{"id":239,"date":"2026-08-09T10:31:03","date_gmt":"2026-08-09T10:31:03","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashrate-erklaert-bitcoin-rechenleistung-sicherheit-2026\/"},"modified":"2026-08-09T10:31:03","modified_gmt":"2026-08-09T10:31:03","slug":"hashrate-erklaert-bitcoin-rechenleistung-sicherheit-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashrate-erklaert-bitcoin-rechenleistung-sicherheit-2026\/","title":{"rendered":"Hashrate erkl\u00e4rt: Bitcoins Rechenleistung und Sicherheit 2026"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Rund 963 Trillionen Rateversuche pro Sekunde: So viel Rechenleistung richtet das Bitcoin-Netzwerk Anfang August 2026 auf eine einzige Aufgabe, das Finden des n\u00e4chsten Blocks. Diese Zahl hei\u00dft Hashrate, und sie ist die wichtigste und zugleich am h\u00e4ufigsten missverstandene Kennziffer der \u00e4ltesten Kryptow\u00e4hrung. Sie bestimmt, wie teuer ein Angriff auf das Netzwerk w\u00e4re, sie steuert indirekt das Tempo, in dem neue Bitcoin entstehen, und sie erz\u00e4hlt eine Geschichte \u00fcber Energiepreise, Industriepolitik und die Wirtschaftlichkeit einer ganzen Branche.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Einsteiger klingt Hashrate nach reiner Technik. Tats\u00e4chlich ist sie vor allem eine \u00f6konomische Gr\u00f6\u00dfe: Hinter jedem Exahash stehen Maschinen, Strom und Kapital, die jemand bezahlt hat. Dieser Text erkl\u00e4rt Schritt f\u00fcr Schritt, was die Hashrate misst, warum sie gesch\u00e4tzt und nicht direkt gemessen wird, wie sie mit der Mining-Difficulty zusammenh\u00e4ngt, was sie \u00fcber die Sicherheit von Bitcoin aussagt und wo das Netzwerk im August 2026 tats\u00e4chlich steht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was die Hashrate in einem Satz ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hashrate ist die Gesamtzahl der Rechenoperationen, die alle Miner zusammen pro Sekunde ausf\u00fchren, um den n\u00e4chsten Block zu finden. Jede dieser Operationen ist ein Hash: Ein Miner nimmt die Kopfdaten eines Blockkandidaten, h\u00e4ngt eine variable Zahl (die Nonce) an und schickt das Ganze durch die Hash-Funktion SHA-256. Kommt ein Ergebnis heraus, das unter einer vom Protokoll vorgegebenen Zielmarke liegt, ist der Block gefunden. Weil sich das Resultat einer Hash-Funktion nicht vorhersagen l\u00e4sst, bleibt nur das Ausprobieren. Die Hashrate misst also, wie viele Lose pro Sekunde das Netzwerk in dieser globalen Lotterie zieht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Je h\u00f6her die Hashrate, desto mehr ehrliche Rechenleistung steht hinter der Kette, und desto teurer wird es f\u00fcr einen Angreifer, diese Leistung zu \u00fcbertreffen. Genau deshalb gilt die Hashrate als Fieberthermometer f\u00fcr die Gesundheit und Sicherheit von Bitcoin. Anfang August 2026 liegt sie laut <a href='https:\/\/www.coinwarz.com\/mining\/bitcoin\/hashrate-chart'>CoinWarz<\/a> bei rund 963 EH\/s (Exahash pro Sekunde), gemessen an Block 961.718; \u00fcber 30 Tage ist das ein Plus von knapp zw\u00f6lf Prozent, \u00fcber 90 Tage ein leichtes Minus. Zum Vergleich: Ein einzelner Bitcoin kostet zur gleichen Zeit laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>CoinGecko<\/a> rund 56.115 Euro, die Marktkapitalisierung liegt bei gut 1,1 Billionen Euro. Rechenleistung und Marktwert h\u00e4ngen eng zusammen, aber nicht so, wie viele annehmen; dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Von Hash zu Exahash: die Einheiten der Rechenleistung<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Hash ist ein einzelner Rechenversuch. Weil moderne Spezialchips Billionen davon pro Sekunde schaffen und das gesamte Netzwerk in eine noch viel h\u00f6here Gr\u00f6\u00dfenordnung vorgesto\u00dfen ist, arbeitet man mit den \u00fcblichen SI-Vors\u00e4tzen. Jede Stufe ist das Tausendfache der vorherigen. Wer die Leiter einmal versteht, ordnet jede Schlagzeile \u00fcber neue Rekorde sofort richtig ein.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Einheit<\/th><th>Abk\u00fcrzung<\/th><th>Hashes pro Sekunde<\/th><th>Typische Gr\u00f6\u00dfenordnung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kilohash<\/td><td>kH\/s<\/td><td>1.000<\/td><td>fr\u00fche CPU-Miner um 2009<\/td><\/tr><tr><td>Megahash<\/td><td>MH\/s<\/td><td>1 Million<\/td><td>Grafikkarten um 2010<\/td><\/tr><tr><td>Gigahash<\/td><td>GH\/s<\/td><td>1 Milliarde<\/td><td>erste ASICs um 2013<\/td><\/tr><tr><td>Terahash<\/td><td>TH\/s<\/td><td>1 Billion<\/td><td>ein moderner Mining-Chip<\/td><\/tr><tr><td>Petahash<\/td><td>PH\/s<\/td><td>1 Billiarde<\/td><td>ein kleiner Mining-Betrieb<\/td><\/tr><tr><td>Exahash<\/td><td>EH\/s<\/td><td>1 Trillion<\/td><td>eine gro\u00dfe Mining-Region<\/td><\/tr><tr><td>Zettahash<\/td><td>ZH\/s<\/td><td>1 Trilliarde<\/td><td>das gesamte Netzwerk seit 2025<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Die Hashrate-Leiter: jede Stufe ist das Tausendfache der darunterliegenden.