{"id":872,"date":"2026-11-03T16:29:04","date_gmt":"2026-11-03T16:29:04","guid":{"rendered":"https:\/\/hoge.gg\/de\/akash-inferenz-wette-gpu-markt-prop-346-2026\/"},"modified":"2026-11-03T16:29:04","modified_gmt":"2026-11-03T16:29:04","slug":"akash-inferenz-wette-gpu-markt-prop-346-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoge.gg\/de\/akash-inferenz-wette-gpu-markt-prop-346-2026\/","title":{"rendered":"Akash nach Prop 346: Die Inferenz-Wette des GPU-Marktplatzes"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 2. November 2026 hat die Akash-Community mit Prop 346 den gr\u00f6\u00dften Umbau in der Geschichte des Netzwerks beschlossen: Der dezentrale GPU-Marktplatz verl\u00e4sst seine eigene Cosmos-Blockchain und zieht zu Solana. Rund 97 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen auf Ja, bei einer Beteiligung von fast 69 Prozent des gebondeten AKT. Eine klarere Botschaft kann eine Governance-Abstimmung kaum senden.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Und trotzdem ist der Kurs von AKT in der Woche der Abstimmung um rund zw\u00f6lf Prozent gefallen. Das ist kein Widerspruch, sondern das Grundmuster, das Akash seit Monaten begleitet: Das Netzwerk funktioniert, die Nachfrage w\u00e4chst, der Token kommt nicht hinterher. Wer verstehen will, warum, sollte nicht auf die Chain-Migration starren, sondern auf das, was auf diesen GPUs tats\u00e4chlich l\u00e4uft. Und das ist immer seltener reines Hardware-Mieten und immer h\u00e4ufiger KI-Inferenz.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Akash hat sich in aller Stille vom GPU-Basar zur Inferenz-Maschine gewandelt. Dieser Beitrag ordnet die Abstimmung ein, erkl\u00e4rt die Inferenz-Wette, die dahintersteckt, und pr\u00fcft n\u00fcchtern, ob sie aufgeht: f\u00fcr das Netzwerk und f\u00fcr den Token.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Prop 346 ist durch, der Kurs f\u00e4llt trotzdem<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen der Abstimmung sind eindeutig. Kurz vor Schlie\u00dfung des Fensters standen rund 59,2 Millionen AKT f\u00fcr den Vorschlag und nur etwa 0,8 Millionen dagegen, dazu knapp 0,9 Millionen Enthaltungen und praktisch kein Veto. Die Beteiligung lag bei knapp 69 Prozent des gebondeten Einsatzes und damit weit \u00fcber dem Quorum von 33,4 Prozent. Der On-Chain-Status lautet seit dem 2. November <a href='https:\/\/solanacompass.com\/news\/akash-network-votes-to-move-to-solana-as-prop-346-passes-with-97-support'>PROPOSAL_STATUS_PASSED<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00fcnder Greg Osuri hatte den Umzug schon im Oktober 2025 angek\u00fcndigt und im Fr\u00fchjahr 2026 nachgesch\u00e4rft, als die Lizenz eines zentralen Cosmos-Bausteins von Apache 2.0 auf eine Evaluierungslizenz ohne kommerzielle Nutzung umgestellt wurde; Osuri kritisierte den Schritt damals scharf. Die offizielle Begr\u00fcndung f\u00fcr Solana nennt vier Punkte: Schluss mit der Praxis, rund hundert Validatoren allein daf\u00fcr zu bezahlen, AKT f\u00fcr etwa 15.000 Transaktionen pro Tag zu bonden; Geb\u00fchren im Bereich von Zehntel-Cent; die Tatsache, dass die halbe DePIN-Welt (Helium, Render, io.net, Nosana) ohnehin auf Solana abrechnet; und die Liquidit\u00e4t der Chain. Nachzulesen ist das im <a href='https:\/\/akash.network\/blog\/why-we-selected-solana-for-akash'>offiziellen Akash-Blog<\/a>.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Markt feierte nicht. AKT notierte am 3. November laut <a href='https:\/\/www.coingecko.com\/en\/coins\/akash-network'>CoinGecko<\/a> bei rund 0,61 US-Dollar (etwa 0,54 Euro), mit einer Marktkapitalisierung von knapp 182 Millionen US-Dollar (rund 163 Millionen Euro) und einem Minus von zw\u00f6lf Prozent auf Wochensicht. Das ist kein Einzelschicksal: Render, io.net und Nosana gaben in derselben Woche ebenfalls nach, teils deutlicher. Die ganze KI-Compute-Ecke bewegt sich als Korb, und genau das ist der Punkt. Die Abstimmung war erwartet, der Preis handelt den breiteren Sektor, nicht die Governance-Schlagzeile.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vom GPU-Basar zur Inferenz-Maschine<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Akash startete 2020 als Marktplatz f\u00fcr Rechenkapazit\u00e4t und f\u00fcgte 2023 mit der sechsten Mainnet-Ausbaustufe GPUs hinzu. Das Grundprinzip ist eine umgekehrte Auktion: Wer Rechenleistung braucht, beschreibt sie in einer Manifestdatei, Anbieter unterbieten sich im Preis, der Mieter w\u00e4hlt. Lange war das die ganze Geschichte, rohe Hardware, m\u00f6glichst billig.