{"id":639,"date":"2026-09-27T10:25:54","date_gmt":"2026-09-27T10:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-quartalsende-q3-uptober-2026\/"},"modified":"2026-09-27T10:25:54","modified_gmt":"2026-09-27T10:25:54","slug":"bitcoin-quartalsende-q3-uptober-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-quartalsende-q3-uptober-2026\/","title":{"rendered":"Bitcoin zum Quartalsende: bestes Q3 seit 2017, h\u00e4lt der Uptober?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Das dritte Quartal 2026 geht als eines der besten in die Bitcoin-Geschichte ein, und ausgerechnet der September, traditionell der schw\u00e4chste Monat des Jahres, hat kr\u00e4ftig mitgeholfen. Zum Redaktionsschluss am 27. September notiert Bitcoin bei rund 74.500 Euro (etwa 84.900 US-Dollar), nachdem der Kurs am 21. September mit \u00fcber 87.000 Dollar den h\u00f6chsten Stand seit acht Monaten erreicht hatte. Vom Allzeithoch bei rund 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025 trennen ihn damit weiterhin gut 33 Prozent, doch die Erholung seit dem Sommertief liest sich beeindruckend.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anleger stellt sich am Wochenende vor dem Monats- und Quartalsschluss eine einfache, aber folgenreiche Frage: War das 87.000-Dollar-Hoch der Gipfel dieses Quartals, oder tr\u00e4gt die Kraft bis in den Oktober, der in der Krypto-Szene halb im Scherz, halb im Ernst &bdquo;Uptober&ldquo; hei\u00dft, weil er statistisch der st\u00e4rkste Monat des Jahres ist? Die Antwort h\u00e4ngt an mehr als an Saisonstatistik. Sie h\u00e4ngt an einer Fed im Zinserh\u00f6hungsmodus, an Anleiherenditen nahe f\u00fcnf Prozent und an der Frage, ob der Vier-Jahres-Zyklus, an dem sich eine ganze Anlegergeneration orientiert hat, \u00fcberhaupt noch gilt. Dieser Text ordnet den Quartalsschluss ein, ohne den Kalender mit einer Prognose zu verwechseln.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Marktzustand zum 27. September<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der n\u00fcchterne Blick auf die Zahlen zeigt einen Markt, der sich weit von den Tiefs des Sommers entfernt hat, das Rekordniveau aber noch nicht zur\u00fcckerobert. Laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin'>CoinGecko<\/a> liegt die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei rund 1,71 Billionen Dollar, die Dominanz gegen\u00fcber dem Gesamtmarkt bei etwa 57 Prozent. Das 24-Stunden-Handelsvolumen von gut 20 Milliarden Dollar ist solide, aber nicht euphorisch, ein Hinweis darauf, dass die j\u00fcngste Bewegung eher von Positionierung als von einer breiten, hektischen Kaufwelle getragen wurde.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert (27. September 2026)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>~74.500 EUR \/ ~84.900 USD<\/td><\/tr><tr><td>24-Stunden-Ver\u00e4nderung<\/td><td>+1,0 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>~1,71 Billionen USD<\/td><\/tr><tr><td>Dominanz<\/td><td>~57 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Acht-Monats-Hoch (21. Sep)<\/td><td>\u00fcber 87.000 USD<\/td><\/tr><tr><td>Allzeithoch (6. Okt 2025)<\/td><td>~126.000 USD (-33 Prozent)<\/td><\/tr><tr><td>Jahresperformance (YTD)<\/td><td>etwa -3 Prozent<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist die Kluft zwischen der Quartals- und der Jahresbilanz. Auf Sicht der vergangenen drei Monate geh\u00f6rt Bitcoin zu den st\u00e4rksten Anlagen \u00fcberhaupt; auf Sicht des Jahres steht der Kurs seit Januar praktisch bei null bis leicht im Minus, wie <a href='https:\/\/247wallst.com\/investing\/cryptocurrency\/2026\/09\/26\/bitcoin-hit-an-eight-month-high-above-87000-on-september-21-and-is-back-under-85000-was-that-the-weeks-top-or-the-quarters\/'>24\/7 Wall St.<\/a> mit einem Jahresminus von rund drei Prozent beziffert. Wer im Fr\u00fchjahr kaufte, hat eine schmerzhafte erste Jahresh\u00e4lfte hinter sich; wer im Juli einstieg, sitzt auf zweistelligen Gewinnen. Genau diese Spreizung erkl\u00e4rt, warum die Deutung des Quartalsschlusses so umstritten ist: Je nachdem, welchen Startpunkt man w\u00e4hlt, erz\u00e4hlt derselbe Kurs eine Triumph- oder eine Entt\u00e4uschungsgeschichte.