h hoge.gg
Subscribe
BTC$67,432.18+2.34%ETH$3,521.44+1.08%SOL$178.62-0.62%BNB$612.30+0.41%XRP$0.6234-0.18%ADA$0.4521+3.12%DOGE$0.1623+1.86%AVAX$38.71-1.24%LINK$17.84+0.92%HOGE$0.00004120+4.21%
BTC$67,432.18+2.34%ETH$3,521.44+1.08%SOL$178.62-0.62%BNB$612.30+0.41%XRP$0.6234-0.18%ADA$0.4521+3.12%DOGE$0.1623+1.86%AVAX$38.71-1.24%LINK$17.84+0.92%HOGE$0.00004120+4.21%
● Markets

Perp-Funding nach dem Fed-Hike: der Hebel wird neu bepreist

Die Fed hat zum ersten Mal seit 2023 erhöht, doch das Perp-Funding brach nicht ein. Der Umbruch: Hebel konkurriert jetzt mit rund vier Prozent risikofreiem Zins.

Am 16. September 2026 hat die US-Notenbank getan, worauf sich der Krypto-Markt seit Wochen vorbereitet hatte: Sie hob den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent an, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Wer an den Perpetual-Märkten mit einer Kaskade gerechnet hatte, mit einem erzwungenen Ausverkauf überhebelter Long-Positionen, wurde enttäuscht. Bitcoin stieg. Das Funding blieb positiv, aber zahm.

Genau dieses Nicht-Ereignis ist die eigentliche Nachricht. Der Zinsschritt hat den Hebel nicht gesprengt, er hat ihn neu bepreist. Zum ersten Mal seit Langem konkurriert eine gehebelte Krypto-Position wieder mit einem risikofreien Zins von rund vier Prozent, und das verschiebt die Rechnung für jeden, der Funding zahlt oder erntet. Für österreichische Anlegerinnen und Anleger kommt ein zweiter Kostenblock dazu, den viele übersehen: das Finanzamt. Dieser Text ordnet ein, warum das Funding nach dem Zinsschritt nicht einbrach, was das für die Kosten des Hebels bedeutet und wo die heimischen Fallstricke liegen.

Der Zinsschritt, der kein Beben auslöste

Der Beschluss fiel einstimmig, zwölf zu null, ohne Gegenstimme. Der neue Zielkorridor liegt bei 3,75 bis 4,00 Prozent, und die begleitenden Projektionen, der oft zitierte Dot Plot, zeigten für Ende 2026 einen Median von 4,1 Prozent. Das impliziert genau einen weiteren Schritt in diesem Jahr, für 2027 ebenfalls 4,1 Prozent, also keine Senkungen, und einen langfristig neutralen Satz von 3,2 Prozent. Es ist der Beginn eines vorsichtigen Pfades nach oben, nicht der Auftakt zu einem aggressiven Straffungszyklus.

Der Bitcoin-Kurs reagierte fast trotzig. Am Tag nach dem Beschluss legte er rund 0,88 Prozent zu, und bis zum 19. September notierte er wieder bei etwa 70.836 Euro (81.312 US-Dollar), ein leichtes Plus über 24 Stunden laut CoinGecko. Der entscheidende Datenpunkt für dieses Thema steckt aber nicht im Preis, sondern im Funding: Der CF Bitcoin Kraken Perpetual Funding Rate Index lag am 19. September bei annualisiert 4,98 Prozent, nach 10,66 Prozent zwei Tage zuvor. Positiv, aber weit entfernt von jener Überhitzung, die einer Liquidationswelle vorausgeht. Longs zahlen also weiter, doch niemand kapitulierte. Ein ausgebliebener Hebel-Flush ist selbst eine Information: Die Positionierung war vor dem Termin nicht extrem einseitig aufgebaut.

Das Bild passt zu dem, was viele Häuser schon vor dem Termin beobachtet hatten: Ein Teil der gehebelten Positionen war in den Tagen davor abgebaut worden, das offene Interesse an den Terminmärkten war zurückgegangen. Wer vor einem binären Ereignis Risiko herausnimmt, hat danach weniger, das er verkaufen muss. Genau deshalb blieb die gefürchtete Kettenreaktion aus. Statt einer Liquidationswelle folgte ein geordnetes Wiederaufbauen: Longs, die vorher zur Seite getreten waren, kehrten zurück, sobald der Ausblick klar war. Für die Funding Rate bedeutet das einen sanften Anstieg statt eines Sprungs, und es erklärt, warum der KFRI nach dem Beschluss zwar positiv blieb, aber innerhalb weniger Tage wieder nachgab.

