{"id":651,"date":"2026-09-28T22:30:19","date_gmt":"2026-09-28T22:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-2026-difficulty-schlaegt-zurueck\/"},"modified":"2026-09-28T22:30:19","modified_gmt":"2026-09-28T22:30:19","slug":"hashprice-2026-difficulty-schlaegt-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-2026-difficulty-schlaegt-zurueck\/","title":{"rendered":"Hashprice zum Quartalsende 2026: die Difficulty schl\u00e4gt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Ende des dritten Quartals 2026 sieht die Lage der Bitcoin-Miner deutlich freundlicher aus als noch im Sommer. Der Hashprice, die zentrale Umsatzkennzahl der Branche, notiert wieder bei rund 40 US-Dollar pro Petahash und Tag, nachdem er im Juni mit knapp 28 Dollar auf ein Mehrjahrestief gefallen war. Der Grund f\u00fcr die Erholung ist schnell erz\u00e4hlt: Bitcoin hat sich nach der Zinsentscheidung der Fed Mitte September auf \u00fcber 83.000 Dollar (rund 73.000 Euro) berappelt, und ein h\u00f6herer Bitcoin-Preis hebt den Hashprice fast im Gleichschritt. Doch genau in dem Moment, in dem die Rechnung f\u00fcr viele Betreiber wieder aufgeht, meldet sich ein Mechanismus zur\u00fcck, der die ganze zweite Jahresh\u00e4lfte \u00fcber geschlafen hatte: die Mining-Difficulty. Am 19. September sprang sie um 4,16 Prozent nach oben, der gr\u00f6\u00dfte Aufw\u00e4rtsschritt seit Juni. Das Netzwerk holt sich einen Teil des Gewinns zur\u00fcck, kaum dass er da ist.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag nimmt den Hashprice zum Quartalsende auseinander: was die Zahl misst, aus welchen drei Hebeln sie besteht, warum der September-Sprung eine reine Preisbewegung war und warum diesmal nicht die Notenbank, sondern das Protokoll selbst die Obergrenze setzt. Am Ende steht, was das konkret f\u00fcr Miner und Anleger im deutschsprachigen Raum bedeutet, und warum ausgerechnet der deutsche Strompreis aus derselben globalen Zahl ein Verlustgesch\u00e4ft macht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Hashprice zum Quartalsende 2026: die Bestandsaufnahme<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor wir die Mechanik zerlegen, lohnt ein n\u00fcchterner Blick auf die Zahlen, mit denen das Quartal schlie\u00dft. Bitcoin notiert laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/bitcoin'>CoinGecko<\/a> bei rund 83.100 US-Dollar, umgerechnet etwa 73.100 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von etwa 1,67 Billionen Dollar. Vom Rekordhoch bei gut 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025 ist der Kurs damit noch immer rund 34 Prozent entfernt. Der Hashprice, den Luxors <a href='https:\/\/data.hashrateindex.com\/network-data\/bitcoin-hashprice-index'>Hashrate Index<\/a> laufend ver\u00f6ffentlicht, liegt bei rund 40 Dollar pro Petahash und Tag; der letzte klar abgegrenzte Wochenwert lag am 6. September bei 39,63 Dollar, wie <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/mining\/difficulty-rises-hashprice-rips-22-as-bitcoin-hashrate-stalls\/'>news.bitcoin.com<\/a> berichtete.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist eine Erholung von mehr als 40 Prozent gegen\u00fcber dem Juni-Tief bei knapp 28 Dollar, dem tiefsten Stand seit Jahren. Gleichzeitig ist die Difficulty laut <a href='https:\/\/www.coinwarz.com\/bitcoin-difficulty'>CoinWarz<\/a> auf 132,76 Billionen gestiegen, die Hashrate pendelt im Sieben-Tage-Schnitt zwischen etwa 934 und 950 Exahash pro Sekunde, und die Transaktionsgeb\u00fchren steuern weiterhin nur einen Bruchteil zum Umsatz bei. Die folgende Tabelle fasst den Stand zusammen, an dem sich alles Weitere misst.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Stand 28. September 2026<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Hashprice<\/td><td>rund 40 $\/PH\/Tag (Wochenwert 39,63 $ am 6. Sept.)<\/td><\/tr><tr><td>Hashprice in Euro<\/td><td>rund 35 \u20ac\/PH\/Tag<\/td><\/tr><tr><td>Hashprice-Tief 2026<\/td><td>knapp 28 $ (Ende Juni)<\/td><\/tr><tr><td>Bitcoin-Preis<\/td><td>rund 83.100 $ \/ 73.100 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>rund 1,67 Bio. $<\/td><\/tr><tr><td>Netzwerk-Hashrate (7 Tage)<\/td><td>rund 934 bis 950 EH\/s<\/td><\/tr><tr><td>Difficulty<\/td><td>132,76 Bio. (+4,16 % am 19. Sept.)