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das zweitbeste dritte Quartal seit 2017<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schlagzeile des Quartals schreibt die Statistik. Nach Daten von <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/market-updates\/bitcoin-price-gains-44-for-second-best-q3-as-ethereum-jumps-71\/'>Bitcoin.com<\/a> hat Bitcoin im dritten Quartal 2026 rund 43,5 Prozent zugelegt, von etwa 58.500 auf rund 84.000 Dollar. Das ist das zweitbeste dritte Quartal der Geschichte, \u00fcbertroffen nur von den gut 80 Prozent aus dem Jahr 2017. Ethereum legte im selben Zeitraum sogar um gut 71 Prozent zu und verbuchte damit sein bestes Q3 \u00fcberhaupt, ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Erholung breit durch den Markt lief und nicht nur Bitcoin trug.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Noch eindrucksvoller wird die Bewegung, wenn man sie vom Tiefpunkt aus misst. Vom Juli-Tief bei rund 57.700 Dollar aus hat Bitcoin bis zum Septemberhoch etwa 51 Prozent gutgemacht, wie 24\/7 Wall St. vorrechnet. Diese Rally kam nicht aus dem Nichts: Sie folgte auf eine brutale erste Jahresh\u00e4lfte, in der der Kurs im Juni allein um gut 20 Prozent einbrach. Die Erholung ab Juli war damit zun\u00e4chst eine R\u00fcckkehr zum Ausgangspunkt, keine Fahrt in neue H\u00f6hen; erst der August machte daraus einen echten Aufw\u00e4rtstrend.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Monat 2026<\/th><th>Bitcoin-Rendite<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Januar<\/td><td>-10,1 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Februar<\/td><td>-14,9 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>M\u00e4rz<\/td><td>+1,8 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>April<\/td><td>+11,8 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Mai<\/td><td>-3,4 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Juni<\/td><td>-20,4 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Juli<\/td><td>+7,2 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>August<\/td><td>+25,0 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>September (bis 25.)<\/td><td>+6,9 Prozent<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Monatstabelle von <a href='https:\/\/chartrow.com\/bitcoin\/monthly-returns'>ChartRow<\/a> macht die Geschichte des Jahres sichtbar: ein katastrophaler Auftakt mit zweistelligen Verlusten im Januar und Februar, ein zweiter Einbruch im Juni, dann eine kr\u00e4ftige Gegenbewegung ab Juli. Der August mit plus 25 Prozent war der eigentliche Kraftakt; September und Juli lieferten solide einstellige Zuw\u00e4chse nach. Unterm Strich steht das Jahr trotz des starken Sommers nur bei plus\/minus null, was zeigt, wie tief das Loch aus dem ersten Halbjahr war. F\u00fcr die Uptober-Frage ist das die zentrale Ausgangslage: Der Markt hat gerade eine der st\u00e4rksten Aufholjagden seiner Geschichte hinter sich, und starke Serien laden zu Gewinnmitnahmen ein.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der September, der seinem Ruf trotzte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">In der Krypto-Folklore hat der September einen festen Platz, und keinen guten. Historisch ist er der schw\u00e4chste Monat im Bitcoin-Kalender: In den meisten Jahren seit 2013 schloss er im Minus, die durchschnittliche Rendite ist leicht negativ. Sp\u00f6tter sprechen von &bdquo;Rektember&ldquo;. Umso \u00fcberraschender ist die diesj\u00e4hrige Bilanz. Mit rund plus sieben Prozent (genau 6,9 Prozent bis zum 25. September laut ChartRow) geh\u00f6rt der September 2026 zu den st\u00e4rkeren Ausgaben des Monats und stellt das Saisonmuster auf den Kopf.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Und er ist kein Einzelfall. Wer die ChartRow-Reihe durchgeht, erkennt ein Muster im Muster: Die vergangenen vier Septembers, 2023 bis 2026, schlossen allesamt im Plus. Der Fluch, der auf den Jahren 2017 bis 2022 lastete (2019 etwa verlor Bitcoin im September \u00fcber dreizehn Prozent), scheint zu br\u00f6ckeln. Eine plausible Erkl\u00e4rung ist die Reife des Marktes: Mit b\u00f6rsengehandelten Fonds, Unternehmensschatzkammern und einer breiteren Anlegerbasis verliert die alte, stark von Kleinanlegern getriebene Saisonalit\u00e4t an Sch\u00e4rfe. Institutionelle K\u00e4ufer richten sich nicht nach dem Monatskalender, sondern nach Mandaten, Zufl\u00fcssen und Makrodaten. Belegen l\u00e4sst sich diese These noch nicht abschlie\u00dfend; vier gr\u00fcne Septembers sind eine Beobachtung, kein Beweis, und genau diese Vorsicht sollte man auch dem Oktober entgegenbringen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Uptober: Statistik, Hoffnung und die Ausnahme von 2025<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den schwachen September