Was Funding eigentlich ist: die Miete auf den Hebel

Ein Perpetual, kurz Perp, ist ein Terminkontrakt ohne Verfallstag. Damit sein Preis nicht dauerhaft von der Spot-Notierung wegdriftet, gibt es die Funding Rate. Sie ist eine periodische Zahlung zwischen den Marktteilnehmern, nicht eine Gebühr an die Börse. Ist das Funding positiv, zahlen die Longs an die Shorts, ist es negativ, zahlen die Shorts an die Longs. Vereinfacht ergibt sich der Satz aus einer Premium-Komponente (wie weit der Perp über oder unter dem Spot handelt) plus einer festen Zinskomponente, das Ganze innerhalb eines Deckels. So wird der Perp immer wieder Richtung Spot gezogen: Läuft er zu heiß, wird das Halten für die Longs teuer, und der Anreiz zur Gegenposition steigt.

Der umgekehrte Fall ist genauso lehrreich. Fällt der Perp-Preis unter den Spot, wird das Funding negativ, und plötzlich zahlen die Shorts an die Longs. Das passiert typischerweise, wenn viele Trader gleichzeitig auf fallende Kurse setzen oder wenn große Adressen ihre Spot-Bestände gegen Perp-Shorts absichern. Ein Long wird dann sogar dafür bezahlt, seine Position zu halten. Solche Phasen sind selten und oft kurz, aber sie sind wichtig, weil ein anhaltend negatives Funding historisch ein antizyklisches Signal war, auf das wir weiter unten zurückkommen. Für den Moment genügt die Merkregel: Das Vorzeichen des Fundings verrät, welche Seite des Marktes überfüllt ist und dafür bezahlt.

Für den Trader ist das Funding schlicht die laufende Miete auf den Hebel. Man merkt sie kaum in einer einzelnen Achtstundenperiode, aber sie summiert sich, und sie fällt an, egal ob der Kurs steigt oder fällt. Wer die Mechanik Zeile für Zeile nachvollziehen will, findet die Formel und die Rechenbeispiele in unserem Funding-Erklärer. Für diesen Beitrag genügt der Kern: Funding ist ein variabler Preis, und dieser Preis hat sich mit dem Zinsschritt gerade verändert.

Warum der Preis stieg, obwohl die Fed anzog

Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich: Die Notenbank verteuert Geld, und ein zinsloser Vermögenswert wie Bitcoin legt zu. Die Auflösung liegt im Wort erwartet. Der Schritt war zu über 90 Prozent eingepreist, die Terminmärkte hatten ihn längst verdaut. Entscheidend war der Ausblick, und der fiel weniger scharf aus als befürchtet. Weil der Dot Plot nur einen weiteren kleinen Schritt und keinen anhaltenden Zyklus signalisierte, konzentrierten sich die Anleger auf die Führung statt auf die Entscheidung selbst.

Das Muster zog sich durch alle Anlageklassen. Die zweijährige US-Staatsanleihe gab nach dem Beschluss zwei Basispunkte auf 4,71 Prozent ab, der Dollar-Index verlor 0,17 Prozent, Gold gewann 1,02 Prozent, und die Aktienfutures auf Nasdaq 100 und S&P 500 stiegen um 1,04 beziehungsweise 0,81 Prozent, wie CoinDesk festhielt. Es war eine klassische Erleichterungsrally: Das schlechtere Szenario blieb aus, also floss Kapital zurück ins Risiko. Wie Großadressen ihr Timing rund um solche Termine legen, haben wir am Beispiel der Wal-Bewegungen am Fed-Tag nachgezeichnet. Für das Funding heißt das: Kein Panikabbau, sondern ruhiges Nachkaufen, und deshalb blieb der Satz positiv, statt ins Minus zu kippen.

Dieses Muster ist an den Terminmärkten alt und gut dokumentiert. Sobald ein Ereignis vollständig eingepreist ist, liegt das Überraschungspotenzial nur noch in der Abweichung von der Erwartung, und die fiel diesmal auf der freundlichen Seite aus. Für gehebelte Positionen ist gerade das entscheidend: Nicht die Richtung des Zinsschritts treibt kurzfristig die Liquidationen, sondern die Differenz zwischen dem, was der Markt eingepreist hatte, und dem, was tatsächlich kam. Ein erwarteter Hike ohne böse Überraschung im Ausblick ist für überhebelte Longs paradoxerweise ein besseres Umfeld als eine unerwartet zurückhaltende Notenbank, die den Markt zu einem hektischen Neuaufbau von Risiko verleitet.

Die eigentliche Nachricht: der risikofreie Zins ist zurück

Perpetuals sind Dollar-Instrumente. Sie werden in US-Dollar oder in Dollar-Stablecoins besichert, und ihre Funding-Zinskomponente referenziert Dollar-Sätze. Deshalb ist der maßgebliche Vergleichsmaßstab für den Carry-Trade nicht der EZB-Satz, sondern der Dollar-Geldmarkt. Und der zahlt wieder: Bei einem Zielkorridor von 3,75 bis 4,00 Prozent und einer zweijährigen Rendite um 4,7 Prozent bringen kurzlaufende Dollar-Anlagen erneut rund vier Prozent, ohne Kursrisiko.