<\/td><\/tr><tr><td>Difficulty-Rekord<\/td><td>rund 155,97 Bio. (Nov. 2025)<\/td><\/tr><tr><td>Blocksubvention<\/td><td>3,125 BTC pro Block<\/td><\/tr><tr><td>Transaktionsgeb\u00fchren<\/td><td>0,43 % der Blockbelohnung<\/td><\/tr><tr><td>Wechselkurs<\/td><td>EUR\/USD rund 1,138<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Was Hashprice \u00fcberhaupt misst<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff Hashprice stammt vom Analysehaus Luxor, das ihn 2019 f\u00fcr seinen Hashrate Index gepr\u00e4gt hat. Gemeint ist der erwartete Umsatz, den ein Miner pro Einheit Rechenleistung und Tag erzielt, \u00fcblicherweise angegeben in US-Dollar pro Petahash pro Sekunde und Tag. Ein Petahash sind eine Billiarde Hashes pro Sekunde; wer eine solche Maschinenleistung ans Netz h\u00e4ngt, verdient bei einem Hashprice von 40 Dollar eben rund 40 Dollar am Tag, bevor irgendeine Kostenposition abgezogen ist. Die <a href='https:\/\/docs.luxor.tech\/hashrateindex\/hashprice'>Definition von Luxor<\/a> ist bewusst schlicht gehalten, damit die Zahl \u00fcber Betreiber, L\u00e4nder und Hardware-Generationen hinweg vergleichbar bleibt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Dollar-Notierung gibt es eine zweite, in Bitcoin gerechnete Variante, auf die wir sp\u00e4ter zur\u00fcckkommen. Beide messen dasselbe, aber sie erz\u00e4hlen unterschiedliche Geschichten: Die Dollar-Zahl schwankt mit dem Kurs, die Bitcoin-Zahl nur mit dem Netzwerk. Wer die Rally des Septembers richtig einordnen will, muss beide nebeneinanderlegen, sonst h\u00e4lt man einen Wechselkurseffekt f\u00fcr eine echte Verbesserung der Produktion.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist die Abgrenzung: Hashprice ist Umsatz, nicht Gewinn. Er sagt nichts \u00fcber die Stromrechnung, die Abschreibung der Ger\u00e4te oder die Finanzierungskosten aus. Ob ein Betreiber mit diesem Umsatz Geld verdient, entscheidet erst die Marge, also Hashprice minus Kosten. Genau deshalb ist die Kennzahl so n\u00fctzlich: Sie trennt die Einnahmenseite, die f\u00fcr alle Miner der Welt gleich ist, sauber von der Kostenseite, die sich von Standort zu Standort dramatisch unterscheidet. Wer die Marge verstehen will, muss beim Hashprice anfangen, aber dort nicht stehen bleiben.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Formel und ihre drei Hebel<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hashprice folgt einer einfachen Gleichung. Grob gilt: Hashprice ist gleich die rund 144 Bl\u00f6cke pro Tag, multipliziert mit der Summe aus Blocksubvention und Transaktionsgeb\u00fchren, multipliziert mit dem Bitcoin-Preis, geteilt durch die gesamte Netzwerk-Hashrate. Die Hashrate wiederum h\u00e4ngt fast eins zu eins an der Difficulty, denn sie ergibt sich n\u00e4herungsweise aus Difficulty mal zwei hoch 32, geteilt durch die Zielblockzeit von 600 Sekunden. Setzt man beides zusammen, schrumpft die Sache auf einen Kern: Der Hashprice bewegt sich im Wesentlichen wie der Bitcoin-Preis geteilt durch die Difficulty.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus ergeben sich drei Hebel. Der erste ist der Bitcoin-Preis; steigt er, steigt der Hashprice fast im Gleichschritt. Der zweite ist die Belohnung pro Block, also Subvention plus Geb\u00fchren; sie ist derzeit praktisch fixiert, weil die Subvention seit dem Halving vom April 2024 bei 3,125 BTC liegt und die Geb\u00fchren nur 0,43 Prozent beisteuern. Der dritte Hebel ist die Difficulty beziehungsweise die Hashrate; steigt sie, sinkt der Hashprice, weil sich derselbe Umsatz auf mehr Rechenleistung verteilt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kurzes Rechenbeispiel macht das greifbar. Rund 144 Bl\u00f6cke am Tag, jeweils 3,125 BTC, mal ein Kurs von 83.100 Dollar ergibt einen Tagesumsatz des gesamten Netzwerks von etwa 37,4 Millionen Dollar. Verteilt auf eine Rechenleistung von rund 950.000 Petahash pro Sekunde bleiben je Petahash rund 39 Dollar, plus die kleinen Geb\u00fchren also knapp 40 Dollar. Ver\u00e4ndert sich der Kurs, verschiebt sich der Z\u00e4hler; kommen Maschinen hinzu, w\u00e4chst der Nenner. Beides zusammen ergibt die Zahl, die am Quartalsende auf dem Bildschirm steht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zerlegung ist der Schl\u00fcssel zum gesamten Quartalsende. Von den drei Hebeln steht einer still (die Belohnung), einer ist im September kr\u00e4ftig gestiegen (der Preis) und einer hat mit Verz\u00f6gerung nachgezogen (die Difficulty). Der Hashprice ist damit im Kern ein Wettlauf zwischen Preis und Difficulty, und dieser Wettlauf hat gerade eine neue Runde begonnen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der September-Sprung war eine Preis-Rally<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die auff\u00e4lligste Bewegung des Quartals war der Sprung des Hashprice um 22,24 Prozent von 32,42 auf 39,63 Dollar innerhalb eines Monats, den news.bitcoin.com Anfang September dokumentierte. Auf den ersten Blick sieht das nach einer Erholung der Mining-\u00d6konomie aus. Auf den zweiten Blick war es fast ausschlie\u00dflich eine Bewegung des Bitcoin-Preises. Der Kurs war nach der Fed-Sitzung vom 16. September, auf der die Notenbank die Leitzinsen zum ersten Mal seit 2023 um 25 Basispunkte anhob, wieder deutlich \u00fcber 80.000 Dollar geklettert. Weil der Preis im Z\u00e4hler der Hashprice-Formel steht, hebt jede Kursrally die Kennzahl praktisch automatisch.