{"id":647,"date":"2026-09-28T10:30:19","date_gmt":"2026-09-28T10:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-volatilitaetsklemme-q4-ausbruch-2026\/"},"modified":"2026-09-28T10:30:19","modified_gmt":"2026-09-28T10:30:19","slug":"bitcoin-volatilitaetsklemme-q4-ausbruch-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-volatilitaetsklemme-q4-ausbruch-2026\/","title":{"rendered":"Bitcoin in der Volatilit\u00e4tsklemme: die Ruhe vor dem Q4-Sturm"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Sonntag im September f\u00fchlt sich an wie eine Verschnaufpause. Bitcoin notiert am Morgen des 28. September 2026 bei rund 73.150 Euro (etwa 83.240 US-Dollar), ein Minus von 1,6 Prozent binnen eines Tages, nach einem Wochenende, an dem sich der Kurs kaum von der Stelle bewegt hat, wie <a href='https:\/\/www.cryptotimes.io\/2026\/09\/28\/bitcoin-price-today-btc-slips-to-83200-after-a-quiet-weekend\/'>CryptoTimes<\/a> festh\u00e4lt. Kein Absturz, kein Ausbruch, nur eine enge Spanne. Doch genau diese Ruhe ist die spannendste Geschichte am Markt: Die Schwankungsbreite von Bitcoin ist auf eines der niedrigsten Niveaus des laufenden Zyklus gefallen. Erfahrene H\u00e4ndler lesen so etwas nicht als Langeweile, sondern als gespannte Feder.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Text ist ein Erkl\u00e4rst\u00fcck \u00fcber genau dieses Ph\u00e4nomen, die Volatilit\u00e4tsklemme. Wir zeigen, was Volatilit\u00e4t \u00fcberhaupt ist, wie man ihre Kompression misst, warum die Ruhe ausgerechnet Ende September einsetzte, was eine solche Klemme historisch aufl\u00f6st und wie man sich positioniert, ohne die Richtung erraten zu m\u00fcssen. Denn niedrige Volatilit\u00e4t ist keine Richtung. Sie ist ein Zustand, der fast immer in seine eigene Aufl\u00f6sung m\u00fcndet, und das vierte Quartal 2026 h\u00e4lt daf\u00fcr reichlich Z\u00fcndstoff bereit: eine Fed-Sitzung am 28. Oktober, einen Anleihemarkt unter Druck und einen Kalender voller Katalysatoren.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Markt am 28. September: die tr\u00fcgerische Ruhe<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Wochenschluss handelte Bitcoin in einem auffallend schmalen Korridor. Am Freitag, den 25. September, schloss der Kurs bei rund 84.400 US-Dollar, am Samstag bei 84.417 und am Sonntag bei 84.449 US-Dollar; das gesamte Wochenende bewegte sich zwischen 83.700 und 85.160 US-Dollar, also grob zwischen 73.550 und 74.830 Euro. Am Montagmorgen rutschte der Kurs leicht unter die 83.500-Dollar-Marke. Die Unterst\u00fctzung liegt eng darunter zwischen 82.700 und 83.000 US-Dollar (etwa 72.700 bis 72.900 Euro), der erste Widerstand bei 85.000 US-Dollar. Der Sprung auf das Mehrmonatshoch von rund 87.400 US-Dollar am 21. und 22. September wurde zweimal abgewiesen, seither pendelt der Markt in der Konsolidierung, so <a href='https:\/\/www.cryptotimes.io\/2026\/09\/28\/bitcoin-price-today-btc-slips-to-83200-after-a-quiet-weekend\/'>CryptoTimes<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kontext macht die Ruhe bemerkenswert. Das dritte Quartal 2026 war mit einem Plus von rund 43,5 Prozent (von etwa 58.500 auf rund 84.000 US-Dollar) das zweitbeste dritte Quartal der Bitcoin-Geschichte, \u00fcbertroffen nur von 2017, wie <a href='https:\/\/usethebitcoin.com\/bitcoin\/bitcoin-price-september-27-2026\/'>usethebitcoin<\/a> vorrechnet. Nach einem solchen Lauf w\u00fcrde man Bewegung erwarten, in die eine oder die andere Richtung. Stattdessen presst sich der Kurs zusammen. Die folgende Momentaufnahme fasst den Zustand zusammen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Stand am 28. September 2026<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>rund 73.150 Euro (ca. 83.240 US-Dollar)<\/td><\/tr><tr><td>Ver\u00e4nderung (24 Stunden)<\/td><td>minus 