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelner Spitzen-ASIC leistet heute mehrere Hundert TH\/s. Das komplette Netzwerk kam im Herbst 2025 erstmals \u00fcber 1 ZH\/s, also \u00fcber eine Trilliarde Hashes pro Sekunde. Aktuell liegt es mit rund 963 EH\/s knapp darunter. Diese Zahl ist so gro\u00df, dass sie jede Alltagsvorstellung sprengt: Selbst wenn jeder Mensch auf der Erde ununterbrochen rechnete, k\u00e4me man nicht in die N\u00e4he. Genau diese schiere Masse an nutzloser, aber teurer Arbeit ist der Preis, den Bitcoin f\u00fcr seine F\u00e4lschungssicherheit zahlt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Proof of Work: was die Miner eigentlich berechnen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mechanismus dahinter hei\u00dft Proof of Work, also Arbeitsnachweis. Satoshi Nakamoto hat ihn mit dem Genesis-Block am 3. Januar 2009 gestartet. Die Idee ist simpel und brutal zugleich: Wer einen Block anh\u00e4ngen und die Belohnung kassieren will, muss beweisen, dass er echte Rechenarbeit geleistet hat. Dieser Beweis besteht darin, eine Nonce zu finden, mit der der doppelte SHA-256-Hash des Block-Headers unter der aktuellen Zielmarke landet. Da SHA-256 aus jeder winzigen Eingabe\u00e4nderung ein v\u00f6llig anderes, zuf\u00e4llig wirkendes Ergebnis macht, gibt es keine Abk\u00fcrzung und keinen cleveren Trick. Es bleibt beim Raten, milliardenfach pro Sekunde.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Block-Header, den ein Miner immer wieder durchrechnet, besteht aus wenigen festen Bausteinen: dem Hash des vorherigen Blocks (die Verkettung, die der Blockchain ihren Namen gibt), einer zusammengefassten Pr\u00fcfsumme aller enthaltenen Transaktionen (dem Merkle-Root), einem Zeitstempel, der aktuellen Zielmarke und eben der Nonce. Nur die Nonce und einige wenige weitere Felder darf der Miner frei ver\u00e4ndern, um jeweils ein neues Hash-Ergebnis zu erzeugen. Findet er keinen Treffer, z\u00e4hlt er die Nonce hoch und rechnet erneut, milliardenfach, bis irgendwo auf der Welt ein Miner einen g\u00fcltigen Block vorlegt und die Runde von vorn beginnt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hardware, die dieses Raten \u00fcbernimmt, hat sich in gut f\u00fcnfzehn Jahren radikal spezialisiert. Am Anfang rechneten normale Prozessoren (CPUs), 2010 kamen Grafikkarten (GPUs) dazu, sp\u00e4ter programmierbare FPGA-Chips, und seit etwa 2013 dominieren ASICs, also anwendungsspezifische Chips, die ausschlie\u00dflich SHA-256 berechnen und sonst nichts k\u00f6nnen. Ein ASIC ist ein hochoptimierter Ein-Zweck-Rechner. Diese Entwicklung erkl\u00e4rt, warum die Hashrate \u00fcber die Jahre nicht linear, sondern in gewaltigen Spr\u00fcngen gewachsen ist, und warum Heimcomputer im Bitcoin-Mining seit \u00fcber einem Jahrzehnt chancenlos sind.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Hashrate ist ein Punkt: Die geleistete Arbeit ist bewusst verschwenderisch. Sie hat keinen Nutzen au\u00dfer dem, teuer zu sein. Gerade diese Kostspieligkeit macht sie zur Sicherheitsgarantie. Wer die Vergangenheit umschreiben will, m\u00fcsste die gesamte aufgewendete Arbeit noch einmal und schneller leisten. Die Hashrate ist damit nichts anderes als die verdichtete Zahl f\u00fcr &bdquo;wie viel es kostet, ehrlich zu sein&ldquo;.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum die Hashrate gesch\u00e4tzt und nicht gemessen wird<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weit verbreitetes Missverst\u00e4ndnis lautet, es gebe irgendwo einen Z\u00e4hler, der die Hashrate direkt abliest. Das ist falsch. Niemand sieht alle Miner der Welt gleichzeitig, und die meisten Rateversuche verlassen nie das jeweilige Rechenzentrum. Was das Netzwerk beobachten kann, ist nur das Ergebnis: wie schnell Bl\u00f6cke tats\u00e4chlich gefunden werden. Aus diesem Takt und der bekannten Difficulty l\u00e4sst sich die Hashrate r\u00fcckrechnen. Sie ist also eine statistische Sch\u00e4tzung, kein direkter Messwert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Faustformel daf\u00fcr lautet: gesch\u00e4tzte