{"id":368,"date":"2026-08-26T22:30:37","date_gmt":"2026-08-26T22:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/mining-pools-2026-auszahlung-zensur-stratum-v2\/"},"modified":"2026-08-26T22:30:37","modified_gmt":"2026-08-26T22:30:37","slug":"mining-pools-2026-auszahlung-zensur-stratum-v2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/mining-pools-2026-auszahlung-zensur-stratum-v2\/","title":{"rendered":"Mining-Pools 2026: Wie sie zahlen und wer den Block baut"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Bitcoin hat Ende August 2026 wieder die Marke von <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-rally-80000-dollar-jackson-hole-warsh-2026\/'>80.000 US-Dollar<\/a> \u00fcberschritten, umgerechnet <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>gut 68.000 Euro<\/a>, und die Rechenleistung des Netzwerks liegt stabil \u00fcber einem Zettahash pro Sekunde. Fast nichts davon arbeitet allein. Nahezu jede dieser Maschinen schickt ihre Arbeit an einen von rund einem Dutzend Mining-Pools. Der Pool ist die unsichtbare Schicht zwischen dem ASIC-Chip im Rack und dem Eintrag in der Blockchain.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bekannte Erz\u00e4hlung \u00fcber Pools dreht sich um Konzentration: Zwei Anbieter kontrollieren zusammen mehr als die H\u00e4lfte der Hashrate. Das ist real und wichtig, doch die spannendere Geschichte des Jahres 2026 ist zugleich mechanischer und politischer. Sie handelt davon, wie Pools ihre Miner bezahlen, und davon, wer eigentlich entscheidet, welche Transaktionen in einen Block wandern. An genau diesen beiden Fragen entz\u00fcnden sich die Auseinandersetzungen dieses Jahres.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Text erkl\u00e4rt, warum Pools \u00fcberhaupt existieren, wie ihre Auszahlungsmodelle funktionieren, wo ihre Macht \u00fcber den Blockinhalt liegt, was das Protokoll Stratum V2 daran \u00e4ndert und warum der Mai 2026 zum Wendepunkt wurde. Danach geht es um OCEAN und DATUM, um die \u00fcberraschende Renaissance des Solo-Minings und darum, was das alles f\u00fcr Miner und Anleger im deutschsprachigen Raum bedeutet.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Warum Mining-Pools \u00fcberhaupt existieren<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelner moderner Miner, etwa ein Antminer S21 mit rund 200 Terahash pro Sekunde, klingt nach viel. Gegen die Netzwerk-Hashrate von etwa 1,06 Zettahash pro Sekunde ist sein Anteil jedoch verschwindend gering, ungef\u00e4hr zwei Zehnmillionstel. Rechnerisch w\u00fcrde ein solches Ger\u00e4t im Alleingang im statistischen Mittel weit \u00fcber ein Jahrhundert brauchen, um einen einzigen Block zu finden.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mining ist ein Poisson-Prozess: Bl\u00f6cke treffen zuf\u00e4llig ein, und der Erwartungswert sagt nichts \u00fcber die brutale Streuung. Ein Solo-Miner k\u00f6nnte jahrelang leer ausgehen und dann in einem Monat gleich zweimal treffen. F\u00fcr einen Betrieb mit Stromvertrag und Personal ist dieses Muster unkalkulierbar. Genau hier setzt der Pool an, und zwar nicht bei der Effizienz, sondern bei der Varianz.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Pool b\u00fcndelt die Rechenleistung tausender Teilnehmer, findet dadurch regelm\u00e4\u00dfig Bl\u00f6cke und verteilt die Belohnung anteilig. Aus einer Lotterie wird ein Gehalt. Die Blocksubvention liegt seit dem Halving vom April 2024 bei 3,125 BTC, bei einem Kurs um 68.000 Euro also gut 210.000 Euro pro Block, dazu kommen die Transaktionsgeb\u00fchren. Wer bei <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-hebel-bitcoin-august-rally-2026\/'>ohnehin knappen Margen<\/a> kalkuliert, kann sich Einkommensl\u00fccken von mehreren Monaten schlicht nicht leisten.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Die Auszahlungsmodelle: PPS, FPPS, PPLNS, SOLO und TIDES<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ein Pool wei\u00df, wie viel jeder Teilnehmer geleistet hat, verlangt er sogenannte Shares. Ein Share ist ein Hash, der eine niedrigere, vom Pool festgelegte Schwierigkeit erf\u00fcllt als das Netzwerk selbst. F\u00fcr die Blockchain sind diese Shares wertlos, doch sie sind ein statistischer Nachweis daf\u00fcr, wie viele Versuche ein Miner unternommen hat. Trifft einer dieser Hashes zuf\u00e4llig auch die viel h\u00e4rtere Netzwerk-Schwierigkeit, hat der Pool einen Block gefunden.