1,6 Prozent<\/td><\/tr><tr><td>Wochenendspanne<\/td><td>73.550 bis 74.830 Euro (83.700 bis 85.160 USD)<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>rund 1,67 Billionen US-Dollar<\/td><\/tr><tr><td>Handelsvolumen (24 Stunden)<\/td><td>rund 28,6 Milliarden US-Dollar<\/td><\/tr><tr><td>Umlaufmenge<\/td><td>20,09 von maximal 21 Millionen BTC<\/td><\/tr><tr><td>Allzeithoch (6. Oktober 2025)<\/td><td>rund 110.900 Euro (126.198 USD), etwa 34 Prozent entfernt<\/td><\/tr><tr><td>Performance Q3 2026<\/td><td>plus 43,5 Prozent, zweitbestes Quartal seit 2017<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Euro-Werte in diesem Text rechnen mit einem Wechselkurs von rund 1,138 US-Dollar je Euro; der Euro notierte zuletzt auf einem Zweimonatstief, weil der starke Dollar von den Zinserh\u00f6hungserwartungen der US-Notenbank getragen wird, wie <a href='https:\/\/www.vtmarkets.com\/en-mena\/live-updates\/eur-usd-hits-two-month-low-as-strong-us-data-lifts-fed-hike-bets-and-dollar-demand\/'>VT Markets<\/a> berichtet. Das Allzeithoch stammt vom 6. Oktober 2025, wie die historischen Kursdaten von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/price\/bitcoin'>CoinDesk<\/a> zeigen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was Volatilit\u00e4t wirklich ist: realisierte gegen implizite Schwankung<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Volatilit\u00e4t misst, wie stark ein Kurs schwankt, \u00fcblicherweise als annualisierter Prozentsatz. Ein Wert von 40 Prozent bedeutet grob, dass der Markt eine j\u00e4hrliche Schwankungsbreite von rund 40 Prozent erwartet oder bereits gesehen hat. F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Preisbewegungen muss man zwei Spielarten trennen, die im Alltag oft durcheinandergeraten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die realisierte Volatilit\u00e4t (realized volatility, RV) blickt zur\u00fcck. Sie berechnet sich aus den tats\u00e4chlichen Kursbewegungen der Vergangenheit, etwa der vergangenen zehn oder drei\u00dfig Tage. Sinkt die realisierte Volatilit\u00e4t, hei\u00dft das schlicht, dass die t\u00e4glichen Ausschl\u00e4ge kleiner geworden sind, so wie in der laufenden Woche. Die implizite Volatilit\u00e4t (implied volatility, IV) blickt nach vorn. Sie steckt in den Preisen von Optionen und dr\u00fcckt aus, wie viel Bewegung der Markt f\u00fcr die Zukunft einpreist. Steigt die Nachfrage nach Absicherung, verteuern sich die Optionen und die implizite Volatilit\u00e4t zieht an, unabh\u00e4ngig davon, was der Kurs bisher getan hat.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Bitcoin hat sich ein eigener Gradmesser etabliert, der DVOL-Index der Optionsb\u00f6rse Deribit. Er funktioniert wie der VIX f\u00fcr US-Aktien und misst die erwartete 30-Tage-Volatilit\u00e4t, annualisiert ausgedr\u00fcckt, wie Deribit in seiner <a href='https:\/\/insights.deribit.com\/exchange-updates\/dvol-deribit-implied-volatility-index\/'>eigenen Dokumentation<\/a> beschreibt. Ein DVOL von 40 hei\u00dft: Der Optionsmarkt preist f\u00fcr die kommenden drei\u00dfig Tage ein Tempo ein, das aufs Jahr hochgerechnet einer Schwankung von 40 Prozent entspricht. Ende September notierte der DVOL im Bereich der mittleren 30 Prozent, historisch niedrig f\u00fcr einen Verm\u00f6genswert, der in fr\u00fcheren Zyklen regelm\u00e4\u00dfig Werte jenseits der 80 oder 100 Prozent sah, wie der <a href='https:\/\/www.deribit.com\/statistics\/BTC\/volatility-index'>Volatilit\u00e4tsindex von Deribit<\/a> zeigt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Differenz zwischen impliziter und realisierter Volatilit\u00e4t hei\u00dft Varianz-Risikopr\u00e4mie. Ist die implizite deutlich h\u00f6her als die realisierte, zahlen K\u00e4ufer von Optionen einen Aufschlag f\u00fcr Absicherung, die sich