punkte-Programme und Airdrop-Erwartungen Handel belohnen, entsteht ein Anreiz zu Wash-Trading und Volumen-Aufbl\u00e4hung, bei dem Nutzer sich gegen sich selbst handeln, um Belohnungen zu farmen. Wie schwer echtes von k\u00fcnstlichem Volumen zu trennen ist, hat HOGE Wire im Detail beim <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/phantomvolumen-wash-trading-proof-of-reserves-2026\/'>Phantomvolumen im Krypto-Handel<\/a> beschrieben. F\u00fcr Dreamcash hei\u00dft das: Die 2,2 Milliarden Dollar sind real gemessen, ihre Qualit\u00e4t aber schwer zu beurteilen, solange ein Airdrop-Anreiz im Spiel ist. Erst nach der Token-Aussch\u00fcttung, wenn der Farming-Druck nachl\u00e4sst, zeigt sich, wie viel organischer Handel \u00fcbrig bleibt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den BEAM-Token ist die entscheidende Beobachtung eine andere: Selbst wenn Dreamcash weiter w\u00e4chst, flie\u00dfen die Geb\u00fchren an die Beam Foundation, nicht automatisch in einen BEAM-R\u00fcckkauf. Ohne einen expliziten, verifizierbaren Mechanismus, der Handelserl\u00f6se in Token-Nachfrage \u00fcbersetzt, bleibt der Zusammenhang zwischen dem Erfolg der Trading-Sparte und dem Kurs des Gaming-Tokens d\u00fcnn.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Aethir, Tactical Compute und die Wette auf KI-Rechenleistung<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite gro\u00dfe Block im Portfolio ist die Wette auf KI-Rechenleistung. Beam ist an Aethir beteiligt, einem dezentralen GPU-Cloud-Netzwerk, das laut Beams eigener <a href='https:\/\/onbeam.com\/ecosystem'>\u00d6kosystem-Seite<\/a> mehr als 435.000 Container in \u00fcber 90 L\u00e4ndern koordiniert. Aethir hat sich 2026 von einem reinen Infrastruktur-Anbieter zu einem Anwendungsdienst weiterentwickelt: Mit Aethir Claw lassen sich KI-Agenten direkt auf der Compute-Schicht ausrollen, wie der Beam-Treasury-Report vermerkt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Noch deutlicher wird die Ausrichtung an Tactical Compute, einem Joint Venture im Volumen von rund 40 Millionen Dollar, das Beam gemeinsam mit Aethir und dem Anbieter USDai betreibt und das gezielt Engagement am Schnittpunkt von Krypto und KI-Hardware b\u00fcndelt. Zusammengenommen sind die Compute-Positionen ein erheblicher Teil der Kasse und stehen sinnbildlich f\u00fcr die neue These der Beam Foundation, die sie im Quartalsbericht so formuliert: Man allokiere &bdquo;in Richtung aufstrebender Technologien, in denen langfristiger Wert entsteht&ldquo;, mit wachsendem Fokus auf KI, Compute und Dateninfrastruktur.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist strategisch nachvollziehbar, denn GPU-Kapazit\u00e4t ist 2026 ein knappes, gefragtes Gut. Es entfernt Beam aber weiter vom Kern der Marke. Ein Anleger, der BEAM kauft, weil er an Web3-Gaming glaubt, finanziert indirekt eine Organisation, deren Kapital mehr in Rechenzentren als in Spielen arbeitet. Diese Divergenz sollte man bewusst eingehen, nicht versehentlich.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Sophon, Noon und Openfort: der Rest des Portfolios<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die kleineren Positionen erz\u00e4hlen die gleiche Geschichte der Verbreiterung. Sophon, eine von Beam mit-inkubierte ZK-Stack-Chain f\u00fcr Consumer-Anwendungen, vollzog 2026 selbst eine radikale Wende: Laut Treasury-Report legt Sophon die eigene Chain still und positioniert sich als Consumer-Produktstudio unter dem Namen Soph(+), das k\u00fcnftig auf Base baut. Dass eine Portfolio-Beteiligung ihre eigene Blockchain aufgibt, ist ein aufschlussreiches Signal \u00fcber den Zustand des Marktes f\u00fcr gaming- und consumer-orientierte L1s.