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum ein Miner w\u00e4hlt seinen Pool zuerst nach Ideologie. Fast alle entscheiden nach dem Auszahlungsmodell, denn es bestimmt Einkommen und Risiko zugleich. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in einer Frage: Wer tr\u00e4gt das Gl\u00fccksrisiko, der Pool oder der Miner? Ein \u00dcberblick (<a href='https:\/\/d-central.tech\/mining-pool-payout-schemes\/'>Details bei D-Central<\/a>):<\/p>\n\n<figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Modell<\/th><th>Auszahlung erfolgt<\/th><th>Gl\u00fccks-Varianz tr\u00e4gt<\/th><th>Geb\u00fchr<\/th><th>Geeignet f\u00fcr<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>PPS<\/td><td>pro Share, sofort<\/td><td>Pool<\/td><td>hoch<\/td><td>maximale Planbarkeit<\/td><\/tr><tr><td>FPPS<\/td><td>pro Share inkl. Geb\u00fchrenanteil<\/td><td>Pool<\/td><td>mittel bis hoch<\/td><td>industrielle Miner mit fixen Kosten<\/td><\/tr><tr><td>PPS+<\/td><td>Subvention wie PPS, Geb\u00fchren wie PPLNS<\/td><td>\u00fcberwiegend Pool<\/td><td>mittel<\/td><td>Kompromiss aus Planbarkeit und Fairness<\/td><\/tr><tr><td>PPLNS<\/td><td>nur bei gefundenem Block<\/td><td>Miner<\/td><td>niedrig<\/td><td>loyale Miner mit Risikotoleranz<\/td><\/tr><tr><td>SOLO<\/td><td>nur der Blockfinder erh\u00e4lt alles<\/td><td>Miner (voll)<\/td><td>sehr niedrig<\/td><td>Lotteriespieler und Ideologen<\/td><\/tr><tr><td>TIDES<\/td><td>rollierendes Fenster, direkt aus Coinbase<\/td><td>Miner<\/td><td>niedrig<\/td><td>Fokus auf Nicht-Verwahrung<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FPPS, Full Pay Per Share, ist das Modell der Industrie. Der Pool zahlt f\u00fcr jeden g\u00fcltigen Share einen festen Satz, der Blocksubvention und einen gesch\u00e4tzten Geb\u00fchrenanteil enth\u00e4lt, ganz gleich, ob in dieser Periode ein Block fiel. Das Einkommen kommt so planbar wie ein Gehalt, weil der Pool die gesamte Streuung schluckt. Bezahlt wird das mit einer h\u00f6heren Geb\u00fchr, in der eine Art Versicherungspr\u00e4mie steckt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PPLNS, Pay Per Last N Shares, dreht das um. Geld flie\u00dft nur, wenn der Pool wirklich einen Block findet, und verteilt wird nach den zuletzt eingereichten Shares in einem gleitenden Fenster. Das belohnt Treue und bestraft Pool-Hopping, also das st\u00e4ndige Wechseln zum gerade gl\u00fccklichsten Pool. Die Geb\u00fchren sind niedriger, daf\u00fcr schwankt das Einkommen mit dem Gl\u00fcck des Pools.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SOLO-Mining \u00fcber einen Pool ist eine reine Koordinationsdienstleistung: Findet ein Teilnehmer einen Block, beh\u00e4lt er die gesamte Belohnung, alle anderen gehen leer aus. TIDES schlie\u00dflich ist das Modell des Pools OCEAN. Es z\u00e4hlt die Shares in einem transparenten, rollierenden Fenster von rund acht Bl\u00f6cken an Netzwerkschwierigkeit und zahlt jeden Anteil, inklusive Geb\u00fchren, direkt aus der Coinbase-Transaktion des gefundenen Blocks an die Wallet des Miners. Der Pool verwahrt zu keinem Zeitpunkt fremdes Geld.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Geb\u00fchren und die versteckte Versicherungspr\u00e4mie<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geb\u00fchr eines Pools ist mehr als ein Aufschlag, sie ist der Preis f\u00fcr die \u00dcbertragung von Risiko. Bei PPS-Modellen zahlt der Miner effektiv eine Versicherungspr\u00e4mie daf\u00fcr, dass der Pool die Gl\u00fccksschwankungen \u00fcbernimmt. Bei PPLNS entf\u00e4llt diese Pr\u00e4mie weitgehend, weil der Miner das Risiko selbst tr\u00e4gt. Typische Geb\u00fchren liegen zwischen null und rund vier Prozent, und ein scheinbar kleiner Unterschied von ein bis zwei Prozentpunkten summiert sich bei einer Gro\u00dfmine \u00fcber das Jahr zu erheblichen Betr\u00e4gen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt ein oft \u00fcbersehener Effekt: Manche Pools erheben ihre Geb\u00fchr auch auf die Transaktionsgeb\u00fchren, nicht nur auf die Subvention. In Phasen hoher Mempool-Auslastung, in denen Geb\u00fchren einen sp\u00fcrbaren Teil der Blockbelohnung ausmachen, ist dieser Unterschied bedeutsam. F\u00fcr Miner mit engen Margen entscheidet solches Kleingedrucktes mit \u00fcber die Rentabilit\u00e4t.