folgt in der Statistik der st\u00e4rkste Monat. Der Oktober tr\u00e4gt in der Szene den Spitznamen &bdquo;Uptober&ldquo;, und die Zahlen geben ihm zun\u00e4chst recht. Nach einer Auswertung von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/10\/01\/bitcoin-heads-into-historically-bullish-october-after-third-best-september-on-record'>CoinDesk<\/a> auf Basis von Coinglass-Daten legte Bitcoin im Oktober seit 2013 im Schnitt um 14,4 Prozent zu, der Median liegt bei 10,8 Prozent; zehn von dreizehn Oktobern endeten im Plus. Einzelne Jahre waren spektakul\u00e4r: plus 47,9 Prozent 2017, plus 39,9 Prozent 2021, plus 28,5 Prozent 2023. Kein anderer Monat kann eine solche Trefferquote und Renditewucht vorweisen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Oktober<\/th><th>Bitcoin-Rendite<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>2016<\/td><td>+15,2 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2017<\/td><td>+47,9 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2020<\/td><td>+27,7 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2021<\/td><td>+39,9 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2023<\/td><td>+28,5 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2024<\/td><td>+10,8 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>2025<\/td><td>-3,7 Prozent<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Doch genau die letzte Zeile der Tabelle mahnt zur Vorsicht. Der Oktober 2025 war negativ, und das ausgerechnet in dem Monat, in dem Bitcoin am 6. Oktober sein bis heute g\u00fcltiges Allzeithoch bei rund 126.000 Dollar markierte. Der letzte &bdquo;Uptober&ldquo; war also kein Startschuss f\u00fcr eine Rally, sondern der Gipfel des gesamten Zyklus: Der Kurs drehte kurz nach dem Rekord und schloss den Monat im Minus, der Auftakt zu der schwachen ersten Jahresh\u00e4lfte 2026. Wer die Saisonstatistik damals als Kaufgarantie las, hat am oberen Ende teuer bezahlt. Die Lehre ist unbequem, aber klar: Der st\u00e4rkste Monat kann zugleich der Monat des Verh\u00e4ngnisses sein.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum Saisonalit\u00e4t kein Fahrplan ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Saisonale Muster sind Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten, und f\u00fcr Bitcoin gilt das dreifach. Erstens ist die Stichprobe winzig: Dreizehn Oktober-Beobachtungen sind statistisch d\u00fcnn, und die fr\u00fchen Jahre eines illiquiden Nischenmarktes lassen sich kaum mit dem heutigen Billionenmarkt vergleichen, in dem ETFs, Terminb\u00f6rsen und Staatsfonds mitspielen. Zweitens verzerren einzelne Extremmonate den Durchschnitt massiv: Nimmt man die drei Ausrei\u00dferjahre 2017, 2020 und 2021 aus der Reihe, schrumpft die durchschnittliche Oktober-Rendite deutlich, weil der Mittelwert von wenigen dreistelligen Ausschl\u00e4gen nach oben gezogen wird.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Drittens, und das ist 2026 entscheidend, dominieren makro\u00f6konomische Katalysatoren die Saisonalit\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig. In einem Jahr mit einer Zinsentscheidung Ende Oktober, hartn\u00e4ckiger Inflation und steigenden Anleiherenditen entscheidet nicht der Kalender \u00fcber den Kurs, sondern die Fed und die Datenlage. Saisonalit\u00e4t ist dann bestenfalls R\u00fcckenwind oder Gegenwind, nie der Motor. Anleger, die den &bdquo;Uptober&ldquo; wie ein Naturgesetz behandeln, verwechseln Korrelation mit Kausalit\u00e4t. Sinnvoller ist es, die Statistik als eine von vielen Zutaten zu lesen und ihr genau so viel Gewicht zu geben, wie die aktuelle Marktstruktur zul\u00e4sst, und die hat sich 2026 grundlegend verschoben.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die invertierte Makrologik 2026<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrelang galt die einfache Gleichung: Schwache Konjunkturdaten sind gut f\u00fcr Bitcoin, weil sie Zinssenkungen n\u00e4herbringen, starke Daten sind schlecht. 