Genau hier liegt der stille Umbruch. Bitcoin, so brachte es UBS Global Wealth Management nach dem Beschluss auf den Punkt, zahlt keinen vertraglichen Zins. Die Analysten schrieben von „Bitcoin pays no contractual interest“ und revidierten ihren Ausblick auf zwei Zinsschritte für 2026, im September und im Dezember, nach starken Arbeitsmarktdaten (162.000 neue Stellen im August, Arbeitslosenquote 4,1 Prozent). Höher für länger, so das Fazit, hebt die Hürde für gehebelte Risikoanlagen. Wenn Cash vier Prozent abwirft, muss ein zinsloser Vermögenswert, den man auch noch mit teurem Hebel hält, diese vier Prozent erst einmal verdienen, bevor irgendein Gewinn übrig bleibt. Diese Neubewertung der Opportunitätskosten trifft nicht nur Krypto; wie stark steigende Zinsen ganze Portfolios über die Duration erwischen, zeigt unsere Analyse zur stillen Duration in Österreichs Pensionskassen.

Für einen Anleger mit Euro-Konto kommt eine zweite Ebene hinzu. Der Euro notierte am 19. September bei rund 1,15 Dollar, und wer heimisches Kapital in einen dollarbasierten Carry-Trade steckt, trägt zusätzlich ein Wechselkursrisiko. Der maßgebliche Zinsvergleich bleibt trotzdem der Dollar-Geldmarkt, weil Funding, Collateral und Abrechnung in Dollar laufen. Praktisch heißt das: Ein Euro-Trader, der Funding erntet, muss den erzielten Dollar-Ertrag gegen die Rendite einer sicheren Euro-Anlage stellen und zugleich überlegen, ob er das Dollar-Exposure absichern will. Diese Schichten, Funding, Dollar-Zins, Wechselkurs und am Ende die Steuer, machen aus einer scheinbar simplen Rendite ein mehrstufiges Rechenexempel.

Carry-Kompression: wenn Funding kaum noch den Cash schlägt

Auf der anderen Seite des Marktes steht der Carry-Händler, der das Funding nicht zahlt, sondern erntet. Sein Rezept ist delta-neutral: long Spot oder gestaktes Collateral, dazu ein gleich großer Short im Perp. Der Kursanteil hebt sich auf, übrig bleibt das Funding, das die Longs zahlen. Solange dieses Funding zweistellig annualisiert, ist das ein attraktives, marktneutrales Einkommen. Doch wenn der Index wie aktuell bei knapp fünf Prozent steht und risikofreies Dollar-Cash schon vier Prozent bringt, schrumpft der Mehrertrag auf einen mageren Rest. Der Anreiz, frisches Kapital in den neutralen Trade zu pumpen, sinkt, und das ist ein Grund, warum das Funding nach dem Hike nicht nach oben schoss.

Wie hoch dieser Carry historisch sein kann, hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich vermessen. Das BIS Working Paper 1087 von Schmeling, Schrimpf und Todorov beziffert den Krypto-Carry im Schnitt auf über zehn Prozent pro Jahr, mit Spitzen nahe 60 Prozent, getrieben von trendfolgenden Kleinanlegern, die für Hebel bezahlen, und von knappem Arbitrage-Kapital. Bemerkenswert ist ihr zweiter Befund: Ein hoher Carry sagt künftige Kursstürze voraus. Die Kompression schneidet also in beide Richtungen. Weniger Carry heißt weniger Überhitzung, aber auch weniger neutrales Kapital, das im Ernstfall als Stoßdämpfer bereitsteht.

Diese zweite Wirkung wird oft übersehen. Neutrales Carry-Kapital ist in normalen Zeiten ein stabilisierender Faktor, weil es die Perp-Seite mit Liquidität versorgt und Preisabweichungen glättet. Zieht es sich zurück, weil der Mehrertrag über dem risikofreien Zins zu klein wird, dünnt genau jene Liquidität aus, die im Stress am dringendsten gebraucht wird. Der Befund des BIS-Papiers, wonach ein hoher Carry künftige Kursstürze vorhersagt, hat also eine Kehrseite: Ein sehr niedriger Carry kann bedeuten, dass weniger Kapital bereitsteht, um eine plötzliche Verwerfung abzufedern. Kompression ist somit kein reines Gutzeichen, sie verschiebt nur die Art des Risikos.

