{"id":425,"date":"2026-08-30T10:25:17","date_gmt":"2026-08-30T10:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/btcfi-2026-bitcoin-rendite-herkunft-kosten\/"},"modified":"2026-08-30T10:25:17","modified_gmt":"2026-08-30T10:25:17","slug":"btcfi-2026-bitcoin-rendite-herkunft-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/btcfi-2026-bitcoin-rendite-herkunft-kosten\/","title":{"rendered":"BTCFi 2026: Wo die Bitcoin-Rendite herkommt und was sie kostet"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast jeder Bitcoin-Halter stellt sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter dieselbe Frage: Kann mein Bitcoin etwas verdienen, w\u00e4hrend er einfach nur liegt? \u00dcber Jahre lautete die ehrliche Antwort Nein. Bitcoin war digitales Gold, knapp und sicher, aber unproduktiv. Wer Rendite wollte, musste verkaufen, verleihen oder seine Coins in fremde Systeme schieben und trug damit genau das Gegenparteirisiko, das Bitcoin urspr\u00fcnglich abschaffen sollte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese L\u00fccke will BTCFi schlie\u00dfen, kurz f\u00fcr Bitcoin-Finance: der Sammelbegriff f\u00fcr Finanzanwendungen, die direkt auf Bitcoin aufsetzen. Staking, Kredite, Liquidit\u00e4tspools, verzinste Bitcoin-Token. Das Versprechen klingt verlockend, dein Bitcoin bleibt Bitcoin und wirft trotzdem Ertrag ab. 2026 liefert dazu allerdings einen unbequemen Realit\u00e4tscheck. Auf den Bitcoin-Sidechains und Layer-2-Netzwerken ist das in Renditeprodukten gebundene Kapital laut einer Untersuchung des Research-Hauses <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> um mehr als 74 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig stecken im nativen Bitcoin-Staking \u00fcber das Protokoll Babylon weiter mehr als vier Milliarden US-Dollar, wie <a href='https:\/\/en.cryptonomist.ch\/2026\/05\/15\/babylon-bitcoin-staking-4-billion-tvl\/'>The Cryptonomist<\/a> berichtet. Beides stimmt, und dieser Widerspruch ist der rote Faden dieses Textes.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erkl\u00e4ren die Bitcoin-L2- und BTCFi-Landschaft hier nicht \u00fcber ihre Technik allein, sondern \u00fcber die Frage, die Anleger wirklich umtreibt: Woher kommt die Rendite, ist sie echt oder nur eine h\u00fcbsche Zahl, und was kostet sie an Vertrauen? Ein Hinweis zur Einordnung vorweg. Kurse geben wir in Euro an, ein Bitcoin kostet aktuell rund 67.300 Euro (<a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin\/eur'>CoinGecko<\/a>, rund 37,5 Prozent unter dem Allzeithoch von 107.662 Euro). Die branchen\u00fcblichen TVL-Werte, also das in den Protokollen gebundene Kapital, nennen wir in US-Dollar, so wie die Datenanbieter sie ausweisen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was BTCFi ist, und was es nicht ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">BTCFi ist keine einzelne Technologie, sondern ein Oberbegriff. Gemeint ist alles, was Bitcoin von einem reinen Wertspeicher zu einem produktiven Verm\u00f6genswert macht: Staking, Verleih gegen Zinsen, Bereitstellung von Liquidit\u00e4t, verzinste Bitcoin-Derivate. Der entscheidende Punkt f\u00fcr Einsteiger ist, dass BTCFi und &bdquo;Bitcoin Layer 2&ldquo; nicht dasselbe sind, auch wenn sie sich stark \u00fcberschneiden.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Layer 2 im strengen Sinn skaliert Bitcoin und leitet seine Sicherheit aus der Bitcoin-Blockchain ab; im Idealfall kann ein Nutzer sein Guthaben jederzeit einseitig zur\u00fcck auf Layer 1 holen, ohne auf das Wohlwollen Dritter angewiesen zu sein. Das Lightning Network mit seinen knapp 5.000 BTC \u00f6ffentlicher Kapazit\u00e4t ist daf\u00fcr das Musterbeispiel: Zahlungskan\u00e4le mit trustless durchsetzbaren Vertr\u00e4gen und einseitigem Ausstieg. Lightning ist allerdings ein Zahlungsnetz, kein Renditeprodukt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">BTCFi l\u00e4uft dagegen auf sehr unterschiedlichen Fundamenten. Manches sitzt auf echten Bitcoin-Sidechains und Rollups (Rootstock, Stacks, Citrea), manches auf einer nativen Staking-Schicht direkt \u00fcber Layer 1 (Babylon), und ein gro\u00dfer Teil l\u00e4uft schlicht auf Ethereum oder anderen Chains, wo verpackter Bitcoin als Sicherheit hinterlegt wird. Der letzte Fall ist gar kein Bitcoin-L2, sondern Bitcoin zu Gast in einem fremden Haus. Wer Rendite