2026 gilt diese Logik erst recht, nur haben viele Neueinsteiger sie im Kopf noch andersherum. Am 16. September hob die Federal Reserve den Leitzins zum ersten Mal seit 2023 an, um 25 Basispunkte auf ein Zielband von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Entscheidung fiel laut <a href='https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/09\/16\/fed-meeting-today-live-updates.html'>CNBC<\/a> einstimmig mit zw\u00f6lf zu null Stimmen, ein bemerkenswert geschlossenes Votum f\u00fcr eine Straffung, die noch vor einem Jahr niemand auf der Agenda hatte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Fed-Chef Kevin Warsh lie\u00df keinen Zweifel an der Richtung. Die Inflation sei &bdquo;zu hoch, und das seit zu langer Zeit&ldquo;, sagte er; man m\u00fcsse sicher sein, dass sich die zugrunde liegende Teuerung &bdquo;klar und mit ausreichendem Tempo&ldquo; auf das Ziel zubewege. In den aktualisierten Projektionen rechneten 16 der 18 Mitglieder mit einer weiteren Erh\u00f6hung noch in diesem Jahr. F\u00fcr einen Risikomarkt wie Bitcoin bedeutet das: Jede starke Datenver\u00f6ffentlichung, jeder hei\u00dfe Inflationsdruck erh\u00f6ht die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte und lastet damit auf dem Kurs. Gute Nachrichten aus der Wirtschaft sind schlechte Nachrichten f\u00fcr den Kurs, und genau diese Verkehrung sollte man in jeder Marktanalyse dieses Jahres mitdenken.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kalender macht die Sache brisant. Die n\u00e4chste Sitzung des Offenmarktausschusses findet am 27. und 28. Oktober statt, die Entscheidung f\u00e4llt am Mittwoch, dem 28. Oktober, mitten im vermeintlichen &bdquo;Uptober&ldquo;. Laut dem <a href='https:\/\/www.federalreserve.gov\/monetarypolicy\/fomccalendars.htm'>offiziellen Fed-Kalender<\/a> folgt darauf die Dezembersitzung am 8. und 9. Dezember, diesmal wieder mit aktualisierten Projektionen und dem viel beachteten &bdquo;Dot Plot&ldquo;. Der Terminmarkt preist f\u00fcr Oktober derzeit mit rund drei Vierteln Wahrscheinlichkeit einen weiteren Schritt ein, wie das <a href='https:\/\/www.cmegroup.com\/markets\/interest-rates\/cme-fedwatch-tool.html'>CME FedWatch Tool<\/a> zeigt. Wer die Bewegungen dieser Erwartungen in Echtzeit verfolgen will, findet auf Prognosem\u00e4rkten wie Polymarket und Kalshi ein oft schnelleres Barometer, das allerdings <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/prognosemaerkte-glaeserner-markt-ki-agenten-insider-2026\/'>seine eigenen T\u00fccken hat<\/a>. F\u00fcr Bitcoin hei\u00dft das konkret: Der eigentliche Test des Uptober kommt nicht mit dem Kalenderblatt, sondern am 28. Oktober um 20 Uhr deutscher Zeit.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>F\u00fcnf-Prozent-Renditen als Gegenwind<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der wichtigste, oft untersch\u00e4tzte Gegenspieler der Rally sitzt nicht am Kryptomarkt, sondern am Anleihemarkt. Die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen kletterte laut 24\/7 Wall St. zuletzt auf rund 5,1 Prozent, den h\u00f6chsten Stand seit 2007. Das ist gleich doppelt relevant. Erstens verteuert es Kapital auf breiter Front und dr\u00fcckt die Bewertungen von Wachstums- und Risikoaktiva, zu denen die B\u00f6rse Bitcoin nach wie vor z\u00e4hlt. Zweitens untergr\u00e4bt es das Kernargument f\u00fcr ein zinsloses Asset: Wenn eine als sicher geltende Staatsanleihe f\u00fcnf Prozent abwirft, steigt die H\u00fcrde sp\u00fcrbar, stattdessen Bitcoin zu halten, das keine laufende Rendite zahlt. Die Opportunit\u00e4tskosten des Haltens sind so hoch wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Anleger im Euroraum kommt die W\u00e4hrungsseite hinzu. Der Euro rutschte zuletzt auf den tiefsten Stand seit rund zwei Monaten, weil der Dollar von den Zinserh\u00f6hungserwartungen profitiert. Ein starker Dollar ist historisch Gegenwind f\u00fcr Bitcoin, das \u00fcberwiegend in Dollar gehandelt wird. Gleichzeitig bedeutet der schw\u00e4chere Euro, dass der Kurs in Euro gerechnet etwas besser aussieht als in Dollar, ein Effekt, den deutsche Depots direkt sp\u00fcren: In Euro liegt Bitcoin n\u00e4her an seinen Jahreshochs als in Dollar. Wer Bitcoin reguliert \u00fcber Spot-ETPs oder MiCA-lizenzierte Handelspl\u00e4tze h\u00e4lt, sollte diese W\u00e4hrungskomponente im Blick behalten; die <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>BaFin<\/a> beaufsichtigt zwar die Dienstleister und Emittenten, nicht aber das Wechselkursrisiko, das voll beim Anleger liegt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was der Options-Verfall hinterlie\u00df<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil der Rally auf \u00fcber 87.000 Dollar war mechanischer Natur, und dieser Teil ist seit Freitag Geschichte. Am 25. September lief an der B\u00f6rse Deribit der gr\u00f6\u00dfte Quartalsverfall des Jahres aus: Optionen im Wert von rund 15,9 Milliarden Dollar auf Bitcoin (gut 18 Milliarden inklusive Ethereum) wurden abgerechnet, was nach Angaben von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/09\/23\/bitcoin-s-usd16-billion-quarterly-options-settlement-arrives-with-a-call-heavy-book'>CoinDesk<\/a> rund 37 Prozent des offenen Interesses in einem einzigen Fenster l\u00f6schte. Das Buch war ausgepr\u00e4gt call-lastig, das Put\/Call-Verh\u00e4ltnis lag bei 0,69, der &bdquo;Max Pain&ldquo;-Punkt, an dem die meisten Optionen wertlos verfallen, bei 75.000 Dollar.