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die gro\u00dfen Pools sind Geb\u00fchren ohnehin nur eine von mehreren Einnahmequellen. Der Analysedienst Hashrate Index beschreibt moderne Pools nicht mehr als passive Belohnungsverteiler, sondern als Koordinations- und Kontrollzentren, die Firmware, Energieoptimierung und Finanzm\u00e4rkte b\u00fcndeln. Viele bieten ihren Minern etwa Absicherungsprodukte auf den <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-derivate-2026-forwards-futures-markt\/'>Hashprice<\/a> oder Auszahlungen in Stablecoins an und binden sie so tiefer an das eigene \u00d6kosystem.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Die eigentliche Machtfrage: Wer baut den Block?<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis hierher ging es ums Geld. Die politisch brisantere Frage lautet: Wer bestimmt eigentlich den Inhalt eines Blocks? Im klassischen Stratum-Protokoll, das seit \u00fcber einem Jahrzehnt Standard ist, baut der Pool die komplette Blockvorlage. Er w\u00e4hlt die Transaktionen aus dem Mempool aus, ordnet sie, setzt die Coinbase-Transaktion und schickt dem Miner nur noch den Blockkopf zum Hashen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Miner liefert also Strom und Rechenleistung, den eigentlichen Proof of Work, hat aber keinerlei Mitsprache dar\u00fcber, welche Transaktionen best\u00e4tigt werden. Diese Arbeitsteilung ist effizient, doch sie konzentriert eine subtile Macht in den H\u00e4nden weniger Betreiber: die Macht zu entscheiden, was ins Bitcoin-Ledger kommt und was nicht. Genau deshalb ist die Verteilung der Hashrate nur die halbe Wahrheit. Wer die Vorlagen baut, ist mindestens ebenso wichtig wie die Frage, wer wie viele Maschinen betreibt.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Der OFAC-Test: als Pools anfingen zu filtern<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass diese Macht real ist, zeigte sich sp\u00e4testens 2023. Der Bitcoin-Entwickler 0xB10C dokumentierte damals sechs Transaktionen, die von mehreren gro\u00dfen Pools, darunter ViaBTC, F2Pool und Foundry, nicht in Bl\u00f6cke aufgenommen wurden, obwohl sie regul\u00e4r im Mempool standen. Alle betrafen Adressen auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums (OFAC), etwa den russischen OTC-Dienst SUEX. Werkzeuge wie miningpool.observer machen solche Auslassungen seither systematisch sichtbar (<a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/267759\/bitcoin-faces-risk-of-protocol-level-censorship-as-miners-under-increasing-regulatory-pressure'>The Block<\/a>).<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr westliche Miner ist das keine akademische Frage. Christopher Bendiksen, Bitcoin-Analyst beim Verm\u00f6gensverwalter CoinShares, sagte gegen\u00fcber The Block, ein Teil der Miner werde OFAC-gelistete Transaktionen letztlich zensieren; das werde im Westen schlicht zu den Gesch\u00e4ftskosten geh\u00f6ren, \u201ea cost of business in the West\u201c.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Filterung auch scheitern kann, zeigt das Beispiel Marathon. Der b\u00f6rsennotierte Miner hatte 2021 zeitweise OFAC-konforme Bl\u00f6cke gebaut. Charlie Schumacher, Kommunikationschef des Unternehmens, begr\u00fcndete das Ende des Experiments damit, das Feature sei \u201eimmensely unpopular and impractical\u201c gewesen, also \u00fcberaus unbeliebt und unpraktisch, und wurde wieder eingestellt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tiefere Sorge lautet: Wenn eine Handvoll Pools den Gro\u00dfteil aller Blockvorlagen baut, muss ein Regulierer nur wenige Betreiber unter Druck setzen, um Transaktionen fl\u00e4chendeckend zu blockieren. Zensurresistenz, eine der Kerneigenschaften von Bitcoin, h\u00e4ngt dann an der Kulanz einiger weniger Firmen. Die Parallele zu MEV bei Ethereum, wo die Reihenfolge der Transaktionen zu Geld gemacht wird, liegt nahe: In beiden F\u00e4llen ist die Kontrolle \u00fcber den Blockinhalt der eigentliche Hebel.