sucht, sollte deshalb zuerst verstehen, auf welcher Schicht sein Kapital tats\u00e4chlich liegt, denn davon h\u00e4ngt fast das gesamte Risiko ab. Wie stark sich die Vertrauensmodelle unterscheiden, hat unsere Redaktion in einer eigenen Analyse zu <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-l2s-2026-bruecken-pegs-ausstiegstest\/'>Br\u00fccken, Pegs und dem Ausstiegstest<\/a> aufgeschl\u00fcsselt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Realit\u00e4tscheck 2026: minus 74 Prozent<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um zu verstehen, warum die Renditefrage 2026 so n\u00fcchtern gestellt werden muss, lohnt der Blick auf die Zahlen. BTCFi ist rasant gewachsen und dann ebenso schnell geschrumpft. Laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> lag das gebundene Kapital im Januar 2024 noch bei 304 Millionen US-Dollar, kletterte bis Dezember 2024 auf rund 7 Milliarden und erreichte im Oktober 2025 einen H\u00f6chststand von etwa 9,1 Milliarden US-Dollar. Danach kam der Absturz.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den Bitcoin-L2s und Sidechains fiel das gebundene Kapital bis zum ersten Quartal 2026 um \u00fcber 74 Prozent (<a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a>). Das breiter gefasste BTCFi-Universum hielt sich etwas besser, verlor aber immer noch rund 10 Prozent: von kumuliert 101.721 auf etwa 91.332 Bitcoin. Zur Einordnung: Selbst auf dem H\u00f6hepunkt waren damit nur rund 0,46 Prozent aller umlaufenden Bitcoin \u00fcberhaupt in solchen Anwendungen aktiv. BTCFi ist also, gemessen an Bitcoins Marktkapitalisierung von rund 1,35 Billionen Euro, bis heute eine Nische.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Research-Haus <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> nennt drei Ursachen f\u00fcr die Schrumpfung. Erstens die Fragmentierung der Liquidit\u00e4t: Das Kapital verteilte sich auf viele isolierte Pools auf verschiedenen Chains, verbunden durch riskante Br\u00fccken. Zweitens der Mangel an eigenen Ideen: Viele Protokolle kopierten schlicht die Bausteine von Ethereum oder Solana, ohne etwas zu bieten, was es nur auf Bitcoin gibt. Drittens Sicherheitsvorf\u00e4lle, die das Vertrauen gerade der konservativen Bitcoin-Halter ersch\u00fctterten. Das Fazit der Analysten ist unbequem und lehrreich zugleich: Gebundenes Kapital ist kein Umsatz. Milliarden an TVL bedeuten wenig, solange kein tragf\u00e4higes Geb\u00fchrenmodell dahintersteht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die entscheidende Frage: Woher kommt die Rendite?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn TVL nicht gleich Umsatz ist, dann ist die wichtigste Frage bei jedem Renditeangebot: Woher kommt das Geld, das ausgezahlt wird? Grob lassen sich drei Quellen unterscheiden, und der Unterschied entscheidet dar\u00fcber, ob eine Rendite dauerhaft tr\u00e4gt oder nur so lange existiert, wie neue Anleger nachstr\u00f6men.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Quelle ist echter Cashflow: Zinsen, die Kreditnehmer zahlen, Handelsgeb\u00fchren oder, im Fall von Bitcoin, die Gebote der Miner. Diese Rendite tr\u00e4gt, solange es reale Nachfrage gibt. Die zweite Quelle sind Emissionen: frisch gedruckte Protokoll-Token oder Punkte, mit denen fr\u00fche Nutzer belohnt werden. Das kann anfangs spektakul\u00e4r aussehen, verw\u00e4ssert aber mit der Zeit und endet oft, sobald der Token-Kurs f\u00e4llt. Die dritte, neueste Quelle ist geteilte Sicherheit (Shared Security): Andere Netzwerke bezahlen daf\u00fcr, dass gestakter Bitcoin ihre Kette absichert. Das ist das ambitionierteste Modell, aber noch weitgehend unbewiesen. Dieselbe Spannung zwischen echtem Ertrag und blo\u00dfer Subvention beleuchten wir auch im Vergleich von <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-vs-staking-rendite-sicherheit-2026\/'>Hashprice und Staking-Rendite<\/a>, den zwei Preisen der Sicherheit.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Renditetyp<\/th><th>Woher das Geld kommt<\/th><th>Typisches Beispiel<\/th><th>Nachhaltig?