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Doch rohe Hardware zu vermieten ist ein hartes Gesch\u00e4ft. Ein Anbieter, der eine H100 in die Auktion stellt, konkurriert ausschlie\u00dflich \u00fcber den Preis; es gibt keine Markentreue, keine Wechselkosten, keinen Grund, zweimal denselben Anbieter zu w\u00e4hlen. F\u00fcr die Angebotsseite ist das ein Rennen nach unten, f\u00fcr den Token bedeutet es, dass jeder gemietete GPU-Block nur winzige Geb\u00fchren erzeugt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Inferenz ist anders. Statt eine nackte GPU zu vermieten, stellt Akash fertige Modell-Endpunkte bereit, an die Entwickler ihre Anfragen schicken. Das ist klebriger: Wer seine Anwendung gegen eine API gebaut hat, wechselt nicht wegen ein paar Cent den Anbieter. Es ist auch wertvoller pro Einheit, weil das Netzwerk nicht nur Hardware, sondern einen betriebsbereiten Dienst verkauft. Genau dorthin verschiebt Akash seit Anfang 2026 den Schwerpunkt, und die Zahlen des dritten Quartals deuten an, dass die Wette Wirkung zeigt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>AkashML, Akash Chat und Akash Agents<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Inferenz-Schicht von Akash besteht aus drei sichtbaren Bausteinen. AkashML ist eine Programmierschnittstelle f\u00fcr fertige Modell-Endpunkte; Entwickler rufen offene Gewichte wie Llama 3.3-70B, DeepSeek V3 oder Qwen3 ab, ohne selbst einen Cluster aufzusetzen. Akash Chat ist die konsumentennahe Oberfl\u00e4che dazu, eine Chat-Anwendung, die auf denselben dezentral verteilten GPUs l\u00e4uft. Und Akash Agents, seit Ende M\u00e4rz 2026 verf\u00fcgbar, erlaubt es, KI-Agenten mit einem Klick auf dem Netzwerk zu starten; das ist der Versuch, nicht nur Entwickler, sondern auch die neue Welle autonomer Software als Nachfrager zu gewinnen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Agenten-Wette verdient eine eigene Erw\u00e4hnung. Autonome KI-Agenten, die rund um die Uhr Aufgaben erledigen, sind potenziell unerm\u00fcdliche Nachfrager nach Inferenz; anders als ein Mensch, der nachts schl\u00e4ft, schickt ein Agent kontinuierlich Anfragen. Kommt diese Welle, ist ein offenes, g\u00fcnstiges, per Stablecoin bezahlbares Netzwerk gut positioniert, um einen Teil dieser maschinellen Nachfrage einzufangen. Noch ist das eine Wette auf die Zukunft, kein Umsatz von heute, aber sie erkl\u00e4rt, warum Akash so viel Energie in Akash Agents steckt.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kundenliste ist f\u00fcr ein dezentrales Netzwerk bemerkenswert. Venice, das datenschutzorientierte KI-Produkt, ElizaOS aus der Agenten-Szene, das Anreiznetzwerk Morpheus und das Trainingsprojekt Gensyn beziehen Inferenz von Akash. Laut dem <a href='https:\/\/akash.network\/blog\/akash-network-q1-2026-report\/'>Q1-Bericht des Netzwerks<\/a> verarbeitete AkashML im ersten Quartal 2026 rund 1,7 Milliarden Tokens pro Tag; \u00fcber den Sommer wuchs der Durchsatz auf ein Vielfaches davon, mit wiederholten Rekorden. Osuri bringt die Logik dahinter auf eine Formel: &bdquo;AI moves in months, energy moves in years&ldquo;. KI-Nachfrage ist schnell, der Aufbau von Rechenzentren und Stromanschl\u00fcssen ist langsam, und genau in diese L\u00fccke verkauft Akash Kapazit\u00e4t.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der strategische Kern ist die Verschiebung vom Verkauf einer Ressource zum Verkauf eines Ergebnisses. Eine gemietete GPU ist austauschbar, ein funktionierender Modell-Endpunkt mit stabiler Latenz und bekannter Qualit\u00e4t weniger. Wenn Akash es schafft, zur Standardadresse f\u00fcr g\u00fcnstige, offene Inferenz zu werden, h\u00e4ngt der Wert des Netzwerks nicht mehr am reinen Preiswettbewerb um Hardware.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Wie gro\u00df ist dezentrale Inferenz wirklich?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier beginnt der ehrliche Teil. Dezentrale Inferenz w\u00e4chst, aber sie ist noch klein. Ein <a href='https:\/\/www.kucoin.com\/news\/flash\/seven-crypto-native-inference-providers-process-211-billion-tokens-daily-per-blockworks-report'>Blockworks-Report<\/a> hat im Herbst 2026 sieben krypto-native Inferenz-Anbieter zusammengerechnet (Venice, Phala, Darkbloom, io.net, AkashML, NEAR AI und Chutes) und kommt auf durchschnittlich rund 211 Milliarden Tokens pro Tag. Das klingt nach viel, sind aber nur etwa ein Prozent des Tagesvolumens von OpenRouter, das bei rund 21,9 Billionen Tokens liegt. Die ganze dezentrale Inferenz-Branche ist also ungef\u00e4hr so gro\u00df wie ein Rundungsfehler des Mainstreams.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Anbieter<\/th><th>Tokens pro Tag<\/th><th>Einordnung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Chutes<\/td><td>rund 160 Mrd (angegeben)<\/td><td>gr\u00f6\u00dfter krypto-nativer Anbieter<\/td><\/tr><tr><td>Venice<\/td><td>rund 87 Mrd<\/td><td>Consumer-KI, bezieht auch Akash<\/td><\/tr><tr><td>Phala<\/td><td>rund 54,6 Mrd<\/td><td>von rund 5 Mrd im Juli, TEE-nativ<\/td><\/tr><tr><td>io.net<\/td><td>rund 14,8 Mrd<\/td><td>GPU-Orchestrierung<\/td><\/tr><tr><td>AkashML<\/td><td>keine Einzelangabe<\/td><td>im Korb, Gr\u00f6\u00dfe nicht offengelegt<\/td><\/tr><tr><td>Sieben Anbieter zusammen<\/td><td>rund 211 Mrd<\/td><td>etwa 1 Prozent von OpenRouter<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Krypto-native Inferenz-Anbieter nach gesch\u00e4tztem Tagesdurchsatz, Blockworks-Report, Herbst 2026.