{"id":799,"date":"2026-10-17T22:30:43","date_gmt":"2026-10-17T22:30:43","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-hashrate-erholung-2026-zurueck-ueber-zettahash\/"},"modified":"2026-10-17T22:30:43","modified_gmt":"2026-10-17T22:30:43","slug":"bitcoin-hashrate-erholung-2026-zurueck-ueber-zettahash","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-hashrate-erholung-2026-zurueck-ueber-zettahash\/","title":{"rendered":"Hashrate-Erholung 2026: Bitcoin wieder \u00fcber einem Zettahash"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor fast genau einem Jahr, am 19. Oktober 2025, erreichte Bitcoins Rechenleistung ihren H\u00f6chststand: rund 1.162 Exahash pro Sekunde, ein gegl\u00e4tteter Rekord, der seither nicht mehr fiel. Danach kam etwas, das es in Bitcoins Geschichte so noch nie gegeben hatte, n\u00e4mlich ein R\u00fcckgang der Hashrate, der weder von einem staatlichen Verbot noch von einem Preiscrash erzwungen wurde. Elf Monate lang lautete die Geschichte Stillstand. In dieser Woche hat sie sich gedreht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16. Oktober sprang die Mining-Difficulty um 5,92 Prozent auf 140,58 Billionen, die drittgr\u00f6\u00dfte Anpassung nach oben im gesamten Jahr 2026. Gleichzeitig kletterte die gesch\u00e4tzte Netzwerk-Hashrate zur\u00fcck \u00fcber ein Zettahash pro Sekunde, also \u00fcber 1.000 Exahash. Das ist keine Randnotiz, sondern das erste Mal seit dem Winter, dass das Thermostat des Netzwerks nicht nach unten, sondern deutlich nach oben zeigt. Dieser Text erkl\u00e4rt, was sich gedreht hat, warum ausgerechnet jetzt, und ob die Kurve zur\u00fcck auf ihr Hoch findet.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was in dieser Woche geschah<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen zuerst. Die am 16. Oktober 2026 wirksam gewordene Difficulty-Anpassung hob die Schwierigkeit von 132,72 auf 140,58 Billionen, ein Plus von 5,92 Prozent bei Blockh\u00f6he 971.712. Es war der zehnte Anstieg des Jahres und der h\u00f6chste Stand seit dem 5. M\u00e4rz. Die gesch\u00e4tzte Hashrate lag laut <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/mining\/bitcoin-mining-difficulty-jumps-5-92-third-largest-hike-2026\/'>news.bitcoin.com<\/a> bei rund 1.025 Exahash pro Sekunde, nachdem der Wochenwert zuvor noch unter der Marke von einem Zettahash gelegen hatte. Die durchschnittliche Blockzeit war auf etwa acht Minuten und 45 Sekunden gesunken, ein klares Zeichen daf\u00fcr, dass mehr Maschinen am Netz h\u00e4ngen, als das alte Difficulty-Niveau vorgesehen hatte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz zur Einordnung der Einheiten, weil die Begriffe leicht durcheinandergehen. Ein Exahash sind eine Trillion Hashes pro Sekunde, ein Zettahash sind tausend Exahash. Die Hashrate misst, wie viele dieser Rateversuche das gesamte Netzwerk pro Sekunde unternimmt, um den n\u00e4chsten Block zu finden. Weil niemand die Maschinen zentral z\u00e4hlt, ist jede Hashrate-Angabe eine Sch\u00e4tzung aus Difficulty und Blockzeit; Werte verschiedener Anbieter weichen deshalb um zweistellige Prozents\u00e4tze voneinander ab. Die folgende Momentaufnahme ist als Korridor zu lesen, nicht als exakter Punkt.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert (Mitte Oktober 2026)<\/th><th>Quelle, Hinweis<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Bitcoin-Kurs<\/td><td>rund 72.125 Euro (81.130 US-Dollar)<\/td><td>CoinGecko, 17. Oktober<\/td><\/tr><tr><td>Netzwerk-Hashrate<\/td><td>rund 1.000 bis 1.040 EH\/s (wieder \u00fcber 1 ZH\/s)<\/td><td>gegl\u00e4ttet, Anbieterspanne<\/td><\/tr><tr><td>Difficulty<\/td><td>140,58 Billionen (+5,92 % am 16. Oktober)<\/td><td>news.bitcoin.com<\/td><\/tr><tr><td>Hashprice<\/td><td>rund 37 bis 40 US-Dollar je PH\/s und Tag<\/td><td>Hashrate Index, news.bitcoin.com<\/td><\/tr><tr><td>Hashrate-Allzeithoch<\/td><td>rund 1.162 EH\/s am 19. Oktober 2025<\/td><td>gegl\u00e4tteter 7-Tage-Wert<\/td><\/tr><tr><td>N\u00e4chste Anpassung<\/td><td>~28. Oktober, Sch\u00e4tzung zweistellig positiv<\/td><td>news.bitcoin.com (volatil)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Ein Jahr Stillstand, und warum er anders war<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Wende zu verstehen, muss man den Stillstand verstehen, der ihr vorausging. Bitcoins Hashrate w\u00e4chst seit 2009 fast ununterbrochen; die wenigen Einbr\u00fcche davor hatten klare Ursachen. 