Axie Vibeathon: Wenn die KI die nächsten Spiele baut
Sky Mavis lässt die Menge mit KI-Werkzeugen Axie-Spiele bauen und zahlt in bAXS. Warum der Vibeathon mehr über Axies Zukunft verrät als jeder Kurschart.
Sky Mavis, das Studio hinter Axie Infinity, hat heuer eine ungewöhnliche Einladung verschickt: Bau uns das nächste Axie-Spiel, programmieren musst du dafür nicht können. Der Axie Vibeathon, gestartet am 1. September 2026, verspricht ein Preisgeld von 20.000 bAXS (rund 18.000 US-Dollar, etwa 15.500 Euro) für alle, die mit KI-Werkzeugen ein spielbares Browser-Spiel rund um die Axie-Figuren zusammensetzen. Die Prämisse laut Veranstalter: KI-gestütztes Vibe-Coding könne aus jedem geschriebenen Konzept ein funktionierendes Spiel machen, wie es der Ankündigung bei BlockchainGamer und im offiziellen Lunacian-Blog zu entnehmen ist.
Das ist eine bemerkenswerte Wette für ein Studio, dessen Vorzeigetoken AXS gut 99 Prozent unter seinem Rekordhoch notiert und dessen Play-to-Earn-Boom seit Jahren Geschichte ist. Statt selbst den nächsten Blockbuster zu bauen, lagert Sky Mavis das Spielemachen an die Menge aus und bezahlt sie in einer Währung, die man nicht einfach an der Börse verkaufen kann. Ob das der Anfang einer echten Plattform-Wende ist oder cleveres Marketing für ein müdes Franchise, ist die eigentliche Frage, und sie betrifft jeden in Österreich, der sich am Wettbewerb beteiligen oder das Ökosystem verstehen will.
Dieser Beitrag ordnet den Vibeathon ein: was genau ausgeschrieben ist, was Vibe-Coding taugt und wo es scheitert, warum das Preisgeld kein Bargeld ist, wie es um Axie in Zahlen steht, und welche urheberrechtlichen, aufsichtsrechtlichen und steuerlichen Fragen ein KI-gebautes Spiel in Österreich aufwirft, von der FMA über den EU AI Act bis zur Spekulationsfrist auf NFTs.
Was beim Axie Vibeathon wirklich passiert
Der Vibeathon ist ein zweirundiger Online-Wettbewerb. In Runde eins reichen die Teilnehmer einen spielbaren Prototyp ein, dazu ein schriftliches Vision-Statement und eine Begründung, wie das Spiel auf Axie Core aufbaut, also auf dem gemeinsamen Fundament aus Axie-Figuren, Kunst und Spielwelt, das Sky Mavis bereitstellt. Bis zu acht Finalisten kommen weiter und entwickeln in Runde zwei den vollständigen Spielablauf inklusive genehmigter Ökosystem-Integration, samt Einbindung von Axie-Assets und Blockchain-Anbindung. Die Spiele laufen im Browser und werden auf eigenen Servern gehostet; pro Sky-Mavis-Konto ist ein Beitrag erlaubt.
Das Preisgeld von 20.000 bAXS verteilt sich auf Gewinner, Finalisten und herausragende Prototypen. Laut Sky Mavis erhält jeder der bis zu acht Runde-zwei-Finalisten zusätzlich 250 USDC als Zuschuss zu den Kosten der KI-Werkzeuge, und für starke Prototypen, die es nicht ins Finale schaffen, ist ein Bonus von 500 bAXS reserviert. Wichtig für alle, die auf einen Deal hoffen: Gewinnideen können laut Ausschreibung zu eigenständigen Axie-Spielen werden oder direkt ins Axie-Ökosystem integriert werden, mit der Chance, sie gemeinsam mit dem Sky-Mavis-Team weiterzubauen. Ein automatischer Anspruch ist das ausdrücklich nicht.
Damit niemand bei null anfängt, liefert Sky Mavis ein Builder Resource Kit mit: Axie-Grafik-Assets, Engine-Anleitungen, API-Setup, ein Origins Battle Kit auf Basis von Axie Origins sowie eine Beta des Three.js-Axie-Mixers. Die Zeitachse ist eng getaktet.