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant f\u00fcr den Finanz-Fokus ist Noon, ein Partnerprojekt, das mit USN einen renditetragenden Stablecoin auf Basis einer Delta-neutralen Strategie baut. Das Modell ist verwandt mit dem synthetischen Dollar, den auch <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/ethena-usde-funding-synthetischer-dollar-stresstest-2026\/'>Ethenas USDe \u00fcber Funding-Ertr\u00e4ge<\/a> erzeugt, und es reiht sich nahtlos in Beams neue Finanz-Ambitionen ein. Erg\u00e4nzt wird das Bild von Openfort, einer Wallet- und Account-Abstraction-Infrastruktur, auf der laut Report mehr als 50 Projekte aufbauen, sowie von einer ausgeweiteten Kreditvergabe \u00fcber SUI Group Holdings, die im Quartal auf sechs Millionen SUI erh\u00f6ht wurde und die eine Mitfinanzierung eines KI-Labors einschloss.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Liste liest, erkennt kein Spieleportfolio mehr, sondern einen kleinen Krypto-Konglomerat-Baukasten: eine Handelssparte, eine Compute-Sparte, eine Stablecoin-Wette, eine Wallet-Infrastruktur und ein Kreditgesch\u00e4ft. Die Spiele sind eine Sparte unter vielen geworden.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Beam Ventures: 150 Millionen Dollar und der Umweg \u00fcber Abu Dhabi<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die institutionelle Klammer \u00fcber all dem ist Beam Ventures. Im Dezember 2024 k\u00fcndigte das Team, personell aus Merit Circle stammend, im Abu Dhabi Global Market (ADGM) einen gaming-fokussierten Wagniskapitalfonds samt Accelerator an, ausgestattet mit 150 Millionen Dollar. <a href='https:\/\/cointelegraph.com\/news\/beam-foundation-debut-150-million-gaming-fund-abu-dhabi'>Cointelegraph<\/a> und andere Fachmedien best\u00e4tigten die Summe; Ziel sei es, Abu Dhabi als globalen Gaming-Standort zu etablieren.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Mark Borsten von Beam Ventures brachte den Ansatz in der offiziellen <a href='https:\/\/www.globenewswire.com\/news-release\/2024\/12\/11\/2995286\/0\/en\/Beam-Ventures-announces-plans-to-launch-the-first-gaming-focused-venture-fund-and-accelerator-in-Abu-Dhabi.html'>Ank\u00fcndigung<\/a> auf den Punkt: &bdquo;Bei Beam Ventures treibt uns vor allem eines an: Innovation.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Wir sind \u00fcberzeugt, dass Abu Dhabi \u00fcber Jahre und Jahrzehnte das Epizentrum der aufregendsten, wegweisenden Technologie- und Gaming-Innovation sein wird.&ldquo; Bemerkenswert ist, dass Beam den Fonds inzwischen breiter fasst: Auf der eigenen \u00d6kosystem-Seite firmiert Beam Ventures als Fonds f\u00fcr Web3, KI, Gaming und Finanz, nicht mehr als reines Spiele-Vehikel.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u00d6sterreicher lohnt eine Einordnung: Ein VC-Fonds in einer Freihandelszone am Golf ist regulatorisch weit weg von der heimischen Aufsicht. Er verschafft Beam Kapital und Standing, \u00e4ndert aber nichts daran, dass BEAM als handelbarer Token weiterhin unter dem EU-Rahmen MiCA und der Aufsicht der FMA zu betrachten ist, sobald er in \u00d6sterreich gehandelt oder verwahrt wird. Der Fonds finanziert Spiele; er macht den Token nicht zum Anteil am Fonds.