{"id":510,"date":"2026-09-09T16:30:32","date_gmt":"2026-09-09T16:30:32","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/eliza-2026-ki-npcs-spiele-engine-gaming\/"},"modified":"2026-09-09T16:30:32","modified_gmt":"2026-09-09T16:30:32","slug":"eliza-2026-ki-npcs-spiele-engine-gaming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/eliza-2026-ki-npcs-spiele-engine-gaming\/","title":{"rendered":"Eliza 2026: Vom Krypto-Fonds zur Engine f\u00fcr KI-NPCs"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein bemerkenswerter Absturz, und er ist inzwischen abgeschlossen. Der Token, der Anfang 2025 als ai16z auf dem Papier rund 2,4 Milliarden US-Dollar wert war, notiert heute unter dem Namen ELIZAOS bei etwa 0,00014 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/elizaos'>CoinGecko<\/a> bei gut 1,25 Millionen US-Dollar, ein Minus von \u00fcber 99,9 Prozent gegen\u00fcber dem H\u00f6chststand. Am 2. September 2026 markierte der Kurs mit 0,0001594 US-Dollar ein neues Allzeittief. Gr\u00fcnder Shaw Walters hat das Kapitel Anfang August selbst f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt: &bdquo;The token is dead. Completely.&ldquo;<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch w\u00e4re es ein Fehler, die Geschichte hier enden zu lassen. Denn was Eliza Labs hinterl\u00e4sst, ist nicht nur ein wertloser Token, sondern ein quelloffenes Framework mit \u00fcber 19.000 Sternen auf <a href='https:\/\/github.com\/elizaOS\/eliza'>GitHub<\/a>, das weiterhin aktiv weiterentwickelt wird. Die eigentlich spannende Frage lautet nicht mehr, ob das Framework den Token \u00fcberlebt (das tut es), sondern wozu es taugt. Und hier zeichnet sich eine Antwort ab, die mit Trading und autonomen Krypto-Fonds nichts zu tun hat: Eliza ist im Kern eine Maschine zum Bau von Charakteren. Genau das macht es zum Kandidaten f\u00fcr eine ganz andere Branche, das Spiel.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gr\u00fcnder selbst hat den Schwenk l\u00e4ngst vollzogen. In einem Interview Anfang 2026 sprach Walters weniger \u00fcber DeFi als \u00fcber Quests, Mobs und eine selbstgebaute Spielwelt. Dieser Text ordnet ein, warum autonome KI-NPCs (nicht-spielbare Charaktere, die von einem Sprachmodell gesteuert werden) der plausibelste zweite Akt f\u00fcr Eliza sind, wer heute schon darauf baut, wo die Krypto- und Sicherheitsrisiken liegen, und was der EU-KI-Act sowie das deutsche Steuerrecht f\u00fcr Spielfiguren mit eigener Wallet bedeuten.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Der teure Umweg \u00fcber die Finanzm\u00e4rkte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um zu verstehen, warum Games die naheliegendere B\u00fchne sind, hilft ein kurzer Blick zur\u00fcck. ai16z startete im Oktober 2024 auf Solana \u00fcber die Launchpad-Plattform daos.fun, mit einem bescheidenen Zielvolumen im niedrigen f\u00fcnfstelligen Bereich. Zum Selbstl\u00e4ufer wurde das Projekt, als der echte Risikokapitalgeber Marc Andreessen den KI-Fonds mit einem knappen &bdquo;GAUNTLET THROWN&ldquo; auf X adelte. Binnen Stunden schoss die Bewertung in den zweistelligen Millionenbereich, die Seite von daos.fun brach unter dem Ansturm zusammen. Das Versprechen: ein KI-Agent, der ein Krypto-Portfolio autonom verwaltet, eine Art Hedgefonds ohne Fondsmanager.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Versprechen hielt nicht. Schon Ende Oktober 2024 berichteten Beobachter, dass die vermeintlich autonomen Trades in Wahrheit von Menschen abgenickt wurden. Nach einer Umbenennung in ElizaOS (a16z hatte um Abgrenzung gebeten), einer Token-Migration und einer Sammelklage in New York (die Kanzlei Burwick Law warf dem Team unter anderem irref\u00fchrende Autonomie-Behauptungen und die Anlehnung an den a16z-Namen vor) zog Walters Anfang August 2026 den Schlussstrich. Er einigte sich mit den Kl\u00e4gern, \u00fcberwies die verbliebene Kasse der Foundation an die Halter und l\u00f6ste die Stiftung auf. Wie <a href='https:\/\/www.theblock.co\/news\/defi\/2026-08-05-eliza-labs-native-token-dead-410774'>The Block<\/a> berichtete, nannte er die Klage haltlos, doch das Kapital f\u00fcr einen langen Rechtsstreit habe gefehlt; er beginne von vorn, besitze das geistige Eigentum und werde nie wieder einen Token in die N\u00e4he von Eliza lassen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die n\u00fcchterne Lehre zog der Gr\u00fcnder selbst. Schon im Oktober 2025 hatte Walters gegen\u00fcber <a href='https:\/\/decrypt.co\/343166\/eliza-labs-founder-ai-agents-shouldnt-manage-your-money-yet'>Decrypt<\/a> einger\u00e4umt: &bdquo;You probably do not want to give an AI agent a bunch of money and expect it to make you more.