| Phase | Zeitraum 2026 | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Registrierung | 1. bis 7. September | Anmeldung, ein Beitrag je Konto |
| Runde 1 | 8. bis 21. September | Spielbarer Prototyp, Vision-Statement, Axie-Core-Begründung |
| Finalisten | 29. September | Bekanntgabe von bis zu 8 Teams |
| Runde 2 | 4. bis 31. Oktober | Vollständiger Game-Loop, genehmigte Ökosystem-Integration |
| Finale | 5. November | Demos, Gewinner, Verteilung der 20.000 bAXS |
Was mit Axie Core konkret gemeint ist, hält Sky Mavis bewusst offen: Es geht um das gemeinsame Fundament aus Figuren, Kunst und Spielgefühl, das jeden Beitrag als erkennbar zum Axie-Universum gehörig ausweist, nicht um ein festes Genre. Erlaubt ist damit fast alles, was im Browser läuft, vom kleinen Arcade-Titel über Puzzle- und Kartenspiele bis zu simplen Kampf-Prototypen auf Basis des Origins Battle Kit. Der Three.js-Axie-Mixer, mit dem sich die dreidimensionalen Kreaturen im Browser zusammenstellen lassen, deutet an, wohin die Reise gehen soll: weg von der reinen Tabellenkalkulation des alten Play-to-Earn, hin zu Spielen, die auch ohne Renditeversprechen Spaß machen sollen. Genau daran wird sich der Wettbewerb messen lassen müssen.
Vibe-Coding: vom Tweet zum Geschäftsmodell
Der Begriff ist noch keine zwei Jahre alt. Geprägt hat ihn der KI-Forscher Andrej Karpathy im Februar 2025 in einem vielzitierten Beitrag: Er beschrieb einen Programmierstil, bei dem man die Absicht in natürlicher Sprache formuliert und das Sprachmodell den Code schreiben lässt, ohne die Änderungen noch im Detail zu lesen. Karpathy fasste seine eigene Arbeitsweise so zusammen, dass er praktisch immer auf „Accept All“ klicke und Fehlermeldungen einfach zurück ins Modell kopiere. Der Duden-Verlag Collins kürte Vibe-Coding zum Wort des Jahres 2025; im selben Jahr nahm es auch das Wörterbuch Merriam-Webster als umgangssprachlichen Ausdruck auf, treffenderweise mit dem Zusatz, dass hier Code „auf eher sorglose Art“ mit KI-Hilfe entstehe.
Genau auf diese Sorglosigkeit setzt der Vibeathon, und macht sie zum Feature statt zum Bug. Man muss kein Programmierer sein, heißt es ausdrücklich; das Sprachmodell übersetzt eine Idee in ein lauffähiges Spiel, und der Mensch iteriert nach Gefühl. Für ein Krypto-Gaming-Studio ist das ein logischer Schritt: Die Kosten, einen spielbaren Prototyp zu bauen, sind in zwei Jahren von Wochen Entwicklerzeit auf einen Nachmittag mit einem KI-Assistenten gefallen. Wenn das stimmt, ändert sich die Ökonomie des Spielemachens, und Sky Mavis will der Erste sein, der daraus ein Format formt. Karpathys Haltung, Vorschläge weitgehend ungeprüft anzunehmen, ist zugleich die offene Flanke dieses Ansatzes, wie weiter unten noch zu sehen sein wird.
Warum ein Spielestudio das Spielemachen auslagert
Der Vibeathon ist kein Ausrutscher, sondern die Fortsetzung einer Strategie. Sky Mavis versucht seit Jahren, vom einzelnen Spielehersteller zur Plattform zu werden. Die hauseigene Chain Ronin wurde im Februar 2025 permissionless geöffnet, sodass fremde Studios ohne Erlaubnis bauen können. Mit Ronin Forge legte das Unternehmen ein Förderprogramm auf, das Teams bis zu 50.000 US-Dollar in RON gibt. Und mit dem im Mai 2026 eingeführten Modell Proof of Distribution verteilt Ronin seine Token-Belohnungen automatisch nach On-Chain-Aktivität, statt nach Ermessen; die Gewichtung aus NFT-Volumen, DEX-Volumen, Gasverbrauch und aktiven Nutzern ist im Ronin-Blog offengelegt. Axie Infinity ist dabei seit dem Start des Modells der größte RON-Verdiener unter den Spielen.
Der Vibeathon dehnt diese Logik auf die kleinste Einheit aus: den einzelnen Kreativen. Erst öffnete Ronin sich für Studios, dann für Förderteams, jetzt für jeden mit einer Idee und einem KI-Assistenten. Das ist dieselbe Wette, die konkurrierende Gaming-Ketten eingehen, von Immutable bis zur Avalanche-Tochter Beam, deren Node-Ökonomie ebenfalls darauf zielt, mehr Bauende anzuziehen, als ein einzelnes Studio je beschäftigen könnte. Wer mehr Spiele will, ohne mehr Entwickler einzustellen, muss die Barriere zum Bauen senken. KI ist der Hebel, den Sky Mavis dafür gefunden zu haben glaubt.