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Stratum V2: das Protokoll, das den Block zur\u00fcckgibt<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die technische Antwort auf dieses Problem hei\u00dft Stratum V2. Das Protokoll wurde ma\u00dfgeblich von Braiins vorangetrieben, dem Betreiber des ehemaligen Slush Pool, der 2010 als erster Bitcoin-Mining-Pool \u00fcberhaupt startete. Sein wichtigstes Element ist ein Unterprotokoll namens Job Declaration.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Job Declaration erlaubt es einzelnen Minern, ihre eigene Blockvorlage zu bauen und dem Pool vorzuschlagen, statt passiv die Vorlage des Pools zu \u00fcbernehmen. Der Pool koordiniert weiterhin die Auszahlung und b\u00fcndelt die Hashrate, verliert aber sein Monopol auf die Transaktionsauswahl. Damit wandert die Zensurentscheidung von einigen wenigen Betreibern zu potenziell tausenden Minern.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stratum V2 bringt weitere Vorteile. Die Verbindung zwischen Miner und Pool wird Ende-zu-Ende verschl\u00fcsselt, was das sogenannte Hashrate-Hijacking erschwert, bei dem Angreifer unverschl\u00fcsselte Verbindungen abfangen und umleiten. Der Bandbreitenbedarf sinkt nach Angaben der Entwickler um rund 60 bis 70 Prozent, und in Tests von Braiins lie\u00df sich die Rentabilit\u00e4t durch geringere Latenz und bessere Geb\u00fchrenauswahl um bis zu 7,4 Prozent steigern. Die Spezifikation ist quelloffen und wird \u00fcber die Stratum V2 Reference Implementation gepflegt (<a href='https:\/\/stratumprotocol.org\/'>stratumprotocol.org<\/a>, <a href='https:\/\/github.com\/stratum-mining\/stratum'>GitHub<\/a>).<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Der Wendepunkt: Mai 2026 und die sieben Pools<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lange blieb Stratum V2 ein Nischenthema, das an der Tr\u00e4gheit der gro\u00dfen Pools scheiterte. Das \u00e4nderte sich im Mai 2026. Am 7. Mai traten sieben der gr\u00f6\u00dften Mining-Pools der Stratum V2 Working Group bei: AntPool, F2Pool, Foundry, SpiderPool, Block Inc., die MARA Foundation und DMND. Berichten zufolge signalisierten damit Pools mit rund 75 Prozent der globalen Rechenleistung ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr den offenen Standard zur Blockkonstruktion (<a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/05\/11\/bitcoin-mining-pools-with-75-of-btc-hashrate-join-open-standard-for-block-construction'>CoinDesk<\/a>).<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AntPool-Chef Andy Zhou erkl\u00e4rte, man sei \u201eproud to support the broader adoption of Stratum V2\u201c, also stolz, die breitere Einf\u00fchrung des Protokolls zu unterst\u00fctzen. SpiderPool-Technikchef Kenway Wang hob hervor, die miner-gebauten Vorlagen seien \u201eespecially useful for operators in bandwidth-constrained environments\u201c, besonders n\u00fctzlich f\u00fcr Betreiber mit knapper Bandbreite (<a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/bitcoin-mining-pool-giants-foundry-antpool-and-f2pool-signal-stratum-v2-shift\/'>News.Bitcoin.com<\/a>).<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei aller Symbolik ist Vorsicht angebracht. Einer Arbeitsgruppe beizutreten und Unterst\u00fctzung zu signalisieren, ist nicht dasselbe, wie Job Declaration standardm\u00e4\u00dfig zu aktivieren. Der Gro\u00dfteil der Hashrate l\u00e4uft weiterhin \u00fcber V1 oder \u00fcber V2 ohne miner-gebaute Vorlagen. Das eigentlich Neue ist, dass die gr\u00f6\u00dften Akteure ihren Widerstand aufgegeben haben. Nativ auf Stratum V2 setzen bislang vor allem zwei Pools: Braiins und DEMAND (DMND), das im November 2025 als erster von Grund auf V2-nativer Pool startete. DMND und GoMining sch\u00fcrften gemeinsam den ersten bekannten Block mit vollst\u00e4ndig miner-deklarierter Vorlage im Mainnet (<a href='https:\/\/cryptobriefing.com\/demand-pool-first-stratum-v2-block\/'>Crypto Briefing<\/a>).