Hashrate ist gleich Difficulty mal 2 hoch 32, geteilt durch die durchschnittliche Blockzeit in Sekunden. Setzt man die aktuelle Difficulty von rund 127,5 Billionen und die Zielblockzeit von 600 Sekunden ein, ergibt sich eine Hashrate von etwa 910 EH\/s. Weil die Bl\u00f6cke Anfang August im Schnitt etwas schneller als zehn Minuten kamen (rund 9 Minuten 54 Sekunden), zeigen die Tracker mit gut 963 EH\/s einen h\u00f6heren Wert an. Genau diese Abh\u00e4ngigkeit vom betrachteten Zeitfenster erkl\u00e4rt, warum zwei seri\u00f6se Datenquellen leicht unterschiedliche Hashrate-Werte nennen k\u00f6nnen, ohne dass einer von beiden falsch liegt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Blockfinden folgt einem Zufallsprozess, statistisch einer Poisson-Verteilung. Mal purzeln f\u00fcnf Bl\u00f6cke in zwanzig Minuten, mal vergeht eine Stunde ohne Fund. \u00dcber einen einzelnen Tag betrachtet schwankt die gesch\u00e4tzte Hashrate deshalb stark, ohne dass sich real irgendetwas ge\u00e4ndert h\u00e4tte. Aus diesem Grund arbeiten Analysten mit gleitenden Durchschnitten \u00fcber sieben oder drei\u00dfig Tage. Wer eine Schlagzeile \u00fcber einen &bdquo;Hashrate-Absturz&ldquo; an einem einzigen Tag liest, sieht in aller Regel nur statistisches Rauschen, nicht das Abschalten echter Maschinen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Difficulty: Bitcoins selbstregulierender Thermostat<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Damit neue Bitcoin unabh\u00e4ngig von der Rechenleistung im geplanten Takt entstehen, braucht das Netzwerk einen Regler. Dieser Regler ist die Mining-Difficulty. Sie legt fest, wie klein die Zielmarke ist, unter die ein g\u00fcltiger Block-Hash fallen muss; je kleiner das Ziel, desto mehr Versuche sind im Schnitt n\u00f6tig. Alle 2016 Bl\u00f6cke, also grob alle zwei Wochen, passt das Protokoll die Difficulty automatisch an. War der Zeitraum k\u00fcrzer als die geplanten zwei Wochen, steigt die Difficulty; war er l\u00e4nger, sinkt sie. Ziel ist stets eine durchschnittliche Blockzeit von zehn Minuten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese R\u00fcckkopplung macht Bitcoin zu einem selbstregulierenden System. Kommen neue Miner ans Netz, werden Bl\u00f6cke zun\u00e4chst schneller gefunden, die n\u00e4chste Anpassung erh\u00f6ht die Difficulty, und der Zehn-Minuten-Takt stellt sich wieder ein. Schalten Miner ab, geschieht das Umgekehrte. Damit kein einzelner Schock das System aus der Bahn wirft, ist die Anpassung pro Runde gedeckelt: Die Difficulty kann sich h\u00f6chstens vervierfachen oder auf ein Viertel fallen. Diese Details sind im <a href='https:\/\/en.bitcoin.it\/wiki\/Difficulty'>Bitcoin-Wiki<\/a> gut dokumentiert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist die Reihenfolge der Ursachen: Die Difficulty folgt der Hashrate, nicht umgekehrt. Sie ist gewisserma\u00dfen der zwei Wochen nachlaufende Schatten der Rechenleistung. Deshalb ist die Difficulty der stabilere, weniger verrauschte Indikator, w\u00e4hrend die Hashrate den aktuelleren, aber unruhigeren Blick liefert. Beide zusammen ergeben ein vollst\u00e4ndiges Bild vom Zustand des Netzwerks.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Netzwerk-Status im August 2026<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcngste Anpassung fiel am 8. August 2026 auf Block 961.632 mit einem Plus von 0,99 Prozent aus; die Difficulty steht damit bei rund 127,48 Billionen. Die n\u00e4chste Anpassung erwartet <a href='https:\/\/www.coinwarz.com\/mining\/bitcoin\/difficulty-chart'>CoinWarz<\/a> f\u00fcr den 22. August mit gesch\u00e4tzten plus 1,06 Prozent auf etwa 128,84 Billionen. Ein Blick auf die letzten Anpassungen zeigt, wie unruhig das Jahr 2026 verlaufen ist: Auf ein kr\u00e4ftiges Plus im Juni folgte im Juli der viertgr\u00f6\u00dfte Difficulty-R\u00fcckgang des Jahres.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert (9. August 2026)<\/th><th>Quelle<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Netzwerk-Hashrate<\/td><td>rund 963 EH\/s (30 Tage: +11,84 Prozent)<\/td><td>CoinWarz<\/td><\/tr><tr><td>Difficulty<\/td><td>rund 127,48 Billionen<\/td><td>CoinWarz<\/td><\/tr><tr><td>Letzte Anpassung<\/td><td>8. August 2026, +0,99 Prozent<\/td><td>CoinWarz<\/td><\/tr><tr><td>N\u00e4chste Anpassung (Sch\u00e4tzung)<\/td><td>22. August 2026, +1,06 Prozent<\/td><td>CoinWarz<\/td><\/tr><tr><td>Bitcoin-Kurs<\/td><td>rund 56.115 Euro<\/td><td>CoinGecko<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Momentaufnahme des Bitcoin-Netzwerks Anfang August 2026.