Belege für diese Plattform-Ambition gibt es genug. Mavis Market, der hauseigene NFT-Marktplatz, wuchs binnen eines Jahres von einer Handvoll auf Dutzende gelisteter Kollektionen und leitet einen Teil seiner Gebühren an die Ronin-Kette selbst weiter. Die Öffnung für erlaubnisfreies Bauen im Februar 2025 brachte fremde Studios auf die Chain, von Farmspielen bis zu Shootern. Und Proof of Distribution machte die Belohnung transparent und regelbasiert, statt sie hinter Einzelverträgen zu verstecken. Der Vibeathon ist das nächste, radikalere Kapitel derselben Geschichte: Wenn Studios und Förderteams die Kette füllen, warum dann nicht auch einzelne Menschen mit einer Idee und einem Sprachmodell?
bAXS: warum das Preisgeld kein Bargeld ist
Dass die 20.000-Einheiten-Prämie in bAXS ausgezahlt wird und nicht in Euro oder USDC, ist die vielsagendste Designentscheidung des ganzen Wettbewerbs. bAXS, kurz für Bonded AXS, wurde Anfang 2026 vorgestellt. Laut dem offiziellen Ankündigungsbeitrag ist es ein sogenannter ERC20-C-Token mit derselben Nutzbarkeit wie AXS; AXS werde zur „Reservewährung“ dieses neuen App-Tokens. Man kann bAXS verwenden, um Axies aufsteigen, sich entwickeln oder züchten zu lassen, um auf App.axie Gegenstände zu schmieden und um zu staken. Der entscheidende Satz aus dem Blog: bAXS solle Funktionen haben, die dazu anregen, es innerhalb des Ökosystems auszugeben, und mit der Zeit werde man die meisten Belohnungen in bAXS ausschütten.
Der Token-Standard ERC20-C erlaubt dem Herausgeber, Übertragungen einzuschränken. bAXS ist also bewusst darauf ausgelegt, im Kreislauf zu bleiben, statt frei an Börsen gehandelt und sofort verkauft zu werden. Das ist die direkte Lehre aus dem Schicksal von SLP, dem alten Belohnungstoken von Axie, der 2021 in einer Hyperinflation aus Farmen und Abstoßen unterging. Wer Kreative in einer Währung bezahlt, die man vor allem im eigenen Spiel ausgeben kann, hält den Wert im System und verhindert die Todesspirale aus Ausschüttung und sofortigem Abverkauf. Nebenbei liefert die Preisrechnung einen Anhaltspunkt für den impliziten Wert: 18.000 Dollar für 20.000 bAXS ergibt rund 0,90 Dollar je Einheit, also einen Hauch unter dem AXS-Kurs, was zur Idee von AXS als Reserve dahinter passt.
Jeff Zirlin, Mitgründer von Sky Mavis, brachte die Philosophie hinter dieser Belohnungsarchitektur rund um die Ronin-Migration auf einen Satz. Alle wichtigen Kennzahlen der Chain sollten sich verbessern, sagte er gegenüber BlockchainGamer, denn: „You get what you incentivise.“ Man bekommt, wofür man Anreize setzt. Beim Vibeathon setzt Sky Mavis den Anreiz nicht mehr aufs stumpfe Grinden, sondern aufs Bauen, und bezahlt in einer Münze, die man am liebsten wieder ins Spiel steckt.
Die Kehrseite ist ebenso klar. Ein Preisgeld, das man nicht frei verkaufen kann, ist für den Gewinner weniger wert, als der Dollarbetrag suggeriert; sein Nutzen hängt vollständig davon ab, ob es im Axie-Ökosystem etwas gibt, wofür man bAXS ausgeben will. Damit verlagert Sky Mavis das Risiko elegant auf die Bauenden: Wer gewinnt, ist am Erfolg des Ökosystems beteiligt, ob er will oder nicht. Für ein Studio, das die Fehler der SLP-Ära nicht wiederholen darf, ist das konsequent. Für Teilnehmer, die auf einen schnellen Zahltag hoffen, ist es eine Ernüchterung, die man vor der Anmeldung verstanden haben sollte.
Axie in Zahlen: der Zustand des Patienten
Um die Wette zu bewerten, hilft ein nüchterner Blick auf die Bilanz. Die drei Token des Axie-Universums notieren allesamt tief unter ihren Höchstständen, wie ein Abgleich bei CoinGecko am 7. September 2026 zeigt. Der Governance-Token AXS steht bei etwa 0,96 Dollar und damit rund 99,4 Prozent unter dem Allzeithoch von 164,90 Dollar aus dem November 2021. Der Chain-Token RON liegt bei gut 0,054 Dollar, fast 99 Prozent unter seinem Hoch. Und SLP, die alte Belohnungswährung, hat mehr als 99,8 Prozent verloren.