<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>DATUM und OCEAN: der radikalere Weg<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen radikaleren Weg als Stratum V2 geht der Pool OCEAN. Gegr\u00fcndet wurde er im November 2023 vom langj\u00e4hrigen Bitcoin-Core-Entwickler Luke Dashjr und dem Miner Bitcoin Mechanic, finanziell unterst\u00fctzt unter anderem von Jack Dorseys Firma Block. OCEANs Kerntechnologie hei\u00dft DATUM, kurz f\u00fcr Decentralized Alternative Templates for Universal Mining.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DATUM l\u00e4sst jeden angeschlossenen Miner seine eigene Blockvorlage bauen und trotzdem im Pool bleiben. Kombiniert wird das mit einem nicht-verwahrenden Auszahlungsmodell: Die Belohnung flie\u00dft direkt aus der Coinbase-Transaktion an die Wallet des Miners, der Pool h\u00e4lt zu keinem Zeitpunkt fremdes Geld und es gibt kein Gegenparteirisiko (<a href='https:\/\/bitcoinmagazine.com\/technical\/an-ocean-launch-post-mortem'>Bitcoin Magazine<\/a>). Im April 2025 k\u00fcndigte der Stablecoin-Riese Tether an, eigene und k\u00fcnftige Hashrate \u00fcber das DATUM-Gateway auf OCEAN einzubringen (<a href='https:\/\/tether.io\/news\/tether-to-deploy-hashrate-on-ocean-advancing-decentralized-bitcoin-mining-infrastructure\/'>Tether<\/a>). Im Juli 2026 stellte OCEAN auf der Messe Mining Disrupt zudem ein verschl\u00fcsseltes Betreiber-Dashboard namens Portal vor.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ansatz hat allerdings eine Kehrseite, die zeigt, dass Dezentralisierung der Blockvorlagen in beide Richtungen wirkt. In seiner Anfangszeit filterte OCEAN bestimmte Transaktionstypen wie Ordinals-Inschriften heraus, was Kritiker als Zensur werteten, w\u00e4hrend der Pool von Spam-Filterung sprach; die Regel wurde sp\u00e4ter \u00fcberarbeitet. Wenn einzelne Miner ihre Vorlagen selbst bauen, k\u00f6nnen sie eben auch selbst filtern. Der Gewinn liegt nicht in einem g\u00fctigen Torw\u00e4chter, sondern im Pluralismus vieler Entscheider.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Solo-Mining und die Bitaxe-Lotterie<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am anderen Ende des Spektrums steht eine Bewegung, die 2026 \u00fcberraschend viel Aufmerksamkeit bekam: das Solo-Mining zu Hause. Statt einem Pool beizutreten, richten Hobby-Miner ihr Ger\u00e4t direkt oder \u00fcber einen minimalen Koordinationsdienst wie Public Pool aufs Netzwerk und hoffen auf den einen gro\u00dfen Treffer.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und die Treffer kommen. Am 9. Juli 2026 fand ein Solo-Miner mit einem winzigen Bitaxe-Ger\u00e4t den Block 957382 und kassierte die volle Belohnung von gut 3,1 BTC, damals rund 200.000 US-Dollar oder etwa 172.000 Euro (<a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/07\/14\/solo-btc-miner-makes-usd200-000-using-usd150-equipment'>CoinDesk<\/a>). Anfang August folgte der n\u00e4chste Solo-Block. Statistisch entsprach der Juli-Treffer laut CoinDesk einer Chance von rechnerisch einmal in rund 18.000 Jahren. Solo-Mining hat 2026 sp\u00fcrbar zugenommen; im Zw\u00f6lfmonatszeitraum wurden sch\u00e4tzungsweise rund zwei Dutzend Bl\u00f6cke im Alleingang gefunden.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Bitaxe ist ein quelloffener Mini-ASIC, der denselben Chiptyp nutzt wie industrielle Antminer-S21-Maschinen, dabei aber nur rund ein bis 1,3 Terahash pro Sekunde bei 15 bis 21 Watt leistet und je nach Modell zwischen 60 und 150 Euro kostet. Wirtschaftlich bleibt das eine Lotterie: Gegen \u00fcber ein Zettahash Netzwerk-Hashrate liegt die Erwartung bei einem Treffer \u00fcber Jahrtausende. Ideologisch aber ist es die reinste Antwort auf die Vorlagenfrage, volle Selbstverwahrung, eigene Vorlage, kein Pool, erkauft mit dem v\u00f6lligen Verzicht auf planbares Einkommen.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Die Landschaft 2026: Konzentration und Geopolitik<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So viel Bewegung es bei der Kontrolle \u00fcber den Block gibt, so stabil bleibt die Verteilung der Rechenleistung. Nach Daten von <a href='https:\/\/hashrateindex.com\/blog\/top-10-bitcoin-mining-pools-of-2026\/'>Hashrate Index<\/a> (Stand Ende 2025, die Anteile schwanken je nach Zeitfenster) sah die Rangliste zuletzt so aus:<\/p>\n\n<figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Pool<\/th><th>Anteil (ca.)