<\/figcaption><\/figure><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Datum<\/th><th>Difficulty<\/th><th>Ver\u00e4nderung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>8. August 2026<\/td><td>127,48 Bio.<\/td><td>+0,99 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>25. Juli 2026<\/td><td>126,23 Bio.<\/td><td>-0,74 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>11. Juli 2026<\/td><td>127,17 Bio.<\/td><td>-5,00 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>27. Juni 2026<\/td><td>133,87 Bio.<\/td><td>+7,15 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>14. Juni 2026<\/td><td>124,93 Bio.<\/td><td>-10,09 Prozent<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Die j\u00fcngsten Difficulty-Anpassungen zeigen die Volatilit\u00e4t von 2026 (Quelle: CoinWarz).<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist das gro\u00dfe Bild hinter diesen Zahlen: Sowohl Hashrate als auch Difficulty liegen im August 2026 sp\u00fcrbar unter ihren Rekordwerten aus dem Vorjahr. Das ist kein Krisensignal, sondern der Thermostat bei der Arbeit, wie der n\u00e4chste Abschnitt zeigt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Rekord von 2025 und der R\u00fcckgang 2026<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr 2025 war das Jahr, in dem Bitcoin die Zettahash-Schwelle knackte. Anfang September 2025 \u00fcberschritt der Sieben-Tage-Durchschnitt der Hashrate erstmals 1 ZH\/s, wie <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/09\/02\/bitcoin-s-7-day-average-hashrate-hits-1-zettahash-for-first-time'>CoinDesk<\/a> berichtete. Den bisherigen Rekord markierte das Netzwerk um den 20. September 2025 mit rund 1,09 ZH\/s, also etwa 1.090 EH\/s, dokumentiert unter anderem von <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/btc-miners-defy-odds-network-hashrate-hits-1-091-zh-s-despite-falling-revenues\/'>Bitcoin.com News<\/a>. Die Difficulty zog mit einigen Wochen Verz\u00f6gerung nach: Sie <a href='https:\/\/bitcoinist.com\/bitcoin-mining-difficulty-rose-35-in-2025-data\/'>stieg 2025 um rund 35 Prozent<\/a>, von knapp 110 Billionen zu Jahresbeginn auf ihren H\u00f6chststand von rund 155 Billionen im Oktober.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Seither ging es leicht bergab. Mit rund 963 EH\/s liegt die Hashrate heute etwa zw\u00f6lf Prozent unter dem Rekord, die Difficulty mit 127,48 Billionen sogar rund achtzehn Prozent unter ihrem Oktober-Hoch. 2026 fiel die Difficulty im Jahresvergleich sogar netto, laut Analysen von Hashrate Index erst zum zweiten Mal \u00fcberhaupt in der Geschichte von Bitcoin. Der Grund ist keine technische Schw\u00e4che, sondern \u00d6konomie: Nach dem Halving vom April 2024 halbierte sich die Blockbelohnung auf 3,125 BTC, w\u00e4hrend gleichzeitig die Rekord-Hashrate die Einnahmen pro Maschine verw\u00e4sserte. Als die Erl\u00f6se unter die Kosten vieler \u00e4lterer Anlagen rutschten, wurden diese abgeschaltet, die Hashrate sank, und der Thermostat senkte die Difficulty. \u00d6konomen sprechen von einer Miner-Kapitulation, die 2026 wieder in eine vorsichtige Erholung \u00fcberging.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Hashrate, Difficulty und der Bitcoin-Kurs<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der hartn\u00e4ckigsten Legenden lautet, eine steigende Hashrate treibe den Kurs. Der Zusammenhang l\u00e4uft in aller Regel andersherum. Steigt der Preis, wird Mining profitabler, mehr Maschinen gehen ans Netz, und die Hashrate klettert, meist mit Wochen bis Monaten Verz\u00f6gerung. F\u00e4llt der Preis, geraten teure Anlagen unter Druck und werden abgeschaltet. Die Hashrate ist damit \u00fcberwiegend eine nachlaufende Gr\u00f6\u00dfe, kein Fr\u00fchindikator. Wer die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-kurs-2026-korrektur-rekordhoch\/'>Kursentwicklung 2026<\/a> verfolgt hat, erkennt dieses Muster im R\u00fcckgang von Hashrate und Difficulty deutlich wieder.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Br\u00fccke zwischen Rechenleistung und Erl\u00f6s hei\u00dft Hashprice. Er misst, wie viel ein Miner pro Einheit Hashrate und Tag verdient, und ergibt sich aus Blockbelohnung, Geb\u00fchren und Bitcoin-Preis geteilt durch die Netzwerk-Hashrate. Anfang August 2026 lag der Hashprice laut <a href='https:\/\/hashrateindex.com\/blog\/hashrate-index-roundup-august-3-2026\/'>Hashrate Index<\/a> bei rund 32 US-Dollar (etwa 28 Euro) je PH und Tag, nach einem Mehrjahrestief nahe 28 Dollar Ende Juni. Steigt die Hashrate schneller als der Preis, sinkt der Hashprice, und der Kuchen wird auf mehr Maschinen verteilt. Genau diese Mechanik erkl\u00e4rt, warum ein Allzeithoch bei der Hashrate f\u00fcr einzelne Miner schmerzhaft sein kann, obwohl es f\u00fcr die Netzwerksicherheit ein gutes Zeichen ist. Details dazu behandelt unsere Analyse zum <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-2026-erholung-hedging-ai-konkurrenz\/'>Hashprice 2026<\/a>.