| Token | Kurs (USD / EUR) | Marktkapitalisierung | Vom Allzeithoch |
|---|---|---|---|
| AXS | 0,9597 $ / 0,8263 € | rund 167 Mio. $ | -99,4 % |
| RON | 0,05435 $ / 0,04679 € | rund 42 Mio. $ | -98,8 % |
| SLP | 0,00067 $ / 0,00057 € | rund 24 Mio. $ | -99,8 % |
Doch der Kurschart ist nicht die ganze Geschichte. Das Unternehmen selbst schrieb zuletzt wieder Gewinne, und das Ronin-Netzwerk hat sich nach Nutzerzahlen erholt: Der Analysedienst DappRadar zählte im dritten Quartal 2025 rund 419.000 täglich aktive Wallets auf Ronin, ein Plus von 55 Prozent, und die Kette blieb in seinen Berichten zum Blockchain-Gaming auch 2026 unter den aktivsten Gaming-Netzwerken. Die Diskrepanz ist der Kern des Problems: Ein Studio, das operativ wieder funktioniert und dessen Chain wieder Verkehr sieht, während seine Token am Boden liegen, muss die Frage beantworten, wofür AXS, RON und bAXS eigentlich noch gut sein sollen. Der Vibeathon ist ein Versuch, diesen Token neue Verwendung zu geben.
Diese Kluft zwischen Netzwerk und Token ist kein Zufall, sondern struktureller Natur. Unter Proof of Distribution fließen die RON-Belohnungen an die Spiele, die Aktivität erzeugen, nicht an Halter, die den Token nur liegen lassen; wer AXS oder RON hält, ohne im Ökosystem aktiv zu sein, profitiert kaum vom wieder anziehenden Verkehr. Axie bleibt zwar der größte RON-Verdiener unter den Ronin-Spielen, doch der Wert dieser Belohnungen bemisst sich in einem Token, der selbst am Boden liegt. Der Vibeathon greift genau hier an: Er soll Gründe schaffen, bAXS und damit indirekt AXS überhaupt zu verwenden, statt nur zu spekulieren.
Vom Grind zum Besitz: die lange Kehrtwende
Man versteht den Vibeathon nur vor dem Hintergrund dessen, was Axie einmal war. 2021 war Axie Infinity das Gesicht von Play-to-Earn: Auf den Philippinen und in anderen Schwellenländern spielten Menschen die Kreatur-Kämpfe, um mit SLP ein reales Einkommen zu erzielen, oft über Gilden wie Yield Guild Games, die Anfängern die teuren Axie-NFTs liehen. Dann kam der Absturz. Der Token-Wert kollabierte, im März 2022 stahlen mutmaßlich nordkoreanische Hacker über die Ronin-Bridge Krypto im Wert von rund 625 Millionen Dollar, und das Modell, Menschen fürs Spielen zu bezahlen, erwies sich als nicht tragfähig, sobald der Nachschub an neuem Kapital versiegte. Wie aus den einstigen Scholaren dieser Ära heute datenverarbeitende Klick-Arbeiter für KI-Firmen werden, hat HOGE Wire an anderer Stelle im Detail nachgezeichnet, in der Wende von YGG zur KI.
Seither baut Sky Mavis das Anreizsystem systematisch um, weg vom Grinden, hin zum Besitzen. Das Verdienen von SLP im Rang-Modus von Origins wurde Anfang 2026 gestoppt, um Bots auszutrocknen. Das Land-Spiel Homeland wich Terrariums, bei dem die Sammlung selbst Rendite abwirft. Und bAXS trat an die Stelle von AXS als laufende Belohnung. Gabby Dizon, Mitgründer von Yield Guild Games, hat die Lehre aus dem P2E-Debakel prägnant formuliert. Nachhaltigkeit entstehe, sagte er den Mavens von BlockchainGamer, wenn man sich auf die Ausgebenden konzentriere statt auf TVL oder Airdrop-Jäger. Der Vibeathon passt in dieses Bild: Statt Spieler fürs Grinden zu bezahlen, bezahlt Sky Mavis Kreative fürs Bauen, und hofft, dass daraus etwas entsteht, das Menschen freiwillig spielen und in dem sie Geld ausgeben.
Die Verschiebung ist symptomatisch für die gesamte Branche. Das erste Play-to-Earn bezahlte Menschen dafür, Zeit in ein Spiel zu stecken, und kollabierte, als klar wurde, dass dieses Geld von neuen Einzahlern kam und nicht aus echtem Spielspaß. Das zweite Kapitel, in dem sich Axie gerade befindet, versucht Wert dort zu schaffen, wo Menschen freiwillig bleiben: im Besitz seltener Sammlerstücke, im Wettbewerb um Ranglisten, und nun im Bauen eigener Spiele. Ob KI-gestütztes Erschaffen dabei nachhaltiger ist als das alte Grinden, ist die eigentliche Wette hinter dem Vibeathon; die Antwort kennt heute niemand.
Das Roblox-Argument: kann eine Marke zur Plattform werden?
Die Vorlage für den Traum, den Sky Mavis träumt, heißt Roblox, Fortnite Creative oder Core: Plattformen, auf denen tausende kleiner, von Nutzern gebauter Spiele von einer gemeinsamen Grundlage aus Werkzeugen, Figuren und Publikum leben. Wenn KI das Bauen so billig macht, wie der Vibeathon behauptet, könnte Axie im Prinzip ein solcher Ort werden, an dem viele kleine Spiele die Axie-Figuren teilen. Luke Barwikowski, Chef des Ronin-Farmspiels Pixels, hat die These, dass Krypto-Gaming raus aus seiner Nische muss, oft vertreten und für höhere Wertschöpfung je Nutzer statt roher Reichweite argumentiert.