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb dieses einen Prozents ist Akash nicht einmal der Gr\u00f6\u00dfte. Chutes, Venice und Phala verarbeiten laut dem Report deutlich mehr Tokens; f\u00fcr AkashML nennt Blockworks gar keine Einzelzahl. Das ist f\u00fcr die Analyse wichtiger, als es klingt: Es bremst die Erz\u00e4hlung vom unaufhaltsamen Inferenz-Giganten und erinnert daran, dass Akash in einem jungen, zersplitterten Feld um Marktanteile ringt. Der Report h\u00e4lt zugleich fest, dass die Nachfrage das Angebot \u00fcbersteigt und dass bislang kein einziges dieser Netzwerke \u00fcberpr\u00fcfbare Ums\u00e4tze oberhalb eines zweistelligen Millionenbetrags offenlegt. Die Opportunit\u00e4t ist real, der Beweis f\u00fcr ein tragf\u00e4higes Gesch\u00e4ft steht aus.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Warum Inferenz klebt, und wo die Wette wackelt<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Reiz der Inferenz-Wette liegt in den Wechselkosten. Wer eine Anwendung gegen den Endpunkt von AkashML gebaut, Prompts optimiert und Antwortzeiten getestet hat, zieht nicht wegen eines Preisunterschieds von zehn Prozent zu einem anderen Anbieter um. Beim reinen GPU-Mieten gibt es diese Bindung nicht; dort ist die n\u00e4chste Auktion der n\u00e4chste Anbieter. Inferenz verwandelt eine Einmaltransaktion in eine Beziehung, und Beziehungen lassen sich besser bepreisen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die Wette wackelt an zwei Stellen. Erstens aggregieren Dienste wie OpenRouter viele Anbieter hinter einer einzigen Schnittstelle und machen den Wechsel wieder trivial; aus Entwicklersicht ist AkashML dann nur eine Zeile in einer Preisliste. Zweitens hostet Akash offene Modelle, die alle anderen ebenfalls hosten; es gibt kein propriet\u00e4res Modell, keinen exklusiven Datensatz, nichts, was den Dienst grunds\u00e4tzlich unverzichtbar machte. Der Burggraben ist also real, aber flach. Er tr\u00e4gt, solange Akash beim Preis vorne liegt und die Qualit\u00e4t stimmt, und er erodiert, sobald ein Wettbewerber beides besser kann.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der Grund, warum die Inferenz-Zahlen f\u00fcr sich genommen noch nichts beweisen. Durchsatz ist Nachfrage, nicht Marge. Ob daraus ein profitables Gesch\u00e4ft wird, h\u00e4ngt davon ab, ob Akash die Nachfrage zu Preisen bedienen kann, die den Anbietern mehr lassen als die Stromrechnung, und ob das Netzwerk genug GPUs hat, um \u00fcberhaupt zu wachsen. Beide Fragen f\u00fchren zur\u00fcck zur Angebotsseite, und beide sind offen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Der Marktplatz in K\u00fcrze: Reverse-Auktion, SDL und Escrow<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer neu ist, braucht das Grundger\u00fcst. Ein Mieter beschreibt seine Last in einer Datei namens SDL (Stack Definition Language): wie viele GPUs welchen Typs, wie viel Arbeitsspeicher, welches Docker-Image. Diese Bestellung geht an das Netzwerk, Anbieter geben Gebote ab, und der Mieter w\u00e4hlt, nicht zwingend das billigste, sondern nach Preis, Standort und Ruf des Anbieters. Dann entsteht ein Lease, und die Arbeitslast l\u00e4uft.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Bezahlt wird \u00fcber einen Escrow, der pro Block abgerechnet wird, und zwar nicht nur in AKT: Akash akzeptiert auch USDC und per IBC gebr\u00fcckte Stablecoins. Ein Mieter kann Rechenzeit also buchen, ohne je AKT zu halten, was den Einstieg erleichtert, aber zugleich eine der wichtigsten Fragen rund um den Token aufwirft. F\u00fcr Stablecoins als Zahlungsmittel ist das regulatorische Umfeld gerade in Bewegung, Stichwort <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/genius-act-final-occ-stablecoin-regelwerk-2026\/'>GENIUS Act<\/a> in den USA und MiCA in Europa.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Detail, das Einsteiger oft \u00fcbersehen: Es gibt keine klassische Dienstg\u00fctezusage. F\u00e4llt der Anbieter aus, endet der Lease, und der Mieter muss neu deployen; die Qualit\u00e4tssicherung l\u00e4uft \u00fcber Reputation und auditierte Anbieter, nicht \u00fcber einen Vertrag mit P\u00f6nale. F\u00fcr zustandslose Inferenz ist das verkraftbar, f\u00fcr langlaufende, zustandsbehaftete Jobs weniger. Persistenter Speicher ist optional und muss ausdr\u00fccklich angefordert werden, der Standard ist fl\u00fcchtig.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Die Q3-Zahlen: ein Rebound nach einem Jahr<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Lange las sich die Datenlage d\u00fcster. Im ersten Quartal 2026 war die Zahl der aktiven Anbieter laut <a href='https:\/\/messari.io\/report\/state-of-akash-q1-2026-final'>Messaris State of Akash Q1<\/a> auf 58 gefallen, ein Rekordtief; die verf\u00fcgbaren GPUs brachen um 57,5 Prozent auf 334 ein, die Auslastung lag bei rund 34 Prozent, und der Lease-Umsatz sackte um 45 Prozent auf 253.250 US-Dollar. Nur die Zahl der neuen Leases stieg, um 27,1 Prozent. Nachfrage da, Angebot weg.