&ldquo; Man sollte einem KI-Agenten also besser kein Geld geben in der Erwartung, dass er mehr daraus macht. Das ist, kurz gefasst, das Scheitern des urspr\u00fcnglichen Produktversprechens. Die Bewertung von einst rund 2,4 Milliarden Dollar hatte <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/08\/05\/ai-agent-token-once-worth-usd2-4-billion-ends-with-founder-calling-it-dead'>CoinDesk<\/a> f\u00fcr den H\u00f6hepunkt Anfang 2025 dokumentiert. Was bleibt, ist die Technik darunter.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>0,0001678 USD (rund 0,00014 EUR)<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>rund 1,25 Mio. USD (etwa 1,08 Mio. EUR)<\/td><\/tr><tr><td>Rang (CoinGecko)<\/td><td>Platz 2.739<\/td><\/tr><tr><td>Zirkulierendes Angebot<\/td><td>7,48 Mrd. von max. 11 Mrd.<\/td><\/tr><tr><td>Allzeittief<\/td><td>0,0001594 USD (2. September 2026)<\/td><\/tr><tr><td>Bewertungshoch (Anfang 2025, als ai16z)<\/td><td>rund 2,4 Mrd. USD<\/td><\/tr><tr><td>24-Stunden-Volumen<\/td><td>rund 270.000 USD<\/td><\/tr><tr><td>Ver\u00e4nderung 30 Tage<\/td><td>plus 25,9 Prozent (von sehr niedriger Basis)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class=\"wp-block-heading\">Was Eliza wirklich gut kann: Charaktere, keine Portfolios<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kern von Eliza ist kein Trading-Algorithmus, sondern eine Character-Datei. Ein Eliza-Agent wird \u00fcber eine strukturierte Persona definiert: Name, Biografie, Sprechstil, Wissensschnipsel, Beispieldialoge, Themen, die er mag oder meidet. Diese Datei f\u00fcttert den Laufzeit-Kern, die AgentRuntime, die daraus ein konsistentes Verhalten formt. Dazu kommen vier Bausteine, die in der Eliza-Welt seit Jahren gleich hei\u00dfen: Actions (was der Agent tun kann), Providers (welche Informationen er in den Kontext zieht), Evaluators (wie er Ergebnisse bewertet und Erinnerungen bildet) und Services (langlebige Verbindungen zu Plattformen).<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist das Ged\u00e4chtnis. Ein Eliza-Agent speichert Gespr\u00e4che, Fakten und Beziehungen in einer durchsuchbaren Erinnerungsschicht und ruft sie \u00fcber semantische Suche wieder ab. Er vergisst nicht zwischen zwei Nachrichten, sondern baut \u00fcber die Zeit ein Bild seiner Umgebung auf. F\u00fcr einen Trading-Bot ist das nettes Beiwerk. F\u00fcr eine Spielfigur ist es der ganze Zauber: Ein NPC, der sich an fr\u00fchere Begegnungen erinnert, Groll hegt, Versprechen einl\u00f6st oder bricht, wirkt lebendig statt geskriptet.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Architektur dar\u00fcber liest sich wie ein Bauplan f\u00fcr Spielwelten, nicht f\u00fcr Fonds. Eliza organisiert Interaktionen in Worlds (ein Server oder Arbeitsraum), Rooms (ein Kanal, ein Chat, ein Ort) und Entities (Nutzer und Agenten). Man muss kein Spieldesigner sein, um zu erkennen, dass eine Welt aus Orten, in denen sich Figuren begegnen und erinnern, n\u00e4her an einem Rollenspiel liegt als an einem Orderbuch. Die vielzitierte Demo &bdquo;Eliza town&ldquo;, in der mehrere Agenten in einer simulierten Kleinstadt miteinander reden und handeln, war im Grunde immer schon ein Prototyp f\u00fcr autonome Spielfiguren, nur ohne Spielrahmen.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Der NPC, der sich erinnert<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein klassischer NPC ist ein Uhrwerk. Seine S\u00e4tze sind von Hand geschrieben, sein Verhalten ein Entscheidungsbaum. Er wiederholt dieselben drei Zeilen, egal was der Spieler tut. Ein KI-NPC dagegen erzeugt Dialog und Verhalten zur Laufzeit aus einem Sprachmodell. Er kann auf Unerwartetes reagieren, Ziele verfolgen, sich an fr\u00fchere Ereignisse erinnern und in der Welt weiterexistieren, auch wenn kein Spieler zusieht. Genau diese Eigenschaften, Ged\u00e4chtnis, Ziele, Autonomie und Persistenz, gelten 2026 als Grenze des Machbaren, und es sind exakt die Eigenschaften, die Eliza von Haus aus mitbringt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spielebranche hat das Thema l\u00e4ngst entdeckt. Nvidia treibt mit ACE eine ganze Werkzeugkette f\u00fcr sprechende Charaktere voran, Inworld AI hat sich vom reinen Charakter-Studio zu einer Echtzeit-Infrastruktur mit Sprachausgabe unter 200 Millisekunden gewandelt, und Anbieter wie Convai stecken KI-Figuren in bestehende Engines. Der Unterschied bei Eliza ist die Herkunft: Es kommt nicht aus der Spieleindustrie, sondern aus der Krypto- und Agenten-Welt. Seine Figuren haben von Geburt an eine Wallet, k\u00f6nnen on-chain handeln und \u00fcber dieselben Protokolle mit anderen Agenten sprechen. Das ist Fluch und Segen zugleich, dazu weiter unten mehr.