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>ASIC-Effizienz: warum die Hashrate schneller w\u00e4chst als der Stromverbrauch<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufiger Denkfehler lautet, die Verzehnfachung der Hashrate seit 2020 m\u00fcsse eine Verzehnfachung des Stromverbrauchs bedeuten. Das stimmt nicht, denn parallel ist die Effizienz der Chips dramatisch gestiegen. Gemessen wird sie in Joule pro Terahash (J\/TH), also Energie pro Rechenleistung; je niedriger der Wert, desto besser. Innerhalb weniger Jahre hat sich dieser Wert um den Faktor sieben verbessert.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>ASIC-Modell (Jahr)<\/th><th>Leistung<\/th><th>Verbrauch<\/th><th>Effizienz<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Antminer S9 (2016)<\/td><td>13,5 TH\/s<\/td><td>1.323 W<\/td><td>rund 98 J\/TH<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 (2020)<\/td><td>95 TH\/s<\/td><td>3.250 W<\/td><td>rund 34 J\/TH<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 Pro (2020)<\/td><td>110 TH\/s<\/td><td>3.250 W<\/td><td>rund 30 J\/TH<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 XP (2024\/25)<\/td><td>270 TH\/s<\/td><td>3.645 W<\/td><td>rund 13,5 J\/TH<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Rund siebenfache Effizienzsteigerung vom S9 bis zum S21 XP (Quellen: d-central, Bitmain).<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Datenbl\u00e4tter stammen von <a href='https:\/\/d-central.tech\/antminer-s19-pro-specifications\/'>d-central<\/a> und dem Hersteller <a href='https:\/\/support.bitmain.com\/hc\/en-us\/articles\/35383015643673'>Bitmain<\/a>. Der praktische Effekt: Ein moderner S21 XP liefert das Zwanzigfache der Rechenleistung eines S9, verbraucht dabei aber nur knapp das Dreifache an Strom. Deshalb kann die Hashrate wachsen, ohne dass der Energiehunger im gleichen Tempo steigt. Genau diese Effizienzkurve entscheidet auch, wer die Erl\u00f6skrise \u00fcbersteht: In der Squeeze von 2026 wanderten alte Maschinen mit \u00fcber 25 J\/TH als Erste in den Ruhestand, w\u00e4hrend effiziente Fleets weiter profitabel liefen. Die durchschnittliche Effizienz des Netzwerks steigt dadurch mit jeder Generation weiter.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Hashrate als Sicherheitsbudget: die 51-Prozent-Attacke<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche Grund, warum die Hashrate so genau beobachtet wird, ist die Sicherheit. Wer mehr als die H\u00e4lfte der Rechenleistung kontrolliert, k\u00f6nnte theoretisch eine sogenannte 51-Prozent-Attacke fahren: die eigene Version der Kette schneller wachsen lassen als die ehrliche, eine k\u00fcrzlich get\u00e4tigte Zahlung r\u00fcckg\u00e4ngig machen und dieselben Coins ein zweites Mal ausgeben. Wichtig ist, was ein solcher Angreifer nicht kann. Er kann keine Coins aus fremden Wallets stehlen, keine neuen Bitcoin aus dem Nichts erschaffen und keine Protokollregeln \u00e4ndern, denn diese pr\u00fcft jeder Knoten unabh\u00e4ngig. Er kann nur die j\u00fcngste Transaktionsreihenfolge manipulieren, und selbst das nur, solange er die Mehrheit h\u00e4lt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Was so ein Angriff kosten w\u00fcrde, hat Campbell Harvey, Finanzprofessor an der Duke University, durchgerechnet. Seine urspr\u00fcngliche Studie vom Oktober 2025 veranschlagte f\u00fcr einen einw\u00f6chigen Mehrheitsangriff rund 6 Milliarden US-Dollar (etwa 5 Milliarden Euro), vor allem f\u00fcr Hardware und Rechenzentren, wie <a href='https:\/\/crypto.news\/51-attack-on-the-bitcoin-network-would-cost-6-billion\/'>crypto.news<\/a> berichtete. Mitte 2026 versch\u00e4rfte Harvey das Modell auf rund 8 Milliarden Dollar (knapp 7 Milliarden Euro), was etwa 50 Basispunkten des gesamten Bitcoin-Werts entspricht. Der neue Dreh: Koppelt ein Angreifer den Angriff mit einer gro\u00dfen Short-Position an Offshore-Derivatem\u00e4rkten, k\u00f6nnte er am Kurssturz verdienen, den er selbst ausl\u00f6st. &bdquo;Die Kosten betragen rund 50 Basispunkte des Bitcoin-Werts&ldquo;, sagte Harvey laut <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/8-billion-bitcoin-attack-could-become-profitable-through-derivatives-duke-professor-says\/'>Bitcoin.com News<\/a>, und erg\u00e4nzte: &bdquo;Der Unterschied heute sind die Derivatem\u00e4rkte.