{"id":588,"date":"2026-09-19T22:30:33","date_gmt":"2026-09-19T22:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-fed-zinsschritt-zinspfad-miner-2026\/"},"modified":"2026-09-19T22:30:33","modified_gmt":"2026-09-19T22:30:33","slug":"hashprice-fed-zinsschritt-zinspfad-miner-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-fed-zinsschritt-zinspfad-miner-2026\/","title":{"rendered":"Hashprice nach dem Fed-Zinsschritt: der Zinspfad entscheidet"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16. September 2026 hat die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen zum ersten Mal seit Juli 2023 angehoben, um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent, und das <a href='https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/09\/16\/fed-rate-decision-september-2026.html'>einstimmig mit 12 zu 0 Stimmen<\/a>. F\u00fcr einen Verm\u00f6genswert, der lange als Seismograf der Geldpolitik galt, fiel die Reaktion bemerkenswert leise aus: Bitcoin war im Vorfeld kurz unter 75.000 US-Dollar gerutscht, hielt die Marke und notierte zwei Tage sp\u00e4ter wieder bei rund 77.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 67.000 Euro. Und der Hashprice, die zentrale Ertragskennzahl der Mining-Branche, zuckte kaum.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Ruhe ist die eigentliche Nachricht. Der Zinsschritt selbst war seit Wochen eingepreist; die Terminm\u00e4rkte hatten ihn mit fast 90 Prozent Wahrscheinlichkeit erwartet. Was z\u00e4hlte, stand nicht in den 25 Basispunkten, sondern im Dot-Plot, der Zinsprojektion der Notenbanker: 16 von 18 Mitgliedern des Offenmarktausschusses rechnen noch in diesem Jahr mit mindestens einer weiteren Erh\u00f6hung, der Dezember gilt als offen. &bdquo;H\u00f6her f\u00fcr l\u00e4nger&ldquo; ist damit kein Risikoszenario mehr, sondern die Grundannahme. F\u00fcr eine Branche, deren \u00d6konomie fast vollst\u00e4ndig in der Zukunft liegt, ist der Pfad wichtiger als der einzelne Schritt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Text ordnet den Hashprice nach dem Zinsentscheid ein: warum der Schritt f\u00fcr die Miner ein Nicht-Ereignis war, warum der Zinspfad und das Difficulty-Thermostat, das am 19. September zum zweiten Mal in Folge anzog, die Kennzahl von zwei Seiten in die Zange nehmen, und was das f\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Leser bedeutet, f\u00fcr die an genau diesem 16. September auch die Europ\u00e4ische Zentralbank den Preis des Geldes erh\u00f6ht hat.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Hashprice in zwei S\u00e4tzen: was die Zahl misst<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hashprice misst den erwarteten Umsatz eines Miners je Einheit Rechenleistung pro Tag. Er wird nativ in US-Dollar je Petahash pro Sekunde und Tag notiert (geteilt durch 1.000 ergibt sich der Wert je Terahash), und der Begriff stammt vom <a href='https:\/\/docs.luxor.tech\/hashrateindex\/hashprice'>Hashrate Index von Luxor<\/a>. Die Formel ist \u00fcberschaubar: rund 144 Bl\u00f6cke pro Tag, multipliziert mit der Summe aus Blocksubvention und Transaktionsgeb\u00fchren und mit dem Bitcoin-Kurs, geteilt durch die gesamte Netzwerk-Hashrate.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Vier Gr\u00f6\u00dfen gehen also ein: der Bitcoin-Kurs, die Blocksubvention (mit 3,125 BTC bis zur Halbierung im Fr\u00fchjahr 2028 fix), die Geb\u00fchren (derzeit unter einem halben Prozent des Blockrewards) und die Hashrate. Ein Rechenbeispiel: Bei rund 950 EH\/s Netzwerk-Hashrate, 3,125 BTC Subvention, 144 Bl\u00f6cken und einem Kurs von 77.000 US-Dollar ergeben sich grob 36 US-Dollar je PH\/Tag. Kurzfristig bewegen sich nur zwei dieser Gr\u00f6\u00dfen sp\u00fcrbar: der Kurs und, \u00fcber die Difficulty, die Hashrate. Genau hier setzt der Zinsentscheid an. Er wirkt auf den Kurs, und er wirkt, weit unsichtbarer, auf die Finanzierung der Miner. Der Hashprice zeigt den Umsatz je Rechenleistung; er zeigt nicht, zu welchem Preis diese Rechenleistung finanziert wurde. Das ist die Leerstelle, um die es in diesem Text geht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Momentaufnahme