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Im Herbst kam die Wende. Nach <a href='https:\/\/x.com\/MessariCrypto\/status\/2001750988638839024'>Messaris State of Akash Q3<\/a> stieg der Umsatz um 73 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal auf rund 304.000 US-Dollar (etwa 272.000 Euro), die GPU-Kapazit\u00e4t legte um 8,5 Prozent auf 420 zu, und die Auslastung wuchs um 42 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal. Messari beschreibt einen Rebound der Deployment-Aktivit\u00e4t, eine stabile Inferenz-Nachfrage und nennt als Treiber Verbesserungen an Console, API und Abrechnung, die Entwickler zum Experimentieren brachten. Nach einem Jahr Kontraktion ist das die erste Erholung.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Q1 2026<\/th><th>Q3 2026<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>GPU-Kapazit\u00e4t<\/td><td>334 verf\u00fcgbar (-57,5 % QoQ)<\/td><td>420 (+8,5 % QoQ)<\/td><\/tr><tr><td>GPU-Auslastung<\/td><td>rund 34 %<\/td><td>+42 % gegen\u00fcber Q2<\/td><\/tr><tr><td>Lease-Umsatz<\/td><td>253.250 $ (-45 % QoQ)<\/td><td>rund 304.000 $ (+73 % QoQ)<\/td><\/tr><tr><td>Grundton<\/td><td>Tiefpunkt der Kontraktion<\/td><td>Rebound, stabile Inferenz<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Messari State of Akash, Q1 gegen Q3 2026. F\u00fcr Q3 nannte Messari nur relative Ver\u00e4nderungen bei der Auslastung, keine absolute Quote und keine absolute Anbieterzahl.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Einordnung ist dennoch Pflicht. Ein Quartalsumsatz von rund 304.000 US-Dollar ist f\u00fcr ein Netzwerk mit einer Marktkapitalisierung von 182 Millionen US-Dollar winzig. Akashs eigener Blog sprach zugleich von einem kumulierten Rechenumsatz von f\u00fcnf Millionen US-Dollar \u00fcber alle Produkte hinweg; das ist kein Widerspruch, sondern ein Ma\u00dfstabsproblem: Die f\u00fcnf Millionen sind eine Allzeitsumme \u00fcber s\u00e4mtliche Dienste, die 304.000 der On-Chain-Lease-Umsatz eines Quartals. Dass Akash beide Zahlen nie sauber ineinander \u00fcberf\u00fchrt, ist eine Transparenzl\u00fccke, keine Unehrlichkeit, aber eine L\u00fccke, die Anleger selbst schlie\u00dfen m\u00fcssen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist, woher der Rebound kam. Messari nennt ausdr\u00fccklich eine stabile Inferenz-Nachfrage und bessere Entwicklerwerkzeuge als Treiber, nicht einen pl\u00f6tzlichen Ansturm auf rohe GPUs. Das st\u00fctzt die zentrale These dieses Beitrags: Wenn Akash wieder w\u00e4chst, dann \u00fcber die Inferenz-Schicht, nicht \u00fcber das reine Hardware-Mieten. Der Marktplatz verkauft zunehmend Ergebnisse, nicht Maschinen.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Preis gegen Fundamentaldaten: f\u00e4ngt AKT den Wert ein?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Hier liegt das eigentliche Problem, und es erkl\u00e4rt den fallenden Kurs. Selbst wenn Inferenz und Q3-Rebound echte Nachfrage zeigen, ist offen, ob der Token davon profitiert. Das zentrale Instrument hei\u00dft Burn Mint Equilibrium, kurz BME, seit M\u00e4rz 2026 aktiv. Vereinfacht: Ein Mieter verbrennt AKT gegen eine US-Dollar-gebundene Abrechnungsgutschrift, der Anbieter wird zum Kurs bei Abrechnung in AKT ausgezahlt. Netto wird nur dann dauerhaft AKT vernichtet, wenn der Kurs zwischen Verbrennen und Auszahlen steigt. In einem fallenden Markt verbrennt dieser Mechanismus also fast nichts; es ist ein Burn, der kaum brennt.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert (3. November 2026)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kurs<\/td><td>rund 0,61 $ (etwa 0,54 \u20ac)<\/td><\/tr><tr><td>Marktkapitalisierung<\/td><td>knapp 182 Mio. $ (rund 163 Mio. \u20ac)<\/td><\/tr><tr><td>Umlaufmenge<\/td><td>rund 299,5 Mio. AKT<\/td><\/tr><tr><td>Maximalmenge<\/td><td>388,5 Mio. AKT<\/td><\/tr><tr><td>Ver\u00e4nderung 7 Tage<\/td><td>rund -12 %<\/td><\/tr><tr><td>Allzeithoch<\/td><td>8,07 $ (April 2021)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>AKT-Momentaufnahme laut CoinGecko, 3. November 2026.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Analystin Zoha Imdad Ali bringt die Kritik auf <a href='https:\/\/techi.com\/akash-akt-ai-compute-value-capture\/'>TECHi<\/a> auf den Punkt: Nutzung und Tokenwert seien zwei verschiedene Dinge, und Akash lege nie offen, wie viel AKT die Burn-Seite tats\u00e4chlich aus dem Umlauf nehme. Dazu kommt die Inflation. Ein Beschluss aus dem Fr\u00fchjahr 2025 senkte die maximale Jahresinflation von 13 auf 8 Prozent, hob aber zugleich den Anteil, der an den Community-Pool statt an die Staker flie\u00dft, auf 50 Prozent; die reale Staking-Rendite ist damit \u00fcber weite Strecken negativ. Ein Token, dessen Angebot w\u00e4chst, dessen Burn kaum greift und dessen Netzwerk gerade seinen wichtigsten Nachfragegrund, das Bonden f\u00fcr Sicherheit, abschafft, hat es schwer, Nachfrage echt in Preis zu \u00fcbersetzen. Der Blockworks-Report formuliert dieselbe Skepsis f\u00fcr die ganze Branche: \u00fcberpr\u00fcfbare Ums\u00e4tze oberhalb eines zweistelligen Millionenbetrags legt niemand vor.