Rechenbeispiel: was der Hebel einen Long wirklich kostet

Die Miete auf den Hebel klingt harmlos, bis man sie hochrechnet. Nehmen wir die typische Basis-Zinskomponente von 0,01 Prozent alle acht Stunden. Das sind 0,03 Prozent pro Tag und rund elf Prozent pro Jahr, gerechnet auf die Nominale. Der Haken: Funding fällt auf die gesamte Position an, nicht auf den eingesetzten Einschuss. Wer mit fünffachem Hebel arbeitet, hat eine fünfmal so große Nominale wie seine Margin, also frisst dieselben elf Prozent auf der Nominale rund 55 Prozent seiner Margin pro Jahr.

Konkret: Wer 10.000 Euro Margin stellt und daraus 50.000 Euro Position bei fünffachem Hebel baut, zahlt bei 0,01 Prozent alle acht Stunden etwa 15 Euro pro Tag, also rund 5.475 Euro im Jahr, mehr als die Hälfte des Einsatzes, bevor sich der Kurs auch nur einen Cent bewegt hat. Selbst beim heutigen, ruhigeren Satz von knapp fünf Prozent annualisiert wären es noch rund 2.500 Euro, ein Viertel der Margin. Dazu addiert sich die Opportunitätskostenseite: Die 10.000 Euro Sicherheit liegen nicht in Dollar-Cash zu vier Prozent. Funding ist damit nur ein Teil der Gesamtkosten des Handels; wie stark auch Maker- und Taker-Gebühren die Rechnung bestimmen, erklären wir in unserem Beitrag dazu, wovon Krypto-Börsen leben.

Man kann die Belastung auch anders greifen, nämlich über die nötige Kursbewegung. Wer bei fünffachem Hebel rund 55 Prozent seiner Margin pro Jahr an Funding zahlt, braucht schon eine spürbare Aufwärtsbewegung des Basiswerts, nur um bei null herauszukommen. In einem Seitwärtsmarkt, in dem der Kurs weder steigt noch fällt, verliert die gehebelte Long-Position also stetig, allein durch die Miete auf den Hebel. Das ist der Grund, warum Funding vor allem in ruhigen, richtungslosen Phasen zum stillen Killer wird: Es gibt keinen Kursgewinn, der die laufenden Zahlungen ausgleicht, und die Position blutet Tag für Tag ein Stück weiter aus.

HebelZug auf die Margin bei rund 11% p.a. FundingZug auf die Margin bei rund 5% p.a. Funding
1x (ohne Hebel)rund 11%rund 5%
3xrund 33%rund 15%
5xrund 55%rund 25%
10xrund 110%rund 50%
Funding wird auf die Nominale berechnet; als Anteil der eingesetzten Margin skaliert die Belastung mit dem Hebel. Werte ohne Kursbewegung und ohne Opportunitätskosten des Collaterals.

Der Funding-Kompass: KFRI und der September-Zickzack

Wer Funding lesen will, braucht einen Bezugswert. Der KFRI leistet das, indem er das Perp-Funding auf Kraken zu einer einzigen annualisierten Zahl verdichtet, täglich neu berechnet. So wird aus einem verstreuten Achtstundensatz ein Benchmark, den man über die Zeit verfolgen kann. Der September 2026 war dafür ein Lehrstück, weil der Satz im Rhythmus der Makro-Nachrichten hin und her sprang.

DatumKFRI (annualisiert)Marktkontext
4. Septemberrund -2,72%Heißer Arbeitsmarktbericht, Bitcoin gibt nach, Funding kippt ins Minus
6. Septemberrund +10,12%Kurs kaum verändert, Longs bauen Hebel wieder auf
10. Septemberrund +12,83%Warme Front vor CPI und FOMC
15. Septemberrund +6,45%Zurückhaltung am Tag vor dem Fed-Beschluss
17. Septemberrund +10,66%Nach dem Zinsschritt, keine Kapitulation
19. Septemberrund +4,98%Abkühlung, positiv und moderat
KFRI-Werte laut CF Benchmarks. Der vorderste Punkt der Funding-Kurve ist der unruhigste.

Als Faustregel gilt: Ein dauerhaft über etwa zehn bis 15 Prozent annualisiertes Funding markiert überfüllte Long-Positionen und damit Überhitzung; ein anhaltend negativer Wert deutet auf überfüllte Shorts, den klassischen Brennstoff für eine Short-Squeeze. Ein einzelner Ausschlag sagt allerdings mehr über die Positionierung als über die künftige Richtung. Das aktuelle Bild, positiv und moderat, passt zu einem Markt, der den Zinsschritt verdaut hat, ohne in Euphorie zu verfallen.