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Und die Spiele? Forgotten Playland, Trial Xtreme und der lange Schwanz<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bei all der Finanzaktivit\u00e4t ist die Frage berechtigt: Was kann man auf Beam eigentlich spielen? Das Aush\u00e4ngeschild bleibt Forgotten Playland, ein chaotisches Partyspiel von Duckland Games mit \u00fcber 20 Minispielen und Lobbys f\u00fcr bis zu 32 Personen. Es startete im M\u00e4rz 2025 als kostenlose Web3-Version im Epic Games Store, mit dem Spiel-Token FP und kosmetischen NFTs. Ende Juli 2026 folgte eine kostenpflichtige <a href='https:\/\/store.steampowered.com\/app\/3840260\/Forgotten_Playland_Party_Edition\/'>Party Edition auf Steam<\/a> f\u00fcr rund zehn Euro, deren Store-Seite auff\u00e4llig jede Erw\u00e4hnung von Blockchain oder Token vermeidet, ein bewusster Umweg um Valves Blockchain-Verbot. Die Bewertungen dort sind bei erst rund zwei Dutzend Rezensionen gemischt bis leicht positiv, also weit entfernt von einem Massenhit.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rest des Katalogs ist ein langer Schwanz aus Titeln in unterschiedlichen Reifegraden. Das mobile Racing-Spiel Trial Xtreme Freedom von Gameplay Galaxy bringt die Zugkraft einer Marke mit, deren Serie laut Beam \u00fcber 250 Millionen Downloads erreicht hat; die Web3-Variante z\u00e4hlt nach <a href='https:\/\/onbeam.com\/'>eigenen Angaben<\/a> \u00fcber zwei Millionen Downloads und 40 Millionen absolvierte Rennen im Soft Launch, wartet aber weiter auf den globalen Vollstart. Daneben stehen Walker World, eine ambitionierte offene Welt auf Basis der Unreal Engine 5, und das Blockchain-MMORPG Domi Online, beide seit L\u00e4ngerem in Entwicklung beziehungsweise im fr\u00fchen Zugang.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Titel<\/th><th>Studio<\/th><th>Status 2026<\/th><th>Plattform<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Forgotten Playland<\/td><td>Duckland Games<\/td><td>Live (Epic F2P; Steam kostenpflichtig)<\/td><td>Epic, Steam<\/td><\/tr><tr><td>Trial Xtreme Freedom<\/td><td>Gameplay Galaxy<\/td><td>Soft Launch, globaler Web3-Start angek\u00fcndigt<\/td><td>Mobile<\/td><\/tr><tr><td>Walker World<\/td><td>Walker Labs<\/td><td>In Entwicklung (Unreal Engine 5)<\/td><td>PC<\/td><\/tr><tr><td>Domi Online<\/td><td>unabh\u00e4ngiges Studio<\/td><td>Early-Access-MMORPG<\/td><td>PC<\/td><\/tr><tr><td>Sphere<\/td><td>Beam Foundation<\/td><td>Live (NFT-Marktplatz, BeamSDK)<\/td><td>Web<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Muster \u00e4hnelt anderen Gaming-Chains: viele angek\u00fcndigte Titel, wenige mit echter Zugkraft, ein Flaggschiff, das solide ist, aber keinen Durchbruch erzielt. Zum Vergleich lohnt der Blick auf <a href='https:\/\/hoge.gg\/at\/ronin-defi-katana-staking-tvl-2026\/'>Ronins Weg, viele Spieler mit wenig Kapital<\/a> zu monetarisieren; auch dort tr\u00e4gt am Ende eher die Infrastruktur als ein einzelner Hit. Einen Hit auf Bestellung hat bislang keine dieser Ketten hervorgebracht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Sphere und das Beam-SDK: die Infrastruktur, die bleibt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Was Beam trotz aller Diversifikation als Gaming-Netzwerk zusammenh\u00e4lt, ist die Infrastruktur-Schicht. Der native Marktplatz Sphere ist das R\u00fcckgrat des Beam-SDK und erlaubt Spielen, eigene In-Game-Marktpl\u00e4tze zu betreiben, auf denen Skins, Items und andere NFTs gehandelt werden. F\u00fcr Studios ist das der eigentliche Verkaufsargument von Beam: eine fertige \u00d6konomie-Schicht mit Wallet-Onboarding \u00fcber Partner wie Openfort, Gas-Abstraktion und einem Marktplatz, statt alles selbst zu bauen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier liegt auch die belastbarste Wertquelle f\u00fcr den Token: Wenn viele Spiele \u00fcber Sphere handeln und Transaktionen \u00fcber die Beam-Chain laufen, entsteht Nachfrage nach BEAM als Gas und Geb\u00fchren-Asset, und die Fee-Burns reduzieren das Angebot. Ava Labs, das Unternehmen hinter Avalanche, argumentiert seit Jahren, dass Blockchain im Gaming vor allem als unsichtbare Backend-Schicht funktionieren solle. Chief Business Officer John Nahas fasste es gegen\u00fcber <a href='https:\/\/www.thestreet.com\/crypto\/innovation\/avalanches-john-nahas-on-web3-gaming-blockchain-on-the-backend'>TheStreet<\/a> als &bdquo;Blockchain im Backend&ldquo; zusammen: Der Spieler solle den Token idealerweise gar nicht bemerken.