&ldquo;<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Branche kommt Widerspruch. Matt Prusak, Pr\u00e4sident von American Bitcoin Corp, h\u00e4lt den Angriff f\u00fcr praktisch unm\u00f6glich; die schiere Menge an n\u00f6tiger Hardware lie\u00dfe sich nicht unbemerkt beschaffen, und B\u00f6rsen w\u00fcrden verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4t l\u00e4ngst einfrieren. Sinngem\u00e4\u00df erledige die \u00f6konomische Machbarkeit die 51-Prozent-These, so seine Argumentation gegen\u00fcber Bloomberg, ebenfalls zitiert bei <a href='https:\/\/crypto.news\/51-attack-on-the-bitcoin-network-would-cost-6-billion\/'>crypto.news<\/a>. Beide Sichtweisen f\u00fchren zum selben Kern: Je h\u00f6her die Hashrate, desto teurer und unwahrscheinlicher der Angriff. Die 963 EH\/s sind in dieser Lesart nichts anderes als das laufende Sicherheitsbudget des Netzwerks.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der beste Beleg f\u00fcr diese Logik ist die Praxis: Bitcoin selbst wurde in \u00fcber f\u00fcnfzehn Jahren noch nie erfolgreich mit einer 51-Prozent-Attacke angegriffen, gerade weil seine Hashrate zu gro\u00df und zu teuer nachzubauen ist. Kleinere Proof-of-Work-Netzwerke mit geringer Rechenleistung traf es dagegen wiederholt: Sowohl Bitcoin Gold als auch Ethereum Classic erlebten Mehrheitsangriffe, bei denen Angreifer Transaktionen zur\u00fcckrollten und Coins doppelt ausgaben. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, die ist identisch, sondern schlicht in der absoluten H\u00f6he der Hashrate. Genau deshalb ist die nackte Zahl in EH\/s f\u00fcr Bitcoin kein Selbstzweck, sondern der entscheidende Abstand zwischen Sicherheit und Verwundbarkeit.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wo die Hashrate physisch sitzt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hashrate ist nicht nur eine abstrakte Zahl, sie hat eine Landkarte. Seit dem chinesischen Mining-Verbot von 2021 haben sich die Gewichte klar verschoben. Nach dem Q2-2026-Update der Heatmap von <a href='https:\/\/hashrateindex.com\/blog\/global-hashrate-heatmap-update-q2-2026\/'>Hashrate Index<\/a> f\u00fchren die USA mit rund 37 Prozent (etwa 375 EH\/s), gefolgt von Russland mit knapp 17 Prozent und China mit rund 12 Prozent, wobei Chinas Anteil trotz Verbots je nach Quelle zwischen 12 und 20 Prozent gesch\u00e4tzt wird. Zusammen kontrollieren die Top drei etwa zwei Drittel der weltweiten Rechenleistung.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Land<\/th><th>Gesch\u00e4tzter Anteil<\/th><th>Charakter<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>USA<\/td><td>rund 37 Prozent<\/td><td>deregulierte Netze in Texas, HPC-N\u00e4he<\/td><\/tr><tr><td>Russland<\/td><td>rund 17 Prozent<\/td><td>national legal, regional teils verboten<\/td><\/tr><tr><td>China<\/td><td>12 bis 20 Prozent<\/td><td>trotz Verbot fortbestehend<\/td><\/tr><tr><td>Paraguay<\/td><td>rund 4 Prozent<\/td><td>Wasserkraft-\u00dcberschuss<\/td><\/tr><tr><td>VAE und Oman<\/td><td>je rund 3 Prozent<\/td><td>staatliche Industriepolitik<\/td><\/tr><tr><td>\u00c4thiopien<\/td><td>rund 2,5 Prozent<\/td><td>Wasserkraft, fragile Wirtschaftlichkeit<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Geografische Verteilung der Bitcoin-Hashrate im Q2 2026 (Quelle: Hashrate Index).<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der L\u00e4nderverteilung z\u00e4hlt die B\u00fcndelung in Mining-Pools, in denen sich Miner zusammenschlie\u00dfen, um ihre Einnahmen zu gl\u00e4tten. Laut dem Live-Tracker von <a href='https:\/\/hashrateindex.com\/hashrate\/pools'>Hashrate Index<\/a> kommen Foundry USA, F2Pool und AntPool zusammen auf rund 60 Prozent aller Bl\u00f6cke; der Nakamoto-Koeffizient auf Pool-Ebene liegt damit bei etwa drei. Wichtig ist die Einordnung: Ein Pool b\u00fcndelt Rechenleistung, besitzt sie aber nicht. Einzelne Miner k\u00f6nnen jederzeit den Pool wechseln, und Protokolle wie Stratum V2 verlagern die Auswahl der Transaktionen zunehmend zur\u00fcck zu den einzelnen Betreibern. Wer die Machtverh\u00e4ltnisse in dieser Schicht genauer verstehen will, sollte die Konzentration auf Pool-Ebene stets getrennt von der geografischen Verteilung betrachten: Ein Pool in den USA kann Rechenleistung aus einem Dutzend L\u00e4ndern b\u00fcndeln, und ein einzelner Gro\u00dfminer kann seine Hashrate \u00fcber mehrere Pools streuen. Erst beide Blickwinkel zusammen ergeben ein ehrliches Bild davon, wie dezentral Bitcoin wirklich ist.