r\u00fcckblickend nicht ausgezahlt hat; die Verk\u00e4ufer von Optionen verdienen dann an dieser Pr\u00e4mie. Ende September lagen beide Gr\u00f6\u00dfen niedrig und nah beieinander, ein klassisches Zeichen daf\u00fcr, dass der Markt weder akute Angst noch akute Gier einpreist. Genau dieser Gleichmut ist die B\u00fchne f\u00fcr das, was Analysten eine Volatilit\u00e4tsklemme nennen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Volatilit\u00e4tsklemme: wie man Kompression misst<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Volatilit\u00e4tsklemme, im Trading-Jargon &bdquo;squeeze&ldquo;, ist ein Zustand, in dem die Schwankungsbreite so weit zusammenschrumpft, dass sie kaum noch Raum l\u00e4sst. Drei Werkzeuge machen das sichtbar, und sie geh\u00f6ren in den Werkzeugkasten jedes ernsthaften Chartlesers.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das bekannteste sind die Bollinger-B\u00e4nder. Sie legen um einen gleitenden Durchschnitt zwei B\u00e4nder im Abstand von je zwei Standardabweichungen. F\u00e4llt die Volatilit\u00e4t, r\u00fccken die B\u00e4nder eng zusammen; steigt sie, spreizen sie sich. Am 27. September verlief das obere Tagesband bei rund 87.776 und das untere bei rund 73.125 US-Dollar, doch entscheidend ist die kurze Frist: Auf Stundenbasis lagen die B\u00e4nder nur zwischen 83.800 und 84.500 US-Dollar, eine Spanne von weniger als einem Prozent, wie <a href='https:\/\/usethebitcoin.com\/bitcoin\/bitcoin-price-september-27-2026\/'>usethebitcoin<\/a> ausweist. Diese Enge ist der eigentliche Fingerabdruck der Klemme. Trader messen sie \u00fcber die Bandbreite (Bollinger Band Width) und deren Perzentil, das zeigt, wie eng die B\u00e4nder im Vergleich zur eigenen Geschichte stehen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das zweite Werkzeug ist die Average True Range (ATR), die durchschnittliche Tagesspanne. Eine fallende ATR best\u00e4tigt, was die B\u00e4nder zeigen: Die t\u00e4glichen Ausschl\u00e4ge werden kleiner. Das dritte ist der IV-Rang beziehungsweise das IV-Perzentil, das die aktuelle implizite Volatilit\u00e4t in ihre eigene Historie einordnet. Steht der DVOL in den mittleren 30 Prozent, w\u00e4hrend er im Jahresverlauf zeitweise weit h\u00f6her sprang, liegt das Perzentil niedrig; der Markt schl\u00e4ft.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kernsatz, den jeder Einsteiger verinnerlichen sollte, lautet: Eine Klemme sagt nichts \u00fcber die Richtung. Sie sagt etwas \u00fcber die Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung. John Bollinger, der Erfinder der B\u00e4nder, formulierte als Grundregel, dass auf Phasen niedriger Volatilit\u00e4t Phasen hoher Volatilit\u00e4t folgen und umgekehrt. Die Feder spannt sich, aber ob sie nach oben oder unten schnellt, entscheidet der n\u00e4chste Ausl\u00f6ser, nicht die Enge selbst.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Vol-Crush: warum die Ruhe genau jetzt kam<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Volatilit\u00e4t verschwindet nicht zuf\u00e4llig. Sie folgt dem Kalender. Im September stapelten sich zwei Gro\u00dfereignisse, an denen der Markt Unsicherheit einpreiste: die Zinsentscheidung der Fed am 16. September und der gro\u00dfe Quartalsverfall der Optionen an der B\u00f6rse Deribit am 25. September. Vor solchen Terminen kaufen Anleger Absicherung, die implizite Volatilit\u00e4t steigt. Sobald das Ereignis vor\u00fcber ist und sich die Unsicherheit aufl\u00f6st, verf\u00e4llt diese Pr\u00e4mie schlagartig. H\u00e4ndler nennen das den &bdquo;Vol-Crush&ldquo;: Die Optionen werden billiger, der DVOL f\u00e4llt, und ohne den R\u00fcckenwind der Absicherungsnachfrage beruhigt sich auch der Kurs.