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Den besten Beleg daf\u00fcr liefert die in Bitcoin gerechnete Variante des Hashprice. Sie verharrte \u00fcber die Rally hinweg bei rund 0,0005 BTC pro Petahash und Tag, also nahezu unver\u00e4ndert. In Bitcoin gerechnet f\u00e4llt der Preis-Hebel weg, \u00fcbrig bleiben nur Belohnung und Difficulty. Dass die BTC-Notierung des Hashprice kaum reagierte, zeigt: Am Netzwerk selbst hatte sich zun\u00e4chst nichts ge\u00e4ndert. Die Miner verdienten nicht mehr Bitcoin, ihre Bitcoin waren nur mehr Dollar wert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unterscheidung ist mehr als Buchhalterei. Eine kursgetriebene Erholung ist so stabil wie der Kurs selbst, und der h\u00e4ngt im Herbst 2026 an Makrofaktoren, die mit Mining nichts zu tun haben: Zinspfad, Dollar, ETF-Zufl\u00fcsse, Risikoappetit. Wer die Kursbewegung im Detail nachvollziehen will, findet die Einordnung in unserer Analyse zur <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-volatilitaetsklemme-q4-ausbruch-2026\/'>Volatilit\u00e4tsklemme vor dem Q4-Ausbruch<\/a>. F\u00fcr den Hashprice hei\u00dft das: Was der Preis gibt, kann der Preis wieder nehmen, und selbst wenn er h\u00e4lt, wartet schon der n\u00e4chste Hebel.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Difficulty schl\u00e4gt zur\u00fcck<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann kam das Netzwerk. Die Difficulty passt sich alle 2016 Bl\u00f6cke an, im Schnitt also etwa alle zwei Wochen, mit dem Ziel, die durchschnittliche Blockzeit bei zehn Minuten zu halten. Die gesamte erste Jahresh\u00e4lfte und den Sommer \u00fcber war sie gefallen: minus 10,09 Prozent am 14. Juni, minus 5 Prozent am 11. Juli, minus 1,31 Prozent am 23. August. Miner hatten Rechner abgeschaltet oder Kapazit\u00e4t in Richtung KI-Rechenzentren umgeleitet, weil sich Mining bei tiefem Preis kaum lohnte. <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/business\/2026\/08\/01\/bitcoin-mining-difficulty-shrinks-14-from-this-year-s-high-as-plunging-revenues-force-operators-to-pivot'>CoinDesk<\/a> sprach Anfang August vom zweiten j\u00e4hrlichen R\u00fcckgang der Difficulty \u00fcberhaupt, ein historisch seltenes Ereignis. Der Effekt f\u00fcr die \u00dcbriggebliebenen: Wer durchhielt, bekam ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck vom Kuchen, weil weniger Konkurrenz um dieselbe fixe Belohnung mitrechnete.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Kursrally kehrte sich das um. Am 5. September stieg die Difficulty um 1,31 Prozent, am 19. September dann um 4,16 Prozent auf 132,76 Billionen, der gr\u00f6\u00dfte Aufw\u00e4rtsschritt seit dem Plus von 7,15 Prozent im Juni. H\u00f6herer Preis lockt abgeschaltete Maschinen zur\u00fcck ans Netz, die Hashrate festigt sich in Richtung eines Zettahash, und die Difficulty zieht nach, um die Zehn-Minuten-Blockzeit zu verteidigen. Nikolaos Panigirtzoglou von JPMorgan hat den Mechanismus einmal so beschrieben: <a href='https:\/\/tftc.io\/bitcoin-mining-costs-jpmorgan-below-production-cost-2026\/'>&bdquo;Wenn Bitcoin unter seinen Produktionskosten handelt, fahren teurere Miner herunter, die Hashrate sinkt, und die Difficulty passt sich nach unten an.&ldquo;<\/a> Im September lief genau dieser Satz r\u00fcckw\u00e4rts: Der Preis stieg, die Rechner kamen zur\u00fcck, die Difficulty passte sich nach oben an.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Folge ist mechanisch und unbestechlich. Eine \u00fcberschl\u00e4gige Rechnung zeigt das Ausma\u00df: Bei einem Bitcoin-Preis von rund 83.100 Dollar und der aktuellen Difficulty von 132,76 Billionen ergibt die Formel einen Hashprice von etwa 39,5 Dollar. H\u00e4tte die Difficulty dagegen noch auf dem Stand von Anfang September bei 127,45 Billionen verharrt, l\u00e4ge derselbe Preis bei einem Hashprice von rund 41 Dollar. Die Anpassung vom 19. September hat also grob 1,50 Dollar je Petahash, etwa vier Prozent, wieder abgesch\u00f6pft, bevor der Miner sie \u00fcberhaupt sah. Das Netzwerk holt sich seinen Anteil zur\u00fcck, und der n\u00e4chste Retarget steht laut CoinWarz bereits f\u00fcr den 3. Oktober an, gesch\u00e4tzt mit einem weiteren kleinen Plus. Die folgende Tabelle zeigt den Weg der Difficulty durch 2026.