2018 und 2022 fielen die Preise so tief, dass unrentable Miner abschalten mussten. 2021 verbot China das Mining praktisch \u00fcber Nacht, und ein Drittel des Netzwerks verschwand binnen Wochen. Jedes Mal war der R\u00fcckgang erzwungen, durch einen Crash oder einen Staat.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">2026 war anders. Der erste Quartalsr\u00fcckgang der Hashrate seit sechs Jahren, von <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2026\/03\/30\/bitcoin-hashrate-posts-first-quarter-drop-for-first-time-in-6-years-as-miners-pivot-to-ai'>CoinDesk Ende M\u00e4rz<\/a> dokumentiert, geschah bei stabilen, zeitweise sogar steigenden Preisen und ohne jedes Verbot. Die Ursache war neu: Miner lenkten dieselben Megawatt, die sonst neue Rigs versorgt h\u00e4tten, in KI- und Hochleistungsrechnen um. Die Hashrate fiel laut <a href='https:\/\/yellow.com\/news\/bitcoin-hashrate-drops-below-1-zettahash-for-first-time-since-september-2025'>yellow.com<\/a> am 17. Januar 2026 erstmals seit September 2025 wieder unter ein Zettahash, auf einen gegl\u00e4tteten Wert von 988 Exahash, rund 15 Prozent unter dem Oktober-Hoch. Danach pendelte sie monatelang in diesem Bereich.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, wie schnell sich die Hashrate erholen kann. Ein Verbot zerst\u00f6rt Standorte, ein Crash zwingt Hardware in die Insolvenz. Eine freiwillige Umwidmung von Strom l\u00e4sst die Maschinen dagegen im Prinzip einsatzbereit stehen. Genau deshalb ging die Erholung dieser Woche so schnell.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Thermostat, das r\u00fcckw\u00e4rts lief<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Bitcoins Difficulty ist ein Thermostat. Alle 2.016 Bl\u00f6cke, im Schnitt also alle zwei Wochen, passt das Protokoll die Schwierigkeit so an, dass die durchschnittliche Blockzeit wieder bei zehn Minuten landet. Schalten Miner ab, werden Bl\u00f6cke langsamer gefunden, und die n\u00e4chste Anpassung senkt die Difficulty. Kommen Miner dazu, werden Bl\u00f6cke schneller gefunden, und die Difficulty steigt. Das Thermostat misst die Hashrate nicht direkt, sondern reagiert auf ihre Folgen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">2026 lief dieses Thermostat lange nach unten. Von 21 Anpassungen des Jahres waren bis Mitte Oktober elf Senkungen und zehn Anhebungen, in Summe ein leichtes Minus gegen\u00fcber dem Januar-Niveau von rund 146 Billionen. Der tiefste Einschnitt kam am 14. Juni mit minus 10,09 Prozent. Jede Senkung war das Protokoll, das eine schrumpfende Teilnehmerzahl best\u00e4tigte. Der Sprung vom 16. Oktober ist das Gegenteil: Zum ersten Mal seit Monaten meldet das Thermostat, dass deutlich mehr Rechenleistung am Netz h\u00e4ngt als zuvor.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Nikolaos Panigirtzoglou, Managing Director bei JPMorgan, hat den Mechanismus in seiner abw\u00e4rtsgerichteten Form pr\u00e4zise beschrieben. <a href='https:\/\/tftc.io\/bitcoin-mining-costs-jpmorgan-below-production-cost-2026\/'>Gegen\u00fcber tftc.io<\/a> erkl\u00e4rte er, wenn Bitcoin unter seinen Produktionskosten handle, schalteten teurere Miner ab, die Hashrate falle, und die Difficulty passe sich nach unten an. 2026 drehte sich diese Kette um: Der Preis erholte sich bis Anfang Oktober auf ein Achtmonatshoch, der Hashprice stieg, und die Rigs kamen zur\u00fcck ans Netz. Panigirtzoglou beziffert die Empfindlichkeit der Difficulty gegen\u00fcber dem Preis auf einen Beta-Wert von etwa 0,62, einen n\u00fctzlichen Richtwert daf\u00fcr, wie stark das Netzwerk auf Kursbewegungen reagiert.