{"id":122,"date":"2026-06-28T22:18:03","date_gmt":"2026-06-28T22:18:03","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/ethereum-solo-staking-2026-anleitung\/"},"modified":"2026-06-28T22:18:03","modified_gmt":"2026-06-28T22:18:03","slug":"ethereum-solo-staking-2026-anleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/ethereum-solo-staking-2026-anleitung\/","title":{"rendered":"Ethereum Solo Staking 2026: Anleitung, Rendite und Steuern"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Ethereum nicht nur halten, sondern aktiv zur Sicherheit des Netzwerks beitragen will, landet fr\u00fcher oder sp\u00e4ter beim Solo Staking. Es ist die urspr\u00fcnglichste und zugleich anspruchsvollste Art, ETH arbeiten zu lassen: ein eigener Validator, eigene Schl\u00fcssel, volle Kontrolle. Dieser Leitfaden zeigt, was 2026 dazugeh\u00f6rt, welche Rendite realistisch ist und worauf deutsche Anleger steuerlich achten m\u00fcssen.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Was Solo Staking bedeutet (und was nicht)<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Solo Staking betreibt man einen eigenen Ethereum-Validator auf eigener Hardware und hinterlegt daf\u00fcr 32 ETH. Anders als beim Pooled Staking, beim Liquid Staking (etwa \u00fcber Lido oder Rocket Pool) oder beim Staking \u00fcber eine B\u00f6rse bleibt die volle Kontrolle \u00fcber Coins und Validator-Schl\u00fcssel beim Nutzer. Niemand sonst hat Zugriff. Genau das ist der Kern: Solo Staking ist non-custodial.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Validator ist im Grunde Software, die zusammen mit einem g\u00fcltigen Schl\u00fcsselsatz Transaktionen und Bl\u00f6cke pr\u00fcft, f\u00fcr den korrekten Kettenkopf stimmt (attestiert) und gelegentlich selbst Bl\u00f6cke vorschl\u00e4gt. Daf\u00fcr gibt es Belohnungen. Laut der Dokumentation von <a href=\"https:\/\/ethereum.org\/staking\/\">ethereum.org<\/a> ist Home Staking die direkteste Form, am Konsens teilzunehmen, ohne einem Dritten vertrauen zu m\u00fcssen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abgrenzung ist wichtig: Wer ETH bei einem Anbieter hinterlegt, der das Staking \u00fcbernimmt, gibt entweder die Verwahrung oder zumindest die Schl\u00fcsselhoheit ab. Beim Solo Staking nicht. Dieser Unterschied ist nicht blo\u00df philosophisch; er hat handfeste Folgen f\u00fcr Sicherheit, Rendite sowie, wie weiter unten gezeigt, f\u00fcr die steuerliche und regulatorische Einordnung.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Wer sich f\u00fcr Solo Staking eignet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Solo Staking ist nicht f\u00fcr jeden gedacht. Es braucht drei Dinge: Kapital, technisches Verst\u00e4ndnis und Zuverl\u00e4ssigkeit. 32 ETH sind die Eintrittskarte, und der Validator sollte rund um die Uhr online sein. Wer regelm\u00e4\u00dfig den Stecker zieht, verschenkt Rewards.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorteile:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li>Volle Kontrolle \u00fcber Schl\u00fcssel und Coins (non-custodial)<\/li><li>Keine Geb\u00fchren an Pools, B\u00f6rsen oder Liquid-Staking-Protokolle<\/li><li>Maximaler Beitrag zur Dezentralisierung des Netzwerks<\/li><li>Anspruch auf die kompletten Belohnungen inklusive Priority Fees und MEV<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachteile:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li>Hohe Einstiegsh\u00fcrde von 32 ETH<\/li><li>Technische Verantwortung f\u00fcr Betrieb, Updates und Backups<\/li><li>Risiko von Penalties bei Ausfall und von Slashing bei Fehlverhalten<\/li><li>Kapital ist bis zum Exit gebunden, und die Austrittswarteschlange kann sich ziehen<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anleger mit kleineren Betr\u00e4gen oder ohne Lust auf Serverbetrieb sind Pooled- oder Liquid-Staking-L\u00f6sungen die pragmatischere Wahl. Wer aber Wert auf Souver\u00e4nit\u00e4t legt, kommt an Solo Staking nicht vorbei.