nach dem 16. September<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den Hashprice richtig lesen will, braucht zuerst die Ausgangslage. Der letzte ver\u00f6ffentlichte Wochenwert lag Anfang September bei 39,63 US-Dollar je PH\/Tag, ein Plus von <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/mining\/difficulty-rises-hashprice-rips-22-as-bitcoin-hashrate-stalls\/'>22,24 Prozent gegen\u00fcber 32,42 US-Dollar<\/a> einen Monat zuvor, angetrieben von der August-Rally und einer damals noch niedrigen Difficulty. Seither ist der Bitcoin-Kurs von rund 79.000 auf etwa 77.000 US-Dollar zur\u00fcckgekommen, und die Difficulty ist gestiegen. Rechnet man den Hashprice mit den Werten vom 19. September neu, landet man bei rund 36 bis 37 US-Dollar (etwa 31 Euro) je PH\/Tag. Beide Bewegungen, der niedrigere Kurs und die h\u00f6here Difficulty, haben je einen Bissen genommen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Stand 19. September 2026<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Bitcoin-Kurs<\/td><td>~77.000 USD \/ ~67.000 EUR<\/td><\/tr><tr><td>Hashprice (letzter Print)<\/td><td>39,63 USD\/PH\/Tag (Anfang Sep.)<\/td><\/tr><tr><td>Hashprice (rechnerisch, 19. Sep.)<\/td><td>~36 bis 37 USD\/PH\/Tag (~31 EUR)<\/td><\/tr><tr><td>Netzwerk-Difficulty<\/td><td>132,76 Bio. (+4,16% am 19. Sep.)<\/td><\/tr><tr><td>Hashrate (7-\/30-Tage-SMA)<\/td><td>~920 bis 950 EH\/s<\/td><\/tr><tr><td>Blocksubvention<\/td><td>3,125 BTC (bis Fr\u00fchjahr 2028)<\/td><\/tr><tr><td>Geb\u00fchrenanteil am Blockreward<\/td><td>unter 0,5%<\/td><\/tr><tr><td>US-Leitzins<\/td><td>3,75 bis 4,00% (16. Sep., +25 Bp)<\/td><\/tr><tr><td>EZB-Einlagensatz<\/td><td>2,50% (10. Sep., +25 Bp)<\/td><\/tr><tr><td>EUR\/USD<\/td><td>~1,148<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blick auf die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-kurs-on-chain-daten-fed-zinsschritt-2026\/'>On-Chain-Daten nach dem Zinsschritt<\/a> zeigt dasselbe Bild von der Kursseite: kein Ausverkauf, eher z\u00e4he Seitw\u00e4rtsbewegung knapp \u00fcber der 75.000-Dollar-Linie, die im Juli schon einmal verteidigt wurde. Zur Einordnung: Der Kurs liegt damit rund 39 Prozent unter dem Rekord von 126.198 US-Dollar aus dem Oktober 2025, und Bitcoin steuert dennoch auf ein Quartalsplus von etwa 32 Prozent zu.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was die Fed am 16. September wirklich beschloss<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung fiel deutlich aus. Der Offenmarktausschuss hob das Zielband einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent an, die erste Erh\u00f6hung seit Juli 2023 und die erste unter dem im Mai angetretenen Notenbankchef Kevin Warsh. Im Statement hie\u00df es, die Inflation bleibe erh\u00f6ht, der Schritt solle eine zeitn\u00e4here R\u00fcckkehr zum Zwei-Prozent-Ziel st\u00fctzen (<a href='https:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/pressreleases\/monetary20260916a.htm'>Federal Reserve<\/a>). Dass die Notenbank in einem noch wachsenden Arbeitsmarkt straffte, unterstreicht, wie ernst sie die hartn\u00e4ckige Teuerung nimmt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Warsh, der bewusst auf detaillierte Vorabsignale verzichtet, wurde auf der Pressekonferenz deutlich. &bdquo;Es ist schlicht so, dass die Inflation zu hoch ist, und das schon zu lange&ldquo;, sagte er und f\u00fcgte hinzu, er t\u00e4te sich &bdquo;schwer damit, die allgemeinen Finanzbedingungen als restriktiv zu beschreiben&ldquo; (<a href='https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/09\/16\/fed-rate-decision-september-2026.html'>CNBC<\/a>). Beide S\u00e4tze sind f\u00fcr Miner relevanter, als sie klingen. Wer die Finanzbedingungen nicht f\u00fcr restriktiv h\u00e4lt, signalisiert Spielraum f\u00fcr weitere Schritte. Und wer die Inflation als das dominierende Problem benennt, macht klar, dass eine schnelle Umkehr zu Zinssenkungen, auf die viele kapitalintensive Gesch\u00e4ftsmodelle setzen, nicht ansteht. Dies war keine einmalige Kurskorrektur, sondern der erkl\u00e4rte Beginn eines Kurses, der nach oben