NodeMonkes: Bitcoins erster Blue Chip unter den Ordinals
NodeMonke Nr. 2769 wechselte 2024 für 17 BTC den Besitzer. Was die erste 10k-Sammlung auf Bitcoin über Ordinals, Blue Chips und den Blockspace-Streit verrät.
Am 4. März 2024 wechselte ein pixeliger Affe mit Kapuzenpullover für 17 Bitcoin den Besitzer, damals rund 1,08 Millionen US-Dollar. NodeMonke Nummer 2769, intern „Alien Hoodie“ genannt, war damit der erste Bitcoin-Ordinal, der die Millionengrenze durchbrach, wie CoinDesk damals berichtete. Zwei Wochen später war die gesamte Sammlung kurzzeitig mehr wert als der Bored Ape Yacht Club, das teuerste Profilbild-Projekt auf Ethereum. Anderthalb Jahre danach ist von diesem Rausch wenig übrig: Der Bodenpreis liegt bei rund 0,023 BTC, der wichtigste Handelsplatz hat Bitcoin verlassen, und die Preise werden kaum noch in Euro, sondern fast nur noch in Bitcoin gedacht.
Genau das macht NodeMonkes zum idealen Studienobjekt. Wer verstehen will, was aus Ordinals geworden ist, dem Protokoll, das Anfang 2023 Bitcoin über Nacht in eine Leinwand verwandelte, kann das an dieser einen Sammlung ablesen: von der technischen Grundidee über seltene Satoshis und Provenienz bis zur Frage, ob ein digitaler Affe als Kreditsicherheit taugt. Dieser Text nutzt NodeMonkes als roten Faden durch die Ordinals-Welt des Jahres 2026, mit den nüchternen Zahlen, den offenen Streitfragen und der Einordnung für deutsche Anlegerinnen und Anleger. Unseren umfassenden Grundlagentext zu Inscriptions haben wir an anderer Stelle geliefert; hier geht es um den ersten Blue Chip.
NodeMonkes in Zahlen: Bitcoins erste 10k-Sammlung
NodeMonkes ist eine Sammlung von 10.000 Bildern im Stil grober 28-mal-28-Pixel-Grafik: kleine Affen, jeder mit eigener Kombination aus Hintergrund, Fell, Kleidung und Accessoires. Was banal klingt, war Anfang 2023 ein technischer Kraftakt, denn jedes dieser Bilder liegt vollständig auf der Bitcoin-Blockchain, nicht als Verweis auf einen fremden Server. Die Sammlung beansprucht für sich, die erste 10.000er-Kollektion an Profilbildern (Profile Pictures, kurz PFP) auf Ordinals zu sein, und wird deshalb oft mit den CryptoPunks verglichen, dem Projekt, das auf Ethereum den gesamten PFP-Markt begründete. Zur Kollektion gehört zusätzlich eine 424 Stück umfassende Honorary-Serie, die laut einer Aufarbeitung bei Symbole an bekannte Web3-Persönlichkeiten ging.
| Merkmal | NodeMonkes |
|---|---|
| Angebot | 10.000 Stück (plus 424 Honorary-Stücke) |
| Inschrift | Februar 2023, Inscription-Nummern ca. 83.500 bis 111.300 |
| Öffentlicher Start | 14. Dezember 2023, Handel ab Ende Dezember 2023 |
| Stil | 28×28-Pixel-Kunst, vollständig on-chain |
| Team | anonym, kein Klarname |
| Bodenpreis (2026) | rund 0,023 BTC (etwa 1.540 Euro) |
| Marktwert (2026) | etwa 232 BTC (rund 15 Millionen Euro) |
| Haltende Adressen | rund 4.500 |
| Rekordverkauf | Nr. 2769, 17 BTC (rund 1,08 Mio. USD), 4. März 2024 |
Die Zahlen verdienen zwei Fußnoten. Erstens stammen Bodenpreis und Marktwert von CoinGecko, dessen NodeMonkes-Feed seit dem Rückzug von Magic Eden aus dem Bitcoin-Geschäft im März 2026 nur noch selten aktualisiert wird; die Dollar-Umrechnungen hängen an einem veralteten Bitcoin-Kurs. Deshalb ist die Angabe in BTC belastbarer als die in Euro. Zweitens blieb das Team hinter NodeMonkes bis heute anonym, ohne Klarnamen, ohne Firmensitz, ohne Gesicht auf einer Konferenzbühne. In der Ordinals-Kultur ist das kein Makel, sondern beinahe die Regel; auch der Ordinals-Erfinder selbst hat das Protokoll bewusst so entworfen, dass niemand es besitzt oder steuert.