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Datum 2026<\/th><th>Anpassung<\/th><th>neue Difficulty<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>14. Juni<\/td><td>-10,09 %<\/td><td>124,93 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>27. Juni<\/td><td>+7,15 %<\/td><td>133,87 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>11. Juli<\/td><td>-5,00 %<\/td><td>127,17 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>25. Juli<\/td><td>-0,74 %<\/td><td>126,23 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>8. August<\/td><td>+0,99 %<\/td><td>127,48 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>23. August<\/td><td>-1,31 %<\/td><td>125,81 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>5. September<\/td><td>+1,31 %<\/td><td>127,45 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>19. September<\/td><td>+4,16 %<\/td><td>132,76 Bio.<\/td><\/tr><tr><td>3. Oktober (gesch\u00e4tzt)<\/td><td>rund +0,4 %<\/td><td>rund 133,3 Bio.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Warum diesmal das Netz der Deckel ist, nicht die Fed<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Berichterstattung im September drehte sich fast ausschlie\u00dflich um die Fed. Das ist verst\u00e4ndlich, denn die erste Zinserh\u00f6hung seit 2023 und der straffe Ausblick unter dem neuen Vorsitzenden bewegen Risikoanlagen und damit den Bitcoin-Preis. F\u00fcr die Bewertung b\u00f6rsennotierter Miner ist der Zinspfad sogar entscheidend, weil er den Diskontsatz f\u00fcr langfristige Rechenzentrums-Cashflows bestimmt. Doch f\u00fcr die Zahl Hashprice selbst ist die Fed nur ein indirekter Faktor. Sie wirkt \u00fcber einen einzigen Kanal, den Bitcoin-Preis, und damit \u00fcber nur einen der drei Hebel.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der direkte, mechanische Deckel liegt woanders. Er hei\u00dft Difficulty und wird nicht von einer Notenbank gesetzt, sondern von einem Algorithmus, der alle zwei Wochen automatisch nachjustiert. Egal, was der Preis tut, die Difficulty folgt mit Verz\u00f6gerung und zieht den Hashprice pro Einheit wieder in Richtung der Kosten des Grenzminers. Das ist der eigentliche Unterschied dieses Quartals: Nicht die Geldpolitik, sondern das Protokoll begrenzt, wie viel von der Kursrally beim einzelnen Rechner ankommt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann es so zuspitzen: Die Fed setzt den Preis, \u00fcber den sie nicht einmal direkt bestimmt, das Protokoll setzt die Konkurrenz. Ein Zinsschritt kann Bitcoin um zehn Prozent bewegen, aber ob davon beim Miner etwas ankommt, entscheidet der n\u00e4chste Retarget. Wer den Hashprice prognostizieren will, sollte deshalb weniger auf die Sitzungsprotokolle der Notenbank starren als auf den Thermostat des Netzwerks, der gerade wieder heizt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Hashprice in Bitcoin gerechnet: die ehrlichere Zahl<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es lohnt, den Hashprice einmal von der Dollar-Brille zu befreien. In Bitcoin gerechnet lag er das ganze Jahr \u00fcber bei rund 0,0005 BTC pro Petahash und Tag und hat sich auch durch die September-Rally kaum bewegt. Der Grund ist die Formel: In Bitcoin f\u00e4llt der Preis-Hebel weg, weil man nicht mehr Dollar pro Bitcoin misst, sondern direkt in Bitcoin abrechnet. \u00dcbrig bleiben nur zwei Kr\u00e4fte, die Belohnung pro Block und die Difficulty. Weil die Belohnung fix ist, kann der Bitcoin-Hashprice \u00fcberhaupt nur steigen, wenn die Difficulty f\u00e4llt oder die Geb\u00fchren anziehen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist die ehrlichere Kennzahl f\u00fcr den strukturellen Zustand des Minings. Sie sagt: In der Substanz hat sich nichts verbessert. Ein Betreiber, der seine Bitcoin h\u00e4lt, verdient nicht mehr Coins als im Juni; seine Coins sind nur mehr wert. F\u00fcr die Miner, die ihre Best\u00e4nde als Treasury f\u00fchren und nicht sofort verkaufen, ist die Dollar-Rally deshalb ein Buchgewinn in der Bilanz, aber keine Verbesserung der laufenden Produktion.