<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Cashflow-Rendite<\/td><td>echte Zahlungen: Zinsen, Geb\u00fchren, Miner-Gebote<\/td><td>Stacks PoX, Kreditzinsen bei Zest<\/td><td>Ja, solange reale Nachfrage besteht<\/td><\/tr><tr><td>Emissions-Rendite<\/td><td>frisch ausgegebene Protokoll-Token oder Punkte<\/td><td>fr\u00fche BTCFi-Farms, BABY-Belohnungen<\/td><td>Nein, verw\u00e4ssert mit der Zeit<\/td><\/tr><tr><td>Shared-Security-Rendite<\/td><td>fremde Netzwerke zahlen f\u00fcr Absicherung<\/td><td>Babylon-BSNs, Restaking-Modelle<\/td><td>Offen, bislang unbewiesen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Babylon: das Versprechen vom produktiven Bitcoin<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Kein Projekt verk\u00f6rpert die dritte Renditequelle so deutlich wie Babylon. Mit mehr als vier Milliarden US-Dollar gebundenem Kapital ist es der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Einzelposten im BTCFi-Universum (<a href='https:\/\/en.cryptonomist.ch\/2026\/05\/15\/babylon-bitcoin-staking-4-billion-tvl\/'>The Cryptonomist<\/a>). Der technische Reiz liegt darin, dass Babylon ohne Br\u00fccke und ohne synthetischen Token auskommt: Der Bitcoin bleibt auf der Bitcoin-Blockchain, gesperrt in einem selbstverwahrten Zeitschloss (Timelock-Vault), zu dem nur der Halter die Schl\u00fcssel besitzt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der gestakte Bitcoin sichert dann sogenannte Bitcoin Secured Networks ab, andere Proof-of-Stake-Ketten, die f\u00fcr diese zus\u00e4tzliche Sicherheit bezahlen. Wer als Finality Provider unehrlich handelt und widerspr\u00fcchliche Bl\u00f6cke best\u00e4tigt, dem wird ein Teil des delegierten Bitcoin per Slashing entzogen. Das ist das erste Modell, das Bitcoin eine dritte Funktion neben Wertspeicher und Zahlungsmittel geben will. <a href='https:\/\/www.ccn.com\/education\/crypto\/bitcoin-defi-babylon-david-tse-btc-collateral-vision\/'>David Tse<\/a>, Stanford-Professor und Mitgr\u00fcnder von Babylon, beschreibt genau diesen Wandel: Bitcoin solle sich vom passiven Wertspeicher zum R\u00fcckgrat einer dezentralen Finanzwelt entwickeln, Staking sei der dritte native Anwendungsfall der Kryptow\u00e4hrung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">So elegant die Architektur ist, an einem Punkt muss man ehrlich bleiben: Die Belohnungen flie\u00dfen bislang vor allem im protokolleigenen BABY-Token, nicht in Bitcoin. Das ist also \u00fcberwiegend Emissions- und noch keine echte Cashflow-Rendite, denn sie h\u00e4ngt am Kurs eines eigenen Tokens und an der Frage, ob gen\u00fcgend fremde Netzwerke am Ende wirklich f\u00fcr die Absicherung zahlen. Dazu kommt das Slashing-Risiko: Wer einen unzuverl\u00e4ssigen Finality Provider w\u00e4hlt, kann Bitcoin verlieren, ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben. Wie sich solche Staking-Ertr\u00e4ge im Vergleich zu klassischen Proof-of-Stake-Ketten schlagen, zeigt unser Blick auf die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/validator-oekonomie-2026-realrendite-chains-vergleich\/'>Validator-\u00d6konomie und die Realrendite der Chains<\/a>.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Liquid Staking: Lombard, LBTC und die Restaking-Schleife<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Gestakter Bitcoin ist gebundener Bitcoin, und gebundenes Kapital \u00e4rgert renditehungrige Anleger. Genau hier setzt Liquid Staking an, das aus dem Ethereum-Umfeld bekannte Prinzip. Der Marktf\u00fchrer ist Lombard mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar und etwa 260.000 Nutzern; das Protokoll kontrolliert damit laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> rund 60 Prozent des Marktes f\u00fcr liquides Bitcoin-Staking.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Funktionsprinzip: Wer seinen Bitcoin \u00fcber Lombard bei Babylon stakt, erh\u00e4lt im Gegenzug den liquiden Token LBTC, der den Anspruch auf den hinterlegten Bitcoin plus aufgelaufene Belohnungen verbrieft. Diesen LBTC kann man weiterverwenden, in Kreditprotokollen hinterlegen, in Liquidit\u00e4tspools stecken, als Sicherheit beleihen. So l\u00e4sst sich dieselbe Bitcoin-Einheit mehrfach f\u00fcr Rendite einsetzen. Das ist bequem, potenziert aber die Risiken: Jede zus\u00e4tzliche Schleife (Looping) hebelt die Position und macht sie anf\u00e4lliger f\u00fcr Kettenreaktionen, falls der LBTC-Kurs von seinem Bitcoin-Wert abweicht (Depeg).