offenbleibt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der eigentliche Schock steckt im Dot-Plot, nicht im Zinsschritt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Bitcoin und mit ihm der Hashprice den Schritt weggesteckt haben, hat einen einfachen Grund: Er war vollst\u00e4ndig eingepreist. Nach den hei\u00dfen September-Daten hatten die Terminm\u00e4rkte eine Erh\u00f6hung mit fast 90 Prozent Wahrscheinlichkeit erwartet, und ein eingepreistes Ereignis bewegt keine Kurse. &bdquo;Was mir auff\u00e4llt, ist, dass Bitcoin auf zwei objektiv schlechte Nachrichten kaum reagiert hat&ldquo;, sagte Mitchell Askew, Analyst beim Mining-Spezialisten Blockware Intelligence, mit Blick auf Zinsschritt und Regulierung; er wertet das als Zeichen von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/09\/18\/bitcoin-weathers-september-storm-as-rate-hikes-and-clarity-act-setback-test-bulls'>Verk\u00e4ufer-Ersch\u00f6pfung<\/a>, also einer Marktphase, in der die Verkaufswilligen bereits verkauft haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigentliche Neuigkeit war der Dot-Plot. 16 der 18 Projektionen sehen dieses Jahr noch mindestens eine weitere Erh\u00f6hung, der Median liegt f\u00fcr Ende 2027 bei gut vier Prozent, und der Dezember ist offen; Warsh selbst gibt bewusst keinen eigenen Punkt ab. Der Markt hat also nicht einen Schritt verdaut, sondern einen ganzen Pfad neu bewertet. \u00d6konomisch ist das der Unterschied zwischen einer Momentaufnahme und einer Trendlinie. Dass Bitcoin danach sogar wieder <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-fed-zinsschritt-verdaut-kurs-steigt-2026\/'>leicht zulegte<\/a>, \u00e4ndert nichts an der Grundmechanik: F\u00fcr Miner z\u00e4hlt weniger, wo der Zins heute steht, als wo er die n\u00e4chsten Jahre stehen d\u00fcrfte. Und genau diese Erwartung hat sich verschoben.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum h\u00f6her f\u00fcr l\u00e4nger eine vorausschauende Branche am h\u00e4rtesten trifft<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bitcoin-Mining ist ein Gesch\u00e4ft mit langer Duration. Der Umsatz von heute bezahlt Investitionen, die sich \u00fcber Jahre rechnen m\u00fcssen: ASIC-Flotten mit mehrj\u00e4hriger Abschreibung, Stromvertr\u00e4ge \u00fcber ein Jahrzehnt und zunehmend AI-Rechenzentren mit Mietlaufzeiten von 12 bis 20 Jahren. Der Wert solcher k\u00fcnftigen Zahlungsstr\u00f6me h\u00e4ngt entscheidend vom Diskontierungszins ab. Steigt der risikofreie Zins dauerhaft, sinkt der Barwert jedes k\u00fcnftigen Euro, und die Investitionsh\u00fcrde f\u00fcr neue Projekte steigt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelner Schritt von 25 Basispunkten ver\u00e4ndert eine solche Barwertrechnung kaum. Ein dauerhaft h\u00f6herer und flacherer Zinspfad ver\u00e4ndert sie erheblich. Anschaulich gesprochen: Ob die Erl\u00f6se eines Rechenzentrums bis 2040 mit vier oder mit zwei Prozent abgezinst werden, macht in der Bewertung leicht ein F\u00fcnftel aus. Genau diese Verschiebung hat der Dot-Plot signalisiert. Der Hashprice zeigt diese zweite Front nicht an. Er misst den Umsatz je Rechenleistung, nicht die Kosten des Kapitals, das die Rechenleistung \u00fcberhaupt erst ans Netz bringt. Wer den Hashprice liest, ohne die Finanzierungsseite mitzudenken, sieht nur die halbe Rechnung, und die teurere H\u00e4lfte ist gerade unsichtbar teurer geworden.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Kapitalkosten-Rechnung: Schulden, Coupons und die AI-Wette<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweite Front ist konkret bezifferbar. Der b\u00f6rsennotierte Mining-Sektor hat den Umbau vom reinen Bitcoin-Miner zum AI- und Rechenzentrumsbetreiber weitgehend mit Fremdkapital finanziert. Nach Zahlen von <a href='https:\/\/coinshares.com\/insights\/research-data\/bitcoin-mining-report-q1-2026\/'>CoinShares<\/a> summieren sich die angek\u00fcndigten AI- und HPC-Vertr\u00e4ge branchenweit auf \u00fcber 70 Milliarden US-Dollar; parallel haben Unternehmen wie IREN, TeraWulf und Cipher Milliarden an Wandel- und Unternehmensanleihen begeben, Cipher etwa besicherte Anleihen mit einem Coupon von 7,125 Prozent.