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die in Bitcoin gemessene Verg\u00fctung der Rechenarbeit, gewisserma\u00dfen die Realrendite des Minings, ist unver\u00e4ndert gedr\u00fcckt, und die steigende Difficulty dr\u00fcckt sie weiter. F\u00fcr Anleger ist das ein wichtiger Filter: Eine in Dollar gl\u00e4nzende Erholung kann in Bitcoin v\u00f6llig flach sein. Genau diese L\u00fccke zwischen nominaler und realer Betrachtung \u00fcbersehen viele, wenn sie eine Kursrally reflexhaft als Gesundung der Miner deuten.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Dieselbe Zahl, verschiedene Welten: Strompreis und Standort<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hashprice ist eine einzige globale Dollar-Zahl, aber was sie bedeutet, entscheidet sich am lokalen Strompreis. Die Gewinnschwelle l\u00e4sst sich sauber ausrechnen: Break-even-Strompreis gleich Hashprice geteilt durch das Produkt aus 24 und der Effizienz der Maschine in Joule pro Terahash. Je effizienter das Ger\u00e4t, desto h\u00f6her der Strompreis, den es noch vertr\u00e4gt. Die folgende Tabelle zeigt die Gewinnschwelle f\u00fcr g\u00e4ngige ASIC-Generationen bei einem Hashprice von 40 Dollar, in Dollar und in Euro (Wechselkurs rund 1,138).<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>ASIC-Modell (Effizienz)<\/th><th>Break-even $\/kWh<\/th><th>Break-even \u20ac\/kWh<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Antminer S23 Hydro (9,5 J\/TH)<\/td><td>0,175 $<\/td><td>0,154 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 XP (13,5 J\/TH)<\/td><td>0,123 $<\/td><td>0,108 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 Pro (15 J\/TH)<\/td><td>0,111 $<\/td><td>0,098 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Whatsminer M60S (18,5 J\/TH)<\/td><td>0,090 $<\/td><td>0,079 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 XP (21,5 J\/TH)<\/td><td>0,078 $<\/td><td>0,068 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19j Pro (29,5 J\/TH)<\/td><td>0,056 $<\/td><td>0,049 \u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt kommt der deutsche Standortnachteil ins Spiel. Der Industriestrompreis lag in Deutschland im zweiten Halbjahr 2025 laut Eurostat bei rund 22,6 Cent je Kilowattstunde und damit etwa 23 Prozent \u00fcber dem EU-Durchschnitt von gut 18 Cent; selbst Gro\u00dfverbraucher mit allen Entlastungen zahlen eher um die 12 Cent, wie ein <a href='https:\/\/industrie-fachwissen.de\/data\/industriestrompreise-deutschland-eu-vergleich-eurostat-2026'>Vergleich der Industriestrompreise<\/a> zeigt. Zum Vergleich: G\u00fcnstige Standorte in West-Texas beziehen Strom f\u00fcr drei bis f\u00fcnf Cent, in Finnland und Schweden liegt Industriestrom bei sieben bis zehn Cent.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Legt man die Gewinnschwellen aus der Tabelle daneben, wird der Befund brutal: Bei deutschen Endpreisen um 22 Cent arbeitet praktisch die gesamte Flotte mit Verlust, weil selbst das effizienteste Ger\u00e4t nur rund 15 Cent vertr\u00e4gt. Selbst zum entlasteten Gro\u00dfverbraucher-Tarif von rund 12 Cent kommt allein die neueste Hardware unter zehn Joule pro Terahash knapp \u00fcber die Schwelle, alles \u00c4ltere verbrennt Geld. Derselbe Hashprice von 40 Dollar, der in West-Texas eine fette Marge bedeutet, ist in Deutschland ein garantiertes Verlustgesch\u00e4ft.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das erkl\u00e4rt, warum das industrielle Bitcoin-Mining Deutschland l\u00e4ngst verlassen hat und warum die Effizienz der Hardware f\u00fcr die \u00fcberlebenden Betreiber zur \u00dcberlebensfrage geworden ist. Wie sehr die Abschreibung alter Ger\u00e4te und der Wettlauf um jedes Joule die Rechnung bestimmen, haben wir im Duell <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitmain-microbt-asic-abschreibung-restwert-2026\/'>Bitmain gegen MicroBT<\/a> aufgeschl\u00fcsselt. Und warum der Strom selbst zur eigentlichen Wertsch\u00f6pfung wird, zeigt unser Blick auf den <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/energiemix-2026-strom-hinter-dem-staking\/'>Energiemix hinter Mining und Staking<\/a>.