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Geb\u00fchrenproblem: Hashrate nach den Halvings<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hashrate wird heute fast vollst\u00e4ndig durch die Blockbelohnung finanziert. Seit dem Halving von April 2024 betr\u00e4gt diese 3,125 BTC pro Block; im Fr\u00fchjahr 2028 halbiert sie sich auf 1,5625 BTC, und so weiter, bis um das Jahr 2140 der letzte Bruchteil eines Bitcoin ausgegeben ist. Die Transaktionsgeb\u00fchren, die den Minern zus\u00e4tzlich zuflie\u00dfen, machen 2026 meist deutlich unter einem Prozent der Blockeinnahmen aus. Solange der Bitcoin-Preis mit jedem Halving stark genug steigt, gleicht das die schrumpfende Belohnung aus, doch dieser Automatismus ist nicht garantiert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Langfristig stellt sich damit die vielleicht wichtigste offene Frage rund um die Hashrate: Woher kommt das Sicherheitsbudget, wenn die Blockbelohnung gegen null geht? Die g\u00e4ngige Antwort lautet, ein lebendiger Geb\u00fchrenmarkt m\u00fcsse die Subvention ersetzen. Zweitschichten wie das <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/lightning-network-erklaert-zahlungsschicht-2026\/'>Lightning Network<\/a> verlagern zwar viele Kleinzahlungen von der Basiskette weg, doch sie siedeln sich am Ende auf Layer 1 an und erzeugen dort Geb\u00fchren. Wie hoch diese ausfallen m\u00fcssen, damit die Hashrate auch in zwei oder drei Jahrzehnten hoch genug bleibt, ist unter Fachleuten umstritten und einer der spannendsten Streitpunkte \u00fcber die k\u00fcnftige Sicherheit von Bitcoin.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Deutschland, BaFin und die EU: Regulierung rund um die Hashrate<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche Leser ist ein Punkt oft \u00fcberraschend: Das Mining selbst ist keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung. Die BaFin beaufsichtigt unter MiCAR und dem deutschen Finanzmarktdigitalisierungsgesetz die Anbieter von Krypto-Dienstleistungen (CASPs), also Verwahrung und Handel, wie ihr <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen<\/a> ausf\u00fchrt. Wer hingegen Rechenleistung zur Verf\u00fcgung stellt und Bl\u00f6cke findet, betreibt keine solche Dienstleistung und braucht daf\u00fcr keine BaFin-Lizenz. Reguliert wird der Handel mit dem Ergebnis, nicht die Erzeugung der Hashrate.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in den USA ist die rechtliche Einordnung inzwischen klarer. Die zust\u00e4ndige Abteilung der B\u00f6rsenaufsicht SEC stellte im M\u00e4rz 2025 fest, dass Proof-of-Work-Mining, ob solo oder im Pool, kein Angebot oder Verkauf von Wertpapieren darstellt, wie <a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/347378\/sec-says-proof-of-work-mining-does-not-implicate-us-securities-laws'>The Block<\/a> berichtete. Das passt zur breiteren Neuausrichtung der Beh\u00f6rde, die wir im Beitrag zum <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/sec-enforcement-2026-krypto-regelwerk\/'>SEC-Enforcement 2026<\/a> nachzeichnen. F\u00fcr Deutschland bleibt die wirtschaftliche Realit\u00e4t dennoch n\u00fcchtern: Die hohen deutschen Industriestrompreise machen heimisches Mining gegen\u00fcber US-Standorten mit deutlich billigerem Strom kaum konkurrenzf\u00e4hig. Hinzu kommen EU-Offenlegungspflichten zum Energieverbrauch, die wir im Kontext neuer Standortstrategien wie <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-mining-smr-eu-offenlegungspflicht-2026\/'>SMR-Reaktoren und der EU-Transparenzregeln<\/a> einordnen. Die Hashrate wandert daher tendenziell dorthin, wo Strom billig, stabil und idealerweise auch f\u00fcr KI-Rechenzentren nutzbar ist.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was die Hashrate 2026 f\u00fcr Anleger und Miner bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcgt man die Teile zusammen, ergibt sich ein klares Bild. Die Sicherheit von Bitcoin ist mit rund 963 EH\/s auf einem historisch extrem hohen Niveau, auch wenn die Zahl unter dem Rekord von 2025 liegt. Der R\u00fcckgang ist kein Warnsignal, sondern der eingebaute Thermostat, der die Rechenleistung an die Erl\u00f6slage anpasst. Wer die Hashrate liest, sollte deshalb weniger auf einzelne Tageswerte achten als auf die Richtung der Difficulty \u00fcber mehrere Anpassungen hinweg.