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kosten: 32 ETH plus Hardware<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der gr\u00f6\u00dfte Posten ist das Kapital. 32 ETH entsprechen bei einem Kurs von rund 1.397 EUR je ETH (Stand 28. Juni 2026, laut <a href=\"https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/ethereum\/eur\">CoinGecko<\/a>) etwa 44.700 EUR. Dieser Betrag schwankt mit dem Kurs; Anfang Juni 2026 notierte ETH noch n\u00e4her an der Marke von 1.700 US-Dollar.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt die Hardware. Ein Validator-Node l\u00e4uft auf bezahlbarer Consumer-Hardware, muss aber dauerhaft und stabil arbeiten. Eine realistische Aufstellung:<\/p><figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Position<\/th><th>Empfehlung<\/th><th>Richtwert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Komplettsystem (Mini-PC oder Eigenbau)<\/td><td>4 Kerne, 32 GB RAM<\/td><td>700 bis 1.200 EUR einmalig<\/td><\/tr><tr><td>Speicher<\/td><td>2 TB NVMe-SSD oder mehr<\/td><td>im System enthalten oder 150 bis 250 EUR<\/td><\/tr><tr><td>USV (Notstromversorgung)<\/td><td>f\u00fcr sauberes Herunterfahren<\/td><td>80 bis 200 EUR einmalig<\/td><\/tr><tr><td>Internet<\/td><td>stabil, niedrige Latenz, Glasfaser bevorzugt<\/td><td>vorhandener Anschluss<\/td><\/tr><tr><td>Strom<\/td><td>Dauerbetrieb rund um die Uhr<\/td><td>rund 5 bis 15 EUR pro Monat<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Unterm Strich sind die Hardware-Kosten gegen\u00fcber dem Kapitaleinsatz fast vernachl\u00e4ssigbar. Der eigentliche Aufwand steckt im laufenden Betrieb.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Hardware und Clients: So ist der Node aufgebaut<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Ethereum-Node besteht aus mehreren Software-Komponenten, die zusammenspielen:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Execution Client (EL):<\/strong> verarbeitet Transaktionen und f\u00fchrt Smart Contracts aus. Optionen sind unter anderem Geth, Nethermind, Besu, Erigon und Reth.<\/li><li><strong>Consensus Client (CL):<\/strong> k\u00fcmmert sich um den Proof-of-Stake-Konsens. Zur Auswahl stehen Prysm, Lighthouse, Teku, Nimbus und Lodestar.<\/li><li><strong>Validator Client:<\/strong> verwaltet die Schl\u00fcssel und signiert Attestierungen und Blockvorschl\u00e4ge. Er geh\u00f6rt in der Regel zum Consensus Client.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft untersch\u00e4tzter Punkt ist die Client-Diversit\u00e4t. Nutzen zu viele Validatoren denselben Client und steckt darin ein Bug, drohen netzweite Probleme und korrelierte Strafen. Solo Staker sollten deshalb bewusst zu Minderheits-Clients greifen. Die <a href=\"https:\/\/ethereum.org\/staking\/solo\/\">Solo-Staking-Seite von ethereum.org<\/a> und der Staking Launchpad geben dazu aktuelle Empfehlungen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Als Hardware gen\u00fcgt laut ethereum.org ein System mit mindestens 16 GB RAM (32 GB sind komfortabler), einer schnellen NVMe-SSD ab 2 TB und einer stabilen Internetverbindung. Zus\u00e4tzlich empfiehlt sich MEV-Boost, um an MEV-Einnahmen zu partizipieren; dazu gleich mehr.