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was der Terminmarkt f\u00fcr Q4 einpreist<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hashprice ist l\u00e4ngst nicht mehr nur eine Beobachtungsgr\u00f6\u00dfe, sondern ein handelbarer Markt. \u00dcber Anbieter wie Luxor lassen sich Hashprice-Forwards mit Laufzeiten bis zu zw\u00f6lf Monaten abschlie\u00dfen, an der CFTC-regulierten B\u00f6rse Bitnomial notieren Hashrate-Futures. F\u00fcr die Frage nach dem vierten Quartal ist vor allem die Form der Terminkurve interessant. Zuletzt lag der Halbjahreskontrakt unter dem Spotpreis, der Markt befand sich also in Backwardation. Das ist die kollektive Wette der Profis, dass die aktuelle Erholung nicht h\u00e4lt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Erwartung ist konsistent mit allem, was wir bisher gesehen haben. Bleibt der Preis oben, zieht die Difficulty weiter nach und dr\u00fcckt den Hashprice pro Einheit; f\u00e4llt der Preis, sinkt der Hashprice ohnehin. In beide Richtungen sorgt der Thermostat daf\u00fcr, dass die Kennzahl zu den Kosten des Grenzminers zur\u00fcckstrebt. Ein Terminkurs unter dem Spot ist damit weniger eine Prognose als eine Beschreibung der eingebauten Schwerkraft des Systems.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Miner ist genau das der Grund, \u00fcberhaupt zu hedgen. Wer heute einen Teil seiner k\u00fcnftigen Produktion zu 37 oder 38 Dollar verkauft, sichert sich gegen den Fall ab, dass die Difficulty die 40 Dollar bis zum Jahresende auffrisst. Der Preis dieser Absicherung, der implizite Kapitalkostensatz der Miner, lag zuletzt im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr. Wer dagegen ungesichert bleibt, wettet darauf, dass der Preis schneller steigt, als der Thermostat nachziehen kann, eine Wette, die die Terminkurve gerade nicht teilt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Geb\u00fchren, Sicherheitsbudget und die Uhr bis 2028<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blick auf den zweiten Hebel, die Belohnung pro Block, offenbart die vielleicht gr\u00f6\u00dfte strukturelle Schw\u00e4che des Hashprice. Die Transaktionsgeb\u00fchren machen derzeit nur 0,43 Prozent der Blockbelohnung aus; mehr als 99 Prozent des Miner-Umsatzes stammen aus der Subvention von 3,125 Bitcoin je Block. Kurzzeitige Geb\u00fchrenspitzen wie beim Start von Ordinals und Runes 2024 sind l\u00e4ngst verpufft, der Alltag hei\u00dft: Die Geb\u00fchren tragen fast nichts bei. Solange das so bleibt, h\u00e4ngt die gesamte Einnahmenseite an einer Zahl, die das Protokoll periodisch halbiert.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das n\u00e4chste Halving wird im Fr\u00fchjahr 2028 erwartet und senkt die Subvention auf 1,5625 Bitcoin. Bei konstantem Preis halbiert sich damit der dominierende Term des Hashprice fast vollst\u00e4ndig. Rechnet man Hashprice mal Hashrate \u00fcbers Jahr, ergibt sich das sogenannte Sicherheitsbudget, die Gesamtsumme, die Bitcoin seinen Minern f\u00fcr den Schutz des Netzwerks zahlt; sie liegt derzeit im Bereich mehrerer Milliarden Euro pro Jahr. Nach 2028 sinkt dieser Betrag bei gleichem Preis auf etwa die H\u00e4lfte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">MARA-Chef Fred Thiel bringt das Problem auf den Punkt: Der \u00dcbergang von der Blockbelohnung zu den Transaktionsgeb\u00fchren habe schlicht noch nicht stattgefunden, und <a href='https:\/\/coingeek.com\/block-reward-miners-cant-pivot-to-ai-fast-enough\/'>&bdquo;wenn Bitcoin nicht um 50 Prozent oder mehr pro Jahr w\u00e4chst, wird die Rechnung nach 2028 sehr schwierig, und nach 2032 noch schwieriger&ldquo;<\/a>. Die Difficulty mag die Erholung des Quartals d\u00e4mpfen, das Halving droht die ganze Bemessungsgrundlage zu verkleinern. F\u00fcr den langfristigen Blick auf den Hashprice ist das Halving deshalb der wichtigere Termin als jede einzelne Fed-Sitzung.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die KI-Konkurrenz: der Alternativpreis jedes Megawatts<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt einen vierten Faktor, der zwar nicht in der Hashprice-Formel steht, aber inzwischen dar\u00fcber entscheidet, ob 40 Dollar \u00fcberhaupt genug sind: die alternative Verwendung des Stroms. Jedes Megawatt, das ein Miner in ASICs steckt, k\u00f6nnte stattdessen an ein KI-Rechenzentrum vermietet werden, oft zu einem festen, planbaren Preis. Genau dieser Vergleich hat die freiwillige Difficulty-Senkung des Sommers ausgel\u00f6st, als Betreiber Kapazit\u00e4t von Bitcoin zu High-Performance-Computing umschichteten. Der R\u00fcckgang war eben keine erzwungene Kapitulation wie beim China-Verbot 2021, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00f6\u00dfenordnung ist erheblich. Laut CoinShares haben b\u00f6rsennotierte Miner inzwischen KI- und HPC-Vertr\u00e4ge im Volumen von mehr als 70 Milliarden Dollar angek\u00fcndigt, und einzelne Unternehmen k\u00f6nnten bis Ende 2026 bis zu 70 Prozent ihres Umsatzes aus KI ziehen, gegen\u00fcber rund 30 Prozent heute. Analyst James Butterfill nennt die Lage <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/bitcoin-mining-margins-tighten-as-ai-pivot-accelerates-coinshares-says\/'>&bdquo;eine der schwierigsten Phasen&ldquo;<\/a> seit dem letzten Halving. Needham-Analyst John Todaro formuliert die betriebswirtschaftliche Logik n\u00fcchtern: <a href='https:\/\/coingeek.com\/block-reward-miners-cant-pivot-to-ai-fast-enough\/'>&bdquo;Der Umsatz pro Megawatt und die EBITDA-Margen sind bei HPC und KI-Colocation weit h\u00f6her als beim Mining.