Die Ernüchterung folgt aber sofort, wenn man die Größenordnungen vergleicht. Roblox und Fortnite haben ausgereifte Engines, Marktplätze, Entdeckungsmechanismen und hunderte Millionen Nutzer. Axie hat eine geschrumpfte, wenn auch loyale Basis und eine bekannte Marke. Der Vibeathon selbst ist ein winziger erster Test: bis zu acht Finalisten, ein Preistopf von rund 18.000 Dollar. Ob KI die Barriere so weit senkt, dass daraus ein tragfähiges Axie-Kreativ-Ökosystem wird, ist völlig offen. Und selbst ein gutes Spiel braucht Publikum. Wie schwer allein das Sichtbarwerden im heutigen Gaming-Markt ist, zeigt der Kampf um Steam-Wunschlisten, den HOGE Wire am Beispiel von Immutable Audience beschrieben hat. Ein KI-Prototyp zu bauen ist das eine, ihn vor Spieler zu bringen das andere.
Hinzu kommt die harte Ökonomie solcher Plattformen. Auf Roblox verdient nur eine winzige Minderheit der Entwickler nennenswert Geld, während die große Masse der Spiele kaum gespielt wird; die Wertschöpfung konzentriert sich extrem an der Spitze. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass ein KI-gestütztes Axie-Ökosystem anders funktionieren würde. Für Sky Mavis kann das sogar von Vorteil sein, weil einige wenige starke Titel reichen, um eine Kette zu tragen. Für die meisten Teilnehmer des Vibeathons heißt es aber, dass die realistische Belohnung eher Erfahrung und Sichtbarkeit ist als ein Einkommen.
Die Konkurrenz um die Bauenden
Sky Mavis ist nicht allein mit der Erkenntnis, dass die knappste Ressource im Web3-Gaming nicht Kapital ist, sondern gute Spiele. Immutable umwirbt Studios mit Förderungen und einem Publishing-Apparat, die Avalanche-Gaming-Kette Beam lockt mit ihrer eigenen Node- und Token-Ökonomie, und auf Telegram haben Mini-Apps und einfache On-Chain-Spiele in kurzer Zeit Millionen Nutzer erreicht. Der gemeinsame Nenner: Alle haben verstanden, dass eine Kette nur so viel wert ist wie die Spiele, die auf ihr laufen, und dass man Bauende umwerben muss, statt sie vorauszusetzen.
Der Vibeathon ist die Antwort von Sky Mavis auf diese Konkurrenz, und er ist ungewöhnlich günstig. Ein Förderprogramm für professionelle Studios kostet Millionen; ein Contest, der KI-Amateuren 18.000 Dollar in einem hauseigenen Token in Aussicht stellt, kostet fast nichts und erzeugt trotzdem Aufmerksamkeit, Prototypen und im besten Fall einen Hit. Dass um dieselbe Aufmerksamkeit auch das große Geld ringt, zeigt der Blick auf die Sponsorenlandschaft; wie viel Kapital nach dem FTX-Absturz wieder in die Gaming- und Esport-Ökonomie zurückgeflossen ist, hat HOGE Wire in seiner Analyse zum Krypto-Sponsoring im Esport beschrieben. Der Wettbewerb um die Bauenden ist damit zugleich ein Wettbewerb um Sichtbarkeit, und Axie setzt darauf, dass eine bekannte Marke plus billiges KI-Bauen eine schlagkräftige Kombination ergibt.
Atia’s Legacy: die Gegenprobe des Studios
Während die Menge im Browser vibe-codet, baut Sky Mavis parallel selbst am großen Wurf. Atia’s Legacy ist ein kampforientiertes MMO mit trupp-basierten Echtzeit-Gefechten, an dem das Studio mit voller Produktionskraft arbeitet. Der erste Playtest lief im September 2025 mit rund tausend Teilnehmern und war zunächst nur mobil verfügbar, wobei sich Mystic-Axie-NFTs als spielbare Figuren einsetzen ließen; ein zweiter, PvP-orientierter Playtest ging im Sommer 2026 live, der Vollstart ist für 2026 angepeilt.
Damit fährt Sky Mavis zweigleisig: hochwertiges, studioeigenes MMO auf der einen Seite, crowdgesourcte KI-Mikrospiele auf der anderen. Es ist die Absicherung eines Studios, das nicht mehr auf einen einzigen Titel setzen will. Interessant ist die stille Botschaft dieser Zweiteilung. Das teure, ambitionierte Spiel baut Sky Mavis mit menschlichen Profis; die schnellen, experimentellen Spiele überlässt es der KI und der Menge. Das ist eine realistische Einschätzung dessen, was Vibe-Coding heute leisten kann und was nicht.