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Warum ist das der spannendere Markt? Weil im Spiel niemand erwartet, dass eine Figur reich macht. Ein NPC muss unterhalten, \u00fcberraschen und in Erinnerung bleiben, nicht eine Rendite liefern. Damit f\u00e4llt genau der Anspruch weg, an dem der Fonds-Ansatz scheiterte, n\u00e4mlich die Behauptung, eine Software k\u00f6nne Kapital autonom und gewinnbringend verwalten. Ein autonomer Charakter, der sich unberechenbar verh\u00e4lt, ist im Rollenspiel ein Qualit\u00e4tsmerkmal; im Fonds war er ein Haftungsfall.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Clawville: die erste KI-native Spielwelt auf Eliza<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das konkret aussieht, zeigt Clawville. Das Projekt startete Mitte Mai 2026 und wurde von <a href='https:\/\/www.tradingview.com\/news\/cointelegraph:dd60e4196094b:0-clawville-unleashes-the-first-ai-native-open-world-mmorpg-into-the-milady-ecosystem\/'>Cointelegraph<\/a> als das erste KI-native Open-World-MMORPG im Milady-\u00d6kosystem beschrieben, eine im Browser laufende 3D-Welt auf Solana, in der Menschen und KI-Agenten gemeinsam leben, arbeiten, handeln und konkurrieren sollen. Der entscheidende Punkt: Die Figur im Spiel tut nicht nur so, als w\u00e4re sie autonom. Sie l\u00e4uft auf demselben Eliza-Laufzeitkern, mit demselben Ged\u00e4chtnis, demselben Planer und demselben Aktionsprotokoll wie jeder andere Eliza-Agent im \u00d6kosystem.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Spieler erstellen eigene, mit ElizaOS betriebene Agenten mit unverwechselbarer Pers\u00f6nlichkeit, Erinnerungen und F\u00e4higkeiten und schicken sie in die persistente Welt, um zu erkunden, zu handeln und sich zu messen. Erste Demos zeigten Basare, Quests und Weltbau-Mechaniken. Das Team hat zudem Einreichungen bei Steam sowie eine Fiat-Bezahlung \u00fcber Stripe angek\u00fcndigt, um Mainstream-Nutzer ohne Krypto-H\u00fcrde an Bord zu holen. Das ist bemerkenswert, denn es zeigt den Willen, aus der reinen Krypto-Nische herauszutreten, und es deutet zugleich an, wo die Reibung liegt: Steams Haltung zu Blockchain-Inhalten ist historisch restriktiv.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Clawville ist kein Massenph\u00e4nomen, sondern ein Beleg. Es zeigt, dass ein Eliza-Agent nicht nur als abstrakter Trading-Bot, sondern als verk\u00f6rperte Figur in einer Spielwelt funktioniert, mit denselben Bausteinen, die das Framework ohnehin mitbringt. Wo der Fonds-Ansatz die Autonomie vort\u00e4uschen musste, ergibt sie im Spiel pl\u00f6tzlich Sinn: Ein NPC, der eigenst\u00e4ndig Entscheidungen trifft, ist dort kein Haftungsrisiko, sondern das eigentliche Produkt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Shaws eigenes Wettobjekt: ein RuneScape f\u00fcr 80.000 Dollar<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Dass der Weg ins Spiel kein Zufall ist, zeigt der Gr\u00fcnder selbst. In einem <a href='https:\/\/www.blockchaingamer.biz\/features\/interviews\/41648\/shaw-walters-elizaos-ai-agents-blockchain-gaming\/'>Interview<\/a> mit BlockchainGamerBiz Anfang 2026 sprach Walters kaum \u00fcber Kurse, daf\u00fcr ausf\u00fchrlich \u00fcber Spiele. Er beschrieb, wie er mit KI-Werkzeugen einen &bdquo;God mode&ldquo; erlebe und rund f\u00fcnfzigmal schneller entwickle als zuvor; w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs baute er nach eigener Aussage ein automatisches Navigationsnetz f\u00fcr ein MMORPG.