&ldquo;<\/a><\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Thiel geht noch weiter: Bis 2028 werde man entweder selbst Stromerzeuger sein, einem geh\u00f6ren oder mit einem zusammenarbeiten; die Zeiten des reinen Miners am Netzstecker seien gez\u00e4hlt. Wie stark die Nachfrage nach Rechenleistung inzwischen ganze Kurse tr\u00e4gt, zeigt unsere Analyse zur <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/akash-akt-rally-gpu-nachfrage-fundamentaldaten-2026\/'>AKT-Rally von Akash<\/a>. F\u00fcr den Hashprice bedeutet das eine doppelte Klammer. Nach oben deckelt die KI-Konkurrenz die Erholung, weil zur\u00fcckkehrende Kapazit\u00e4t die Difficulty treibt; nach unten setzt sie einen Alternativpreis, unterhalb dessen Betreiber ihre Megawatt lieber an KI vermieten, als weiter zu minen. Der Hashprice bewegt sich damit in einem immer engeren Korridor zwischen dem Grenzkostenboden der Miner und dem Opportunit\u00e4tspreis des Stroms.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was das f\u00fcr deutsche Miner und Anleger bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Betreiber im deutschsprachigen Raum ist die Botschaft ern\u00fcchternd, aber klar. Physisches Mining rechnet sich hierzulande wegen der Strompreise nicht, und daran \u00e4ndert auch ein Hashprice von 40 Dollar nichts. Der subventionierte Industriestrompreis von f\u00fcnf Cent, \u00fcber den seit Anfang 2026 diskutiert wird, ist strategischen energieintensiven Branchen vorbehalten und schlie\u00dft Miner ausdr\u00fccklich aus. Wer im Inland Rechenleistung betreiben will, tut das eher aus Nischengr\u00fcnden wie der Nutzung von Abw\u00e4rme zum Heizen als aus reiner Hashprice-Logik.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Aufsichtsrechtlich ist wichtig, dass Mining selbst in Deutschland keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung ist. Die BaFin beaufsichtigt unter MiCA die Krypto-Dienstleister, also Verwahrung und Handel, wie ihr <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen<\/a> festh\u00e4lt, nicht aber die Rechenarbeit im Netzwerk. F\u00fcr die meisten hiesigen Anleger findet die Beteiligung deshalb ohnehin nicht \u00fcber eigene Hardware statt, sondern \u00fcber b\u00f6rsennotierte Miner wie MARA, Riot oder IREN oder \u00fcber entsprechende Krypto-ETPs.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau dort wird der Hashprice zur zentralen Kennzahl. Wer eine Mining-Aktie h\u00e4lt, wettet nicht mehr nur auf den Bitcoin-Preis, sondern auf ein B\u00fcndel aus Preis, Difficulty, Stromkosten, Finanzierungskosten und dem Erfolg des KI-Schwenks. Der Hashprice ist die eine Zahl, die die Einnahmenseite dieses B\u00fcndels zusammenfasst. Steigt er nachhaltig, wird aus einer defizit\u00e4ren Flotte schnell eine profitable; dr\u00fcckt die Difficulty ihn zur\u00fcck, kippt die Rechnung ebenso schnell wieder. Wer verstehen will, wie fragil die Balance zwischen Rechenleistung und Sicherheit ist, findet in unserer Analyse zur <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-verborgene-hashrate-wer-sichert-netzwerk-2026\/'>verborgenen Hashrate<\/a> den passenden Hintergrund.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: drei Szenarien f\u00fcr den Hashprice im Q4<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wie es mit dem Hashprice weitergeht, h\u00e4ngt am Wettlauf zwischen Preis und Difficulty. Drei Szenarien sind f\u00fcr das vierte Quartal plausibel, und alle drei laufen auf dieselbe Schwerkraft hinaus.<\/p><ul class='wp-block-list'><li><strong>Bullenfall:<\/strong> Bitcoin l\u00e4uft in Richtung 100.000 Dollar. Der Hashprice k\u00f6nnte kurzfristig auf 45 bis 50 Dollar springen, doch die Difficulty w\u00fcrde mit der von JPMorgan gemessenen Sensitivit\u00e4t von rund 0,62 zum Preis nachziehen und den Vorsprung binnen weniger Retargets wieder einsammeln.<\/li><li><strong>Basisfall:<\/strong> Bitcoin pendelt zwischen 80.000 und 85.000 Dollar. Die Difficulty steigt weiter in kleinen Schritten, und der Hashprice driftet aus dem Bereich um 40 Dollar zur\u00fcck in die hohen 30er.