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Datum<\/th><th>Ver\u00e4nderung<\/th><th>Difficulty danach<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>27. Juni<\/td><td>+7,15 %<\/td><td>133,87 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>11. Juli<\/td><td>-5,00 %<\/td><td>127,17 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>23. August<\/td><td>-1,31 %<\/td><td>125,81 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>6. September<\/td><td>+1,31 %<\/td><td>127,45 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>19. September<\/td><td>+4,16 %<\/td><td>132,76 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>3. Oktober<\/td><td>-0,03 %<\/td><td>132,72 Billionen<\/td><\/tr><tr><td>16. Oktober<\/td><td>+5,92 %<\/td><td>140,58 Billionen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><h2 class='wp-block-heading'>Die leichte und die schwere Hashrate<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Warum kam die Hashrate so schnell zur\u00fcck? Weil es zwei sehr verschiedene Arten gibt, sie zu steigern. Die eine ist leicht, die andere schwer. Die leichte Hashrate besteht aus Maschinen, die bereits existieren und nur stillstanden, weil sie beim damaligen Preis Geld verloren. Steigt der Hashprice, lassen sich solche Rigs innerhalb von Stunden oder Tagen wieder einschalten. Es braucht keine neue Hardware, keinen neuen Stromvertrag, keine neue Halle.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die schwere Hashrate ist echtes Wachstum, also neue Maschinen an neuen Standorten. Die braucht bestellte ASICs mit oft monatelanger Lieferzeit, freie Megawatt und fertige Infrastruktur. Diese Sorte Hashrate entsteht nicht in Tagen, sondern in Quartalen. Der Sprung dieser Woche ist \u00fcberwiegend die leichte Variante: Rigs, die den ganzen Sommer am Rand der Rentabilit\u00e4t standen, rechnen sich beim h\u00f6heren Hashprice wieder. Genau das erkl\u00e4rt, warum die Blockzeit so schnell unter zehn Minuten rutschte und das Thermostat kr\u00e4ftig nachziehen musste.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Unterscheidung ist zugleich die Warnung in dieser Geschichte. Die leichte Hashrate ist endlich. Ist das stillgelegte Ger\u00e4t einmal wieder angeworfen, muss der n\u00e4chste Wachstumsschub aus der schweren Variante kommen, und die h\u00e4ngt an Lieferketten und freiem Strom, nicht am Tageskurs.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was den Preis zur\u00fcckbrachte<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Weil die leichte Hashrate am Hashprice h\u00e4ngt, h\u00e4ngt die Erholung am Preis. Und der Preis hat sich im Herbst sp\u00fcrbar bewegt. Anfang Oktober kletterte Bitcoin auf ein Achtmonatshoch nahe 87.000 US-Dollar, getragen von kr\u00e4ftigen Zufl\u00fcssen in die US-Spot-ETFs. Der Hashprice, also der Tagesumsatz je Petahash Rechenleistung, stieg auf rund 40 US-Dollar und lag damit etwa 45 Prozent \u00fcber dem Juni-Tief von 27,70 US-Dollar. F\u00fcr Maschinen, die bei 30 US-Dollar Hashprice Verlust machten, war das der Schalter zur\u00fcck in die Gewinnzone.