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Sein ehrgeizigstes Rechenexempel: Ein Spiel im Umfang von RuneScape lasse sich f\u00fcr etwa 80.000 US-Dollar bauen, statt der rund sechs Millionen, die der Originalentwickler Jagex einst aufwenden musste, und das in vier Monaten, mit 50.000 Quests und 20.000 Gegner-Varianten. Ob diese Zahlen realistisch sind, ist eine andere Frage; als Absichtserkl\u00e4rung sind sie eindeutig. &bdquo;I can build anything I can imagine with enough tokens and time&ldquo;, sagte Walters, gemeint sind hier die Rechen-Tokens eines Sprachmodells, nicht spekulative Krypto-Token. Die Ironie ist betr\u00e4chtlich: Der Mann, der schwor, nie wieder einen Krypto-Token an Eliza heranzulassen, spricht jetzt von Tokens im Sinne von KI-Rechenkontingenten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der rote Faden ist klar. Walters hat den finanziellen Anwendungsfall abgeschrieben und den kreativen entdeckt. Seine Absage an neue Token nach dem Kurstod passt zu einem Framework, das sein Geld nicht mehr mit Spekulation, sondern mit Software und Erlebnissen verdienen will. F\u00fcr ein Publikum, das mit HOGE Wire ohnehin an der Schnittstelle von Krypto und Gaming liest, ist das die eigentliche Nachricht: Nicht der Coin ist die Zukunft von Eliza, sondern die Figur.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">auto.fun und die Versuchung, den alten Fehler zu wiederholen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Gaming-Spur von Eliza ist frei von der Token-Logik, die gerade gescheitert ist. auto.fun, die No-Code-Plattform von Eliza Labs, wurde 2025 vorgestellt, um KI-Agenten per Klick zu erstellen und auszurollen, mit ausdr\u00fccklicher Ausweitung auf Gaming. Laut <a href='https:\/\/games.gg\/news\/eliza-labs-platform-ai-agents\/'>Games.gg<\/a> z\u00e4hlten zu den fr\u00fchen Spielepartnern Projekte wie FightFi, Faraway Games, Nifty Island, Blocklords, Bridgeworld und Planet Mojo.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Haken steckt im Gesch\u00e4ftsmodell: Jeder auf auto.fun erstellte Agent bekam \u00fcber eine Bonding-Curve einen eigenen Token. Das ist exakt das Muster, das ai16z gro\u00df und dann kaputt gemacht hat: Ein Charakter wird zum Spekulationsobjekt, sein vermeintlicher &bdquo;Wert&ldquo; entkoppelt sich von seinem Nutzen. F\u00fcr ein Spiel ist das gef\u00e4hrlich, denn es verwandelt jede Figur in eine Wette und lockt genau die Aufmerksamkeit an, die am Ende Klagen und Kursst\u00fcrze nach sich zieht. Die eigentliche Chance des Frameworks liegt woanders: bei NPCs, die ein Erlebnis liefern, nicht bei NPCs, die als Anlageprodukt vermarktet werden.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier zeigt sich die Gabelung nach dem Token-Tod. Der eine Weg f\u00fchrt zur\u00fcck in die Spekulation, mit jedem NPC als eigenem Mikro-Token. Der andere f\u00fchrt zu einem klassischen Software- und Erlebnisgesch\u00e4ft, in dem Studios f\u00fcr Infrastruktur, Hosting und Lizenzen zahlen und Spieler f\u00fcr Inhalte. Walters pers\u00f6nliche Absage an neue Token deutet auf den zweiten Weg hin, doch das \u00d6kosystem ist gr\u00f6\u00dfer als sein Gr\u00fcnder, und die Verlockung des schnellen Geldes verschwindet in der Krypto-Welt selten ganz.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Der Markt: wer sonst noch KI-NPCs baut<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Eliza betritt kein leeres Feld. Der Wettbewerb um glaubw\u00fcrdige KI-Figuren verl\u00e4uft entlang einer klaren Bruchlinie: klassische Spieleanbieter ohne Token auf der einen, krypto-native Projekte mit eigener \u00d6konomie auf der anderen Seite. Im Krypto-Lager ist Virtuals Protocol der prominenteste Rivale. Das Projekt hat mit seiner G.A.M.E-Engine bereits einen konkreten Spiele-Deal vorzuweisen: Laut <a href='https:\/\/cointelegraph.com\/news\/illuvium-virtuals-partner-ai-npcs-overworld-games'>Cointelegraph<\/a> bringt das Blockchain-Spiel Illuvium \u00fcber eine Partnerschaft mit Virtuals dynamische, KI-gest\u00fctzte NPCs in seine Titel. Anders als Eliza h\u00e4lt Virtuals aber am Token fest; der VIRTUAL-Token ist weiterhin mehrere hundert Millionen US-Dollar wert, und das Projekt hat j\u00fcngst ein Staking-Verfahren gestartet.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Projekt<\/th><th>Herkunft<\/th><th>Token<\/th><th>On-chain-Wallet<\/th><th>Modell<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>ElizaOS<\/td><td>Krypto und Agenten<\/td><td>keiner mehr<\/td><td>ja, nativ<\/td><td>Open Source (MIT), Dienste<\/td><\/tr><tr><td>Virtuals Protocol<\/td><td>Krypto<\/td><td>VIRTUAL<\/td><td>ja<\/td><td>Launchpad, Token pro Agent<\/td><\/tr><tr><td>Altered State Machine<\/td><td>Krypto und NFT<\/td><td>ASM<\/td><td>teilweise<\/td><td>trainierbare, besitzbare KI-Gehirne als NFT<\/td><\/tr><tr><td>Inworld AI<\/td><td>klassische Spiele<\/td><td>keiner<\/td><td>nein<\/td><td>Echtzeit-Infrastruktur, SaaS<\/td><\/tr><tr><td>Nvidia ACE und Convai<\/td><td>klassische