Die Grenzen der Vibe: Slop, Sicherheit, Wartung
Genau hier liegen die Risiken. Vibe-Coding erzeugt plausibel aussehenden Code, der oft Fehler enthält oder Sicherheitslücken aufreißt, gerade weil der Mensch die Änderungen, wie Karpathy freimütig einräumte, nicht mehr im Detail liest. Für ein Preisausschreiben, dessen Gewinner am Ende NFTs, Wallet-Verbindungen und Blockchain-Transaktionen berühren sollen, ist das keine akademische Sorge. Ronin weiß aus bitterer Erfahrung, was schlecht abgesicherte Infrastruktur kostet; der 625-Millionen-Bridge-Hack ist die teuerste Lektion der Branche. Ein browserbasiertes Spiel, das Axie-Assets falsch handhabt oder eine Wallet-Anbindung stümperhaft baut, ist ein reales Einfallstor.
Dazu kommen zwei weitere Probleme. Erstens die schiere Menge an mittelmäßigem KI-Material, das sich Kritiker als „AI slop“ eingebürgert haben; wenn das Bauen nichts mehr kostet, entstehen viele Prototypen, aber wenige, die Spaß machen. Zweitens die Wartung: Software, die niemand versteht, weil sie eine KI geschrieben hat, lässt sich schwer pflegen, wenn sie doch einmal live geht und Monate laufen soll. Die Vorgabe in Runde zwei, nur „genehmigte Ökosystem-Integrationen“ zuzulassen, ist vermutlich genau der Filter, an dem Sky Mavis diese Risiken prüft. Aber der Filter ist auch das Eingeständnis, dass man KI-Beiträge nicht ungesehen ins Ökosystem lassen kann.
Und selbst wenn ein Beitrag technisch sauber und sicher ist, bleibt die schwierigste Frage offen: Macht er Spaß? KI ist gut darin, ein funktionierendes Gerüst zu erzeugen, aber Spielgefühl, Balance und der Grund, warum man ein Spiel ein zweites Mal öffnet, entstehen aus unzähligen kleinen Entscheidungen, die sich schwer in einen Prompt fassen lassen. Die Gefahr ist ein Meer aus lauffähigen, aber seelenlosen Prototypen, aus dem die Jury eine Handvoll spielbarer Titel fischen muss. Der Vibeathon testet damit nicht nur, was KI kann, sondern auch, ob sich Qualität in diesem Format überhaupt zuverlässig erkennen lässt.
Wem gehört ein Spiel, das eine KI geschrieben hat?
Sobald ein Vibeathon-Beitrag zu einem echten Spiel werden soll, wird die Eigentumsfrage heikel, und die Rechtslage ist alles andere als geklärt. Das österreichische Urheberrecht wie das europäische verlangt für den Schutz eine eigentümliche geistige Schöpfung eines Menschen, eine eigene geistige Leistung des Urhebers. Reiner, ohne nennenswerten menschlichen Gestaltungsbeitrag von einer KI erzeugter Code oder Kunst fällt nach herrschender Auffassung nicht ohne Weiteres unter diesen Schutz; ob und wieweit ein Werk geschützt ist, hängt am menschlichen kreativen Anteil, und dessen Grenze ist bei Vibe-Coding gerade fließend.
Für einen Wettbewerb, dessen Gewinnideen zu „eigenständigen Spielen“ werden oder ins Ökosystem einfließen können, ist das mehr als eine Fußnote. Wer hält die Rechte an einem Spiel, dessen Logik ein Sprachmodell geschrieben und dessen Figuren Sky Mavis lizenziert hat? Die Assets aus dem Builder Resource Kit bleiben ohnehin geistiges Eigentum von Sky Mavis, für den Wettbewerb nur lizenziert. Der eigene Beitrag der Teilnehmer könnte dagegen in einer Grauzone liegen, in der weder klassisches Urheberrecht noch klare vertragliche Zusagen greifen. Wer ernsthaft mitmacht und hofft, sein Spiel weiterzubauen, sollte die Lizenzbedingungen genau lesen, bevor der KI-Assistent die erste Zeile schreibt.
Der EU AI Act sitzt mit am Tisch
Der Zeitpunkt des Vibeathons ist regulatorisch pikant. Seit dem 2. August 2026, also nur wenige Wochen vor dem Start, gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Anbieter generativer KI-Systeme müssen synthetische Ausgaben maschinenlesbar als KI-erzeugt kennzeichnen, und wer solche Inhalte beruflich öffentlich einsetzt, muss offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert wurden. Die Europäische Kommission hat dazu einen Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte in Arbeit, dessen erster Entwurf im Dezember 2025 erschien.