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Miner<\/th><th>AI\/HPC-Vertrag (Volumen, Laufzeit)<\/th><th>Fremdkapital (Auswahl)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Core Scientific<\/td><td>~10,2 Mrd. USD \/ 12 J. (CoreWeave)<\/td><td>Wandelanleihen<\/td><\/tr><tr><td>Hut 8<\/td><td>~7 Mrd. USD \/ 15 J., 245 MW (Fluidstack)<\/td><td>&#8211;<\/td><\/tr><tr><td>TeraWulf<\/td><td>~12,8 Mrd. USD kontrahiert<\/td><td>~5,7 Mrd. USD Gesamtschulden<\/td><\/tr><tr><td>IREN<\/td><td>9,7 Mrd. USD \/ 5 J. (Microsoft)<\/td><td>~3,7 Mrd. USD Wandelanleihen<\/td><\/tr><tr><td>Cipher<\/td><td>AI-Colocation im Aufbau<\/td><td>~1,7 Mrd. USD Notes (7,125%)<\/td><\/tr><tr><td>Riot<\/td><td>9,1 bis 16,1 Mrd. USD \/ 20 J., 191 MW (Anthropic)<\/td><td>Zwischenfinanzierung<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder dieser Bausteine wird in einer Welt dauerhaft h\u00f6herer Zinsen teurer. Anleihen, die 2027 und 2028 f\u00e4llig werden, m\u00fcssen zu h\u00f6heren S\u00e4tzen refinanziert werden. Die milliardenschweren AI-Ausbauten brauchen zus\u00e4tzliches Fremdkapital, dessen Preis gerade gestiegen ist. Und die Eigenkapitalseite verengt sich: F\u00e4llt der Aktienkurs eines Miners, wird das Ausgeben neuer Aktien teurer, und der Aufschlag auf den Nettoinventarwert, der zuletzt viele Bitcoin-lastige Bilanzen st\u00fctzte, schrumpft. Wie gro\u00df der Unterschied zwischen Bar- und Vollkosten ist, zeigt Riot Platforms: Im zweiten Quartal 2026 lagen die reinen Barkosten je Bitcoin bei 49.912 US-Dollar, inklusive Abschreibungen aber bei <a href='https:\/\/www.riotplatforms.com\/riot-platforms-reports-second-quarter-2026-financial-results-and-strategic-highlights'>90.631 US-Dollar<\/a> und damit \u00fcber dem Produktionswert. Die Differenz ist im Kern eine Kapitalkostengr\u00f6\u00dfe, und genau die verschiebt sich mit dem Zinsniveau.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Terminmarkt hat die h\u00f6heren Kapitalkosten l\u00e4ngst eingepreist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt einen Ort, an dem die Kapitalkosten der Miner sichtbar werden: den Terminmarkt f\u00fcr Hashprice. \u00dcber Forwards von Luxor mit Laufzeiten bis zu zw\u00f6lf Monaten und \u00fcber die an der Bitnomial gelisteten Hashrate-Futures k\u00f6nnen Miner k\u00fcnftige Erl\u00f6se heute verkaufen. Der Abschlag, zu dem sie das tun, entspricht einer impliziten Kapitalkostenrate, die zuletzt grob zwischen 6 und 13 Prozent annualisiert lag. Steigt der risikofreie Zins, steigt in aller Regel auch diese implizite Rate.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Terminmarkt sendet derzeit ein klares Signal: Die Kurve liegt in Backwardation, die Sechs-Monats-Notierung unter dem Kassawert. Der Markt preist also ein, dass die Erholung des Hashprice nicht h\u00e4lt, sei es, weil die Difficulty aufholt, sei es, weil der Kurs unter dem Druck h\u00f6herer Zinsen nachgibt. F\u00fcr einen Miner hei\u00dft das konkret: Wer sich heute gegen fallende Erl\u00f6se absichern will, etwa indem er die H\u00e4lfte seiner Produktion auf sechs Monate verkauft, bekommt daf\u00fcr weniger als den aktuellen Kassapreis. Dieser Abstand ist ein direkter, marktgehandelter Ausdruck der gestiegenen Kapitalkosten und der Erwartung, dass die zwei Zangenbacken zubei\u00dfen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Difficulty-Thermostat zieht von selbst an<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Fed auf Kurs und Finanzierung wirkt, arbeitet die zweite Zangenbacke v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von der Geldpolitik: das Difficulty-Thermostat. Alle 2.016 Bl\u00f6cke, rund alle zwei Wochen, passt das Protokoll die Mining-Schwierigkeit so an, dass die durchschnittliche Blockzeit bei zehn Minuten bleibt. Steigt die Rechenleistung im Netz, steigt die Difficulty, und der Umsatz je Einheit Rechenleistung sinkt, ganz gleich, was die Notenbanken tun.