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zusammenhang l\u00e4uft dabei nur in eine Richtung. Der Preis f\u00fchrt, die Hashrate folgt mit Verz\u00f6gerung. Miner reagieren erst, wenn sich ein h\u00f6herer Hashprice als stabil genug erweist, um das Wiederanfahren zu lohnen; umgekehrt treibt mehr Hashrate nicht den Preis. Wer die Difficulty dieser Woche als bullisches Kurssignal liest, verwechselt Ursache und Wirkung. Sie ist die versp\u00e4tete Quittung f\u00fcr die Rally von Ende September und Anfang Oktober, kein Blick nach vorn. Das zeigt sich schon daran, dass Bitcoin bis zum 17. Oktober wieder auf rund 72.125 Euro oder 81.130 US-Dollar nachgab, w\u00e4hrend die Difficulty frisch gestiegen war. Mehr zur Mechanik dieses Zyklus steht in unserer Analyse <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/hashprice-ein-jahr-nach-dem-rekord-miner-zyklus-2026\/'>zum Hashprice ein Jahr nach dem Rekord<\/a>.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wer die Maschinen wieder anwirft<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist, wer da eigentlich wieder hochf\u00e4hrt. Die b\u00f6rsennotierten Miner, die in den Quartalsberichten auftauchen, sind nicht mehr die treibende Kraft. Laut dem Q2-Mining-Report von <a href='https:\/\/coinshares.com\/corp\/insights\/research-data\/bitcoin-mining-report-q2-2026\/'>CoinShares<\/a> sank die tats\u00e4chlich realisierte Hashrate der b\u00f6rsennotierten Miner von 368 Exahash im vierten Quartal 2025 auf 344 im ersten und 319 im zweiten Quartal 2026, w\u00e4hrend das Gesamtnetz bei rund 957 Exahash lag. Das sind nur noch etwa ein Drittel. Die Mehrheit der Hashrate liegt bei privaten, oft offshore oder staatlich betriebenen Akteuren, die in keiner Bilanz auftauchen; wie gro\u00df diese verborgene Mehrheit ist, hat HOGE Wire in der Analyse <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitcoin-verborgene-hashrate-wer-sichert-netzwerk-2026\/'>zur verborgenen Hashrate<\/a> ausgeleuchtet.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den sichtbaren Minern ist die Lage gespalten. Reine Bitcoin-Miner wie American Bitcoin stapeln weiter Coins und fahren Kapazit\u00e4t hoch, wenn der Hashprice stimmt. Hybride dagegen, von Core Scientific \u00fcber TeraWulf bis IREN, haben Megawatt in langfristige KI-Mietvertr\u00e4ge verlagert und bauen ihre Mining-Flotte nicht mehr aus. CoinShares nennt diese Verschiebung <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/mining\/public-miners-shed-21-of-bitcoin-hashrate-as-ai-revenue-accelerates\/'>strukturell unumkehrbar<\/a>. Laut einer Branchensch\u00e4tzung haben die b\u00f6rsennotierten Miner allein im ersten Halbjahr 2026 rund 75 Exahash in KI-Lasten umgewidmet. Die Erholung dieser Woche stammt also zu einem erheblichen Teil von der unsichtbaren Mehrheit, nicht von den Namen an der B\u00f6rse. Wie unterschiedlich der Markt die beiden Lager bewertet, zeigt der Fall <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/marathon-riot-ki-kredit-wette-ohne-mieter-2026\/'>Marathon gegen Riot<\/a>.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Miner<\/th><th>Hashrate (Q2 2026)<\/th><th>Strategie<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Bitdeer<\/td><td>~73 EH\/s (Eigen-Mining)<\/td><td>eigene SealMiner-Chips, Mining-Fokus<\/td><\/tr><tr><td>MARA<\/td><td>~70 EH\/s energized<\/td><td>reiner Miner, Stromziel 4,8 GW<\/td><\/tr><tr><td>Riot<\/td><td>~44 EH\/s<\/td><td>191 MW an KI-Mietvertrag (Anthropic)<\/td><\/tr><tr><td>CleanSpark<\/td><td>~39 EH\/s<\/td><td>KI-Pivot, neues Mining lohnt kaum<\/td><\/tr><tr><td>HIVE<\/td><td>~35 EH\/s (Ziel)<\/td><td>Paraguay-Wasserkraft (Yguazu)<\/td><\/tr><tr><td>American Bitcoin<\/td><td>~28 EH\/s<\/td><td>reiner Akkumulator, baut unter Spot<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">James Butterfill, Research-Chef bei CoinShares, hat das abgelaufene Jahr f\u00fcr Miner als eine der <a href='https:\/\/news.bitcoin.com\/bitcoin-mining-margins-tighten-as-ai-pivot-accelerates-coinshares-says\/'>schwierigsten Phasen<\/a> der Branchengeschichte bezeichnet und erwartet, dass bis Ende 2026 bis zu 70 Prozent der Ums\u00e4tze b\u00f6rsennotierter Miner aus KI und Hochleistungsrechnen statt aus dem Mining stammen; die kumulierten KI- und HPC-Vertr\u00e4ge der