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau das ist aber ein zweischneidiges Schwert f\u00fcr den Anleger. Je unsichtbarer der Token im Spielerlebnis, desto abstrakter seine Nachfrage. Ein Gas-Token, dessen Netzwerk g\u00fcnstig und effizient ist, generiert pro Transaktion nur winzige Betr\u00e4ge; damit daraus eine sp\u00fcrbare Wertsch\u00f6pfung wird, braucht es Millionen aktiver Nutzer. Diese Reichweite hat Beam bislang nicht nachgewiesen, auch wenn die eigene \u00d6kosystem-Seite von mehr als 1,5 Millionen Nutzern \u00fcber alle Kooperationen hinweg spricht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was den BEAM-Token 2026 antreibt (und was nicht)<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Kommen wir zur Kernfrage f\u00fcr Anleger. BEAM ist ein Gas- und Utility-Token der Beam-L1, mit Fee-Burns und Node-Staking als angebotsseitigen Mechanismen. Nachfrageseitig h\u00e4ngt er an der Aktivit\u00e4t auf der Chain, also an Spielen und Sphere-Transaktionen. Was ihn ausdr\u00fccklich nicht antreibt, ist der Erfolg der neuen Sparten: weder Dreamcashs Handelsgeb\u00fchren noch Aethirs Compute-Erl\u00f6se noch der Wertzuwachs des Beteiligungsportfolios flie\u00dfen mechanisch in den Token.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Markt bepreist diese L\u00fccke entsprechend n\u00fcchtern. BEAM notierte am 18. September 2026 laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/beam-2'>CoinGecko<\/a> bei rund 0,00148 Euro, mit einer Marktkapitalisierung von etwa 76 Millionen Euro und einem 24-Stunden-Volumen im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Das sind rund 96 Prozent unter dem Allzeithoch von etwa 0,04 Euro aus dem M\u00e4rz 2024. Auff\u00e4llig ist die Relation: Die Marktkapitalisierung des Tokens liegt in der gleichen Gr\u00f6\u00dfenordnung wie das Beteiligungsverm\u00f6gen der Stiftung, obwohl der Token an diesem Verm\u00f6gen keinen direkten Anspruch verbrieft.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl (18. September 2026)<\/th><th>Wert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>rund 0,00148 EUR (0,00161 USD)<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>rund 76,1 Mio. EUR<\/td><\/tr><tr><td>Vollst\u00e4ndig verw\u00e4ssert (FDV)<\/td><td>rund 86,7 Mio. EUR<\/td><\/tr><tr><td>24-Stunden-Volumen<\/td><td>rund 4,2 Mio. EUR<\/td><\/tr><tr><td>Umlaufmenge<\/td><td>51,3 Mrd. BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Maximalmenge<\/td><td>58,47 Mrd. BEAM<\/td><\/tr><tr><td>Allzeithoch<\/td><td>rund 0,04 EUR (10. M\u00e4rz 2024), etwa 96% darunter<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Bewertung hei\u00dft das: BEAM ist kein Proxy auf das clevere Treasury-Management der Beam Foundation, sondern eine reine Wette auf die On-Chain-Aktivit\u00e4t der Spiele. Solange kein transparenter, dauerhafter Mechanismus die Erl\u00f6se der neuen Sparten in BEAM-Nachfrage \u00fcbersetzt, etwa \u00fcber regelm\u00e4\u00dfige, verifizierbare R\u00fcckk\u00e4ufe, bleibt diese Trennung bestehen. Wer auf Beams Gesamtstrategie setzen will, findet im Token nur einen schwachen Hebel darauf.