Spiele<\/td><td>keiner<\/td><td>nein<\/td><td>Engine-Integration, Lizenz<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bild zeigt Elizas Sonderstellung. Es ist das einzige Projekt in dieser Runde, das quelloffen, on-chain-nativ und (nach dem Token-Tod) tokenlos zugleich ist. F\u00fcr Studios, die KI-Figuren wollen, ohne sich an eine propriet\u00e4re Cloud oder eine volatile Kryptow\u00e4hrung zu binden, ist das ein Argument. Gegen Eliza spricht die fehlende Vertriebsmacht: Nvidia und Inworld sitzen an den Kan\u00e4len zu den gro\u00dfen Studios, w\u00e4hrend Eliza aus der Krypto-Ecke kommt. Wer glaubt, dass die KI-Modelle austauschbar werden, sollte auch die Rechenkosten bedenken, die jede dieser Figuren verursacht; das dezentrale <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/render-2026-nvidia-ki-compute-boom-gpu-nachfrage\/'>GPU-Netz von Render<\/a> ist eine der Antworten auf die Frage, wo die Inferenz f\u00fcr Tausende gleichzeitig denkender NPCs herkommen soll.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Das Gesch\u00e4ftsmodell ohne Token<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bleibt die unbequeme Frage: Womit verdient ein tokenloses Framework Geld, wenn nicht mit einem Coin, dessen Kurs steigt? Die Antwort, die Eliza Labs andeutet, ist unspektakul\u00e4r und genau deshalb tragf\u00e4hig: mit Software und Diensten. Gehostete Agenten-Laufzeiten, White-Label-L\u00f6sungen f\u00fcr Unternehmen, kostenpflichtige Cloud-Dienste, Support und Integrationen. Ein erstes zahlendes Gesch\u00e4ftskundenmodell existiert bereits im KMU-Bereich; f\u00fcr Spiele w\u00e4re das Pendant ein Studio, das pro laufendem NPC oder pro Rechenzeit zahlt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Weg ist weniger glamour\u00f6s als eine Milliardenbewertung, aber er ist der \u00fcbliche Weg von Open-Source-Infrastruktur. Frameworks wie LangChain oder CrewAI verdienen ihr Geld nicht mit einem Token, sondern mit einer kommerziellen Schicht \u00fcber dem freien Kern. F\u00fcr Eliza hie\u00dfe das: Der offene Code bleibt frei und zieht Entwickler an, das Geld kommt aus Betrieb, Hosting und Beratung. Die Trainings- und Modellfrage bleibt dabei ein eigener Kostenblock; wer nicht auf zentrale Anbieter angewiesen sein will, schaut auf dezentrale Alternativen wie das <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/gensyn-2026-dezentrales-ki-training-wettlauf\/'>Wettrennen um dezentrales KI-Training<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Rechnung aufgeht, ist offen. Ein Spiel mit Hunderten dauerhaft aktiven KI-NPCs kann erhebliche Inferenzkosten verursachen, und die Zahlungsbereitschaft im Krypto-Gaming ist nicht unbegrenzt. Doch anders als beim Fonds-Modell stimmt hier wenigstens die Richtung: Der Nutzen (lebendige Figuren) und die Einnahme (Bezahlung f\u00fcr diesen Nutzen) h\u00e4ngen zusammen, statt \u00fcber einen spekulativen Token entkoppelt zu sein.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn die Spielfigur eine Wallet hat<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Elizas krypto-native Herkunft ist im Spiel Chance und Gefahr zugleich. Ein NPC, der eine eigene Wallet besitzt, kann Gegenst\u00e4nde wirklich besitzen, sie handeln, Belohnungen einsammeln, eine In-Game-\u00d6konomie mit echten Verm\u00f6genswerten betreiben. Das er\u00f6ffnet Spielmechaniken, die mit reinen Datenbank-Items nicht m\u00f6glich sind. Es \u00f6ffnet aber auch dieselbe Angriffsfl\u00e4che, die schon au\u00dferhalb von Spielen teuer wurde.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das grundlegende Problem: Ein Sprachmodell kann Anweisung und Daten nicht sauber trennen. Beim vielbeachteten Grok\/Bankr-Vorfall im Mai 2026 schmuggelte ein Angreifer eine in Morsecode versteckte Anweisung in eine Antwort und kombinierte sie mit einem geschenkten NFT, das Transferrechte freischaltete; der Agent \u00fcberwies daraufhin Token im niedrigen sechsstelligen Dollarbereich. \u00dcbertragen auf ein Spiel hei\u00dft das: Ein Spieler, der mit einem verm\u00f6genden NPC interagiert, k\u00f6nnte versuchen, ihn per manipuliertem Chat zur Herausgabe seiner Gegenst\u00e4nde zu bewegen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Noch heikler ist bei Eliza das Ged\u00e4chtnis, das die Figuren erst lebendig macht. Forscher der Princeton University zeigten mit dem Benchmark CrAIBench (<a href='https:\/\/arxiv.org\/abs\/2503.16248'>arXiv 2503.16248<\/a>), dass Web3-Agenten