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entkopplung l\u00e4sst sich beziffern. AKT steht rund 92 Prozent unter seinem Allzeithoch von 2021, w\u00e4hrend Nutzung, Leases und Inferenz-Durchsatz im Lauf des Jahres 2026 teils kr\u00e4ftig zulegten. Ein Netzwerk kann also wachsen und ein Token zugleich verlieren, wenn der Mechanismus fehlt, der das eine in das andere \u00fcbersetzt. Genau diese Br\u00fccke, vom genutzten Compute zum knapperen Token, ist bei Akash konstruktiv schwach, und der Solana-Umzug macht sie vorerst nicht st\u00e4rker.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Vertraulich ist nicht \u00fcberpr\u00fcfbar<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ernsthafte KI-Lasten ist nicht der Preis die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde, sondern das Vertrauen. Wer Inferenz auf einer fremden GPU laufen l\u00e4sst, \u00fcbergibt Daten und oft auch Modellgewichte an einen anonymen Anbieter. F\u00fcr regulierte Daten oder teuer trainierte Modelle ist das ein Ausschlusskriterium. Akashs Antwort darauf ist seit dem Sommer 2026 Confidential Computing: Mit einer einzigen Zeile in der SDL-Datei l\u00e4uft die Last in einer gesicherten Enklave, in der der Arbeitsspeicher direkt vom Prozessor verschl\u00fcsselt wird, sodass weder das Wirtssystem noch der Betreiber der Hardware hineinsehen k\u00f6nnen. Technisch stecken dahinter Kata-Micro-VMs auf TEE-f\u00e4higen Chips (AMD SEV-SNP oder Intel TDX) samt NVIDIAs vertraulichem GPU-Modus.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Das schlie\u00dft eine echte L\u00fccke, l\u00f6st aber nicht das tiefere Problem. Vertraulichkeit hei\u00dft, dass niemand die Daten sieht. Sie hei\u00dft nicht, dass der Anbieter das richtige Modell gerechnet hat. Eine Enklave sch\u00fctzt die Eingabe und bescheinigt per Attestierung das geladene Abbild, sie beweist aber nicht die Korrektheit des Ergebnisses; und ihr Vertrauen wurzelt letztlich bei Intel, AMD und NVIDIA sowie in der Annahme, dass keine Seitenkanalangriffe greifen. Wer dagegen beweisen will, dass tats\u00e4chlich das richtige Modell gerechnet wurde, braucht kryptografische Verfahren wie zkML, die vertrauenslos, aber um Gr\u00f6\u00dfenordnungen teurer sind; welches Beweissystem daf\u00fcr wirklich liefert, haben wir im <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/zk-ml-2026-welches-beweissystem-liefert\/'>zk-ML-\u00dcberblick<\/a> auseinandergenommen. F\u00fcr Inferenz, bei der es auf exakte Ergebnisse ankommt, bleibt das die ungel\u00f6ste Vertrauensfrage.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt eine Praxisfrage, die Akash nie klar beantwortet: Wie viele der ohnehin wenigen Anbieter besitzen \u00fcberhaupt TEE-f\u00e4hige Hardware? Ein Feature, das es nur auf einem Bruchteil des Netzwerks gibt, ist f\u00fcr Kunden mit echten Vertraulichkeitsanforderungen nur bedingt ein Argument.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Vertrauensproblem ist zugleich eine Chance f\u00fcr spezialisierte Rivalen. Phala Network etwa hat seine gesamte These auf TEE-basiertes vertrauliches Rechnen gebaut und tritt damit genau dort an, wo Akash nachr\u00fcstet. F\u00fcr Kunden, die Vertraulichkeit zur Pflicht machen, z\u00e4hlt am Ende nicht, wer das Feature zuerst ank\u00fcndigte, sondern wer die passende Hardware in ausreichender Menge und mit belastbarer Attestierung bereitstellt. Diesen Nachweis hat Akash noch nicht erbracht.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Zu wenige GPUs f\u00fcr die Nachfrage<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Die 420 GPUs aus dem Q3-Bericht sind der Kern des Problems. Das ist nicht die Kapazit\u00e4t eines ernstzunehmenden KI-Clouds, das ist ein Schrank. Die Nachfrage ist da, die Leases steigen, die Inferenz l\u00e4uft, aber das Angebot ist \u00fcber ein Jahr eingebrochen und erholt sich nur z\u00f6gerlich. Ein Marktplatz ohne Ware w\u00e4chst nicht.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Akash greift die Angebotsseite von zwei Seiten an. Von oben baut StarCluster, ein protokolleigenes GPU-Netz, das \u00fcber ein reguliertes US-Investmentinstrument namens Starbonds finanziert wird und auf tausende NVIDIA-Blackwell-GPUs bei gepr\u00fcften Betreibern mit langfristigen Stromvertr\u00e4gen zielt. Von unten senkt Homenode die Einstiegsh\u00fcrde: Besitzer von Karten wie der RTX 4090 oder 5090 sollen zu Anbietern werden k\u00f6nnen, ohne selbst Kubernetes betreiben zu m\u00fcssen. Dazu kommen geplante On-Chain-Anreize f\u00fcr Anbieter, die allerdings in AKT ausgezahlt werden und damit zus\u00e4tzliche Verw\u00e4sserung bedeuten.