Für einen Wettbewerb, der ausdrücklich verlangt, die verwendeten KI-Werkzeuge zu dokumentieren, und dessen Ergebnisse KI-generierte Grafik, Texte und womöglich Sprachausgabe enthalten, ist das eine reale Baustelle. Ein Vibeathon-Spiel, das ein österreichischer Teilnehmer veröffentlicht, kann in den Anwendungsbereich der Kennzeichnungs- und Offenlegungspflichten fallen. Das macht den Wettbewerb nicht illegal, aber es bedeutet, dass die schöne neue Welt des mühelosen KI-Spiels von Anfang an mit Pflichten kommt, die es beim SLP-Grinden von 2021 noch nicht gab.
Praktisch heißt das nicht, dass ein Teilnehmer aus Wien mit einem Bein im Rechtsstreit steht. Aber wer ein KI-gebautes Spiel öffentlich zugänglich macht, sollte KI-generierte Bilder, Texte oder Stimmen als solche kennzeichnen und die eingesetzten Werkzeuge dokumentieren können, was der Wettbewerb ohnehin verlangt. Die Verordnung trifft in erster Linie die Anbieter der KI-Systeme, doch die Offenlegungspflicht für öffentlich ausgespielte Inhalte kann auch den Spielemacher erreichen. Für ein Format, das gerade die Mühelosigkeit des Bauens feiert, ist das eine nützliche Erinnerung, dass am Ende ein Mensch für das Ergebnis geradesteht.
FMA, MiCA und die Steuer: der österreichische Rahmen
Aufsichtsrechtlich ist der Vibeathon zunächst harmlos: Es ist ein Entwicklerwettbewerb, kein Finanzdienst. MiCA und die österreichische FMA regulieren Krypto-Dienstleister und öffentliche Angebote von Krypto-Werten, nicht das Ausrichten eines Spiele-Contests. Die MiCA-Übergangsfrist für Österreich endete am 1. Juli 2026; bis dahin hatte die FMA zehn Krypto-Dienstleister zugelassen, darunter Bitpanda, 21bitcoin, Cryptonow, DADAT und Bybit. AXS, RON und SLP werden am Spotmarkt über solche und ausländische Plattformen gehandelt; Krypto-Derivate wie das im August 2026 von Coinbase gestrichene AXS-Perpetual fallen dagegen unter MiFID II, nicht unter MiCA. Wo weltweit welches Volumen durch die Handelsplätze läuft, hat HOGE Wire in der Geografie des Volumens aufgeschlüsselt.
Interessanter wird es bei der Steuer, und hier liegt ein echter Fallstrick. Wer als Österreicher ein bAXS-Preisgeld gewinnt, erhält Krypto ohne Gegenleistung; die Anschaffungskosten betragen null, versteuert wird erst bei Veräußerung. Gilt bAXS als Kryptowährung im Sinne von Paragraf 27b EStG, greift beim Verkauf gegen Euro der Sondersteuersatz von 27,5 Prozent, den inländische Plattformen seit 2024 automatisch als KESt einbehalten, wie Steuerberater erläutern. Doch bAXS ist als übertragungsbeschränkter App-Token gerade nicht als frei handelbare Kryptowährung konzipiert; ob es überhaupt in diese Kategorie fällt oder eher wie ein spielinterner Gutschein behandelt wird, ist ungeklärt, und wenn man es nicht frei verkaufen kann, ist selbst der steuerauslösende Veräußerungszeitpunkt unscharf.
Bei den Axie-NFTs, die viele Beiträge nutzen werden, ist die Lage klarer. NFTs gelten in Österreich nicht als Kryptowährung, sondern als sonstige Wirtschaftsgüter; ihr Verkauf ist ein Spekulationsgeschäft nach Paragraf 31 EStG und nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, bei Verkauf innerhalb der Frist progressiv besteuert, mit einer Freigrenze von 440 Euro pro Jahr, wie einschlägige Fachquellen darlegen. Zu beachten: Wer ein NFT mit Krypto kauft, löst damit einen steuerpflichtigen Tausch der eingesetzten Kryptowährung aus. Vor dem ersten Kauf eines Axie lohnt der Blick auf diese Details.
Für die meisten österreichischen Teilnehmer bleibt die Steuerlast überschaubar, solange die Beträge klein sind und die 440-Euro-Freigrenze bei NFT-Verkäufen sowie die üblichen Nachweispflichten beachtet werden. Wer aber ernsthaft auf einen der oberen Plätze zielt und ein Preisgeld im vierstelligen Bereich einplant, sollte die Einordnung von bAXS und den Zeitpunkt eines etwaigen Verkaufs früh mit einem Steuerberater klären. Die Kombination aus einem neuartigen, übertragungsbeschränkten Token und einem grenzüberschreitenden Wettbewerb ist genau die Art von Fall, für die es noch keine eingespielte Verwaltungspraxis gibt.