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Miner bleibt 2026 ein Jahr der Effizienz: Nur wer moderne ASICs und g\u00fcnstigen Strom kombiniert, verdient beim aktuellen Hashprice noch verl\u00e4sslich. F\u00fcr Anleger ist die Hashrate vor allem ein Vertrauensanker, kein Kurssignal; sie belegt, dass reales Kapital und reale Energie die Kette absichern. Und im gro\u00dfen Bild lohnt der Blick auf drei Fragen: Verlagert sich die Rechenleistung weiter in stabile Jurisdiktionen wie die USA und die Golfstaaten? Gelingt es, alte Hardware durch effizientere zu ersetzen, ohne dass der Energieverbrauch explodiert? Und entwickelt sich rechtzeitig ein Geb\u00fchrenmarkt, der die schrumpfende Blockbelohnung ersetzt? Die Antworten auf diese Fragen werden entscheiden, wie sicher Bitcoin im n\u00e4chsten Jahrzehnt bleibt, und sie lassen sich alle an einer einzigen Kennzahl ablesen: der Hashrate.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist die Hashrate von Bitcoin einfach erkl\u00e4rt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hashrate ist die Gesamtzahl der Rechenversuche, die alle Bitcoin-Miner zusammen pro Sekunde unternehmen, um den n\u00e4chsten Block zu finden. Man kann sie sich als die Zahl der Lose vorstellen, die das Netzwerk pro Sekunde in einer riesigen Lotterie zieht. Je h\u00f6her die Hashrate, desto mehr Rechenleistung sichert das Netzwerk ab und desto teurer w\u00e4re ein Angriff. Anfang August 2026 liegt sie bei rund 963 EH\/s.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie hoch ist die Bitcoin-Hashrate 2026?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Am 9. August 2026 liegt die Netzwerk-Hashrate bei rund 963 EH\/s, also knapp unter einem Zettahash pro Sekunde. Damit steht sie etwa zw\u00f6lf Prozent unter dem Allzeithoch von rund 1,09 ZH\/s aus dem September 2025. Die zugeh\u00f6rige Difficulty betr\u00e4gt rund 127,5 Billionen. Beide Werte schwanken, weil das Blockfinden einem Zufallsprozess folgt; aussagekr\u00e4ftig sind daher gleitende Durchschnitte \u00fcber sieben oder drei\u00dfig Tage.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum ist eine hohe Hashrate wichtig?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Eine hohe Hashrate bedeutet, dass sehr viel echte Rechenleistung und damit Kapital und Energie hinter der Blockchain stehen. Das macht es f\u00fcr einen Angreifer extrem teuer, die Mehrheit der Rechenleistung zu erlangen und Transaktionen zu manipulieren. Sch\u00e4tzungen des Duke-Professors Campbell Harvey beziffern die Kosten eines einw\u00f6chigen Mehrheitsangriffs Mitte 2026 auf rund 8 Milliarden US-Dollar. Die Hashrate ist damit das laufende Sicherheitsbudget von Bitcoin.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was passiert bei einer 51-Prozent-Attacke?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer mehr als die H\u00e4lfte der Hashrate kontrolliert, kann eine eigene Kettenversion schneller wachsen lassen als die ehrliche und so eine k\u00fcrzlich get\u00e4tigte Zahlung r\u00fcckg\u00e4ngig machen, um dieselben Coins doppelt auszugeben. Nicht m\u00f6glich ist es hingegen, fremde Coins zu stehlen, neue Bitcoin zu erschaffen oder die Protokollregeln zu \u00e4ndern, denn diese pr\u00fcft jeder Knoten unabh\u00e4ngig. Je h\u00f6her die Hashrate, desto teurer und unwahrscheinlicher wird ein solcher Angriff.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist der Unterschied zwischen Hashrate und Difficulty?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hashrate misst die aktuelle Rechenleistung des Netzwerks und schwankt von Stunde zu Stunde. Die Difficulty ist ein vom Protokoll gesetzter Regler, der alle 2016 Bl\u00f6cke (etwa alle zwei Wochen) so angepasst wird, dass die Bl\u00f6cke im Schnitt alle zehn Minuten kommen. Die Difficulty folgt der Hashrate mit Verz\u00f6gerung und ist deshalb stabiler. Vereinfacht gesagt: Die Hashrate ist die Rechenleistung, die Difficulty ist der Thermostat, der sie auf einen konstanten Blocktakt einregelt.<\/p><script type='application\/ld+json'>{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist die Hashrate von Bitcoin einfach erkl\u00e4rt?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Die Hashrate ist die Gesamtzahl der Rechenversuche, die alle Bitcoin-Miner zusammen pro Sekunde unternehmen, um den n\u00e4chsten Block zu finden. Je h\u00f6her die Hashrate, desto mehr Rechenleistung sichert das Netzwerk ab und desto teurer w\u00e4re ein Angriff. 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