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">StarCluster ist dabei der ambitioniertere Hebel. Statt auf Freiwillige zu hoffen, finanziert Akash hier gezielt Hardware und l\u00e4sst sie von gepr\u00fcften Betreibern, sogenannten Nodekeepern, f\u00fchren, oft in der N\u00e4he von Ballungsr\u00e4umen, um die Latenz niedrig zu halten. Der Preis daf\u00fcr ist Zentralisierung durch die Hintert\u00fcr: Ein protokolleigenes GPU-Netz ist planbarer als ein Basar, aber eben auch weniger dezentral. Akash tauscht ein St\u00fcck seiner Gr\u00fcndungsidee gegen die Chance, \u00fcberhaupt genug Kapazit\u00e4t zu haben.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gegenwind ist strukturell: KI-Compute ist stromlimitiert, und um dieselben Megawatt konkurriert die halbe Industrie. Bitcoin-Miner schwenken in Scharen um; wer Megawatt und K\u00fchlung hat, verdient mit KI-Lasten oft mehr als mit dem <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/solo-mining-bitcoin-lotterie-difficulty-2026\/'>Mining gegen die Difficulty<\/a>. Diese Umstiege sind allerdings kapitalintensiv und keine Selbstl\u00e4ufer, denn Blackwell-Cluster, Stromvertr\u00e4ge und K\u00fchlung kosten, bevor der erste Kunde zahlt. Akash muss sich seine GPUs also in einem Markt beschaffen, in dem finanzstarke Betreiber ganze Rechenzentren vorab binden; das macht die dezentrale, kapitalarme Beschaffung zugleich zur St\u00e4rke (keine Milliarden-Capex) und zur Schw\u00e4che (kein Vorzugszugang zu knapper Hardware).<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Das Wettbewerbsfeld und der CoreWeave-Ma\u00dfstab<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Akash ist nicht allein. Render kommt vom GPU-Rendering und ist \u00fcber die OTOY-Integration vertikal aufgestellt, io.net orchestriert verteilte Cluster f\u00fcr maschinelles Lernen, Nosana setzt auf g\u00fcnstige Inferenz und rechnet, wie bald auch Akash, auf Solana ab. Alle teilen dasselbe Muster: reale Nutzung, k\u00e4mpfende Token. Beim Stundenpreis ist Akash konkurrenzlos g\u00fcnstig: Eine H100 kostet laut <a href='https:\/\/akash.network\/the-bid\/h100-rental-price-2026-cost-per-hour'>Akashs eigener Preis\u00fcbersicht<\/a> rund 1,33 US-Dollar pro Stunde (etwa 1,19 Euro), w\u00e4hrend gro\u00dfe Clouds je nach Anbieter zwischen rund 3,50 und 6 Euro verlangen.<\/p><figure class='wp-block-table'><table><thead><tr><th>Projekt (Token)<\/th><th>Kurs<\/th><th>Marktkapitalisierung<\/th><th>Modell<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Akash (AKT)<\/td><td>rund 0,61 $ (0,54 \u20ac)<\/td><td>rund 182 Mio. $<\/td><td>Reverse-Auktion plus Inferenz<\/td><\/tr><tr><td>Render (RENDER)<\/td><td>rund 1,52 $ (1,36 \u20ac)<\/td><td>rund 809 Mio. $<\/td><td>GPU-Rendering, OTOY<\/td><\/tr><tr><td>io.net (IO)<\/td><td>rund 0,12 $ (0,11 \u20ac)<\/td><td>rund 53 Mio. $<\/td><td>GPU-Orchestrierung<\/td><\/tr><tr><td>Nosana (NOS)<\/td><td>rund 0,40 $ (0,35 \u20ac)<\/td><td>rund 40 Mio. $<\/td><td>g\u00fcnstige Inferenz auf Solana<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class='wp-block-table__caption'>Token-Wettbewerber im dezentralen GPU-Markt, Kurse laut CoinGecko, 3. November 2026.<\/figcaption><\/figure><p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche Ma\u00dfstab steht aber nicht in dieser Tabelle, sondern an der Nasdaq. Der zentrale KI-Cloud-Anbieter CoreWeave setzte im zweiten Quartal 2026 rund 2,58 Milliarden US-Dollar um, ein Plus von 112 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr, bei einem Auftragsbestand von rund 104 Milliarden US-Dollar und 51 Rechenzentren mit 1,5 Gigawatt aktiver Leistung. CoreWeave-Chef Michael Intrator fasste die Lage auf der <a href='https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/08\/11\/coreweave-crwv-q2-earnings-report-2026.html'>Quartalskonferenz<\/a> so zusammen: Der Engpass in der KI sei l\u00e4ngst nicht mehr, ob Unternehmen Kapazit\u00e4t wollten, sondern wie schnell sich verl\u00e4ssliche, leistungsf\u00e4hige KI-Cloud-Kapazit\u00e4t bereitstellen lasse. Akashs gesamter Quartalsumsatz entspricht einem Bruchteil dessen, was CoreWeave an einem Tag umsetzt. Das relativiert jede Rebound-Euphorie: Dezentrale GPU-Netze sind eine Nische, kein Ersatz f\u00fcr die Hyperscaler.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kontrast ist lehrreich. CoreWeave bindet Kapazit\u00e4t mit Milliardenvertr\u00e4gen und eigenem Kapital vorab, Akash verl\u00e4sst sich auf verteilte Anbieter, die ihre Karten freiwillig einbringen. Das eine ist teuer, aber planbar; das andere ist kapitalarm, aber abh\u00e4ngig davon, dass genug Betreiber mitmachen. In einem Markt, in dem Rechenzentren Jahre im Voraus ausgebucht werden, entscheidet dieser Unterschied dar\u00fcber, ob Akash die Nachfrage, die es schon hat, \u00fcberhaupt bedienen kann.