Der kulturelle Fußabdruck reicht über die 10.000 Bilder hinaus. NodeMonkes brachte eine ganze Reihe abgeleiteter Projekte hervor, von Merchandise bis zu Community-Ablegern, und diente vielen späteren Bitcoin-Sammlungen als Vorbild für Aufbau, Vermarktung und Verteilung. Wer heute von Blue Chips auf Bitcoin spricht, meint fast immer eine kleine Gruppe früher Kollektionen, in der NodeMonkes einen festen Platz hat. Dieser Status ist weniger eine Frage des aktuellen Preises als der Rolle in der Entstehungsgeschichte einer ganzen Anlageklasse.
Die Ordinal-Theorie: warum ein Affe an Satoshi Nr. 2769 klebt
Um zu verstehen, warum ein Affe an einem bestimmten Satoshi klebt, muss man die Idee hinter Ordinals kennen. Sie stammt von Casey Rodarmor, einem früheren Mitarbeiter im Bitcoin-Core-Umfeld, und ging am 21. Januar 2023 live; die allererste Inscription, ein Pixel-Totenkopf, entstand schon im Dezember 2022. Rodarmors Einfall verlangte keine Änderung an den Bitcoin-Regeln, keinen neuen Token, keine Abstimmung. Er nummerierte schlicht jeden einzelnen Satoshi durch, in der Reihenfolge, in der er geschürft wurde, von den letztlich rund 2,1 Billiarden Stück. Diese Reihenfolge, die sogenannte Ordinal-Theorie, existiert nur als Konvention: Ein Programm namens ord verfolgt, welcher Satoshi in welchem Block entstand und durch welche Transaktionen er seither gewandert ist, immer nach dem Prinzip „first in, first out“.
Weil Bitcoin selbst nichts von dieser Nummerierung weiß, ist sie fälschungssicher und zugleich völlig freiwillig. Wer die Ordinal-Software nicht laufen lässt, sieht nur gewöhnliche Bitcoin-Transaktionen. Möglich wurde das Ganze erst durch zwei ältere Upgrades: SegWit im Jahr 2017, das einen separaten Datenbereich (den Witness) schuf und ihn beim Gebührengewicht rabattierte, und Taproot im November 2021, das größere und flexiblere Skripte erlaubte. Die technische Herkunft beschreibt unter anderem eine Analyse von Chainalysis. Ordinals sind also keine neue Blockchain und kein Sidechain-Trick, sondern eine Lesart der bestehenden Bitcoin-Daten. Genau diese Sparsamkeit erklärt ihre Zähigkeit: Es gibt keinen Vertrag, den man abschalten, und keine Firma, die man pleitegehen lassen könnte.
Dieser Verzicht auf eine zentrale Instanz hat eine Kehrseite: Es gibt niemanden, der Fehler zurücknimmt, Inhalte moderiert oder Nutzer entschädigt. Eine einmal gesetzte Inscription bleibt für immer, ob sie ein Kunstwerk, ein Scherz oder ein Irrtum ist. Für Sammler ist diese Unumkehrbarkeit Teil des Reizes, für Regulierer und Strafverfolger dagegen ein Kopfzerbrechen, weil sich problematische Inhalte nicht mehr entfernen lassen. NodeMonkes profitieren von der positiven Seite dieser Medaille, teilen aber grundsätzlich das Schicksal aller Daten auf einer öffentlichen, permanenten Kette.
Inscriptions: wie ein Bild in die Blockchain kommt
Eine Inscription ist der eigentliche Inhalt, das Bild, der Text oder die Audiodatei, die an einen bestimmten Satoshi geheftet wird. Technisch versteckt sie sich in einem sogenannten Envelope innerhalb der Witness-Daten einer Taproot-Transaktion, eingerahmt von unschädlichen Skript-Anweisungen. Dank des SegWit-Rabatts kostet dieser Bereich nur ein Viertel des normalen Gebührengewichts, weshalb sich hier bis zu knapp vier Megabyte Daten unterbringen lassen. Für die 28-mal-28-Pixel-Affen von NodeMonkes ist das mehr als genug: Jedes Bild ist winzig, liegt aber tatsächlich Byte für Byte auf der Kette, nicht als Link auf einen Cloud-Server, der eines Tages abgeschaltet wird.
Diese Ökonomie erklärt auch, warum frühe Ordinals-Kunst so oft grob und klein ausfällt. Jedes zusätzliche Kilobyte kostet Gebühren, und in den ersten Monaten war Blockplatz teuer und knapp. Ein 28-mal-28-Pixel-Affe ist deshalb nicht nur eine ästhetische Entscheidung, sondern auch eine ökonomische: klein genug, um bezahlbar zu bleiben, und doch groß genug, um wiedererkennbar zu sein. Spätere Projekte nutzten Tricks wie rekursive Inscriptions, die auf bereits vorhandene Daten verweisen, um Kosten zu senken; NodeMonkes gehören noch zur ersten, unkomplizierten Generation, die alles direkt speicherte.