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Deribit-Chef Luuk Strijers sagte gegen\u00fcber CoinDesk, das Absicherungsverhalten der H\u00e4ndler (die ihre verkauften Calls durch K\u00e4ufe im Basiswert neutralisieren mussten) habe &bdquo;wahrscheinlich zum Anstieg von 80.000 auf 87.000 Dollar beigetragen&ldquo;. Genau dieser R\u00fcckenwind entf\u00e4llt nach der Abrechnung. Ob die Rally also aus echter Spot-Nachfrage gespeist wird oder nur aus einem Short Squeeze plus H\u00e4ndler-Hedging, das nun verpufft, ist die entscheidende Frage der kommenden Tage. F\u00fcr die Uptober-Deutung ist das zentral: Ein guter Teil des Septemberschubs k\u00f6nnte struktureller Natur gewesen sein und nicht wiederkehren. Wir haben die Mechanik dieses Verfalls in einer <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-options-verfall-echte-rally-short-squeeze-2026\/'>eigenen Analyse<\/a> ausf\u00fchrlich seziert.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>On-Chain: die 365-Tage-Linie ist zur\u00fcck<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Derivatemechanik eher warnt, sendet die On-Chain-Analyse ein konstruktives Signal. Am 22. September schloss Bitcoin nach Daten von <a href='https:\/\/www.kucoin.com\/news\/flash\/bitcoin-reclaims-365-day-moving-average-hits-84-421-on-september-22'>KuCoin<\/a> bei 84.421 Dollar erstmals seit M\u00e4rz 2023 \u00fcber seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt. Der Analysedienst CryptoQuant bezeichnet diese Linie als jene, &bdquo;die seit 2019 jeden Bullenmarkt angek\u00fcndigt hat&ldquo;. Ein Kursschluss dar\u00fcber ist damit mehr als eine h\u00fcbsche Chartlinie; er ist ein oft zuverl\u00e4ssiges Regime-Signal.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Julio Moreno, Forschungschef bei CryptoQuant, nannte den nachhaltigen Ausbruch \u00fcber die 365-Tage-Linie &bdquo;die letzte quantitative Bedingung, um den \u00dcbergang in einen Bullenzyklus zu best\u00e4tigen&ldquo;. Zuvor hatte CryptoQuant laut <a href='https:\/\/www.theblock.co\/news\/markets\/2026-09-12-cryptoquant-bitcoin-resistance-support-levels-414519'>The Block<\/a> die Marke von 81.700 Dollar als Schwelle definiert, oberhalb derer ein neuer Bullenmarkt best\u00e4tigt w\u00e4re. Die Modelle des Anbieters sehen bei einer Konsolidierung \u00fcber 90.000 Dollar ein technisches Ziel im Bereich von 95.000 bis 100.000 Dollar, als n\u00e4chste Widerstandszone gilt der Bereich um 88.000 bis 90.000 Dollar. Wichtig ist die Einschr\u00e4nkung, die Moreno selbst mitliefert: Auch in einem jungen Bullenmarkt sind R\u00fccksetzer normal, und ein einzelner Kursschluss \u00fcber der Linie ist noch keine Garantie, dass sie h\u00e4lt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wer kauft: ETFs, Schatzkammern und die Frage der Nachhaltigkeit<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Bruchlinie zwischen einer echten und einer geliehenen Rally verl\u00e4uft bei der Frage, wer tats\u00e4chlich kauft. Auf der bullischen Seite stehen die US-Spot-ETFs, die in der Woche des Hochs kr\u00e4ftig zulegten. Nach Zahlen von 24\/7 Wall St. flossen an einem einzigen Tag rund 715 Millionen Dollar in die Fonds, \u00fcber vier Tage summierten sich die Zufl\u00fcsse auf mehr als 2,3 Milliarden Dollar. Parallel h\u00e4ufen b\u00f6rsennotierte Unternehmen wie Strategy weiter sechsstellige Bitcoin-Best\u00e4nde an, eine Nachfrage, die vergleichsweise wenig auf kurzfristige Kursschwankungen reagiert und den Markt an den R\u00e4ndern st\u00fctzt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der mechanischen Seite stand am 21. September ein Short Squeeze: Rund 750 Millionen Dollar an Short-Positionen wurden zwangsliquidiert, was den Anstieg zus\u00e4tzlich befeuerte. Solche Liquidationskaskaden sind per Definition einmalig; sie treiben den Kurs schnell, hinterlassen aber keine dauerhafte Nachfrage. Auf der Angebotsseite verkaufen zudem Miner einen Teil ihrer Blockpr\u00e4mien, um Strom- und Hardwarekosten zu decken; wie stark dieser Verkaufsdruck ausf\u00e4llt, h\u00e4ngt auch an der <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitmain-microbt-asic-abschreibung-restwert-2026\/'>Abschreibungs\u00f6konomie ihrer ASIC-Flotten<\/a> ab. Die Kunst der kommenden Wochen besteht darin, echte von geliehener Nachfrage zu trennen. H\u00e4lt der ETF-Zufluss an, w\u00e4hrend die mechanischen Treiber wegfallen, spricht das f\u00fcr Substanz. Bricht er ein, war ein Gutteil der Bewegung geborgt und der Uptober beginnt auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vier-Jahres-Zyklus: tot oder intakt?