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Schritt f\u00fcr Schritt zum eigenen Validator<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg vom ETH-Bestand zum laufenden Validator folgt einem klaren Muster. Offizieller Einstieg ist der <a href=\"https:\/\/launchpad.ethereum.org\/en\/checklist\">Ethereum Staking Launchpad<\/a>, der mit einer Checkliste durch alle Schritte f\u00fchrt.<\/p><ol class=\"wp-block-list\"><li>Hardware vorbereiten, EL- und CL-Client installieren und vollst\u00e4ndig synchronisieren lassen. Das kann je nach System und Verbindung ein bis mehrere Tage dauern.<\/li><li>Validator-Schl\u00fcssel generieren. Dabei entstehen Signing Keys und Withdrawal Credentials, \u00fcber die sp\u00e4ter Auszahlungen laufen. Keystore-Dateien und Mnemonic-Phrase m\u00fcssen sicher und offline gesichert werden.<\/li><li>\u00dcber den Launchpad die Einzahlung von 32 ETH an den offiziellen Deposit-Contract vornehmen. Hier ist \u00e4u\u00dferste Sorgfalt geboten: eine falsche Adresse bedeutet Totalverlust.<\/li><li>Validator Client starten und auf die Aktivierung warten. Neue Validatoren durchlaufen eine Aktivierungswarteschlange, die je nach Andrang Tage oder Wochen dauern kann.<\/li><li>Sobald der Validator aktiv ist, attestiert er automatisch und schl\u00e4gt gelegentlich Bl\u00f6cke vor. Ab hier z\u00e4hlt vor allem eines: Uptime.<\/li><\/ol><p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Warteschlange ein aktueller Hinweis: Im Mai 2026 war die Aktivierungsschlange zeitweise auf \u00fcber zwei Monate angewachsen, getrieben von der Nachfrage staking-f\u00e4higer ETFs. Auszahlungen wiederum sind seit dem Shapella-Upgrade von 2023 m\u00f6glich; wer von Beginn an auf automatische Wiederanlage setzen will, nutzt die mit Pectra eingef\u00fchrten 0x02-Credentials.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Rendite ist realistisch?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier trennt sich Marketing von Realit\u00e4t. Die native Staking-Rendite ist 2026 sp\u00fcrbar gesunken. Die Basis-APR liegt aktuell bei rund 2,8 %, bei insgesamt etwa 38,9 Mio. gestakten ETH, was rund 32 % des Angebots entspricht (Daten unter anderem von <a href=\"https:\/\/www.stakingrewards.com\/asset\/ethereum-2-0\">Staking Rewards<\/a>).<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grund f\u00fcr die fallende Rendite ist eingebaut: Die Ausgabe neuer ETH (Issuance) skaliert umgekehrt zur Quadratwurzel der gesamten gestakten Menge. Je mehr ETH gestakt sind, desto kleiner das St\u00fcck f\u00fcr den Einzelnen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Solo Staker stehen tendenziell besser da als Pool-Nutzer, weil keine Geb\u00fchren abgehen und die kompletten Priority Fees sowie MEV-Einnahmen beim Validator bleiben. Mit aktivem MEV-Boost kommen realistisch rund 3,3 bis 4 % Gesamtrendite zusammen. Garantiert ist davon nichts; die Zahlen schwanken mit Netzwerkauslastung und MEV-Aufkommen.<\/p><figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Staking-Variante<\/th><th>Kontrolle \u00fcber Schl\u00fcssel<\/th><th>Typische Nettorendite<\/th><th>Mindestkapital<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Solo Staking<\/td><td>vollst\u00e4ndig<\/td><td>ca. 3,3 bis 4 %<\/td><td>32 ETH<\/td><\/tr><tr><td>Liquid Staking<\/td><td>teilweise<\/td><td>ca. 2,5 bis 3,5 %<\/td><td>beliebig<\/td><\/tr><tr><td>Pooled Staking<\/td><td>gering<\/td><td>ca. 2,5 bis 3,5 %<\/td><td>gering<\/td><\/tr><tr><td>Staking \u00fcber B\u00f6rse<\/td><td>keine<\/td><td>oft unter 3 %<\/td><td>beliebig<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class=\"wp-block-heading\">Slashing und Strafen: die Risiken im Blick<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zwei Arten negativer Konsequenzen, die oft verwechselt werden:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Penalties f\u00fcr Unt\u00e4tigkeit:<\/strong> Ist der Validator offline, verpasst er Attestierungen und verliert kleine Betr\u00e4ge. In normalen Zeiten entspricht der Verlust ungef\u00e4hr dem, was man bei Online-Betrieb verdient h\u00e4tte. Bei einem netzweiten Ausfall greift der Inactivity Leak, der deutlich st\u00e4rker zur Kasse bittet.