Branche beziffert er auf \u00fcber 70 Milliarden US-Dollar. F\u00fcr die Hashrate bedeutet das eine dauerhafte Konkurrenz um jedes Megawatt, selbst wenn der Bitcoin-Preis steigt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Effizienz: Wachstum, das man nicht sieht<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine dritte Art, Hashrate zu steigern, die in der Debatte um leichte und schwere Kapazit\u00e4t oft untergeht, n\u00e4mlich Effizienz. Moderne ASICs liefern pro Watt deutlich mehr Rechenleistung als ihre Vorg\u00e4nger. Wer eine alte Maschine durch eine neue ersetzt, erh\u00f6ht die Hashrate am selben Standort mit demselben Stromverbrauch. Dieses Wachstum ist unsichtbar, weil es sich nicht in neuen Hallen oder h\u00f6heren Stromrechnungen zeigt, sondern allein in der Zahl auf dem Chart.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">2026 ist das Jahr, in dem die Branche die Marke von zehn Joule pro Terahash unterschritt. Bitmains Antminer S23 Hydro liegt bei rund 9,5 Joule pro Terahash, Bitdeers SealMiner A4 Ultra Hydro bei etwa 9,45, und mit dem S23 XP Hydro, der f\u00fcr November angek\u00fcndigt ist, zielt Bitmain auf 8,9. Zum Vergleich: Der Antminer S9 von 2016 brauchte 98 Joule pro Terahash. Das ist eine rund zehnfache Effizienzsteigerung in einem Jahrzehnt. Welche H\u00e4rte hinter diesem Rennen um jedes Joule steckt, zeigt das Duell <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/bitmain-microbt-effizienz-sub-10-jth-2026\/'>Bitmain gegen MicroBT<\/a>.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Ger\u00e4t (Jahr)<\/th><th>Hashrate<\/th><th>Effizienz (J\/TH)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Antminer S9 (2016)<\/td><td>13,5 TH\/s<\/td><td>98<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 (2020)<\/td><td>95 TH\/s<\/td><td>34<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S19 XP (2022)<\/td><td>140 TH\/s<\/td><td>21,5<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S21 XP (2024)<\/td><td>270 TH\/s<\/td><td>13,5<\/td><\/tr><tr><td>Antminer S23 Hydro (2026)<\/td><td>~580 TH\/s<\/td><td>9,5<\/td><\/tr><tr><td>SealMiner A4 Ultra Hydro (2026)<\/td><td>~886 TH\/s<\/td><td>9,45<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Fortschritt hat 2026 eine wichtige Nebenwirkung. CoinDesk zitierte Analysten von TheMinerMag mit der Einsch\u00e4tzung, dass die neuen Maschinen die Netzwerk-Expansion nicht mehr antreiben, sondern bestehende Flotten <a href='https:\/\/www.coindesk.com\/markets\/2025\/05\/29\/bitmains-new-antminer-launch-signals-profound-shift-for-bitcoin-miners-theminermag'>ersetzen<\/a>. Statt zus\u00e4tzlich ans Netz zu gehen, l\u00f6sen effiziente Rigs alte ab. Das erkl\u00e4rt, warum die Hashrate trotz immer besserer Hardware ein Jahr lang nicht wuchs: Die Effizienz stieg, aber sie f\u00fcllte vor allem die L\u00fccken, die abgeschaltete Altger\u00e4te hinterlie\u00dfen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Wettbewerb der KI um dieselben Megawatt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigentliche Grenze der Erholung ist nicht Hardware, sondern Strom, und um den Strom konkurriert inzwischen die k\u00fcnstliche Intelligenz. Ein Rechenzentrum, das GPUs f\u00fcr KI-Training vermietet, erzielt pro Megawatt ein Vielfaches dessen, was Bitcoin-Mining abwirft. F\u00fcr einen Betreiber mit begrenztem Netzanschluss ist die Rechnung einfach: Dieselben Megawatt bringen als KI-Kapazit\u00e4t mehr Marge. Deshalb wandern sie dorthin, und deshalb bleibt die schwere Hashrate gedeckelt, selbst wenn der Bitcoin-Preis steigt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">John Todaro vom Analysehaus Needham brachte es auf den Punkt, als er <a href='https:\/\/coingeek.com\/block-reward-miners-cant-pivot-to-ai-fast-enough\/'>feststellte<\/a>, Investoren bewerteten Bitcoin-Miner inzwischen fast ausschlie\u00dflich nach ihren KI- und HPC-Chancen; Umsatz und Marge je Megawatt l\u00e4gen bei KI-Colocation weit h\u00f6her als beim Mining. F\u00fcr das Netzwerk hei\u00dft das: Jedes neue Megawatt, das ein b\u00f6rsennotierter Miner anschlie\u00dft, ist ein Megawatt, \u00fcber dessen Verwendung ein Vorstand zwischen Mining und KI entscheidet, nicht der Bitcoin-Kurs allein. Der Preiskampf um Rechenleistung ist damit auch ein Verteilungskampf um Energie, und er erkl\u00e4rt, warum die Erholung der leichten Hashrate schnell ging, die der schweren aber nicht garantiert ist.