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Quartalsverfall am 25. September war laut Deribit mit rund 15,9 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Optionen einer der gr\u00f6\u00dften des Jahres und l\u00f6schte etwa 37 Prozent des gesamten offenen Interesses von rund 43,5 Milliarden US-Dollar; das Verh\u00e4ltnis von Puts zu Calls lag bei 0,69, die Positionierung war also auf h\u00f6here Kurse ausgerichtet, wie <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/09\/23\/bitcoin-s-usd16-billion-quarterly-options-settlement-arrives-with-a-call-heavy-book'>CoinDesk<\/a> berichtete.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtiger noch als die Gr\u00f6\u00dfe ist ein mechanischer Effekt. Luuk Strijers, CEO von Deribit, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber CoinDesk, das Absichern der H\u00e4ndler auf ihre verkauften Call-Optionen habe den Anstieg von 80.000 auf 87.000 US-Dollar wahrscheinlich mit angetrieben; er bezeichnete den Verfall als &bdquo;one of the largest of the year on Deribit&ldquo;. Wer Calls verkauft, muss mit K\u00e4ufen am Spotmarkt gegensteuern, wenn der Kurs steigt; dieses Kaufen legt sich wie ein R\u00fcckenwind unter die Rally. Mit dem Verfall schaltet sich dieser Mechanismus ab, teils abrupt. Genau die Frage, ob die Rally echte Nachfrage war oder mechanischer R\u00fcckenwind, haben wir in unserer Analyse <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-options-verfall-echte-rally-short-squeeze-2026\/'>zum Options-Verfall<\/a> auseinandergenommen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis: Nach dem 25. September fehlt dem Markt der mechanische Antrieb, w\u00e4hrend das n\u00e4chste Makro-Gro\u00dfereignis, die Fed-Sitzung, erst am 28. Oktober ansteht. Dazwischen liegt ein Vakuum, in dem die Volatilit\u00e4t in sich zusammenf\u00e4llt. Die Ruhe ist also kein Zufall, sondern die logische Folge eines abgearbeiteten Terminkalenders.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Anatomie eines Ausbruchs: was eine Klemme aufl\u00f6st<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn sich eine Klemme l\u00f6st, geschieht das selten sanft. Der Grund liegt in der Struktur des Orderbuchs. In einer engen Spanne sammeln sich an den R\u00e4ndern Kauf- und Verkaufsorders sowie, eine Etage dar\u00fcber und darunter, die Stop-Orders gehebelter Positionen. Bricht der Kurs aus der Spanne, werden diese Stops ausgel\u00f6st, was neue Marktorders in dieselbe Richtung wirft. Bei Terminkontrakten kommen Zwangsliquidationen hinzu: Reicht die Sicherheit nicht mehr, schlie\u00dft die B\u00f6rse die Position automatisch, was den Kurs weiter treibt. So entsteht eine Kaskade, die eine kleine Bewegung in einen gro\u00dfen Move verwandelt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Richtung des Ausbruchs bestimmt, welche Seite der Spanne zuerst nachgibt; die Wucht bestimmt der Hebel, der sich w\u00e4hrend der Ruhe aufgebaut hat. Und genau das ist die T\u00fccke niedriger Volatilit\u00e4t: In ruhigen Phasen w\u00e4chst das offene Interesse an Terminkontrakten oft still an, weil sich Trader in engen Spannen zunehmend gehebelt positionieren. Die Finanzierungsrate (funding rate) der Perpetual-Kontrakte verr\u00e4t, auf welcher Seite sich das Gewicht sammelt. Je l\u00e4nger die Ruhe, desto mehr Brennstoff liegt bereit und desto heftiger f\u00e4llt die Entladung aus.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Praxis hei\u00dft das: Der Ausl\u00f6ser kommt fast immer von au\u00dfen. Ein \u00fcberraschender Konjunkturwert, eine Wende bei den ETF-Zufl\u00fcssen, eine Schlagzeile aus Washington oder schlicht eine gro\u00dfe Order, die das d\u00fcnne Wochenend-Orderbuch durchschl\u00e4gt. Die Klemme selbst liefert nur die Bedingung, nicht den Funken. Wer die Richtung im Voraus erraten will, verwechselt den Zustand mit dem Ereignis.