<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie schnell Konzentration zum Problem wird, liegt auf der Hand: Weil ein einzelnes Protokoll einen so gro\u00dfen Teil des liquiden Bitcoin-Stakings kontrolliert, kann schon die Entscheidung eines einzigen Akteurs, Bitcoin abzuziehen oder Finality Provider zu wechseln, die Zahlen des gr\u00f6\u00dften BTCFi-Segments sp\u00fcrbar durchsch\u00fctteln, wie die Analyse von <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> zur Marktkonzentration betont. F\u00fcr Anleger ist das eine Erinnerung daran, dass liquide Staking-Token Komfort gegen zus\u00e4tzliche Abh\u00e4ngigkeiten tauschen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Stacks und PoX: die vielleicht ehrlichste Bitcoin-Rendite<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Babylons Rendite \u00fcberwiegend aus einem eigenen Token stammt, bietet Stacks einen Mechanismus, der echtem Cashflow n\u00e4her kommt. Der Proof-of-Transfer (PoX) funktioniert so: Wer STX-Token sperrt (das nennt sich Stacking), erh\u00e4lt Belohnungen in echtem Bitcoin, und zwar aus den Geboten der Miner, die f\u00fcr das Recht bezahlen, Stacks-Bl\u00f6cke zu produzieren. Es ist kein frisch gedruckter Token, sondern Bitcoin, der real den Besitzer wechselt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen belegen, dass das keine Theorie ist. Seit 2021 hat PoX laut <a href='https:\/\/crypto.news\/stx-crypto-review-2026-tokenomics-btc-yield-and-staking-demand\/'>crypto.news<\/a> mehr als 4.200 Bitcoin an Stacker ausgesch\u00fcttet; die STX-Stacking-Rendite lag zuletzt bei rund 7,17 Prozent pro Jahr, bei \u00fcber 581 Millionen gesperrten STX. Mit dem Hardfork PoX-5, der Ende Juli 2026 aktiviert wurde, k\u00f6nnen Halter nun auch Bitcoin und STX gemeinsam zu einem &bdquo;Bond&ldquo; b\u00fcndeln und daraus eine anf\u00e4ngliche Bitcoin-Rendite von rund 3 Prozent erzielen, ohne die Verwahrung der Coins abzugeben, wie <a href='https:\/\/cryptobriefing.com\/stacks-bitcoin-staking-pox5\/'>Crypto Briefing<\/a> berichtet.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Daneben lebt auf Stacks ein wachsendes DeFi-\u00d6kosystem rund um sBTC, die dezentral verwaltete Bitcoin-Repr\u00e4sentation der Chain. sBTC erreichte im ersten Quartal 2026 ein gebundenes Kapital von 437 Millionen US-Dollar; das gesamte Stacks-DeFi liegt laut <a href='https:\/\/crypto.news\/stx-crypto-review-2026-tokenomics-btc-yield-and-staking-demand\/'>crypto.news<\/a> aktuell bei rund 86 Millionen, wovon das Kreditprotokoll Zest mit etwa 68,5 Millionen den L\u00f6wenanteil stellt. Kreditzinsen sind ebenfalls echter Cashflow. Mitgr\u00fcnder <a href='https:\/\/bitcoinworld.co.in\/one-small-change-bitcoin-needs-to-unlock-its-programming-potential-stacks-ceo-consensus-2023-live\/'>Muneeb Ali<\/a> hatte schon 2023 auf der Consensus daf\u00fcr geworben, Bitcoin \u00fcber Layer-2-Schichten programmierbar zu machen und das Kapital in Smart Contracts zu bringen. Ein Vorbehalt bleibt: sBTC wird von einem Signer-Set mit Schwellenwert verwaltet, ein echter einseitiger Ausstieg wie bei Lightning ist damit nicht gegeben.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Rootstock: DeFi auf der \u00e4ltesten Bitcoin-Sidechain<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer klassisches DeFi im Ethereum-Stil auf Bitcoin sucht, landet bei Rootstock, das bereits seit 2018 l\u00e4uft. Es ist eine merge-mined Sidechain mit einer voll EVM-kompatiblen virtuellen Maschine; Bitcoin-Miner sichern die Kette mit derselben Rechenleistung, mit der sie Bitcoin sch\u00fcrfen. Laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/rootstock-rsk-evm-bitcoin-analysis'>Spark<\/a> beteiligt sich zeitweise bis zu 87 Prozent der Bitcoin-Hashrate am Merge-Mining von Rootstock, was der Kette eine beachtliche Sicherheitsbasis gibt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rendite auf Rootstock entsteht klassisch aus Lending und Liquidit\u00e4tsbereitstellung, geb\u00fcndelt vor allem bei den Protokollen Sovryn und Money on Chain, die zusammen rund 77 Prozent des gebundenen Kapitals der Kette ausmachen. Allerdings zeigt auch Rootstock die BTCFi-Kontraktion in Reinform: Das DeFi-Kapital sank laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/rootstock-rsk-evm-bitcoin-analysis'>Spark<\/a> von etwa 260 Millionen US-Dollar Mitte 2025 auf rund 98 Millionen Anfang 2026. Rootstock ist damit weniger ein Renditewunder als ein Beleg daf\u00fcr, dass Langlebigkeit allein kein Kapital anzieht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Vertrauensmodell gilt: Der Peg, also die Bindung von RBTC an echten Bitcoin, wird von einer F\u00f6deration (PowPeg) verwaltet. Ein einseitiger Ausstieg ohne Mitwirkung dieser F\u00f6deration ist nicht vorgesehen. Wer hier Rendite erzielt, vertraut also einem Verbund von W\u00e4chtern, nicht allein der Bitcoin-Konsensregel.