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau das passiert gerade. Nachdem die Difficulty im Sommer nahe ihrem Jahrestief lag, stieg sie am 6. September um <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/mining\/difficulty-rises-hashprice-rips-22-as-bitcoin-hashrate-stalls\/'>1,31 Prozent auf 127,45 Billionen<\/a> und am 19. September um weitere <a href='https:\/\/www.coinwarz.com\/mining\/bitcoin\/difficulty-chart'>4,16 Prozent auf 132,76 Billionen<\/a>, zwei Erh\u00f6hungen in Folge. Damit liegt sie wieder in der N\u00e4he des Anfang-Juli-Niveaus und rund 15 Prozent unter dem Rekord von November 2025. JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou hat den Mechanismus einmal so beschrieben: &bdquo;Wenn Bitcoin unter seinen Produktionskosten notiert, schalten teurere Miner ab, die Hashrate sinkt, und die Difficulty passt sich nach unten an&ldquo; (<a href='https:\/\/www.tftc.io\/bitcoin-mining-costs-jpmorgan-below-production-cost-2026\/'>TFTC<\/a>). Derzeit l\u00e4uft dieser Satz r\u00fcckw\u00e4rts: Der Kurs stieg im August, abgeschaltete Maschinen kehrten zur\u00fcck, die Hashrate zog an, und die Difficulty passt sich nach oben an. Wie sehr die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-hashrate-stillstand-ein-jahr-zettahash-2026\/'>Hashrate zuletzt stockte<\/a>, \u00e4ndert daran wenig: Schon die R\u00fcckkehr der Reserveflotte gen\u00fcgt f\u00fcr steigende Difficulty.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Zange: das Netz holt zur\u00fcck, die Fed verteuert die Zukunft<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Kr\u00e4fte zusammen ergeben die Lage nach dem 16. September. Von unten holt sich das Netzwerk automatisch einen Teil des August-Gewinns zur\u00fcck: Die Difficulty ist in zwei Schritten um zusammen gut f\u00fcnf Prozent gestiegen. Von au\u00dfen verteuert die Fed die Zukunft: h\u00f6here Kapitalkosten, ein steilerer Refinanzierungsweg, ein niedrigerer Barwert langfristiger Ertr\u00e4ge. Der Hashprice, der Ende August fast 39,63 US-Dollar erreichte, ist so auf rund 36 bis 37 US-Dollar zur\u00fcckgefallen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Zeitpunkt<\/th><th>Hashprice (USD\/PH\/Tag)<\/th><th>Wesentlicher Treiber<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Anfang Januar 2026<\/td><td>~37,60<\/td><td>Nachlauf der Herbst-2025-Rally<\/td><\/tr><tr><td>Ende Juni 2026<\/td><td>~27,70<\/td><td>Mehrjahrestief, Kurs unter Produktionskosten<\/td><\/tr><tr><td>Anfang August 2026<\/td><td>~32,10<\/td><td>erste Erholung<\/td><\/tr><tr><td>Ende August 2026<\/td><td>~39,36<\/td><td>BTC-Rally auf rund 79.000 USD<\/td><\/tr><tr><td>Anfang September 2026<\/td><td>~39,63<\/td><td>Difficulty noch niedrig<\/td><\/tr><tr><td>19. September 2026<\/td><td>~36 bis 37 (rechnerisch)<\/td><td>Kurs zur\u00fcck, Difficulty +4,16%<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist, dass der in Bitcoin denominierte Hashprice dabei fast unver\u00e4ndert blieb. Das ist die saubere Trennung: Der R\u00fcckgang in Dollar spiegelt vor allem den schw\u00e4cheren Kurs und die h\u00f6here Difficulty, nicht einen Zusammenbruch der Netzwerk\u00f6konomie. F\u00fcr einen Miner mit Dollar-Kosten und Dollar-Schulden z\u00e4hlt aber genau die Dollar-Zahl, und die steht nun von zwei Seiten unter Druck.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der zweite Schlag: das CLARITY-Aus vom 15. September<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Askews zwei objektiv schlechte Nachrichten meinten nicht nur die Fed. Einen Tag vor dem Zinsentscheid scheiterte im US-Senat die Verfahrensabstimmung zum CLARITY Act, dem gro\u00dfen Marktstruktur-Gesetz, das die Zust\u00e4ndigkeiten von SEC und CFTC kl\u00e4ren sollte, mit 49 zu 50 Stimmen an der n\u00f6tigen 60-Stimmen-H\u00fcrde. Damit fiel kurz vor dem Zinsentscheid ein regulatorischer R\u00fcckenwind weg, auf den der Sektor gesetzt hatte. Was das f\u00fcr Entwickler und Protokolle bedeutet, ordnet unser Beitrag zur <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/defi-compliance-2026-clarity-aus-usa-eu\/'>DeFi-Compliance nach dem CLARITY-Aus<\/a> ein.