<\/th><th>Sitz \/ Eigent\u00fcmer<\/th><th>Auszahlung (g\u00e4ngig)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Foundry USA<\/td><td>30 %<\/td><td>USA (DCG)<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>AntPool<\/td><td>18 %<\/td><td>China (Bitmain)<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>ViaBTC<\/td><td>13 %<\/td><td>international<\/td><td>PPS<\/td><\/tr><tr><td>F2Pool<\/td><td>10 %<\/td><td>international<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>SpiderPool<\/td><td>9 %<\/td><td>Asien<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>MARA Pool<\/td><td>6 %<\/td><td>USA (b\u00f6rsennotiert)<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>SecPool<\/td><td>5 %<\/td><td>Asien<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>Luxor<\/td><td>3 %<\/td><td>USA<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>Binance Pool<\/td><td>2 %<\/td><td>B\u00f6rsen-Pool<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><tr><td>SBI Crypto<\/td><td>1 %<\/td><td>Japan (SBI)<\/td><td>FPPS<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Pools bieten mehrere Auszahlungsmodelle an; angegeben ist jeweils das g\u00e4ngigste. Die Zahlen untersch\u00e4tzen die Konzentration eher, als dass sie sie \u00fcbertreiben. Der Nakamoto-Koeffizient, die Zahl der Akteure, die zusammen mehr als die H\u00e4lfte der Hashrate stellen, liegt f\u00fcr 2026 bei etwa drei. Zudem leiten kleinere Pools ihre Hashrate im Hintergrund teils \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Anbieter (Proxy-Pooling), sodass die tats\u00e4chliche Ballung h\u00f6her ist, als die Blockstatistik zeigt. Insgesamt liegt die Netzwerk-Hashrate bei rund 1,06 Zettahash pro Sekunde und damit auf dem <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-hashrate-wachstum-2026-wette-zwei-zettahashes\/'>Weg zur n\u00e4chsten Zettahash-Schwelle<\/a>. Live nachvollziehen l\u00e4sst sich die Verteilung etwa bei <a href='https:\/\/mempool.space\/mining\/pools'>mempool.space<\/a>.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geografisch und geopolitisch ist die Landschaft aufgeladen. Foundry sitzt in den USA und geh\u00f6rt zur Digital Currency Group, mit einem compliance-orientierten, institutionellen Profil. AntPool steht dem Hersteller Bitmain nahe. ViaBTC gilt als in Russland und Umgebung stark, sieht sich aber wachsender regulatorischer Kontrolle ausgesetzt, was einige Miner zu Alternativen wie EMCD wandern l\u00e4sst. Parallel w\u00e4gen viele Betreiber zunehmend ab, ob sie ihre Rechenzentren f\u00fcr Bitcoin-Hashing oder lieber f\u00fcr die lukrative Vermietung an KI-Workloads nutzen, ein Trend, der bei b\u00f6rsennotierten Minern wie MARA sichtbar wird.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Mining-Pools gegen Staking-Pools: dieselbe Frage, zwei Welten<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage nach der Konzentration von Konsensmacht ist nicht auf Proof of Work beschr\u00e4nkt. Im Proof-of-Stake-Universum von Ethereum \u00fcbernehmen Staking-Pools eine strukturell \u00e4hnliche Rolle. Anbieter wie Lido, Rocket Pool oder die gro\u00dfen B\u00f6rsen b\u00fcndeln nicht Hashrate, sondern eingesetzte ETH und die dazugeh\u00f6rigen Validatoren. Wer viele Validatoren betreibt, kontrolliert einen entsprechenden Anteil an Blockvorschl\u00e4gen, Attestierungen und der MEV-Extraktion.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sorge ist dieselbe wie bei Mining-Pools: Aggregation steigert die Effizienz, ballt dabei aber Konsensmacht. Lidos Anteil am gesamten gestakten ETH war jahrelang ein Governance-Streitthema. Und so wie Stratum V2 die Vorlagenmacht bei Proof of Work zur\u00fcckverteilt, ist Distributed Validator Technology (DVT) die Antwort im Staking: Sie verteilt einen einzelnen Validatorschl\u00fcssel auf mehrere unabh\u00e4ngige Betreiber. In beiden Welten wird also gerade an technischen L\u00f6sungen gearbeitet, die Kontrolle vom Zentrum zur\u00fcck an den Rand geben.