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Rollups und trust-minimierte Br\u00fccken: Citrea und die BitVM-Wette<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die technisch spannendste Baustelle sind Rollups, die Bitcoins eigene Konsensregeln so weit wie m\u00f6glich zur Absicherung nutzen. Citrea ist hier der Vorreiter: ein zkEVM-Rollup, dessen Mainnet im Januar 2026 startete, mit Stablecoin ctUSD und \u00fcber 30 Anwendungen zum Start (<a href='https:\/\/www.theblock.co\/post\/387140\/zk-powered-bitcoin-layer-2-citrea-launches-mainnet'>The Block<\/a>). Anders als eine F\u00f6deration setzt Citrea auf eine Br\u00fccke namens Clementine, die auf BitVM basiert und nur eine einzige ehrliche Partei voraussetzt (1-of-N).<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Nach eigenen Angaben hat Clementine in den ersten sechs Monaten rund 150 Bitcoin verarbeitet und sei damit die erste trust-minimierte Bitcoin-Br\u00fccke zu einer voll programmierbaren Plattform (<a href='https:\/\/www.blog.citrea.xyz\/6-months-of-clementine-first-trust-minimized-bitcoin-bridge\/'>Citrea-Blog<\/a>). W\u00e4hrend BitVM2 bereits produktiv l\u00e4uft, steckt die n\u00e4chste Ausbaustufe BitVM3, die Streitf\u00e4lle deutlich g\u00fcnstiger machen soll, noch in der Forschung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6glich wurde all das erst durch Bitcoins Taproot-Upgrade, das mit Schnorr-Signaturen und flexibleren Skripten den technischen Boden f\u00fcr BitVM und Rollups bereitet hat; welche Bilanz dieses stille Upgrade nach f\u00fcnf Jahren zieht, haben wir in <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/fuenf-jahre-taproot-bilanz-2026\/'>einer eigenen Analyse<\/a> nachgezeichnet. F\u00fcr Renditej\u00e4ger ist Citrea allerdings noch verfr\u00fcht: Das gebundene Kapital ist niedrig, die Liquidit\u00e4t d\u00fcnn, das DeFi-\u00d6kosystem am Anfang. Der Reiz liegt weniger in der heutigen Rendite als im Versprechen, irgendwann Rendite mit deutlich weniger Vertrauensannahmen als bei F\u00f6derationen zu erm\u00f6glichen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wrapped Bitcoin: die bequeme Rendite mit dem gr\u00f6\u00dften Gegenparteirisiko<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der mit Abstand einfachste Weg zu Bitcoin-Rendite f\u00fchrt \u00fcber verpackten Bitcoin: WBTC, tBTC, cbBTC oder SolvBTC. Dabei hinterlegt ein Verwahrer oder eine Br\u00fccke echten Bitcoin und gibt im Gegenzug einen Token auf einer anderen Chain aus, meist Ethereum, wo dieser Token dann in etablierten DeFi-Protokollen Rendite erwirtschaftet. tBTC etwa kommt laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> auf rund 578 Millionen US-Dollar. Wichtig f\u00fcr die Einordnung: Das ist kein Bitcoin-L2. Es ist ein Schuldschein (IOU) auf einer fremden Kette, und er ist nur so viel wert wie das Vertrauen in den Verwahrer oder die Br\u00fccke.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie real dieses Risiko ist, zeigte der Fall Solv Protocol im M\u00e4rz 2026. Eine Schwachstelle erlaubte das doppelte Pr\u00e4gen von Token (Double-Mint), wodurch laut <a href='https:\/\/www.spark.money\/research\/btcfi-bitcoin-defi-landscape-2026'>Spark<\/a> 38 SolvBTC im Wert von rund 2,7 Millionen US-Dollar unrechtm\u00e4\u00dfig entstanden, bei einem Protokoll, das damals \u00fcber 2,15 Milliarden US-Dollar verwaltete. Solche Vorf\u00e4lle sind der Grund, warum konservative Bitcoin-Halter der ganzen Kategorie misstrauen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Den grunds\u00e4tzlichen Einwand hat Ethereum-Mitgr\u00fcnder Vitalik Buterin schon 2022 formuliert. Er warnte, es gebe grundlegende Grenzen f\u00fcr die Sicherheit von Br\u00fccken, die \u00fcber mehrere &bdquo;Souver\u00e4nit\u00e4tszonen&ldquo; hinwegspringen; sicherer sei es, die Coins einer Kette auch auf dieser Kette zu halten (<a href='https:\/\/cointelegraph.com\/news\/vitalik-buterin-gives-thumbs-down-to-cross-chain-applications'>Cointelegraph<\/a>). F\u00fcr verpackten Bitcoin bedeutet das: Man tauscht die maximale Sicherheit von Bitcoin gegen die Bequemlichkeit fremder Renditem\u00e4rkte, und tr\u00e4gt daf\u00fcr das volle Gegenparteirisiko.