Praktisch lässt sich Funding mit wenigen Werkzeugen verfolgen. Dashboards wie CoinGlass, Coinalyze oder CryptoQuant zeigen die Sätze je Börse und aggregiert, meist als Achtstundenwert und als annualisierte Zahl. Wichtig ist, beide Perspektiven zu trennen: Ein Achtstundensatz von 0,01 Prozent klingt winzig, entspricht aber gut elf Prozent im Jahr. Und ein aggregierter Wert kann eine große Spreizung zwischen den Handelsplätzen verdecken. Wer ernsthaft mit Funding arbeitet, schaut deshalb nicht nur auf den einen Referenzindex, sondern auch auf die Verteilung: Läuft ein einzelner Handelsplatz heiß, während der Rest ruhig bleibt, ist das ein anderes Signal als ein marktbreiter Anstieg.

Wo Funding heißer läuft: Onchain gegen Börse

Funding ist kein einheitlicher Preis, es unterscheidet sich stark nach Handelsplatz. Der Derivate-Report von BitMEX für das zweite Quartal 2026, verantwortet von Senior Research Analyst Shang Wu, liefert die Zahlen: Auf Hyperliquid lief das annualisierte Bitcoin-Funding bei rund 14,6 Prozent, auf Binance bei rund 7,4 Prozent, ein Aufschlag von 7,17 Prozentpunkten bei Bitcoin und 5,31 Prozentpunkten bei Ethereum. Und dieser Aufschlag ist beständig: In 95 Prozent der rollierenden Neunzig-Tage-Fenster bei Bitcoin und 89 Prozent bei Ethereum lag Hyperliquid höher. Wu beschreibt die dortige Kundschaft als „retail, on-chain and long-biased“, als „degen traders that are happy to pay up for leverage“. Diese strukturell lange Ausrichtung treibt den Preis.

Die Gegenstimme liefert Coin Metrics. In der State-of-the-Network-Analyse zeigt Research Associate Cooper Duschang, dass Hyperliquid über sechs Monate im Durchschnitt sogar das zweitniedrigste Funding aller drei betrachteten Börsen hatte, knapp über Deribit, dafür aber 1,95-mal so volatil wie Binance und 3,32-mal so volatil wie Deribit war. Der praktische Rat: Wer die Handelsplätze nach niedrigem Funding absucht, senkt seine Kosten. Beide Studien messen unterschiedliche Fenster, die Schlussfolgerung ist dieselbe: Onchain bewegt sich Funding schneller und heftiger. Wo man handelt, verändert, was der Hebel kostet. Voraussetzung für all diese Messungen ist echtes Orderaufkommen; wie belastbar die gemeldeten Volumina überhaupt sind, ist eine eigene Frage.

HandelsplatzIntervallZinskomponenteCharakter
Binance / Bybit8 Stundenfixe Komponente plus Premium, gedeckeltinstitutioneller, ausgewogener
OKX8 Stundengewichteter gleitender Durchschnitt, stündliche Umschaltung bei Deckelgemischt
Deribitkontinuierlich (als 8h ausgewiesen)keine separate Zinskomponente, enges Totbandoptionslastig, institutionell
HyperliquidstündlichPremium alle fünf Sekunden gesampelt, Extremdeckel je Stunderetail, onchain, long-lastig
dYdX v4stündlichper Governance anpassbaronchain, community-gesteuert
Parameter laut technischer Dokumentation der jeweiligen Börse; Intervalle und Deckel unterscheiden sich deutlich.

Wenn Funding lügt: strukturell gegen Stimmung

Die häufigste Fehllesung ist, Funding eins zu eins als Stimmungsbarometer zu nehmen. Anfang 2026 lieferte Markus Thielen, Gründer von 10x Research, das Gegenbeispiel. Damals rutschte das Funding tief ins Minus, obwohl Bitcoin zulegte. Thielens Urteil: „something structural is happening in the futures market, not a sentiment shift“. Er nennt drei mechanische Treiber: Absicherungen rund um Fonds-Rücknahmen, Basis-Trades zwischen MicroStrategy-Aktien und Bitcoin sowie Hedges von Fonds, die auf den Schwenk der Miner ins KI-Geschäft setzen. Thielen ordnet diese Geschäfte als mechanisches Risikomanagement ein, nicht als Wetten auf fallende Kurse.

Die Lehre gilt auch für die aktuelle Lage. Ein leicht positives Funding nach dem Hike kann echtes Nachkaufen sein, oder es kann schlicht bedeuten, dass Carry-Desks ihre neutralen Positionen wieder aufbauen. Ein einzelner Wert trägt beide Geschichten. Deshalb lohnt der Blick auf mehrere Signale zugleich: Bewegt sich das Open Interest in dieselbe Richtung wie das Funding? Ist der Ausschlag breit über die Börsen verteilt oder nur auf einem Handelsplatz? Erst im Zusammenspiel wird aus dem Funding-Wert eine belastbare Aussage.