Was der Vibeathon beweisen muss
Am Ende zählt nicht das Preisgeld von 18.000 Dollar und nicht die Neuheit, KI ans Steuer zu lassen. Der wahre Test ist, ob auch nur ein einziger vibe-codierter Beitrag zu einem dauerhaften, tatsächlich gespielten, Erträge erzeugenden Teil des Axie-Ökosystems wird, und ob KI die Kosten senkt, gute Spiele zu machen, oder nur die Kosten, mittelmäßige zu produzieren. Der 5. November bringt die Gewinner; die eigentliche Antwort kommt erst danach, wenn sich zeigt, ob eine dieser Integrationen wirklich ausgeliefert wird und Spieler hält.
Konkret lohnt sich der Blick auf drei Signale. Erstens, wie viele ernsthafte Beiträge überhaupt zusammenkommen, denn das misst, ob die KI-These in der Praxis trägt. Zweitens, ob unter den bis zu acht Finalisten am 29. September Ideen sind, die auch ohne Token-Anreiz Spaß versprechen. Und drittens, ob nach dem Finale am 5. November tatsächlich eine Integration ausgeliefert wird und über Wochen Spieler bindet, statt nach der Preisverleihung zu verschwinden. Erst das dritte Signal entscheidet, ob der Vibeathon mehr war als eine gut getimte Marketingaktion.
Sky Mavis wettet darauf, dass die Barriere zum Spielemachen zusammengebrochen ist. Das mag stimmen. Der Friedhof des Play-to-Earn erinnert aber daran, dass Ausliefern leicht und Halten schwer ist, und dass sich mehr Spiele nicht automatisch in mehr Wert übersetzen. Dass die Prämie in einem Token steckt, den man vor allem im eigenen Ökosystem ausgeben kann, zeigt, dass Sky Mavis diese Lektion gelernt hat. Ob die Menge mit KI baut, was das Studio selbst nicht mehr allein bauen kann, wird sich im Winter zeigen. Bis dahin ist der Vibeathon vor allem eines: der ehrlichste Gradmesser dafür, wie ein einst gestürztes Krypto-Flaggschiff seine Zukunft neu erfindet.
Häufige Fragen
Was ist der Axie Vibeathon?
Der Axie Vibeathon ist ein zweirundiger Online-Wettbewerb von Sky Mavis, der am 1. September 2026 startete. Teilnehmer bauen mit KI-Werkzeugen ein spielbares Browser-Spiel rund um die Axie-Figuren. Das Preisgeld beträgt 20.000 bAXS (rund 18.000 US-Dollar). Runde eins läuft vom 8. bis 21. September, bis zu acht Finalisten werden am 29. September bekannt gegeben, das Finale ist am 5. November.
Was bedeutet Vibe-Coding?
Vibe-Coding beschreibt das Programmieren mit KI, bei dem man die Absicht in natürlicher Sprache formuliert und ein Sprachmodell den Code schreibt, ohne die Änderungen im Detail zu prüfen. Der Begriff geht auf Andrej Karpathy im Februar 2025 zurück und wurde 2025 zum Wort des Jahres gekürt. Man muss also kein Programmierer sein, um am Vibeathon teilzunehmen.
Was ist bAXS und kann ich es verkaufen?
bAXS (Bonded AXS) ist ein App-Token von Axie mit derselben Nutzbarkeit wie AXS, für das AXS als Reservewährung dient. Es ist über den Standard ERC20-C so ausgelegt, dass Übertragungen eingeschränkt werden können und man es vor allem innerhalb des Ökosystems ausgibt, etwa fürs Züchten, Schmieden oder Staken. Es ist damit ausdrücklich nicht als frei handelbarer Börsentoken gedacht.
Wie werden ein bAXS-Gewinn und Axie-NFTs in Österreich besteuert?
Krypto ohne Gegenleistung hat Anschaffungskosten von null und wird erst bei Veräußerung besteuert; gilt bAXS als Kryptowährung, greift der Sondersteuersatz von 27,5 Prozent, wobei die Einordnung eines übertragungsbeschränkten App-Tokens unsicher ist. Axie-NFTs gelten als sonstige Wirtschaftsgüter nach Paragraf 31 EStG: nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, davor progressiv, mit 440 Euro Freigrenze. Eine individuelle Steuerberatung ersetzt dieser Überblick nicht.
Ist Axie Infinity 2026 noch relevant?
Die Token AXS, RON und SLP notieren rund 99 Prozent unter ihren Höchstständen, doch das Studio schreibt wieder Gewinne und Ronin zählt nach täglich aktiven Wallets weiter zu den aktivsten Gaming-Netzwerken. Axie ist kein Massenphänomen wie 2021 mehr, aber ein aktives Ökosystem im Umbau, dessen Vibeathon ein Versuch ist, mit KI und der Community neue Spiele und neue Verwendung für seine Token zu schaffen.
Von Priya Reddy, Senior-Redakteurin bei HOGE Wire. Analyse, keine Anlage- oder Steuerberatung.