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Renditewege im direkten Vergleich<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende \u00dcbersicht fasst die wichtigsten Renditewege zusammen. Sie macht sichtbar, dass der bequemste Weg selten der sicherste ist und dass die Frage nach dem Ausstieg fast alles entscheidet. Alle Kapitalangaben in US-Dollar, Stand der jeweils verlinkten Quellen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Plattform<\/th><th>Typ<\/th><th>Gebundenes Kapital<\/th><th>Renditequelle<\/th><th>Ausgezahlt in<\/th><th>Vertrauen \/ Ausstieg<\/th><th>Hauptrisiko<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Babylon<\/td><td>natives Staking<\/td><td>\u00fcber 4 Mrd.<\/td><td>Shared Security (BSNs)<\/td><td>BABY-Token<\/td><td>selbstverwahrt, kein Bridge<\/td><td>Token statt BTC, Slashing<\/td><\/tr><tr><td>Lombard (LBTC)<\/td><td>Liquid Staking<\/td><td>rund 1,5 Mrd.<\/td><td>Staking plus DeFi<\/td><td>LBTC plus Token<\/td><td>Smart-Contract-Verwahrung<\/td><td>Depeg, Hebel durch Looping<\/td><\/tr><tr><td>Stacks (PoX\/sBTC)<\/td><td>eigene Chain<\/td><td>sBTC 437 Mio.<\/td><td>Miner-Gebote, Zinsen<\/td><td>BTC und STX<\/td><td>Signer-Set, kein einseitiger Ausstieg<\/td><td>Peg- und Signer-Risiko<\/td><\/tr><tr><td>Rootstock<\/td><td>merge-mined Sidechain<\/td><td>DeFi rund 98 Mio.<\/td><td>Lending, Liquidit\u00e4t<\/td><td>RBTC und Token<\/td><td>PowPeg-F\u00f6deration<\/td><td>F\u00f6derations-Risiko<\/td><\/tr><tr><td>Citrea<\/td><td>zkEVM-Rollup<\/td><td>niedrig (Start)<\/td><td>DeFi auf dem Rollup<\/td><td>diverse Token<\/td><td>1-of-N (BitVM2)<\/td><td>jung, d\u00fcnne Liquidit\u00e4t<\/td><\/tr><tr><td>Wrapped BTC<\/td><td>Token-IOU (kein L2)<\/td><td>tBTC 578 Mio.<\/td><td>DeFi auf fremder Chain<\/td><td>diverse Token<\/td><td>Verwahrer oder Br\u00fccke<\/td><td>Verwahrer- und Br\u00fccken-Ausfall<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Was die Rendite an Vertrauen kostet: der Ausstiegstest<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die vielleicht wichtigste Frage bei jedem BTCFi-Produkt lautet nicht &bdquo;Wie hoch ist die Rendite?&ldquo;, sondern &bdquo;Wer kontrolliert meinen Bitcoin, und komme ich im Notfall allein wieder heraus?&ldquo;. Man nennt das den Ausstiegstest. Er ordnet die gesamte Landschaft entlang einer einzigen Achse: Wie viel Fremdvertrauen kostet mich die Rendite?<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Am oberen Ende steht natives Staking \u00e0 la Babylon, bei dem der Bitcoin die eigene Chain nie verl\u00e4sst und die Schl\u00fcssel beim Halter bleiben; das Preisschild ist hier das Slashing-Risiko und die Token-Rendite. In der Mitte liegen eigene Ketten und Sidechains wie Stacks und Rootstock, deren Pegs von Signer-Sets oder F\u00f6derationen verwaltet werden; ein einseitiger Ausstieg ohne deren Mitwirkung ist nicht m\u00f6glich. Am unteren Ende steht verpackter Bitcoin, wo ein einzelner Verwahrer oder eine Br\u00fccke die echten Coins h\u00e4lt. Wer diese Reihenfolge verinnerlicht, erkennt Renditeangebote schneller als das, was sie sind: bezahlte Risiko\u00fcbernahme.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau deshalb ist der Blick auf die Br\u00fccke oder den Peg so entscheidend, denn dort sitzt praktisch das gesamte Risiko eines Renditeprodukts. Wir haben diese Peg-Mechanik und den Ausstiegstest in einem eigenen Beitrag zu <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-l2s-2026-bruecken-pegs-ausstiegstest\/'>Br\u00fccken, Pegs und dem Ausstiegstest<\/a> im Detail durchgespielt. Die Kurzfassung f\u00fcr Anleger: Eine um wenige Prozentpunkte h\u00f6here Rendite wiegt selten das Risiko auf, im Ernstfall gar nicht mehr an die eigenen Coins zu kommen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Regulierung und Steuern: BaFin, MiCA und der Fiskus<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche Anleger kommt zur technischen eine rechtliche Ebene hinzu. Wichtig zu verstehen: MiCA und die BaFin regulieren nicht das Bitcoin-Protokoll oder einen Konsensmechanismus, sondern die Dienstleister und Emittenten. Wer Kryptowerte f\u00fcr Kunden verwahrt, tauscht oder verwaltet, braucht eine