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>BEAM oder BEAMX: die teure Namensverwechslung<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein praktischer Warnhinweis, der schon Geld gekostet hat: Es gibt zwei v\u00f6llig unabh\u00e4ngige Krypto-Projekte namens Beam. Das eine ist das hier beschriebene Gaming-Netzwerk (onbeam.com, aus Merit Circle). Das andere ist ein \u00e4lterer Privacy-Coin auf Mimblewimble-Basis, der ebenfalls unter dem Namen Beam firmiert. Beide sind wirtschaftlich nichts miteinander zu tun, werden von Aggregatoren und KI-Zusammenfassungen aber regelm\u00e4\u00dfig vermischt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Verwechslung zu entsch\u00e4rfen, listen mehrere B\u00f6rsen den Gaming-Token als BEAMX statt BEAM. Wer kauft, sollte deshalb immer die Vertragsadresse und das Netzwerk pr\u00fcfen, nicht nur das Tickersymbol. Die Konfusion reicht bis in scheinbar seri\u00f6se Datenquellen: Selbst rund um Beams eigene neue Produkte, etwa die Trading-App Dreamcash, kursierten zwischenzeitlich falsche Zuordnungen. Die belastbare Referenz sind die offiziellen Kan\u00e4le der Beam Foundation und neutrale Analysedienste wie <a href='https:\/\/messari.io\/project\/beam-merit-circle'>Messari<\/a>, nicht automatisch generierte Kurzzusammenfassungen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>FMA, MiCA und die Steuer: der \u00f6sterreichische Blick<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr heimische Anleger gelten mehrere Ebenen. Erstens die aufsichtsrechtliche: Seit dem Ende der verk\u00fcrzten \u00f6sterreichischen MiCA-\u00dcbergangsfrist am 1. Juli 2026 brauchen Krypto-Dienstleister eine volle MiCA-Zulassung, um \u00d6sterreicher zu bedienen; die FMA ist die zust\u00e4ndige nationale Beh\u00f6rde, Bitpanda das prominenteste heimische Beispiel f\u00fcr eine solche Lizenz. MiCA reguliert die Dienstleister und die Emission von Krypto-Assets, nicht das Protokoll selbst. F\u00fcr die Einstufung des BEAM-Tokens ist die Frage entscheidend, ob es sich um einen reinen Utility-Token handelt oder ob Merkmale eines Finanzinstruments vorliegen; die <a href='https:\/\/www.fma.gv.at\/geldanlage\/welche-krypto-assets-sind-reguliert-und-welche-nicht\/'>FMA<\/a> orientiert sich hier an den Leitlinien der ESMA, die inhaltlich (Substance over Form) pr\u00fcfen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens die produktbezogene Ebene, die bei Beam 2026 neu ist: Eine Trading-App wie Dreamcash, die Perpetuals und Hebelprodukte anbietet, ber\u00fchrt nicht MiCA, sondern die Regeln f\u00fcr Finanzinstrumente unter MiFID II. Krypto-Derivate fallen ausdr\u00fccklich nicht unter MiCA, sondern unter die Marktaufsicht. Das ist ein qualitativer Sprung gegen\u00fcber einem reinen Spiele-NFT und ein Grund mehr, warum die Diversifikation der Beam Foundation regulatorisch anspruchsvoller wird, je weiter sie sich vom Spiel entfernt. Wie unterschiedlich Aufseher in der EU und den USA solche Grenzen ziehen, bleibt dabei ein Dauerthema der Regulierung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Drittens die steuerliche Ebene. Gewinne aus dem Verkauf von Krypto-Assets wie BEAM unterliegen in \u00d6sterreich dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent nach Paragraf 27a EStG; inl\u00e4ndische Plattformen behalten die Kapitalertragsteuer seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ein. Bei laufenden Ertr\u00e4gen, etwa aus Node-Rewards oder Airdrops wie den CASH-Punkten von Dreamcash, ist die Einstufung komplexer und kann von der Behandlung eines reinen Kursgewinns abweichen; hier ist steuerliche Beratung ratsam.