In der Praxis hilft ein kurzer Dreifachtest, um strukturelle von stimmungsgetriebenen Ausschlägen zu trennen. Erstens: Passt das Funding zur Kursrichtung, oder läuft es auffällig dagegen? Zweitens: Baut sich das offene Interesse parallel auf, was auf frische, gerichtete Positionen hindeutet, oder bleibt es flach, was eher für mechanische Absicherungen spricht? Drittens: Ist der Ausschlag über viele Börsen verteilt oder auf einen einzelnen Handelsplatz konzentriert? Wenn Funding gegen den Kurs läuft, das offene Interesse flach bleibt und der Effekt breit gestreut ist, spricht vieles für strukturelle Flüsse, nicht für Panik oder Gier. Erst diese Einordnung macht aus einer Zahl ein Signal.

Das Kontra-Signal: was negatives Funding historisch bedeutet

So sehr ein einzelner Wert in die Irre führen kann, so aussagekräftig ist das Extrem. Matthew Sigel, Head of Digital Assets Research bei VanEck, hat die historische Statistik zu negativem Funding aufbereitet. Seit 2020 gingen Phasen mit negativem Funding im Schnitt 30-Tage-Renditen von 11,5 Prozent voraus, gegenüber 4,5 Prozent über alle Phasen hinweg, bei einer Trefferquote von 77 Prozent. Fiel das annualisierte Funding unter minus fünf Prozent, lag die durchschnittliche 180-Tage-Rendite danach bei rund 70 Prozent. Und 19 der 50 stärksten Halbjahresfenster begannen an Tagen mit negativem Funding, obwohl solche Tage nur etwa 13,6 Prozent der Zeit ausmachen. Sigels Fazit: „Both mining rate drawdowns and negative funding rates have been associated with strong forward BTC returns. As such, we have become increasingly bullish on bitcoin“.

Für den heutigen Markt ist das eine Landkarte, kein Kaufsignal. Bei einem KFRI von knapp fünf Prozent ist das Funding klar positiv, das Kontra-Signal blinkt also nicht. Und selbst wenn es blinken würde, mahnt Thielens Befund zur Vorsicht: Auch tief negatives Funding kann strukturell getrieben sein und nicht von echter Panik. Das Extrem verdient Aufmerksamkeit, aber keine blinde Nachahmung.

Das Zusammenspiel dieser Signale zeigte sich im August 2026 in Echtzeit. Nachdem das Funding kurz ins Minus gerutscht war, folgte einer der heftigsten Short-Squeezes des Jahres: Überfüllte Short-Positionen wurden zwangsweise geschlossen, und Bitcoin sprang binnen weniger Tage zweistellig nach oben. Wer das negative Funding damals nur als Bärensignal gelesen hatte, lag falsch; es markierte im Gegenteil eine überfüllte Short-Seite, den klassischen Brennstoff für eine schnelle Gegenbewegung. Die Episode ist eine Erinnerung daran, dass ein Extremwert weniger über die Richtung aussagt als über die Verwundbarkeit der überfüllten Seite. Genau diese Verwundbarkeit ist es, die Trader lesen sollten.

Der österreichische Steuerhaken: 27,5 gegen 55 Prozent

Hier wird es für heimische Trader unangenehm konkret. Wer in Österreich Spot-Krypto hält und im Neubestand (also erworben ab 1. März 2021) verkauft, zahlt den 27,5-Prozent-Sondersteuersatz nach Paragraf 27b EStG, und inländische Plattformen wie Bitpanda oder Coinfinity behalten die Kapitalertragsteuer seit 1. Jänner 2024 automatisch ein. Dieser milde Satz gilt aber ausdrücklich nicht für Derivate. Gewinne aus Krypto-Futures, Perpetuals und CFDs unterliegen laut Blockpit „dem progressiven Tarif (bis zu 55%) bei Schließung“ der Position, also der normalen Einkommensteuer.

Diese Unterscheidung dreht die Carry-Rechnung ins Brutale. Ein delta-neutraler Trade, der fünf Prozent Funding pro Jahr erntet, behält bei einem Spitzentarif von 55 Prozent nur rund 2,25 Prozent übrig. Gegen ein Dollar-Wertpapier mit vier Prozent, das obendrein günstiger als Kapitalvermögen besteuert wird, muss der gehebelte Perp-Trade also deutlich mehr leisten, um sich überhaupt zu rechnen. Dazu kommt der Meldeaufwand: Ausländische Perp-Börsen behalten nichts ein, die vollständige Selbstveranlagung liegt beim Trader. Der Hebel kostet in Österreich damit gleich dreifach: Funding, entgangener risikofreier Zins und ein Steuersatz, der fast das Doppelte des Spot-Satzes erreichen kann.