<\/li><li><strong>Slashing:<\/strong> die harte Strafe f\u00fcr nachweisliches Fehlverhalten, etwa Double Signing oder widerspr\u00fcchliche Attestierungen. Slashing f\u00fchrt zu einem sofortigen Abzug und zum erzwungenen Exit des Validators.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Solo Staker lautet die wichtigste Regel: niemals dieselben Validator-Schl\u00fcssel gleichzeitig auf zwei Maschinen laufen lassen. Genau das l\u00f6st Double Signing aus. Ein sauberes Setup mit nur einer aktiven Instanz, ordentlichem Monitoring und einer USV verhindert die allermeisten Probleme. Bei sorgf\u00e4ltigem Betrieb ist Slashing selten.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Was Pectra f\u00fcr Solo Staker ver\u00e4ndert hat<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pectra-Upgrade vom Mai 2025 war das bislang folgenreichste f\u00fcr Staker. Die wichtigsten Punkte:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>MaxEB (EIP-7251):<\/strong> Die maximale effektive Balance je Validator stieg von 32 auf 2.048 ETH. Ein einzelner Schl\u00fcssel kann nun bis zu 64-mal so viel Kapital sichern; gro\u00dfe Anbieter m\u00fcssen weniger Schl\u00fcssel verwalten (Details in <a href=\"https:\/\/eips.ethereum.org\/EIPS\/eip-7251\">EIP-7251<\/a>).<\/li><li><strong>0x02-Credentials und Auto-Compounding:<\/strong> Validatoren mit den neuen 0x02-Withdrawal-Credentials legen Belohnungen oberhalb von 32 ETH automatisch wieder an, statt sie als \u00dcberschuss auszahlen zu lassen.<\/li><li><strong>Auszahlungen per Execution Layer (EIP-7002):<\/strong> Exits und Teilauszahlungen lassen sich nun direkt \u00fcber die Withdrawal-Adresse ausl\u00f6sen, ohne zwingend den Validator-Schl\u00fcssel zu bem\u00fchen (siehe <a href=\"https:\/\/eips.ethereum.org\/EIPS\/eip-7002\">EIP-7002<\/a>).<\/li><li><strong>Exit Queue:<\/strong> Die Austrittswarteschlange rechnet seit Pectra in ETH-Volumen pro Epoche statt in Validator-Anzahl.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Laut einer Analyse von <a href=\"https:\/\/consensys.io\/ethereum-pectra-upgrade\/maxeb-and-how-pectra-impacts-staking\">Consensys<\/a> haben institutionelle Staker durch Konsolidierung binnen weniger Monate ihren Anteil am gestakten ETH deutlich ausgebaut. F\u00fcr den einzelnen Solo Staker mit genau 32 ETH \u00e4ndert MaxEB im Alltag wenig; die neuen Credentials werden vor allem dann relevant, wenn man sp\u00e4ter aufstockt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blick nach vorn: Das Fusaka-Upgrade ging am 3. Dezember 2025 live und brachte mit PeerDAS vor allem mehr Datenkapazit\u00e4t f\u00fcr Rollups, wie <a href=\"https:\/\/www.coindesk.com\/tech\/2025\/10\/30\/ethereum-developers-lock-in-fusaka-upgrade-for-dec-3-with-peerdas-rollout\">CoinDesk<\/a> berichtete. F\u00fcr die Staking-\u00d6konomie \u00e4ndert Fusaka direkt wenig, f\u00fcgt sich aber in die laufende Skalierungs-Roadmap ein (\u00dcberblick bei <a href=\"https:\/\/ethereum.org\/roadmap\/fusaka\/\">ethereum.org<\/a>).