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter der Quartalsfrage steckt eine gr\u00f6\u00dfere Debatte, die den gesamten Markt spaltet. Gilt der Vier-Jahres-Zyklus noch, jenes vom Halving getriebene Muster aus Boom und Bust, an dem sich Anleger seit \u00fcber einem Jahrzehnt orientieren? Matt Hougan, Investmentchef des Verm\u00f6gensverwalters Bitwise, verneint das mit einem im Dezember 2025 ver\u00f6ffentlichten Memo, dessen Titel programmatisch ist: <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/12\/16\/crypto-asset-manager-bitwise-says-bitcoin-will-break-its-four-year-cycle-in-2026'>&bdquo;Der Vier-Jahres-Zyklus ist tot&ldquo;<\/a>. Hougan argumentiert, die fr\u00fcheren Zyklustreiber (Halving-Angebotsschocks, Zinszyklen, Hebel-Exzesse) h\u00e4tten sich mit der Reife des institutionellen Marktes deutlich abgeschw\u00e4cht, und verweist auf zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge, die von H\u00e4usern wie Morgan Stanley, Wells Fargo und Merrill Lynch in den Markt flie\u00dfen sollen, sobald sie Bitcoin-Produkte in der Verm\u00f6gensverwaltung anbieten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dem h\u00e4lt Jurrien Timmer, Makrostratege bei Fidelity, entgegen, dass er in seinen Charts nichts sehe, was f\u00fcr ein Ende des Zyklus spreche. Das Oktoberhoch bei rund 125.000 Dollar nach 145 Wochen Rally passe &bdquo;ziemlich gut&ldquo; ins historische Bild, sagte er laut <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/12\/20\/fidelity-s-jurrien-timmer-expect-lame-2026-as-four-year-bitcoin-cycle-appears-intact'>CoinDesk<\/a>. Seine Schlussfolgerung: 2026 k\u00f6nnte ein &bdquo;Jahr zum Aussetzen&ldquo; werden, mit Unterst\u00fctzung im Bereich von 65.000 bis 75.000 Dollar. F\u00fcr die Uptober-Frage ist diese Debatte kein akademisches Beiwerk. Hat Hougan recht, ist der Weg zu neuen Hochs offen, und die institutionelle Nachfrage \u00fcberstimmt die alte Saisonalit\u00e4t. Beh\u00e4lt Timmer recht, war das Oktoberhoch 2025 der Zyklusgipfel, und 2026 bleibt ein z\u00e4her Konsolidierungsmarkt, in dem jede Rally auf Widerstand trifft. Der aktuelle Kurs von rund 84.900 Dollar liegt genau zwischen beiden Welten, deutlich \u00fcber Timmers Unterst\u00fctzungszone, aber weit unter dem alten Rekord.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Charttechnik: die Marken, die z\u00e4hlen<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die kommenden Wochen lassen sich einige Kursmarken klar benennen. Nach oben liegt der erste ernsthafte Widerstand im Bereich von 87.000 Dollar, dem Septemberhoch; dar\u00fcber \u00f6ffnet sich die von CryptoQuant genannte Zone von 88.000 bis 90.000 Dollar und, bei einer Konsolidierung dar\u00fcber, das Ziel 95.000 bis 100.000 Dollar. Die runde 100.000er-Marke ist dabei nicht nur technisch, sondern auch psychologisch bedeutsam und d\u00fcrfte massive Aufmerksamkeit anziehen. Nach unten fungiert die 365-Tage-Linie (grob im Bereich um 80.000 bis 82.000 Dollar) als erste Unterst\u00fctzung; h\u00e4lt sie nicht, r\u00fcckt der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 70.000 bis 71.000 Dollar in den Fokus, gefolgt von der Timmer-Zone bei 65.000 bis 75.000 Dollar.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Marke<\/th><th>Niveau (USD)<\/th><th>Bedeutung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Ziel bei Ausbruch<\/td><td>95.000-100.000<\/td><td>CryptoQuant-Modellziel bei Konsolidierung \u00fcber 90.000<\/td><\/tr><tr><td>Widerstand<\/td><td>88.000-90.000<\/td><td>n\u00e4chste Zone laut CryptoQuant<\/td><\/tr><tr><td>Widerstand<\/td><td>~87.000<\/td><td>Septemberhoch (21. Sep)<\/td><\/tr><tr><td>Aktueller Kurs<\/td><td>~84.900<\/td><td>Stand 27. September<\/td><\/tr><tr><td>Unterst\u00fctzung<\/td><td>80.000-82.000<\/td><td>365-Tage-Linie (Bull-Signal)<\/td><\/tr><tr><td>Unterst\u00fctzung<\/td><td>70.000-71.000<\/td><td>200-Tage-Durchschnitt<\/td><\/tr><tr><td>Unterst\u00fctzung<\/td><td>65.000-75.000<\/td><td>Timmer-Zyklustief-Zone<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bereich