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Was der Solana-Umzug f\u00fcrs Gesch\u00e4ft bedeutet<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Prop 346 ist die Richtung beschlossen, nicht der Umzug selbst. Danach stehen laut <a href='https:\/\/nulltx.com\/akashs-solana-migration-clears-november-2-vote-at-97-with-four-more-on-chain-decisions-ahead'>einer Analyse der Migration<\/a> mindestens vier weitere On-Chain-Abstimmungen an: ein Software-Upgrade, das ein sogenanntes Sink-Modul einf\u00fchrt (die Einzahlungen zun\u00e4chst deaktiviert l\u00e4sst), die Aktivierung des Migrationsportals samt Parametern f\u00fcr Reporter, Obergrenzen und Einspruchsfristen, ein Beschluss \u00fcber den eigentlichen Marktplatz-Cutover und schlie\u00dflich die Abschalt-Upgrades, jeweils 21 Tage vorher eingereicht. Dazu kommen vier inhaltliche Fragen, die vor dem Cutover gekl\u00e4rt sein m\u00fcssen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Warum \u00fcberhaupt Solana? Die offizielle Begr\u00fcndung ist vor allem \u00f6konomisch. Akashs rund 15.000 Transaktionen pro Tag sind auf Solana ein Rundungsfehler; bei Mediangeb\u00fchren im Bereich von Zehntel-Cent zahlt der gesamte Marktplatz nur einen Bruchteil eines SOL an Netzgeb\u00fchren pro Tag. Dazu kommt die Nachbarschaft: Helium, Render, io.net, Hivemapper und Nosana rechnen bereits auf Solana ab, und die Chain f\u00fchrt die w\u00f6chentlichen DEX-Volumina an. F\u00fcr ein DePIN-Projekt ist das weniger ein Wagnis als ein Umzug dorthin, wo die anderen schon wohnen.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Die Token-Mechanik ist durchdacht. AKT wird eins zu eins zu einem SPL-Token auf Solana, mit sechs Nachkommastellen und ohne Freeze-Authority; Overclock Labs steuert anfangs eine Million AKT f\u00fcr Liquidit\u00e4t bei. Das Portal l\u00e4uft als Einbahnstra\u00dfe zwei Jahre lang. Entscheidend ist die Reihenfolge, die der <a href='https:\/\/akash.network\/blog\/why-we-selected-solana-for-akash'>offizielle Plan<\/a> vorgibt: Zuerst zieht der Token um, erst sp\u00e4ter der Marktplatz. Und: Das erste SPL-AKT kann anfangs nur transferiert und an dezentralen B\u00f6rsen gehandelt werden, es tr\u00e4gt zun\u00e4chst weder Staking- noch Governance-Rechte.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier liegt der wunde Punkt f\u00fcr Anleger. Shared Security bedeutet, dass Akash nicht mehr rund hundert Validatoren daf\u00fcr bezahlt, AKT zu bonden; die Kette erbt Solanas Sicherheit. Das ist kapitaleffizient, entfernt aber einen der wenigen handfesten Gr\u00fcnde, AKT zu halten und zu sperren. Welches Staking- oder Nutzungsmodell an die Stelle tritt, ist noch nicht spezifiziert; es soll vor dem Cutover definiert werden. Wichtig f\u00fcr die zeitliche Einordnung: Die Token-Phase l\u00e4uft in Richtung Jahreswechsel, der vollst\u00e4ndige Marktplatz-Cutover samt 90-t\u00e4giger Abwicklung alter Leases zieht sich in das Jahr 2027. Wer liest, Akash sei bis Ende 2026 auf Solana fertig, verk\u00fcrzt zu stark.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>BaFin, MiCA und die Steuerfrage<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">Regulatorisch ist AKT ein vergleichsweise ruhiger Fall. Der Token liest sich als Infrastruktur- beziehungsweise Utility-Token und steht damit am Rand dessen, was MiCA prim\u00e4r adressiert, n\u00e4mlich Emittenten wertreferenzierter Token und Krypto-Dienstleister. In Europa reguliert MiCA, in Deutschland umgesetzt und beaufsichtigt durch die <a href='https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_250103_Kryptowerte_Dienstl.html'>BaFin<\/a>, die Dienstleister und Emittenten, nicht das Protokoll selbst. Wer AKT h\u00e4lt oder auf Akash Rechenzeit mietet, bewegt sich nicht automatisch in einem lizenzpflichtigen Bereich; eine B\u00f6rse, die AKT listet, oder ein Verwahrer sehr wohl.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanter ist die Starbonds-Frage. Das Instrument, mit dem Akash StarCluster finanziert, ist ausdr\u00fccklich ein reguliertes US-Investmentinstrument, also ein Wertpapier, und keine AKT. Diese Trennung ist kein Zufall, sondern eine Lehre aus Jahren <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/sec-krypto-enforcement-2026-bilanz-kurswechsel\/'>SEC-Enforcement<\/a>: Wer Kapital einsammelt und Rendite verspricht, baut besser ein sauberes Wertpapier als einen Token, der im Graubereich steht. F\u00fcr den Infrastruktur-Token AKT selbst bleibt die Utility-Einordnung plausibel.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche Privatanleger wirft der Umzug eine konkrete Frage auf: Z\u00e4hlt der Eins-zu-eins-Tausch von Cosmos-AKT in SPL-AKT als steuerpflichtige Ver\u00e4u\u00dferung oder als blo\u00dfer Wechsel des technischen Tr\u00e4gers? H\u00e4lt man die Position durch, bleibt die einj\u00e4hrige Haltefrist nach Paragraf 23 EStG relevant, nach der private Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne steuerfrei werden. Ob ein Chain-Wechsel diese Frist unber\u00fchrt l\u00e4sst oder neu startet, ist nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt; die Debatte \u00e4hnelt der Frage, wann bei digitalen Verm\u00f6genswerten die Haltefrist greift, die wir am Beispiel von <a href='https:\/\/hoge.gg\/de\/metaverse-steuer-2027-virtuelles-land-haltefrist\/'>virtuellem Land<\/a> beschrieben haben. Im Zweifel lohnt die R\u00fccksprache mit einem Steuerberater, bevor man durch das Portal migriert.