<\/li><li><strong>B\u00e4renfall:<\/strong> Bitcoin f\u00e4llt unter die von JPMorgan gesch\u00e4tzten Produktionskosten von rund 78.000 Dollar. Teurere Rechner gehen vom Netz, die Difficulty sinkt wieder, und der Hashprice findet \u00fcber genau denselben Mechanismus einen Boden, nur auf tieferem Niveau.<\/li><\/ul><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pointe ist in allen drei F\u00e4llen gleich: Was auch immer der Preis tut, die Difficulty folgt mit Verz\u00f6gerung und zieht den Hashprice zu den Kosten des Grenzminers zur\u00fcck. Der Hashprice ist keine Einbahnstra\u00dfe nach oben, sondern eine Kennzahl mit eingebauter R\u00fcckstellkraft. F\u00fcr das Quartalsende hei\u00dft das: Die Erholung ist real, aber sie steht unter der st\u00e4ndigen Aufsicht eines Thermostats, der keine R\u00fccksicht auf Kursfantasien nimmt. Wer den Hashprice im vierten Quartal liest, sollte deshalb nicht die absolute Zahl bejubeln, sondern beobachten, wie schnell die Difficulty die n\u00e4chste Preisbewegung einholt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Was ist Hashprice einfach erkl\u00e4rt?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Hashprice ist der erwartete Umsatz, den ein Miner pro Einheit Rechenleistung und Tag erzielt, \u00fcblicherweise in US-Dollar pro Petahash pro Sekunde und Tag angegeben. Die Kennzahl b\u00fcndelt Blocksubvention, Transaktionsgeb\u00fchren, den Bitcoin-Preis und die gesamte Netzwerk-Hashrate in einer einzigen Zahl. Sie misst Umsatz vor Strom- und Hardwarekosten, nicht den Gewinn.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Wie hoch ist der Hashprice Ende September 2026?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ende September 2026 liegt der Hashprice bei rund 40 US-Dollar pro Petahash und Tag, umgerechnet etwa 35 Euro. Der letzte saubere Wochenwert lag am 6. September bei 39,63 Dollar, ein Plus von gut 22 Prozent gegen\u00fcber dem Monat davor. Damit hat sich die Kennzahl um mehr als 40 Prozent von ihrem Juni-Tief bei knapp 28 Dollar erholt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Warum steigt der Hashprice nicht st\u00e4rker, obwohl Bitcoin gestiegen ist?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Weil ein zweiter Hebel gegenl\u00e4uft: die Mining-Difficulty. Steigt der Bitcoin-Preis, kommen abgeschaltete Rechner zur\u00fcck ans Netz, die Hashrate legt zu und die Difficulty passt sich nach oben an. Am 19. September stieg sie um 4,16 Prozent, der gr\u00f6\u00dfte Aufw\u00e4rtsschritt seit Juni. Diese Anpassung frisst einen Teil des Preisgewinns wieder auf, weil sich derselbe Umsatz auf mehr Rechenleistung verteilt.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland beim aktuellen Hashprice?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die allermeisten Betreiber nein. Bei einem Hashprice von rund 40 Dollar liegt die Gewinnschwelle selbst f\u00fcr sehr effiziente Ger\u00e4te bei etwa 10 bis 15 Cent je Kilowattstunde. Der deutsche Industriestrompreis lag im zweiten Halbjahr 2025 bei rund 22 Cent, Gro\u00dfverbraucher zahlen mit Entlastungen eher 12 Cent. Nur die neueste Hardware unter 10 Joule pro Terahash kommt damit knapp \u00fcber die Schwelle, \u00e4ltere Ger\u00e4te arbeiten klar mit Verlust.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was passiert mit dem Hashprice beim Halving 2028?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Beim n\u00e4chsten Halving, erwartet im Fr\u00fchjahr 2028, sinkt die Blocksubvention von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin. Da die Subvention \u00fcber 99 Prozent des Miner-Umsatzes ausmacht, halbiert sich der dominierende Teil des Hashprice bei konstantem Preis nahezu. Damit die Kennzahl stabil bleibt, m\u00fcsste entweder der Bitcoin-Preis deutlich steigen oder die Transaktionsgeb\u00fchren m\u00fcssten von heute unter einem Prozent auf einen erheblichen Anteil der Blockbelohnung wachsen.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Was ist Hashprice einfach erkl\u00e4rt?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Hashprice ist der erwartete Umsatz, den ein Miner pro Einheit Rechenleistung und Tag erzielt, \u00fcblicherweise in US-Dollar pro Petahash pro Sekunde und Tag angegeben. Die Kennzahl b\u00fcndelt Blocksubvention, Transaktionsgeb\u00fchren, den Bitcoin-Preis und die gesamte Netzwerk-Hashrate in einer einzigen Zahl. 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