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist die Marktreaktion. Bitcoin fiel auf das CLARITY-Aus kurz unter 74.887 US-Dollar, fing sich aber schnell. In den Tagen um den Zinsentscheid brachen die Korrelationen zu Aktien, Gold und Dollar auf; Krypto handelte seine eigene Nachrichtenlage statt der klassischen Makro-Signale. F\u00fcr die Miner ist die Botschaft doppelt: Der monet\u00e4re Gegenwind hat einen regulatorischen Zwilling bekommen, und beide treffen zusammen auf eine Branche, die sich gerade erst von einem Mehrjahrestief erholt. Dass die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/krypto-etf-zulassungen-2026-clarity-aus-fed-woche\/'>Krypto-ETFs trotz des CLARITY-Aus<\/a> weiter zugelassen werden, ist einer der wenigen Lichtblicke dieser Woche.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Break-even unter Zinsdruck: welche Maschine noch rechnet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende entscheidet sich alles an der Gewinnschwelle. Die Faustformel lautet: Break-even-Strompreis (in Dollar je Kilowattstunde) gleich Hashprice geteilt durch 24 mal die Effizienz in Joule je Terahash. Je effizienter die Maschine, desto h\u00f6her der Strompreis, den sie noch vertr\u00e4gt. Die folgende Tabelle zeigt die Schwellen beim September-Hoch von 39,63 US-Dollar und beim rechnerischen Wert von rund 36 US-Dollar, jeweils in Euro und Dollar (ASIC-Spezifikationen laut <a href='https:\/\/support.bitmain.com\/hc\/en-us\/articles\/35383015643673'>Bitmain<\/a>).<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>ASIC (Effizienz)<\/th><th>Break-even bei 39,63 USD (EUR \/ USD)<\/th><th>Break-even bei ~36 USD (EUR \/ USD)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Antminer S23 Hydro (9,5 J\/TH)<\/td><td>0,151 \/ 0,174<\/td><td>0,138 \/ 0,158<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 XP (13,5)<\/td><td>0,107 \/ 0,122<\/td><td>0,097 \/ 0,111<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 Pro (15)<\/td><td>0,096 \/ 0,110<\/td><td>0,087 \/ 0,100<\/td><\/tr><tr><td>WhatsMiner M60S (18,5)<\/td><td>0,078 \/ 0,089<\/td><td>0,071 \/ 0,081<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 XP (21,5)<\/td><td>0,067 \/ 0,077<\/td><td>0,061 \/ 0,070<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19j Pro (29,5)<\/td><td>0,049 \/ 0,056<\/td><td>0,044 \/ 0,051<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00fcckgang um wenige Dollar verschiebt die Schwellen sp\u00fcrbar. Ein hocheffizienter Antminer S23 Hydro (9,5 J\/TH) vertr\u00e4gt noch rund 14 Cent je Kilowattstunde, ein betagter S19j Pro (29,5 J\/TH) nur noch gut vier. Diese Zahlen erkl\u00e4ren, warum die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashrate-wachstum-2026-silizium-engpass-asic-chips\/'>Effizienz der neuen ASIC-Generation<\/a> zum wichtigsten Wettbewerbsfaktor geworden ist: Bei einem gedr\u00fcckten Hashprice \u00fcberlebt nur, wer entweder sehr billigen Strom oder sehr moderne Hardware hat, am besten beides. Nach Sch\u00e4tzung von CoinShares liefen schon bei den Sommertiefs 15 bis 20 Prozent der weltweiten Flotte unter Vollkosten.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der AI-Ausweg wird teurer, aber auch defensiver<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umbau zum AI-Rechenzentrum ist die gro\u00dfe Wette der Branche, und h\u00f6here Zinsen wirken auf sie zweischneidig. Einerseits verteuern sie den Ausbau, der fast vollst\u00e4ndig fremdfinanziert ist. Andererseits ist ein fester, langfristiger AI-Mietvertrag genau in einer Welt h\u00f6herer Zinsen wertvoll: Er verwandelt volatile Mining-Erl\u00f6se in planbare, vertraglich fixierte Einnahmen und macht die Bilanz weniger abh\u00e4ngig vom Bitcoin-Kurs. Wie anspruchsvoll vertrauensw\u00fcrdiges Rechnen auf fremder GPU-Infrastruktur technisch ist, zeigt unser Blick auf <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/akash-2026-vertrauliches-rechnen-tee-gpu\/'>Akash und vertrauliches Rechnen<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">MARA-Chef Fred Thiel bringt die strukturelle Verschiebung auf den Punkt: &bdquo;Bis 2028 wird man entweder selbst Strom erzeugen, einem Stromerzeuger geh\u00f6ren oder mit einem kooperieren&ldquo;, sagte er; Mining sei &bdquo;ein Nullsummenspiel, und der Boden ist der eigene Strompreis&ldquo; (<a