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>Ausblick: tr\u00e4gt die Inferenz-Wette?<\/h2><p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die optimistische Lesart spricht einiges. Inferenz bindet Kunden st\u00e4rker als reines Hardware-Mieten, der Q3-Rebound zeigt erstmals seit einem Jahr wieder nach oben, der Solana-Umzug senkt die Abrechnungskosten, bringt Liquidit\u00e4t und stellt Akash neben die anderen DePIN-Netze, mit denen Entwickler ohnehin arbeiten, und Confidential Computing \u00f6ffnet zumindest die T\u00fcr zu Kunden mit sensiblen Daten. Wenn dezentrale Inferenz von einem Prozent des Mainstreams auf f\u00fcnf oder zehn w\u00e4chst, ist das ein gro\u00dfer Markt, und Akash ist fr\u00fch dabei.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Dagegen steht die n\u00fcchterne Bilanz. Das Netzwerk ist winzig gegen\u00fcber den Hyperscalern, AkashML nicht einmal der gr\u00f6\u00dfte krypto-native Inferenz-Anbieter, die Angebotsseite bleibt der Flaschenhals, und die Wertabsch\u00f6pfung des Tokens ist strukturell schwach: ein Burn, der kaum brennt, eine Inflation, die verw\u00e4ssert, und ein Staking-Anker, der mit Shared Security gerade wegf\u00e4llt, ohne dass ein Ersatz feststeht. Dass AKT in der Woche eines 97-Prozent-Ja fiel, ist das ehrlichste Signal im ganzen Datensatz.<\/p><p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret zu beobachten sind in den kommenden Wochen vier Dinge: die noch ausstehenden On-Chain-Abstimmungen, der Start von SPL-AKT (laut Plan rund zwei bis drei Wochen nach den Audits), die Spezifikation des neuen Staking- oder Nutzungsmodells und der n\u00e4chste Messari-Bericht, der zeigen wird, ob der Q3-Rebound tr\u00e4gt oder ein Strohfeuer war. Die Inferenz-Wette ist Akashs bestes Argument. Damit sie auch f\u00fcr den Token aufgeht, braucht es eine Geschichte zur Wertabsch\u00f6pfung, die das aktuelle Design noch nicht erz\u00e4hlt.<\/p><h2 class='wp-block-heading'>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2><h3 class='wp-block-heading'>Wandert Akash wirklich von Cosmos zu Solana?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Am 2. November 2026 nahm die Community Prop 346 mit rund 97 Prozent Zustimmung an. Der Umzug erfolgt stufenweise: Zuerst wird AKT zu einem SPL-Token auf Solana, der Marktplatz folgt sp\u00e4ter, die vollst\u00e4ndige Umstellung samt Abwicklung alter Vertr\u00e4ge zieht sich bis 2027.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Was ist AkashML?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">AkashML ist die Inferenz-Schnittstelle von Akash. Entwickler rufen dar\u00fcber fertige KI-Modelle wie Llama oder DeepSeek ab, die auf den dezentral verteilten GPUs des Netzwerks laufen, ohne selbst einen Server-Cluster aufsetzen zu m\u00fcssen. Dazu geh\u00f6ren auch die Chat-Oberfl\u00e4che Akash Chat und die Agenten-Plattform Akash Agents.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Muss ich meine AKT-Token umtauschen, und was passiert mit dem Staking?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Wer AKT h\u00e4lt, kann \u00fcber ein Portal zwei Jahre lang eins zu eins auf die Solana-Version umsteigen; wer stakt, muss zuvor die \u00fcbliche Entsperrfrist abwarten. Das erste SPL-AKT tr\u00e4gt anfangs weder Staking- noch Governance-Rechte; das neue Nutzungsmodell soll vor dem Marktplatz-Cutover festgelegt werden.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Ist Akash billiger als AWS f\u00fcr GPUs?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Beim reinen Stundenpreis deutlich. Eine H100 kostet auf Akash rund 1,19 Euro pro Stunde, bei gro\u00dfen Clouds eher 3,50 bis 6 Euro. Daf\u00fcr gibt es keine klassische Dienstg\u00fctezusage: F\u00e4llt ein Anbieter aus, muss die Last neu gestartet werden, und persistenter Speicher ist optional.<\/p><h3 class='wp-block-heading'>Kann AKT vom Wachstum der Inferenz profitieren?<\/h3><p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist die offene Frage. Die Nachfrage nach Inferenz w\u00e4chst, doch der Burn-Mechanismus vernichtet in einem fallenden Markt kaum Token, die Inflation verw\u00e4ssert, und mit dem Solana-Umzug f\u00e4llt das Bonden als Haltegrund weg. Nutzung und Tokenwert sind bei Akash bislang nicht eng gekoppelt.<\/p><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Wandert Akash wirklich von Cosmos zu Solana?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Ja. Am 2. November 2026 nahm die Community Prop 346 mit rund 97 Prozent Zustimmung an. 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