um 80.000 Dollar ist psychologisch wie technisch der Schl\u00fcssel. Solange Bitcoin \u00fcber der 365-Tage-Linie schlie\u00dft, bleibt das von CryptoQuant beschriebene Bullenszenario intakt. Ein nachhaltiger R\u00fcckfall darunter w\u00fcrde das Signal entwerten und die B\u00e4ren-Deutung st\u00fctzen, wonach das Septemberhoch der Gipfel des Quartals war. Kurzfristige Ausschl\u00e4ge unter die Linie sind dabei weniger aussagekr\u00e4ftig als der Wochen- und Monatsschluss, auf den erfahrene Chartisten achten: Ein einzelner Docht nach unten ist Rauschen, ein Schlusskurs darunter ein Signal.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Drei Szenarien f\u00fcr den Uptober<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Zusammenspiel von Saisonalit\u00e4t, Makrolage und Marktstruktur lassen sich drei Szenarien f\u00fcr Oktober ableiten. Keines ist eine Prognose; sie umrei\u00dfen die Bandbreite dessen, was plausibel ist, und die Ausl\u00f6ser, an denen sich das jeweilige Szenario festmachen l\u00e4sst.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Szenario<\/th><th>Ausl\u00f6ser<\/th><th>Kursbild<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Bullisch (Uptober liefert)<\/td><td>ETF-Zufl\u00fcsse halten an, Fed signalisiert Pause, Renditen fallen<\/td><td>Ausbruch \u00fcber 90.000, Test von 100.000<\/td><\/tr><tr><td>Basis (z\u00e4her Seitw\u00e4rtsmarkt)<\/td><td>Fed erh\u00f6ht am 28. Okt wie erwartet, Daten gemischt<\/td><td>Spanne 78.000 bis 88.000, 365-Tage-Linie h\u00e4lt<\/td><\/tr><tr><td>B\u00e4risch (Quartalsgipfel best\u00e4tigt)<\/td><td>hei\u00dfe Inflationsdaten, Renditen \u00fcber 5 Prozent, ETF-Abfl\u00fcsse<\/td><td>R\u00fcckfall unter 80.000, Ziel 70.000 bis 75.000<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Basisszenario ist bewusst unspektakul\u00e4r, und das aus gutem Grund. In einem Umfeld, in dem die Fed weiter strafft und die Anleiherenditen hoch bleiben, ist ein z\u00e4her, von Nachrichten getriebener Seitw\u00e4rtsmarkt der wahrscheinlichste Pfad. Der &bdquo;Uptober&ldquo; m\u00fcsste die Makrolage \u00fcberstimmen, um seinem Ruf gerecht zu werden, und das ist 2026 eine hohe H\u00fcrde. Umgekehrt braucht das B\u00e4renszenario keinen Crash, nur die Fortsetzung des aktuellen Zinstrends; und das Bullenszenario setzt voraus, dass die institutionelle Nachfrage stark genug bleibt, um den Wegfall der mechanischen Treiber zu kompensieren. Wer sein Risiko steuern will, plant f\u00fcr alle drei F\u00e4lle, statt auf einen zu wetten.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was in den n\u00e4chsten Wochen zu beobachten ist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret lohnt der Blick auf eine \u00fcberschaubare Zahl von Terminen und Signalen, die \u00fcber die Richtung entscheiden d\u00fcrften. Sie ersetzen keine eigene Analyse, geben ihr aber ein Ger\u00fcst.<\/p><ul class='wp-block-list'><li><strong>Wochen- und Monatsschluss:<\/strong> der Schlusskurs zum 27. September (Wochenkerze) und zum 30. September (Monats- und Quartalskerze) zeigt, ob die 365-Tage-Linie als Unterst\u00fctzung best\u00e4tigt wird.<\/li><li><strong>US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten:<\/strong> jede hei\u00dfe Zahl erh\u00f6ht die Zinserh\u00f6hungserwartung und wirkt in der invertierten Logik von 2026 belastend, nicht st\u00fctzend.<\/li><li><strong>FOMC am 28. Oktober:<\/strong> ein weiterer Zinsschritt ist zu rund drei Vierteln eingepreist; entscheidend ist der Ton der Pressekonferenz und der Ausblick auf Dezember.<\/li><li><strong>ETF-Fl\u00fcsse:<\/strong> anhaltende Zufl\u00fcsse sprechen f\u00fcr echte Nachfrage, Abfl\u00fcsse f\u00fcr eine geliehene Rally und w\u00fcrden das B\u00e4renszenario st\u00fctzen.<\/li><li><strong>Anleiherenditen und Dollar:<\/strong> ein weiterer Anstieg der Zehnjahresrendite \u00fcber f\u00fcnf Prozent und ein starker Dollar bleiben der Hauptgegenwind f\u00fcr alle Risikoaktiva.<\/li><\/ul><h2 class='wp-block-heading'>Fazit: ein starkes Quartal trifft auf eine harte Makrolage<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bitcoin schlie\u00dft das dritte Quartal 2026 mit einer der besten Bilanzen seiner Geschichte ab, und ein gr\u00fcner September hat das alte Saisonmuster durchbrochen. Die On-Chain-Signale, allen voran die zur\u00fcckeroberte 365-Tage-Linie, sprechen f\u00fcr einen intakten Aufw\u00e4rtstrend. Zugleich ist ein Teil der j\u00fcngsten Bewegung mechanisch gewesen und mit dem Options-Verfall verpufft, und die Makrolage aus Zinserh\u00f6hungen und F\u00fcnf-Prozent-Renditen bleibt der st\u00e4rkste Gegenwind seit Jahren.