KategorieSteuersatzAutomatischer KESt-AbzugRechtsgrundlage
Spot-Krypto (Neubestand ab 1.3.2021)27,5% SondersteuersatzJa, an inländischen Plattformen seit 1. Jänner 2024Paragraf 27b EStG
Krypto-Derivate (Perpetuals, Futures, CFDs)progressiver Tarif, bis zu 55%Nein, SelbstveranlagungEinkommensteuer-Tarif
Steuerliche Behandlung in Österreich laut Blockpit-Steuerguide; keine Steuerberatung, im Zweifel Fachrat einholen.

FMA, ESMA und der 2:1-Hebel

Auch aufsichtsrechtlich sind Perpetuals ein Sonderfall. Sie sind Finanzinstrumente unter MiFID II und fallen damit nicht unter die MiCA-Verordnung, die Spot-Krypto und die Dienstleister regelt. Zuständige nationale Behörde ist die Finanzmarktaufsicht (FMA), die Anlegerinnen und Anleger regelmäßig auffordert, vor einer Einzahlung die Zulassung des Anbieters zu prüfen. Wer ein hochgehebeltes Perp-Angebot ohne Zulassung nutzt, bewegt sich außerhalb des heimischen Aufsichtsrahmens.

Für heimische Privatkunden verengt das die Auswahl erheblich. Wer bei einem in Österreich oder der EU zugelassenen Anbieter handelt, bekommt Krypto-Perpetuals nur als CFDs mit 2:1-Hebel; die hohen Hebel der bekannten Offshore-Plattformen sind rechtlich nicht zugänglich. Bitpanda, der heimische Vorzeige-Dienstleister, ist in erster Linie eine Spot-Plattform und steht damit für das regulierte, steuerlich privilegierte Ende des Spektrums. Wer den Reiz des zwanzigfachen Hebels sucht, landet fast zwangsläufig bei Börsen ohne EU-Zulassung und übernimmt damit nicht nur das Marktrisiko, sondern auch das Gegenparteirisiko und die volle steuerliche Selbstauskunft. Diese Abwägung sollte vor dem ersten Trade stehen, nicht danach.

Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat die Einordnung im Februar 2026 präzisiert: Perpetual Futures sind der Substanz nach Differenzkontrakte (CFDs), unabhängig vom kommerziellen Namen. Damit greifen die bestehenden Eingriffsmaßnahmen: Für Privatkunden ist der Hebel auf Krypto auf 2:1 begrenzt, dazu kommen verpflichtende Risikohinweise, eine Glattstellung bei Unterschreiten der Margin, ein Schutz vor Nachschusspflicht und ein Verbot von Anreizen. Bemerkenswert für dieses Thema: Laut ESMA ändert der Funding-Mechanismus an dieser Einstufung nichts. Der 20- oder 50-fache Hebel, den Offshore-Plattformen bewerben, ist auf regulierten EU-Handelsplätzen für Privatkunden schlicht nicht zu haben. Wer ihn dennoch nutzt, verzichtet auf den EU-Anlegerschutz und trägt zugleich die volle steuerliche Meldelast.

Ethena und die Ernte am anderen Ende

Funding ist nicht nur Kostenblock für den Long, es ist zugleich Einkommensquelle für eine ganze Klasse von neutralem Kapital. Das prominenteste Beispiel ist Ethenas USDe, ein synthetischer Dollar, der strukturell am vorderen Ende der Funding-Kurve short ist: gestaktes Collateral auf der einen, ein Perp-Short auf der anderen Seite. USDe verdient also genau jenes Funding, das gehebelte Longs zahlen. Wenn der Carry komprimiert, wie nach dem Zinsschritt, sinkt auch die Rendite dieses Modells.

Durch die September-Turbulenzen hielt USDe seine Bindung an den Dollar bei rund einem US-Dollar, während der zugehörige Governance-Token ENA am 19. September laut CoinGecko um über 23 Prozent zulegte, ein Zeichen dafür, dass der Markt dem Ertragsmodell weiter Vertrauen schenkt. Wie robust diese Konstruktion im Stress tatsächlich ist, haben wir im USDe-Stresstest untersucht. Der Punkt für dieses Thema: Der Appetit dieses Carry-Kapitals schrumpft, sobald der risikofreie Boden steigt, und genau das erleben wir gerade. Weniger Ernte auf der einen Seite bedeutet mittelfristig auch weniger Puffer für die andere.

Ethena ist dabei nur der sichtbarste Vertreter einer ganzen Zunft. Market Maker, quantitative Fonds und Basis-Desks ernten dasselbe Funding, oft in Kombination mit dem Aufschlag der datierten Terminkontrakte. Für sie ist der Carry ein Baustein im Portfolio, kein Selbstzweck, und sie ziehen Kapital ab, sobald der Mehrertrag gegenüber sicheren Anlagen zu dünn wird. Genau das ist der Mechanismus hinter der Kompression nach dem Zinsschritt: Nicht ein einzelner Akteur, sondern die kollektive Renditeschwelle des neutralen Kapitals verschiebt sich mit dem risikofreien Zins. Und weil dieses Kapital in Stressphasen als natürlicher Käufer von Perp-Shorts auftritt, hat seine Zurückhaltung eine zweite Wirkung: Der Markt verliert einen Teil seiner Selbstheilungskräfte.