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Zwei gleitende Durchschnitte, zwei Geschichten<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Dass der Markt keine Richtung findet, spiegelt sich in einem seltenen Widerspruch zweier vielbeachteter Langzeit-Durchschnitte. Auf der bullischen Seite steht die 365-Tage-Linie. Am 22. September schloss Bitcoin bei rund 84.421 US-Dollar zum ersten Mal seit M\u00e4rz 2023 \u00fcber diesem Durchschnitt, wie <a href='https:\/\/www.kucoin.com\/news\/flash\/bitcoin-reclaims-365-day-moving-average-hits-84-421-on-september-22'>KuCoin<\/a> festhielt. Julio Moreno, Forschungschef beim Analysehaus CryptoQuant, bezeichnete den Sprung als &bdquo;the final quantitative condition to confirm the transition toward a bull cycle&ldquo;; die Linie habe seit 2019 jeden Bullenmarkt korrekt angezeigt, und der Kurs m\u00fcsse nun die Marke von rund 81.700 US-Dollar verteidigen, um das Signal zu best\u00e4tigen, so <a href='https:\/\/www.crowdfundinsider.com\/2026\/09\/309921-bitcoin-btc-must-clear-81700-to-confirm-a-new-bull-market-cryptoquant\/'>Crowdfund Insider<\/a>. Das n\u00e4chste Ziel l\u00e4ge dann im Bereich von 88.000 bis 90.000 US-Dollar.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der b\u00e4rischen Seite steht die 50-Wochen-Linie. Die Analyseplattform TradingShot warnt, Bitcoin sei drei Wochen in Folge an diesem Durchschnitt abgeprallt, ein Muster, das den beiden gr\u00f6\u00dften Ausverk\u00e4ufen des Jahres 2026 vorausging; bricht eine entscheidende Unterst\u00fctzungslinie, drohe ein R\u00fcckfall auf rund 61.500 US-Dollar (etwa 54.000 Euro) bis Ende Oktober, fasst <a href='https:\/\/www.kucoin.com\/news\/flash\/bitcoin-price-analysis-predicts-61-500-target-by-october-2026'>KuCoin<\/a> die Analyse zusammen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Durchschnitte, \u00e4hnlich lang (52 gegen 50 Wochen), fast entgegengesetzte Botschaften. Genau dieser Zwiespalt ist typisch f\u00fcr einen Markt an einem Wendepunkt, und er erkl\u00e4rt, warum die Volatilit\u00e4t so tief liegt: Solange Bullen und B\u00e4ren sich die Waage halten, fehlt der Konsens, der einen Trend tr\u00e4gt. Die folgende Tabelle ordnet die Marken, die in den kommenden Wochen z\u00e4hlen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Marke<\/th><th>Niveau (Euro)<\/th><th>Niveau (USD)<\/th><th>Bedeutung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Angebotszone<\/td><td>79.100 bis 80.000<\/td><td>90.000 bis 91.000<\/td><td>n\u00e4chste gro\u00dfe H\u00fcrde nach oben<\/td><\/tr><tr><td>Verfallshoch<\/td><td>rund 76.800<\/td><td>rund 87.400<\/td><td>zweifach abgewiesen (21.\/22. Sep)<\/td><\/tr><tr><td>Erster Widerstand<\/td><td>rund 74.700<\/td><td>85.000<\/td><td>Oberkante der aktuellen Spanne<\/td><\/tr><tr><td>Aktueller Kurs<\/td><td>rund 73.150<\/td><td>rund 83.240<\/td><td>Stand 28. September<\/td><\/tr><tr><td>Unterst\u00fctzung<\/td><td>72.700 bis 73.000<\/td><td>82.700 bis 83.000<\/td><td>Unterkante der Spanne<\/td><\/tr><tr><td>365-Tage-Linie<\/td><td>rund 71.800<\/td><td>rund 81.700<\/td><td>Bull-Schwelle (CryptoQuant)<\/td><\/tr><tr><td>20-Tage-EMA<\/td><td>rund 71.500<\/td><td>rund 81.400<\/td><td>kurzfristiger Trend<\/td><\/tr><tr><td>50-Tage-EMA<\/td><td>rund 67.700<\/td><td>rund 77.000<\/td><td>mittlerer Trend<\/td><\/tr><tr><td>200-Tage-EMA<\/td><td>rund 65.100<\/td><td>rund 74.100<\/td><td>langfristige Unterst\u00fctzung<\/td><\/tr><tr><td>B\u00e4r-Ziel<\/td><td>rund 54.000<\/td><td>rund 61.500<\/td><td>Risiko laut TradingShot<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>@@CONTENT@@","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bitcoin pendelt Ende September um 73.000 Euro, doch die Schwankungsbreite schrumpft auf eines der niedrigsten Niveaus des Jahres. 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