<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Steuern und Regulierung in Deutschland<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird es f\u00fcr deutsche Anleger konkret. Ma\u00dfgeblich ist das aktualisierte BMF-Schreiben vom 6. M\u00e4rz 2025, das die Fassung von 2022 ersetzt (<a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/BMF_Schreiben\/Steuerarten\/Einkommensteuer\/2025-03-06-einzelfragen-kryptowerte-bmf-schreiben.html\">Bundesfinanzministerium<\/a>). Die Eckpunkte:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li>Staking-Belohnungen gelten als sonstige Eink\u00fcnfte (\u00a7 22 Nr. 3 EStG) und werden zum Marktwert im Zeitpunkt des Zuflusses mit dem pers\u00f6nlichen Einkommensteuersatz versteuert. Es gilt eine Freigrenze von 256 EUR pro Jahr; wird sie \u00fcberschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig.<\/li><li>Das BMF stellt klar, dass Rewards auch ohne aktives Claiming als zugeflossen gelten k\u00f6nnen.<\/li><li>Entwarnung bei der Haltefrist: Die fr\u00fcher bef\u00fcrchtete Verl\u00e4ngerung auf zehn Jahre ist vom Tisch. F\u00fcr den sp\u00e4teren Verkauf der ETH gilt die normale Haltefrist von einem Jahr (\u00a7 23 EStG); danach ist ein Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn steuerfrei. Die Freigrenze f\u00fcr private Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fte liegt seit 2024 bei 1.000 EUR.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig: Der Reward ist zweimal steuerlich relevant. Einmal als Einkommen beim Zufluss und ein zweites Mal potenziell als privates Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ft, falls die Coins innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft werden. Eine saubere Dokumentation mit tagesgenauen Kursen ist Pflicht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Regulatorisch ist Solo Staking entspannt. Die EU-Verordnung MiCAR gilt seit Ende 2024 und verlangt f\u00fcr Krypto-Dienstleistungen eine Erlaubnis der <a href=\"https:\/\/www.bafin.de\/EN\/Aufsicht\/MiCAR\/MiCAR_node_en.html\">BaFin<\/a>. Diese Pflicht trifft Dienstleister (Verwahrung, Handel, Vermittlung), nicht aber jemanden, der ausschlie\u00dflich f\u00fcr sich selbst und non-custodial einen Validator betreibt. Wer nur eigene ETH stakt, erbringt keine erlaubnispflichtige Dienstleistung. Steuerpflichten bleiben davon unber\u00fchrt, und mit DAC8 greifen ab 2026 erweiterte Meldepflichten f\u00fcr die Branche.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Im Zweifel sollte ein auf Kryptowerte spezialisierter Steuerberater hinzugezogen werden.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Lohnt sich Solo Staking 2026?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Solo Staking bleibt die K\u00f6nigsdisziplin des Ethereum-Stakings: maximale Kontrolle, volle Rewards, echter Beitrag zur Dezentralisierung. Der Preis daf\u00fcr sind 32 ETH (rund 44.700 EUR), etwas Technik und die Disziplin, einen Node zuverl\u00e4ssig zu betreiben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Kapital und Interesse mitbringt, bekommt mit rund 3,3 bis 4 % eine solide, wenn auch keine spektakul\u00e4re Rendite, dazu die Gewissheit, niemandem vertrauen zu m\u00fcssen. Wer nur die Rendite sucht und auf Kontrolle verzichten kann, f\u00e4hrt mit Liquid oder Pooled Staking unkomplizierter. Am Ende ist es eine Entscheidung zwischen Bequemlichkeit und Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Von der HOGE Wire Redaktion, Ressort Mining und Staking.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solo Staking gibt volle Kontrolle \u00fcber ETH und Rewards, verlangt aber 32 ETH und einen eigenen Node. 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