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Was das f\u00fcr deutsche Miner und Anleger bedeutet<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Miner und Anleger im deutschsprachigen Raum hat das Thema eine praktische und eine regulatorische Seite. Praktisch gilt: Bei Strompreisen von grob 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde ist industrielles Bitcoin-Mining in Deutschland gegen Regionen mit Preisen unter f\u00fcnf Cent kaum konkurrenzf\u00e4hig. Die meisten hiesigen Ber\u00fchrungspunkte laufen daher \u00fcber Miner-Aktien und Mining-ETPs oder \u00fcber das Hobby-Segment rund um Ger\u00e4te wie den Bitaxe.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regulatorisch ist reines Mining in Deutschland keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung. Sobald ein Pool aber Kundengelder verwahrt oder Auszahlungen b\u00fcndelt, k\u00f6nnen Verwahr- und Dienstleisterpflichten greifen, wie sie die europ\u00e4ische Verordnung MiCA und die Aufsicht der BaFin f\u00fcr Kryptodienstleister vorsehen. Nicht-verwahrende Pools wie OCEAN umgehen einen Teil dieser Fragen, weil sie nie fremdes Geld halten. Wie weit die Aufsicht k\u00fcnftig auch in Bereiche wie Staking und dezentrale Infrastruktur hineinreicht, ist Gegenstand der laufenden <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/mica-2-0-eu-ueberpruefung-2026-defi-staking-aufsicht\/'>MiCA-\u00dcberpr\u00fcfung<\/a>.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steuerlich, und das ist ausdr\u00fccklich keine Beratung, gilt f\u00fcr privat gehaltene Kryptowerte in Deutschland die Ein-Jahres-Frist des Paragraf 23 EStG, nach der Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne steuerfrei sein k\u00f6nnen. Mining wird von der Finanzverwaltung jedoch h\u00e4ufig als gewerbliche T\u00e4tigkeit eingestuft, bei der die Belohnung zum Zuflusszeitpunkt mit ihrem Marktwert als Einkommen z\u00e4hlt. Das gew\u00e4hlte Auszahlungsmodell eines Pools kann beeinflussen, wann dieser Zufluss steuerlich anf\u00e4llt. Wer ernsthaft mint, sollte das mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater kl\u00e4ren.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Kriterien f\u00fcr die Pool-Wahl 2026<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer 2026 einen Pool ausw\u00e4hlt oder bewertet, sollte \u00fcber die reine Geb\u00fchr hinausschauen. Die wichtigsten Kriterien:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Auszahlungsmodell: FPPS f\u00fcr maximale Planbarkeit, PPLNS f\u00fcr niedrigere Geb\u00fchren, TIDES oder SOLO f\u00fcr Nicht-Verwahrung und Ideologie.<\/li><li>Verwahrung: H\u00e4lt der Pool die Belohnung treuh\u00e4nderisch, oder flie\u00dft sie direkt aus der Coinbase an die eigene Wallet?<\/li><li>Geb\u00fchren und Mindestauszahlung: transparente Geb\u00fchrenstruktur, Auszahlungsschwelle und der Umgang mit Geb\u00fchren auf Transaktionsgeb\u00fchren.<\/li><li>Vorlagenkontrolle: Unterst\u00fctzt der Pool Stratum V2 Job Declaration oder DATUM, kann der Miner also selbst gebaute Blockvorlagen einreichen?<\/li><li>Dezentralisierungsbeitrag: St\u00e4rkt die eigene Hashrate einen ohnehin dominanten Anbieter oder einen kleineren Herausforderer?<\/li><li>Regulatorische und geografische Exponierung: Sitz des Betreibers sowie seine Praxis bei Sanktionen und Zensur.<\/li><li>Zuverl\u00e4ssigkeit: Betriebszeit, Latenz, Support und Qualit\u00e4t des Dashboards.<\/li><\/ul>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Fazit: Hashrate bleibt konzentriert, Kontrolle wird verteilt<\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hashrate bleibt konzentriert, und daran wird sich kurzfristig wenig \u00e4ndern. Zwei bis drei Pools gen\u00fcgen weiterhin, um \u00fcber die H\u00e4lfte der Rechenleistung zu stellen. Doch 2026 ist das Jahr, in dem die zweite, wichtigere Frage vom Nischenthema zur Schlagzeile wurde: Wer baut den Block?<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieben der gr\u00f6\u00dften Pools haben ihren Widerstand gegen Stratum V2 aufgegeben. OCEAN und DATUM treiben ein radikaleres, nicht-verwahrendes Modell voran. Solo-Miner gewinnen weiterhin die gelegentliche Lotterie und f\u00fchren vor, wie vollst\u00e4ndige Selbstbestimmung aussieht, wenn auch ohne planbares Einkommen. Der entscheidende Test der kommenden Monate ist, ob aus dem Signal der Arbeitsgruppe gelebte Praxis wird, ob also Miner die Job Declaration tats\u00e4chlich einschalten.