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Kommt die Hashrate zur\u00fcck auf ihr Hoch?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, die sich nach dieser Woche aufdr\u00e4ngt, lautet: Reicht der Schwung bis zur\u00fcck auf das Rekordhoch von 1.162 Exahash? Gegl\u00e4ttet liegt das Netz derzeit rund zehn bis zw\u00f6lf Prozent darunter. Die leichte Hashrate hat den Gro\u00dfteil des R\u00fcckwegs bereits geliefert; der Rest h\u00e4ngt an der schweren Variante und damit an Dingen, die sich nicht in zwei Wochen \u00e4ndern.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">CoinShares hatte in seinem Jahresausblick ein Wachstum auf 1,8 Zettahash bis Ende 2026 und zwei Zettahash bis Ende M\u00e4rz 2027 skizziert, allerdings ausdr\u00fccklich unter der Bedingung, dass sich Bitcoin in Richtung 100.000 US-Dollar erholt. Bei einem Kurs um 80.000 US-Dollar und einer Konkurrenz um Strom, die jede neue Gro\u00dfanlage gegen KI abw\u00e4gen muss, ist diese Spanne ambitioniert. Der wahrscheinlichere Pfad ist kein neuer Steilflug, sondern ein z\u00e4heres Ringen um jeden Punkt zur\u00fcck Richtung Rekord.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Warnhinweis zur Difficulty selbst. Die n\u00e4chste Anpassung rund um den 28. Oktober wird aktuell zweistellig positiv gesch\u00e4tzt, in einer ersten Projektion sogar auf \u00fcber 14 Prozent. Solche Fr\u00fchsch\u00e4tzungen sind extrem volatil, weil sie den noch jungen Block-Durchschnitt der laufenden Epoche hochrechnen; ein paar schnelle oder langsame Bl\u00f6cke verschieben sie stark. Niemand sollte eine 14-Prozent-Anpassung als gesetzt behandeln. Verl\u00e4sslich ist nur die Richtung: Solange der Hashprice h\u00e4lt, zeigt das Thermostat weiter nach oben.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum eine steigende Difficulty die Miner dr\u00fcckt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Es klingt paradox, aber genau die Erholung, die das Netzwerk st\u00e4rker macht, verschlechtert die Lage jedes einzelnen Miners. Der Hashprice misst den Tagesumsatz je Petahash, und er f\u00e4llt, wenn die Difficulty steigt, weil dieselbe Blockbelohnung auf mehr Rechenleistung verteilt wird. Ein Miner, dessen Anlage im September noch 40 US-Dollar je Petahash einbrachte, verdient nach dem Sprung vom 16. Oktober am selben Ger\u00e4t weniger, solange der Kurs nicht mitzieht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus folgt der eingebaute D\u00e4mpfer des Systems. Steigt der Preis, kehren Miner zur\u00fcck, die Difficulty steigt, und die Mehreinnahmen aus dem h\u00f6heren Preis werden teilweise wieder aufgezehrt. Dieses Gleichgewicht ist der Grund, warum Hashrate selten lange explodiert: Jeder Aufschwung tr\u00e4gt die Bremse schon in sich. F\u00fcr Anleger, die Miner-Aktien halten, ist die steigende Difficulty deshalb ein zweischneidiges Signal, positiv f\u00fcr die Netzsicherheit, negativ f\u00fcr die Marge je Maschine. Es ist dieselbe Spannung, die den Hashprice-Zyklus der Branche seit Jahren pr\u00e4gt.<\/p>@@CONTENT@@","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach ihrem Rekord ist Bitcoins Hashrate zur\u00fcck \u00fcber einem Zettahash, und die Difficulty sprang um 5,92 Prozent. 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