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Fazit: eine Gaming-Chain, die kaum noch von Spielen lebt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beam ist 2026 ein faszinierender Fall von Formwandel. Aus einer Play-to-Earn-Gilde wurde eine Gaming-Chain, aus der Gaming-Chain ein diversifiziertes Krypto-Beteiligungshaus mit Handelssparte, Compute-Wetten, einem Stablecoin-Partner und einem Fonds am Golf. Die Kapitalallokation der Beam Foundation wirkt dabei durchdacht und hat den Marktabschwung im zweiten Quartal besser \u00fcberstanden als Bitcoin oder Ethereum. Als Unternehmen ist Beam heute wohl solider aufgestellt denn je.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem ist die Kluft zwischen dieser St\u00e4rke und dem Token, der ihren Namen tr\u00e4gt. BEAM bleibt ein gaming-getriebener Gas-Token, w\u00e4hrend die wirtschaftliche Energie des Hauses in Bereiche wandert, die den Token nicht speisen. F\u00fcr \u00f6sterreichische Anleger ist die Konsequenz n\u00fcchtern: Wer an Beams Strategie glaubt, kauft mit BEAM nicht die Strategie, sondern eine schwach korrelierte Wette auf die On-Chain-Aktivit\u00e4t einiger Spiele, deren gr\u00f6\u00dftes bislang ein solides Partyspiel ist. Die spannendere Frage als der n\u00e4chste Kursimpuls lautet deshalb: Findet Beam einen Weg, den Erfolg seiner neuen Sparten glaubw\u00fcrdig mit dem Token zu verbinden, oder bleibt der BEAM-Token das Andenken an eine Identit\u00e4t, die das Haus l\u00e4ngst hinter sich gelassen hat?<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Ist Beam noch eine Gaming-Chain?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, die Beam-L1 auf Avalanche l\u00e4uft weiter, mit Spielen wie Forgotten Playland und Trial Xtreme Freedom sowie dem Marktplatz Sphere. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Beam Foundation (fr\u00fcher Merit Circle) hat sich 2026 aber stark verschoben: Der gr\u00f6\u00dfte Wachstumstreiber ist die Trading-App Dreamcash auf Hyperliquid, und das offengelegte Treasury von rund 148 Millionen Dollar steckt \u00fcberwiegend in KI-, Compute- und Finanzbeteiligungen, nicht in Spielen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist Dreamcash und geh\u00f6rt es zu Beam?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Dreamcash ist eine Trading-App, die auf der Hyperliquid-B\u00f6rse aufsetzt und Perpetuals, Spot und Aktien-M\u00e4rkte mit bis zu 40-fachem Hebel anbietet. Sie wurde von der Beam Foundation (ehemals Merit Circle) inkubiert und bildet nach deren eigener Darstellung die neue Handelssparte von Beam. Der BEAM-Token ist dabei nicht das Handelsmedium der App.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum ist BEAM so weit vom Allzeithoch entfernt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">BEAM notiert rund 96 Prozent unter dem Allzeithoch von etwa 0,04 Euro aus dem M\u00e4rz 2024. Gr\u00fcnde sind der allgemeine Einbruch der Web3-Gaming-Token, d\u00fcnne Handelsliquidit\u00e4t und die Tatsache, dass der Wert aus Treasury und Trading-Gesch\u00e4ft nicht in BEAM denominiert ist, sondern in anderen Assets steckt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist der Unterschied zwischen BEAM und BEAMX?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich um denselben Gaming-Token. An mehreren B\u00f6rsen wird er als BEAMX gelistet, um ihn vom gleichnamigen Privacy-Coin BEAM (Mimblewimble) zu unterscheiden. Wer investiert, sollte die Vertragsadresse pr\u00fcfen, weil Aggregatoren und KI-Zusammenfassungen die beiden Projekte regelm\u00e4\u00dfig vermischen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie werden Gewinne mit BEAM in \u00d6sterreich besteuert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Gewinne aus dem Verkauf von Krypto-Assets wie BEAM fallen in \u00d6sterreich unter den Sondersteuersatz von 27,5 Prozent (Paragraf 27a EStG). Inl\u00e4ndische Plattformen behalten die KESt seit 1. J\u00e4nner 2024 automatisch ein. 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