anf\u00e4lliger f\u00fcr Memory Injection als f\u00fcr klassische Prompt Injection sind: Ist der gespeicherte Kontext einmal vergiftet, greifen viele Schutzma\u00dfnahmen nicht mehr, weil es keine Integrit\u00e4tspr\u00fcfung f\u00fcr Erinnerungseintr\u00e4ge gibt. F\u00fcr eine Spielfigur mit persistentem Ged\u00e4chtnis ist das eine offene Flanke: Wer die Erinnerung eines NPC manipuliert, manipuliert sein k\u00fcnftiges Verhalten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der pragmatische Gegenentwurf kommt von Ethereum-Mitgr\u00fcnder Vitalik Buterin, der f\u00fcr sicherheitskritische Agenten radikale Vorsicht empfiehlt: &bdquo;All LLM inference local first. All files hosted locally. Sandbox everything&ldquo;, schrieb er im April 2026 in einem <a href='https:\/\/vitalik.eth.limo\/general\/2026\/04\/02\/secure_llms.html'>Blogbeitrag<\/a>. F\u00fcr Spiele bedeutet das: harte Obergrenzen f\u00fcr das, was ein NPC autonom mit echten Werten tun darf, und eine strikte Trennung zwischen Spielspa\u00df und Wallet-Zugriff.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Der KI-Act zwingt NPCs zur Ehrlichkeit<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Entwickler kommt eine Regel hinzu, die viele Spielestudios noch untersch\u00e4tzen. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des <a href='https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/en\/faqs\/transparency-obligations-under-article-50-ai-act'>EU-KI-Acts<\/a>. Wer ein KI-System betreibt, mit dem Menschen direkt interagieren, muss offenlegen, dass es sich um eine KI handelt, sofern das nicht ohnehin offensichtlich ist. Ein KI-NPC, der mit einem Spieler chattet, f\u00e4llt genau darunter: Er muss als KI erkennbar sein.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt die Kennzeichnungspflicht f\u00fcr KI-erzeugte Inhalte. Synthetisch erzeugte Texte, Bilder, Audio oder Video m\u00fcssen maschinenlesbar als KI-generiert markiert und erkennbar sein. F\u00fcr Systeme, die schon vor dem Stichtag auf dem Markt waren, gilt hier eine Schonfrist bis zum 2. Dezember 2026. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen teuer werden: Der KI-Act sieht Bu\u00dfgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. Ein Spiel voller generativer NPC-Dialoge ist damit kein regulierungsfreier Raum mehr, sondern muss Transparenz technisch mitdenken.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist keine Randnotiz, sondern ein Gestaltungsauftrag. Ein Studio, das autonome Eliza-Figuren einsetzt, braucht ein Konzept daf\u00fcr, wie es Spieler \u00fcber den KI-Charakter des Gegen\u00fcbers informiert und wie es generierte Inhalte kennzeichnet, ohne die Immersion zu zerst\u00f6ren. Wer das fr\u00fch einbaut, hat einen Vorteil; wer es ignoriert, riskiert Bu\u00dfgelder in einer H\u00f6he, die f\u00fcr ein Indie-Studio existenzbedrohend ist.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">BaFin, MiCA und die Frage nach dem In-Game-Token<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald eine Spielfigur echte Krypto-Werte bewegt, kommt die Finanzaufsicht ins Spiel. Grunds\u00e4tzlich gilt: Die BaFin und die europ\u00e4ische MiCA-Verordnung regulieren nicht das Spiel oder das Framework, sondern Krypto-Dienstleistungen und die Ausgabe von Krypto-Werten (siehe das <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>BaFin-Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen<\/a>). Ein rein kosmetischer NPC ohne Wallet ist aufsichtsrechtlich uninteressant. Ein NPC, der handelbare, fungible In-Game-Token verwaltet, kann es sehr wohl sein.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abgrenzung l\u00e4uft \u00fcber die Art des Verm\u00f6genswerts. Reine Sammler-NFTs, etwa ein einzigartiger Spielgegenstand, fallen nach Artikel 2 der MiCA-Verordnung grunds\u00e4tzlich nicht in deren Anwendungsbereich, solange sie wirklich nicht-fungibel sind. Sobald aber eine fungible In-Game-W\u00e4hrung ausgegeben, getauscht oder verwahrt wird, greifen schnell die Regeln f\u00fcr Emittenten und Dienstleister, bis hin zur Frage einer <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/casp-lizenz-2026-mica-zulassung-bafin-verfahren\/'>CASP-Lizenz bei der BaFin<\/a>. Und die Lizenz ist nur der Anfang: Die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/mica-umsetzung-2026-laufende-aufsicht-dora-amla\/'>laufende MiCA-Aufsicht<\/a> mit ihren Melde-, DORA- und Geldw\u00e4schepflichten bindet Ressourcen, die ein Spielestudio selten eingeplant hat.