href='https:\/\/coingeek.com\/block-reward-miners-cant-pivot-to-ai-fast-enough\/'>CoinGeek<\/a>). Umsatz und Marge je Megawatt sind im AI-Gesch\u00e4ft deutlich h\u00f6her als im Mining, weshalb jedes Megawatt, das in einen AI-Vertrag wandert, dem Mining entzogen wird. H\u00f6here Zinsen beschleunigen diese Abw\u00e4gung eher, als sie zu bremsen: Wer teures Kapital einsetzt, will die h\u00f6here Rendite. James Butterfill von CoinShares sprach von <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/bitcoin-mining-margins-tighten-as-ai-pivot-accelerates-coinshares-says\/'>&bdquo;einer der herausforderndsten Phasen&ldquo;<\/a> f\u00fcr die Branche und erwartet, dass einige b\u00f6rsennotierte Miner bis Jahresende bis zu 70 Prozent ihres Umsatzes aus AI erzielen, gegen\u00fcber rund 30 Prozent heute.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die transatlantische Zange: EZB, BaFin und deutscher Strom<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche Leser hat der 16. September eine zweite Dimension. Am selben Tag, an dem die Fed erh\u00f6hte, wurde die EZB-Zinserh\u00f6hung wirksam: Die Notenbank hatte den Einlagensatz am 10. September einstimmig um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent angehoben, die zweite Erh\u00f6hung des Jahres. EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde nannte den Schritt einen <a href='https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-09-10\/ecb-lifts-rates-for-second-time-as-iran-war-drives-inflation'>&bdquo;No-Brainer&ldquo;<\/a>. Die Kapitalkosten sind also nicht nur in den USA, sondern beiderseits des Atlantiks gestiegen, und zwar am selben Stichtag. F\u00fcr europ\u00e4ische Miner und f\u00fcr Anleger in Miner-Aktien bedeutet das: Der Refinanzierungsdruck kommt von beiden Zentralbanken zugleich.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Mining in Deutschland versch\u00e4rft das eine ohnehin schwierige Rechnung. Deutscher Industriestrom z\u00e4hlt zu den teuersten in der EU, je nach Abnahmemenge grob zwischen 13 und \u00fcber 20 Cent je Kilowattstunde, und der subventionierte Industriestrompreis von rund 5 Cent nimmt Rechenzentren zum Mining ausdr\u00fccklich aus. Bei einem Hashprice um 36 US-Dollar liegt selbst die Schwelle f\u00fcr die effizienteste Hydro-Hardware bei rund 14 Cent, f\u00fcr \u00e4ltere Maschinen weit darunter. Standorte mit Strom unter 6 Cent, wie sie in Teilen der USA oder am Golf \u00fcblich sind, sind damit uneinholbar im Vorteil. Regulatorisch bleibt die Lage klar: Die <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>BaFin beaufsichtigt Krypto-Dienstleister<\/a> wie Verwahrung und Handel, nicht das Mining selbst, das keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung ist.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: der Weg nach Dezember und zur Halbierung 2028<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Uhren laufen f\u00fcr die Miner. Die kurze zeigt auf den Dezember: Best\u00e4tigt die Fed ihren Dot-Plot mit einer weiteren Erh\u00f6hung, vertieft sich das Regime h\u00f6her f\u00fcr l\u00e4nger, und der Druck auf Kurs und Kapitalkosten h\u00e4lt an. Panigirtzoglou beziffert die Sensitivit\u00e4t der Difficulty auf den Kurs mit einem Beta von 0,62 und die durchschnittlichen Vollkosten der Produktion auf rund 78.000 US-Dollar, ein Niveau, das der Kurs derzeit knapp unterschreitet. Kurz: Der Hashprice bleibt vor allem eine Wette auf den Bitcoin-Kurs, und die Fed hat diese Wette gerade teurer gemacht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die lange Uhr zeigt auf das Fr\u00fchjahr 2028. Dann halbiert sich die Blocksubvention von 3,125 auf 1,5625 BTC, und das Sicherheitsbudget des Netzes, aktuell grob 11 Milliarden Euro pro Jahr (Hashprice mal Hashrate), halbiert sich bei konstantem Kurs. Wer diese Klippe \u00fcberstehen will, muss die Jahre bis dahin zu tragbaren Kapitalkosten \u00fcberbr\u00fccken. Genau deshalb ist der Zinspfad f\u00fcr die Branche wichtiger als jeder einzelne Schritt. Am besten aufgestellt sind Betreiber, die vier Dinge zugleich haben:<\/p><ul class='wp-block-list'><li>sehr effiziente, moderne Hardware unter etwa 15 Joule je Terahash;<\/li><li>Strom deutlich unter 6 Cent je Kilowattstunde oder eigene Erzeugung;<\/li><li>eine niedrige Verschuldung mit weit entfernten F\u00e4lligkeiten;<\/li><li>echte, vertraglich gesicherte AI-Erl\u00f6se statt blo\u00dfer Ank\u00fcndigungen.