Zulassung als Krypto-Dienstleister (CASP), wie die BaFin in ihrem <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen<\/a> darlegt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr BTCFi hei\u00dft das: Eine zentrale Plattform, die deinen Bitcoin einsammelt und Rendite verspricht, f\u00e4llt in aller Regel unter diese Aufsicht, mit allen Pflichten zu Verwahrung, Eigenkapital und Kundengeldern. Natives, selbstverwahrtes Staking, bei dem die Coins nachweislich beim Nutzer bleiben, liegt anders, weil dort keine Verwahrung durch Dritte stattfindet. MiCA kennt keine eigene &bdquo;Staking-Lizenz&ldquo;; die entscheidende Frage ist stets, ob jemand die Kontrolle \u00fcber fremde Coins \u00fcbernimmt. Wie schnell sich der aufsichtsrechtliche Druck versch\u00e4rfen kann, zeigt unsere Berichterstattung dazu, wie <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/regulation-crypto-assets-sec-kommentarfrist-2026\/'>Enforcement zur Kommentarfrist<\/a> wird.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Steuerlich gilt in Deutschland vereinfacht: Rendite aus Staking oder Lending ist bei Zufluss als sonstige Eink\u00fcnfte zu versteuern, bewertet zum Kurs im Zeitpunkt des Erhalts. Der Verkauf des Bitcoin selbst bleibt nach Ablauf der einj\u00e4hrigen Haltefrist steuerfrei; die zeitweise bef\u00fcrchtete Verl\u00e4ngerung dieser Frist auf zehn Jahre allein wegen der Renditenutzung gilt nach der Klarstellung des Bundesfinanzministeriums nicht. Das ist bewusst allgemein gehalten und ersetzt keine Steuerberatung; wer BTCFi-Ertr\u00e4ge erzielt, sollte die konkrete Ausgestaltung mit einem Fachmann pr\u00fcfen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>So bewertest du Bitcoin-Rendite realistisch<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Aus alledem l\u00e4sst sich eine knappe Pr\u00fcfliste ableiten, mit der sich fast jedes Renditeangebot einordnen l\u00e4sst, ganz ohne tiefes technisches Wissen. Die f\u00fcnf Fragen sind bewusst in dieser Reihenfolge angeordnet, denn die erste ist die wichtigste.<\/p><ul class='wp-block-list'><li><strong>Woher kommt die Rendite?<\/strong> Echter Cashflow (Zinsen, Geb\u00fchren, Miner-Gebote) ist tragf\u00e4higer als reine Token-Emissionen. Wenn niemand erkl\u00e4ren kann, wer am Ende zahlt, zahlst wahrscheinlich du.<\/li><li><strong>In welcher W\u00e4hrung wird ausgezahlt?<\/strong> Rendite in Bitcoin ist etwas anderes als Rendite in einem frisch gedruckten Protokoll-Token, dessen Kurs jederzeit fallen kann.<\/li><li><strong>Wer h\u00e4lt die Schl\u00fcssel, und komme ich einseitig heraus?<\/strong> Selbstverwahrung schl\u00e4gt F\u00f6deration, F\u00f6deration schl\u00e4gt einzelnen Verwahrer.<\/li><li><strong>Wurde der Code gepr\u00fcft, und gibt es einen Track Record?<\/strong> Audits, Betriebsdauer und transparente Vorfallshistorie sind wichtiger als Marketingversprechen.<\/li><li><strong>Ist die H\u00f6he plausibel?<\/strong> Eine zweistellige &bdquo;risikofreie&ldquo; Bitcoin-Rendite ist ein Warnsignal, kein Schn\u00e4ppchen.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese f\u00fcnf Fragen ehrlich beantwortet, filtert die meisten Fallen schon heraus, bevor auch nur ein Satoshi bewegt wird. Rendite ist immer bezahlte Risiko\u00fcbernahme; die Kunst besteht darin, das Risiko zu verstehen, das man eingeht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: Rendite braucht Umsatz, nicht nur TVL<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einbruch von 2026 war kein Todesurteil f\u00fcr BTCFi, sondern eine Marktbereinigung. Die Lektion, die Spark aus den Zahlen zieht, d\u00fcrfte die n\u00e4chste Phase pr\u00e4gen: Kapital wandert dorthin, wo echte Einnahmen entstehen, nicht dorthin, wo die TVL-Zahl am gr\u00f6\u00dften ist. Protokolle, deren Rendite allein aus Token-Emissionen stammt, werden es schwerer haben; Modelle mit echtem Cashflow, wie die Bitcoin-Aussch\u00fcttungen von Stacks oder Kreditzinsen aus realer Nachfrage, haben die besseren Karten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die gro\u00dfen Wetten gilt Geduld. Babylons Shared-Security-Modell steht und f\u00e4llt damit, ob gen\u00fcgend fremde Netzwerke am Ende zahlende Kunden werden, statt Belohnungen blo\u00df in einem eigenen Token auszusch\u00fctten. Rollups wie Citrea m\u00fcssen beweisen, dass trust-minimierte Br\u00fccken auch mit ernsthafter Liquidit\u00e4t funktionieren. Und die Regulierung unter MiCA wird die Spreu vom Weizen trennen, weil sie seri\u00f6se Anbieter zu Transparenz zwingt. Wie sich echte, umsatzgetragene Rendite \u00fcber verschiedene Ketten hinweg vergleicht, ordnet unser Blick auf die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/validator-oekonomie-2026-realrendite-chains-vergleich\/'>Realrendite der Chains<\/a> ein.