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Bereich<\/th><th>Was gilt<\/th><th>Ausl\u00f6ser<\/th><th>Sanktion oder Frist<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>EU-KI-Act, Art. 50<\/td><td>Offenlegung der KI-Interaktion, Kennzeichnung von KI-Inhalten<\/td><td>jeder KI-NPC mit Dialog<\/td><td>bis 15 Mio. EUR oder 3 Prozent Umsatz; ab 2.8.2026 (teils 2.12.2026)<\/td><\/tr><tr><td>MiCA<\/td><td>Regeln f\u00fcr Emittenten und Dienstleister<\/td><td>fungible In-Game-Token<\/td><td>CASP-Pflichten, laufende Aufsicht<\/td><\/tr><tr><td>MiCA-Ausnahme<\/td><td>echte NFTs meist au\u00dferhalb des Anwendungsbereichs<\/td><td>einzigartige Spielgegenst\u00e4nde<\/td><td>keine<\/td><\/tr><tr><td>MiFID II<\/td><td>Anlageberatung, Verm\u00f6gensverwaltung<\/td><td>Agent gibt Empfehlungen<\/td><td>Erlaubnispflicht<\/td><\/tr><tr><td>Paragraf 23 EStG<\/td><td>privates Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ft<\/td><td>Spieler-Agent handelt on-chain<\/td><td>Steuer; 1-Jahr-Frist; 1.000-EUR-Freigrenze<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr autonome Handelsfiguren kommt eine zweite Ebene hinzu. Gibt ein KI-Agent faktisch Anlageempfehlungen oder verwaltet er fremdes Verm\u00f6gen, kann die MiFID-II-Welt greifen, nicht die MiCA. Und da ein Agent keine eigene Rechtspers\u00f6nlichkeit hat, landet die Haftung immer beim Menschen oder Unternehmen dahinter, beim Betreiber des Spiels oder beim Spieler, der die Figur einsetzt. Wer autonome, verm\u00f6gende NPCs baut, baut also nicht nur ein Spiel, sondern potenziell auch einen regulierten Finanzakteur.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Die Steuerfrage: wenn dein NPC handelt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der wohl am meisten untersch\u00e4tzte Punkt betrifft die Spieler selbst. Wenn eine von einem Spieler kontrollierte KI-Figur on-chain handelt, rechnet das deutsche Steuerrecht die Gewinne dem Menschen dahinter zu. Krypto-Werte gelten als anderes Wirtschaftsgut im Sinne von Paragraf 23 EStG. Jeder Verkauf, jeder Tausch eines Tokens durch den Agenten ist ein privates Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ft, jede Transaktion damit ein potenziell steuerpflichtiges Ereignis.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Regeln sind entscheidend. Erstens die einj\u00e4hrige Haltefrist: Wird ein Krypto-Wert l\u00e4nger als ein Jahr gehalten, ist der Gewinn steuerfrei, darunter wird er mit dem pers\u00f6nlichen Satz besteuert. Zweitens die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr f\u00fcr private Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fte. Ein NPC, der im Minutentakt Gegenst\u00e4nde und Token tauscht, produziert schnell Hunderte steuerlicher Vorg\u00e4nge, die dokumentiert werden m\u00fcssen, und sprengt jede sinnvolle Haltefrist.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Gef\u00e4hrlich wird es bei hoher Frequenz. Wer einen Agenten rund um die Uhr traden l\u00e4sst, riskiert, dass das Finanzamt die T\u00e4tigkeit als gewerblich einstuft. Dann fallen Gewerbesteuer an und das Haltefrist-Privileg weg. F\u00fcr ein Spiel, dessen Reiz gerade in st\u00e4ndig handelnden Figuren liegt, ist das eine ernste Kehrseite: Der Spa\u00df am autonomen Wirtschaften kann sich in eine Buchhaltungs- und Steuerpflicht verwandeln, die kaum ein Gelegenheitsspieler \u00fcberblickt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Kann die Wette aufgehen?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die n\u00fcchterne Bilanz lautet: Games sind f\u00fcr Eliza der bessere Anwendungsfall als Finanzm\u00e4rkte, aber ein Selbstl\u00e4ufer sind sie nicht. Drei Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr den Schwenk ins Spiel:<\/p><ul class='wp-block-list'><li>Das Framework ist um Charaktere, Ged\u00e4chtnis und Multi-Agenten-Welten gebaut, nicht um Orderb\u00fccher.<\/li><li>Im Spiel ist Autonomie ein erw\u00fcnschtes Feature, kein Haftungsrisiko.<\/li><li>Ohne Token entf\u00e4llt der spekulative und regulatorische Druck, der das Fonds-Kapitel ruiniert hat.