Was der Rest des Jahres bringt

Der Blick nach vorn ist von einem höheren Zinsboden geprägt. Der Dezember-Termin der Fed ist offen, der Dot Plot deutet einen weiteren Schritt an, UBS rechnet sogar mit zwei Erhöhungen für das Gesamtjahr. Bleibt Cash nahe vier Prozent, dürfte das Funding in einer komprimierten, um einen höheren Boden schwankenden Bandbreite handeln, statt in die zweistelligen Exzesse früherer Zyklen zurückzukehren. Der September-Zickzack des KFRI ist wohl eher die neue Normalität als eine Ausnahme.

Zwei Dinge lohnen die Beobachtung. Steigen Open Interest und Funding gleichzeitig, wird Hebel schnell wieder aufgebaut, und das Risiko einer Long-Squeeze bei jedem Rücksetzer wächst. Rutscht das Funding dagegen anhaltend ins Minus, verdient die VanEck-Landkarte einen zweiten Blick. Für heimische Trader bleibt die nüchterne Bilanz: Der Zinsschritt hat den Perp-Markt nicht zerstört, er hat die Latte höher gelegt. Zwischen den laufenden Funding-Kosten, den Opportunitätskosten von vier Prozent Cash und einem Tarif von bis zu 55 Prozent auf den Gewinn muss der Hebel seinen Platz heute dreifach verdienen.

Was heißt das konkret für den Umgang mit Perpetuals? Erstens: Funding gehört in jede Kostenrechnung, nicht als Fußnote, sondern als Posten neben Gebühren und Slippage. Zweitens: Der Hebel sollte zur Haltedauer passen, denn was über Stunden vernachlässigbar ist, frisst über Wochen die Rendite. Drittens: Ein einzelner Funding-Wert ist eine Momentaufnahme, kein Fahrplan; erst im Zusammenspiel mit offenem Interesse und der Verteilung über die Börsen wird er aussagekräftig. Und viertens, speziell für Österreich: Die steuerliche Behandlung entscheidet mit darüber, ob sich ein Trade nach allen Kosten überhaupt lohnt. Der Zinsschritt hat diese Disziplin nicht erfunden, aber er hat es deutlich teurer gemacht, sie zu ignorieren.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich in Österreich auf Gewinne aus Perpetual-Trading Steuer zahlen?

Ja. Anders als Spot-Krypto, das dem 27,5-Prozent-Sondersteuersatz unterliegt, gelten Gewinne aus Krypto-Derivaten wie Perpetuals und CFDs als Einkünfte nach dem progressiven Tarif, bei hohen Einkommen bis zu 55 Prozent bei Schließung der Position. Ausländische Börsen behalten keine KESt ein, die Meldung an das Finanzamt liegt bei dir.

Was bedeutet eine positive Funding Rate für Long-Positionen?

Eine positive Funding Rate bedeutet, dass Long-Positionen an Short-Positionen zahlen, üblicherweise alle acht Stunden. Je höher und länger sie positiv bleibt, desto teurer wird das Halten eines gehebelten Longs, ganz unabhängig davon, ob der Kurs steigt oder fällt.

Warum ist Bitcoin nach der Fed-Zinserhöhung gestiegen?

Weil die Erhöhung fast vollständig erwartet war und der Zinsausblick nur einen weiteren kleinen Schritt signalisierte, keinen anhaltenden Straffungszyklus. Der Markt hatte das schlechtere Szenario eingepreist, und als es ausblieb, folgte eine Erleichterungsrally über mehrere Anlageklassen hinweg.

Wo sehe ich die aktuelle Funding Rate für Bitcoin?

Live-Werte je Börse zeigen Dashboards wie CoinGlass oder Coinalyze. Als annualisierter Referenzwert dient der CF Bitcoin Kraken Perpetual Funding Rate Index, kurz KFRI, der am 19. September 2026 bei rund 4,98 Prozent lag, also klar positiv, aber weit entfernt von Überhitzung.

Wie viel Hebel ist in der EU auf Krypto-Perpetuals erlaubt?

Auf regulierten EU-Plattformen gelten Krypto-Perpetuals laut ESMA faktisch als CFDs. Für Privatkunden ist der Hebel damit auf 2:1 begrenzt, samt Verlustbegrenzung und Schutz vor Nachschusspflicht. Deutlich höhere Hebel gibt es nur auf Offshore-Börsen, dann aber ohne EU-Anlegerschutz.

Von Liam Brennan, Senior Editor bei HOGE Wire. Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlage- oder Steuerberatung.

Share 𝕏 Post Telegram