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Leserinnen und Leser im deutschsprachigen Raum liegt der praktische Nutzen weniger im Betrieb eigener Maschinen als im Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wo die Konsensmacht sitzt. Wer mint oder investiert, kann mit der Wahl des Pools eine kleine, aber echte Stimme abgeben: f\u00fcr Anbieter, die Kontrolle verteilen, statt sie zu horten.<\/p>\n\n<h2 class='wp-block-heading'>Frequently Asked Questions<\/h2>\n\n<h3 class='wp-block-heading'>Was ist ein Mining-Pool und warum brauche ich einen?<\/h3>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Mining-Pool b\u00fcndelt die Rechenleistung vieler Miner, damit sie gemeinsam Bitcoin-Bl\u00f6cke finden und die Belohnung anteilig teilen. Ohne Pool w\u00e4re das Einkommen eines einzelnen Ger\u00e4ts reine Gl\u00fcckssache, denn bei einer Netzwerk-Hashrate von \u00fcber einem Zettahash pro Sekunde m\u00fcsste ein einzelnes Spitzenger\u00e4t im statistischen Mittel weit \u00fcber ein Jahrhundert auf einen eigenen Block warten. Der Pool verwandelt diese Lotterie in einen planbaren Zahlungsstrom.<\/p>\n\n<h3 class='wp-block-heading'>Was ist der Unterschied zwischen FPPS und PPLNS?<\/h3>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei FPPS (Full Pay Per Share) zahlt der Pool f\u00fcr jeden eingereichten Anteil einen festen Satz aus Blocksubvention und Transaktionsgeb\u00fchren, unabh\u00e4ngig davon, ob gerade ein Block gefunden wurde. Das Gl\u00fccksrisiko tr\u00e4gt der Pool, daf\u00fcr ist die Geb\u00fchr h\u00f6her. Bei PPLNS (Pay Per Last N Shares) flie\u00dft Geld nur, wenn der Pool tats\u00e4chlich einen Block findet, und die H\u00f6he richtet sich nach den zuletzt beigetragenen Anteilen. Das belohnt Treue und bestraft Pool-Hopping, \u00fcbertr\u00e4gt die Schwankung aber auf den Miner.<\/p>\n\n<h3 class='wp-block-heading'>K\u00f6nnen Mining-Pools Bitcoin-Transaktionen zensieren?<\/h3>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Weil traditionell der Pool die Blockvorlage baut, entscheidet er, welche Transaktionen aus dem Mempool aufgenommen werden. 2023 dokumentierte der Entwickler 0xB10C, dass mehrere gro\u00dfe Pools Transaktionen von OFAC-sanktionierten Adressen auslie\u00dfen. Protokolle wie Stratum V2 und DATUM geben diese Auswahl an die einzelnen Miner zur\u00fcck und schw\u00e4chen so die Zensurmacht der Pools.<\/p>\n\n<h3 class='wp-block-heading'>Was \u00e4ndert Stratum V2 f\u00fcr Miner?<\/h3>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stratum V2 erlaubt einzelnen Minern \u00fcber die Job-Declaration-Funktion, ihre eigene Blockvorlage zu bauen, statt die des Pools zu \u00fcbernehmen. Zus\u00e4tzlich verschl\u00fcsselt das Protokoll die Verbindung, senkt den Bandbreitenbedarf deutlich und kann laut den Entwicklern die Rentabilit\u00e4t um bis zu 7,4 Prozent erh\u00f6hen. Im Mai 2026 signalisierten sieben Pools mit rund 75 Prozent der Hashrate ihre Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n<h3 class='wp-block-heading'>Lohnt sich Solo-Mining mit einem Bitaxe 2026?<\/h3>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wirtschaftlich ist Solo-Mining mit einem Bitaxe eine Lotterie und kein Einkommen. Ein einzelnes Ger\u00e4t liefert rund ein Terahash pro Sekunde und hat damit im statistischen Mittel \u00fcber Jahrtausende hinweg nur eine minimale Chance, allein einen Block zu finden. 2026 gelang das mehreren Hobby-Minern, etwa im Juli bei Block 957382 mit gut 3,1 BTC Belohnung, doch solche Treffer bleiben seltene Gl\u00fccksf\u00e4lle und keine planbare Rendite.<\/p>\n\n<script type='application\/ld+json'>{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist ein Mining-Pool und warum brauche ich einen?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Ein Mining-Pool b\u00fcndelt die Rechenleistung vieler Miner, damit sie gemeinsam Bitcoin-Bl\u00f6cke finden und die Belohnung anteilig teilen. 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