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Dagegen stehen handfeste H\u00fcrden. Die klassische Spielebranche mit Nvidia und Inworld hat die besseren Kan\u00e4le zu gro\u00dfen Studios. Die Inferenzkosten f\u00fcr viele gleichzeitig denkende NPCs sind real und steigen mit der Ambition. Die Versuchung, doch wieder Token pro Figur auszugeben, ist im Krypto-Umfeld nie weit. Und die Nachfrage im Krypto-Gaming insgesamt ist launisch; viele hochfinanzierte Titel haben ihr Publikum nie gefunden. KI-NPCs, die auch mit Marktlogik interagieren, sind faszinierend, aber der Blick auf die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/prognosemaerkte-ki-agenten-leichtes-geld-profis-2026\/'>Erfahrungen mit KI-Agenten in Prognosem\u00e4rkten<\/a> mahnt zur Vorsicht, wenn autonome Software auf echte \u00d6konomien trifft.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende ist Eliza ein Lehrst\u00fcck \u00fcber den Unterschied zwischen einem Token und einer Technologie. Der Token ist tot, und niemand wird ihn zur\u00fcckholen. Das Framework dagegen ist quicklebendig, es liefert weiter Code, es hat mit Clawville einen ersten glaubw\u00fcrdigen Beleg im Spiel, und es hat einen Gr\u00fcnder, der seine Energie sichtbar von der B\u00f6rse ins Spielfeld verlagert hat. Ob daraus ein Gesch\u00e4ft wird, entscheidet nicht der n\u00e4chste Kurssprung, sondern die schlichte Frage, ob Spieler lebendige Figuren so sehr sch\u00e4tzen, dass jemand daf\u00fcr bezahlt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">Frequently Asked Questions<\/h2><h3 class=\"wp-block-heading\">Ist der Eliza- beziehungsweise ELIZAOS-Token noch etwas wert?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Praktisch nein. Nachdem Gr\u00fcnder Shaw Walters den Token Anfang August 2026 f\u00fcr tot erkl\u00e4rt und die Foundation aufgel\u00f6st hat, notiert ELIZAOS laut CoinGecko bei rund 0,00014 Euro, mit einer Marktkapitalisierung von gut 1,25 Millionen US-Dollar und einem neuen Allzeittief am 2. September 2026. Vom Bewertungshoch Anfang 2025 (rund 2,4 Milliarden US-Dollar) sind \u00fcber 99,9 Prozent verschwunden. Das quelloffene Framework wird davon unabh\u00e4ngig weiterentwickelt.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein KI-NPC und was hat Eliza damit zu tun?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein KI-NPC ist eine nicht-spielbare Spielfigur, deren Dialog und Verhalten zur Laufzeit von einem Sprachmodell erzeugt werden, statt fest einprogrammiert zu sein. Eliza ist ein Framework zum Bau solcher autonomer, mit Ged\u00e4chtnis und Pers\u00f6nlichkeit ausgestatteter Agenten. Weil es von Anfang an um Charaktere, Erinnerungen und Multi-Agenten-Welten aufgebaut wurde, eignet es sich technisch gut f\u00fcr lebendige Spielfiguren, wie das Projekt Clawville zeigt.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">Braucht ein KI-NPC einen Krypto-Token?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Ein Eliza-Agent kann eine Wallet besitzen und on-chain handeln, muss es aber nicht. Nach dem Scheitern des ai16z-Tokens deutet vieles darauf hin, dass die tragf\u00e4higere Variante ein Software- und Erlebnisgesch\u00e4ft ohne eigenen Token ist. Plattformen, die jedem Agenten einen eigenen Token per Bonding-Curve geben, wiederholen dagegen das Muster, das schon einmal zu Kurssturz und Klage gef\u00fchrt hat.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Regeln gelten in der EU f\u00fcr KI-Figuren in Spielen?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 des EU-KI-Acts, dass Menschen erfahren, wenn sie mit einer KI interagieren; ein KI-NPC muss also als KI erkennbar sein. KI-erzeugte Inhalte m\u00fcssen zudem gekennzeichnet werden (Schonfrist teils bis 2. Dezember 2026). Bewegt eine Figur fungible Krypto-Werte, k\u00f6nnen au\u00dferdem MiCA-Regeln und eine BaFin-Aufsicht greifen. Bu\u00dfgelder unter dem KI-Act reichen bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des Jahresumsatzes.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">Muss ich Steuern zahlen, wenn mein Spiel-Agent handelt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland ja, sofern echte Krypto-Werte im Spiel sind. Gewinne aus dem Handel eines von dir kontrollierten Agenten werden dir als privates Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ft nach Paragraf 23 EStG zugerechnet. Es gilt eine einj\u00e4hrige Haltefrist und eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr; sehr h\u00e4ufiges, automatisiertes Handeln kann als gewerblich eingestuft werden, mit Gewerbesteuer und ohne Haltefrist-Vorteil.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Ist der Eliza- beziehungsweise ELIZAOS-Token noch etwas wert?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Praktisch nein. 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