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Unterm Strich ist der Wandel von Bitcoin zum produktiven Verm\u00f6genswert real, aber langsamer und kleiner, als die Schlagzeilen des letzten Zyklus vermuten lie\u00dfen. Mit weniger als einem halben Prozent der umlaufenden Coins in solchen Anwendungen steht BTCFi eher am Anfang als am Ende. F\u00fcr Anleger hei\u00dft das: Chancen ja, aber mit der N\u00fcchternheit, die Bitcoin von jeher belohnt hat. Die spannendste Rendite ist am Ende die, die man auch im Ernstfall wieder abheben kann.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist BTCFi einfach erkl\u00e4rt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">BTCFi (Bitcoin-Finance) ist der Sammelbegriff f\u00fcr Finanzanwendungen, die direkt auf Bitcoin aufsetzen und aus dem passiven Wertspeicher einen produktiven Verm\u00f6genswert machen sollen: Staking, Kredite, Liquidit\u00e4tspools und verzinste Bitcoin-Token. Es ist keine einzelne Technologie, sondern l\u00e4uft auf sehr unterschiedlichen Schichten, von nativem Staking \u00fcber Sidechains bis zu verpacktem Bitcoin auf fremden Chains.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Kann ich mit Bitcoin Rendite verdienen, ohne ihn zu verkaufen?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. \u00dcber natives Staking (Babylon), Proof-of-Transfer bei Stacks, Lending oder verzinste Token l\u00e4sst sich Ertrag erzielen, w\u00e4hrend man Bitcoin h\u00e4lt. Jede Variante bringt aber eigene Risiken mit, von Slashing \u00fcber Smart-Contract-Fehler bis zum Ausfall eines Verwahrers. Entscheidend ist, woher die Rendite kommt und wer im Ernstfall die Kontrolle \u00fcber die Coins hat.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Ist Bitcoin-Staking \u00fcber Babylon sicher?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Babylon gilt als vergleichsweise vertrauensarm, weil der Bitcoin selbstverwahrt auf der Bitcoin-Blockchain bleibt und keine Br\u00fccke braucht. Zwei Vorbehalte bestehen aber: Ein unehrlicher Finality Provider kann per Slashing zum Verlust von Bitcoin f\u00fchren, und die Belohnungen flie\u00dfen bislang vor allem im protokolleigenen BABY-Token, nicht in Bitcoin. Sicherheit der Verwahrung und Sicherheit der Rendite sind also zwei verschiedene Dinge.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie wird Bitcoin-Rendite in Deutschland besteuert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Vereinfacht gilt: Ertr\u00e4ge aus Staking oder Lending sind bei Zufluss als sonstige Eink\u00fcnfte zum jeweiligen Kurs zu versteuern. Der Verkauf des Bitcoin selbst bleibt nach der einj\u00e4hrigen Haltefrist steuerfrei; eine Verl\u00e4ngerung dieser Frist allein wegen der Renditenutzung gilt nach Klarstellung des Bundesfinanzministeriums nicht. Das ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine individuelle Steuerberatung.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist der Unterschied zwischen einem Bitcoin-L2 und Wrapped Bitcoin?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein echtes Layer 2 leitet seine Sicherheit aus Bitcoin ab und l\u00e4sst im Idealfall einen einseitigen Ausstieg zur\u00fcck auf Layer 1 zu. Wrapped Bitcoin ist dagegen ein Schuldschein: Ein Verwahrer oder eine Br\u00fccke h\u00e4lt den echten Bitcoin und gibt einen Token auf einer anderen Chain aus, meist Ethereum. Damit tr\u00e4gt man das volle Gegenparteirisiko des Verwahrers, es ist bequem, aber technisch kein Bitcoin-L2.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist BTCFi einfach erkl\u00e4rt?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"BTCFi (Bitcoin-Finance) ist der Sammelbegriff f\u00fcr Finanzanwendungen, die direkt auf Bitcoin aufsetzen und aus dem passiven Wertspeicher einen produktiven Verm\u00f6genswert machen sollen: Staking, Kredite, Liquidit\u00e4tspools und verzinste Bitcoin-Token. 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