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nur einen dieser Punkte erf\u00fcllt, kann eine Rally \u00fcberstehen; wer keinen erf\u00fcllt, geh\u00f6rt zu jener Gruppe, die schon bei den Sommertiefs unter Vollkosten lief. Der 16. September hat den Abstand zwischen beiden Gruppen nicht \u00fcber den Hashprice vergr\u00f6\u00dfert, den er kaum ber\u00fchrte, sondern \u00fcber die Zahl, die im Hashprice nicht steht: den Preis des Geldes.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist der Hashprice und wie wird er berechnet?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hashprice ist der erwartete Tagesumsatz eines Miners je Einheit Rechenleistung, \u00fcblicherweise in US-Dollar je Petahash pro Sekunde und Tag angegeben. Er ergibt sich aus rund 144 Bl\u00f6cken pro Tag, multipliziert mit Blocksubvention plus Geb\u00fchren und dem Bitcoin-Kurs, geteilt durch die Netzwerk-Hashrate. Steigt der Kurs oder sinkt die Difficulty, steigt der Hashprice; steigt die Difficulty, f\u00e4llt er.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie hat sich der Fed-Zinsschritt vom 16. September auf den Hashprice ausgewirkt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum direkt und sofort, weil der Schritt eingepreist war. Der Bitcoin-Kurs hielt sich \u00fcber 75.000 US-Dollar, und der Hashprice bewegte sich nur wenig. Die Wirkung l\u00e4uft mittelbar: \u00fcber den Kurs, \u00fcber die h\u00f6heren Kapitalkosten der stark verschuldeten Miner und \u00fcber den Zinspfad, den der Dot-Plot vorgibt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum ist der Dot-Plot wichtiger als die einzelne Zinserh\u00f6hung?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Weil das Mining-Gesch\u00e4ft in der Zukunft liegt: lange AI-Mietvertr\u00e4ge, Anleihef\u00e4lligkeiten 2027 und 2028 sowie die Halbierung 2028. Ein einzelner Schritt bewegt eine Barwertrechnung kaum, ein dauerhaft h\u00f6herer Zinspfad hingegen verteuert jede k\u00fcnftige Refinanzierung und dr\u00fcckt den Barwert langfristiger Ertr\u00e4ge. 16 von 18 Fed-Mitgliedern erwarten weitere Erh\u00f6hungen.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum steigt die Difficulty, obwohl der Hashprice unter Druck steht?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Weil die Difficulty rein auf die Rechenleistung im Netz reagiert, nicht auf die Rentabilit\u00e4t. Als der Kurs im August stieg, kehrten abgeschaltete Maschinen zur\u00fcck, und die Hashrate zog an. Das Netzwerk korrigierte das mit zwei Erh\u00f6hungen in Folge: plus 1,31 Prozent am 6. September und plus 4,16 Prozent am 19. September. So holt sich das Netz einen Teil des Umsatzgewinns automatisch zur\u00fcck.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland bei diesen Zinsen und Strompreisen?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die meisten Betreiber nicht. Bei einem Hashprice um 36 US-Dollar liegt die Gewinnschwelle selbst f\u00fcr hocheffiziente Hydro-Maschinen bei rund 14 Cent je Kilowattstunde, w\u00e4hrend deutscher Industriestrom je nach Abnahmemenge zwischen etwa 13 und \u00fcber 20 Cent kostet und der subventionierte Industriestrompreis Miner ausdr\u00fccklich ausnimmt. Die BaFin reguliert zudem Krypto-Dienstleister, nicht das Mining selbst.<\/p><script type='application\/ld+json'>{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist der Hashprice und wie wird er berechnet?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Der Hashprice ist der erwartete Tagesumsatz eines Miners je Einheit Rechenleistung, \u00fcblicherweise in US-Dollar je Petahash pro Sekunde und Tag angegeben. Er ergibt sich aus rund 144 Bl\u00f6cken pro Tag, multipliziert mit Blocksubvention plus Geb\u00fchren und dem Bitcoin-Kurs, geteilt durch die Netzwerk-Hashrate. 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