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der statistische &bdquo;Uptober&ldquo; ist ein Argument, kein Fahrplan; der letzte, negative Oktober 2025 mahnt zur Demut, denn er markierte den Gipfel und nicht den Start. Wer den Markt liest, sollte weniger auf den Kalender schauen als auf die 80.000-Dollar-Linie, die ETF-Fl\u00fcsse und die Fed. Ob das Septemberhoch der Gipfel des Quartals war oder nur eine Station auf dem Weg nach oben, entscheidet sich nicht an einer Jahreszeit, sondern an der Frage, ob echte Nachfrage die wegfallenden mechanischen Treiber ersetzen kann. F\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die regulatorische Seite dieser Frage interessieren, lohnt der Blick auf den <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/digitaler-euro-mica-2026-europas-digitales-geld\/'>digitalen Euro und den MiCA-Rahmen<\/a> in Europa ebenso wie auf die <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/cftc-statt-sec-krypto-aufsicht-clarity-aus-2026\/'>US-Aufsichtsdebatte nach dem CLARITY-Aus<\/a>, denn beide bestimmen mit, wie viel Kapital am Ende \u00fcberhaupt den Weg in den Markt findet.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was bedeutet &bdquo;Uptober&ldquo; bei Bitcoin?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">&bdquo;Uptober&ldquo; ist ein Szene-Spitzname f\u00fcr den Oktober, weil er statistisch der st\u00e4rkste Monat im Bitcoin-Kalender ist. Seit 2013 legte Bitcoin im Oktober im Schnitt rund 14 Prozent zu, und zehn von dreizehn Oktobern endeten im Plus. Eine Garantie ist das nicht: Der Oktober 2025 schloss negativ und markierte sogar das bisherige Allzeithoch, von dem aus der Kurs drehte.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie hat sich Bitcoin im dritten Quartal 2026 entwickelt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Bitcoin legte im dritten Quartal 2026 rund 43,5 Prozent zu, von etwa 58.500 auf rund 84.000 Dollar. Das ist das zweitbeste dritte Quartal der Geschichte, nur \u00fcbertroffen von 2017. Vom Juli-Tief aus betrug das Plus zeitweise rund 51 Prozent; Ethereum legte im selben Zeitraum sogar um gut 71 Prozent zu.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum steigt Bitcoin, obwohl die Fed die Zinsen erh\u00f6ht?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil des Anstiegs war mechanisch: ein Short Squeeze und das Absicherungsverhalten der Optionsh\u00e4ndler vor dem Quartalsverfall am 25. September. Hinzu kamen kr\u00e4ftige ETF-Zufl\u00fcsse und ein On-Chain-Signal, die zur\u00fcckeroberte 365-Tage-Linie. Die Zinserh\u00f6hungen wirken dagegen als Gegenwind; ob die Rally tr\u00e4gt, h\u00e4ngt davon ab, ob echte Nachfrage die wegfallenden mechanischen Treiber ersetzt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Welche Kursmarken sind bei Bitcoin jetzt wichtig?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Nach unten ist die 365-Tage-Linie im Bereich um 80.000 bis 82.000 Dollar die erste Unterst\u00fctzung, darunter der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 70.000 bis 71.000 Dollar. Nach oben liegen Widerst\u00e4nde beim Septemberhoch um 87.000 Dollar und in der Zone 88.000 bis 90.000 Dollar; ein Ausbruch \u00f6ffnet laut CryptoQuant das Ziel 95.000 bis 100.000 Dollar.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Gilt der Vier-Jahres-Zyklus von Bitcoin noch?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist umstritten. Bitwise-Investmentchef Matt Hougan h\u00e4lt den Zyklus f\u00fcr tot, weil institutionelle Nachfrage die alten Halving-Muster \u00fcberlagere. Fidelity-Stratege Jurrien Timmer sieht den Zyklus dagegen als intakt an und erwartet 2026 ein eher z\u00e4hes Jahr mit Unterst\u00fctzung zwischen 65.000 und 75.000 Dollar. F\u00fcr die weitere Kursentwicklung ist diese Frage zentral.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was bedeutet &bdquo;Uptober&ldquo; bei Bitcoin?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"&bdquo;Uptober&ldquo; ist ein Szene-Spitzname f\u00fcr den Oktober, weil er statistisch der st\u00e4rkste Monat im Bitcoin-Kalender ist. Seit 2013 legte Bitcoin im Oktober im Schnitt rund 14 Prozent zu, und zehn von dreizehn Oktobern endeten im Plus. 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