Rodarmor legt Wert auf die Unterscheidung zwischen einer Inscription und einem klassischen NFT. Er spricht bewusst von „digital artifacts“, also digitalen Artefakten, weil sich der Begriff NFT für ihn „tainted“ anfühle, kontaminiert durch gebrochene Versprechen und verschwundene Bilddateien, wie er gegenüber TechCrunch erklärte. Der Unterschied ist mehr als Marketing: Ein typisches Ethereum-NFT speichert nur einen Zeiger, während die Bilddatei auf einem externen Dienst liegt. Bei NodeMonkes gibt es keinen solchen Zeiger. Solange Bitcoin existiert, existiert der Affe. Diese Vollständigkeit ist der Kern dessen, was Sammler an frühen Ordinals schätzen, und einer der Gründe, warum ausgerechnet eine grobe Pixelgrafik als kulturelles Artefakt gehandelt wird.
Warum die Inscription-Nummer zählt: Provenienz und seltene Sats
Jede Inscription erhält eine fortlaufende Nummer. Die ersten Inscriptions überhaupt tragen einstellige oder niedrige Nummern; je später etwas verewigt wird, desto höher die Zahl. NodeMonkes liegen laut Symbole zwischen rund 83.500 und 111.300, entstanden also im Februar 2023, noch vor bekannten frühen Projekten wie Bitcoin Frogs oder Space Pepes. In einem Markt, in dem sich die Kunst technisch beliebig kopieren lässt, ist diese Zeitstempelung der eigentliche Wert: Sie belegt, dass ein Stück zu den ersten Zeugen einer neuen Idee gehört. Am Markt schlägt sich das in Aufschlägen für niedrige Nummern nieder, ganz ähnlich der Seriennummer eines frühen Kunstdrucks.
Neben der Inscription-Nummer gibt es eine zweite Seltenheitsdimension: die Satoshis selbst. Die Ordinal-Theorie stuft einzelne Sats nach ihrer Position im Schürfplan ein. Der erste Satoshi eines jeden Blocks gilt als „uncommon“, der erste einer Difficulty-Periode als „rare“, und so weiter bis zum einzigen „mythic“ Sat aus dem Genesis-Block. Diese Stufen sind in der offiziellen Ordinals-Dokumentation definiert. Sammler jagen deshalb nicht nur nach hübschen Bildern, sondern nach seltenen Trägern; eine Inscription auf einem uncommon Sat kann mehr wert sein als dieselbe auf einem gewöhnlichen. Die folgende Tabelle fasst die Stufen zusammen.
| Stufe | Definition | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Common | jeder gewöhnliche Satoshi | die überwältigende Mehrheit |
| Uncommon | erster Sat eines jeden Blocks | je Block einer |
| Rare | erster Sat einer Difficulty-Periode (alle 2.016 Blöcke) | selten |
| Epic | erster Sat einer Halving-Epoche | etwa alle vier Jahre |
| Legendary | erster Sat eines Zyklus (sechs Halvings) | sehr selten |
| Mythic | erster Sat des Genesis-Blocks | genau einer |
Für NodeMonkes zählt vor allem die erste Dimension. Die Sammlung ist kein Rare-Sat-Projekt, sondern verdankt ihren Status der Kombination aus früher Inschrift, geschlossener Ästhetik und dem Anspruch, die erste große PFP-Kollektion auf Bitcoin gewesen zu sein. Provenienz schlägt hier Pixel.
Praktisch nachvollziehen lässt sich diese Provenienz über Block-Explorer und die Ordinals-Indexer, die jeder Inscription ihre Nummer, ihren Trägersatz und ihre Transaktionshistorie zuordnen. Ein Käufer kann so vor dem Kauf prüfen, ob ein angebliches NodeMonke-Stück tatsächlich im richtigen Nummernbereich liegt und ob der Sat je durch verdächtige Adressen lief. Diese Transparenz ist ein echter Vorteil gegenüber klassischen Kunstmärkten, auf denen Herkunftsnachweise oft aus Papier und Vertrauen bestehen. Sie ersetzt allerdings nicht die Prüfung, ob ein Marktplatz die Sammlung korrekt indexiert, denn ein falsch konfigurierter Indexer kann echte Stücke ausblenden oder Fälschungen durchlassen.
Vom Experiment zum Blue Chip: der Aufstieg 2023 bis 2024
Der öffentliche Start erfolgte am 14. Dezember 2023, der Handel zog kurz darauf an. Anfang 2024 lief die Sammlung heiß. Den Höhepunkt markierte der Verkauf von Nummer 2769 für 17 BTC am 4. März 2024, der erste Millionen-Dollar-Deal für einen Bitcoin-Ordinal. Wenige Wochen später, Mitte März 2024, überflügelte NodeMonkes am Marktwert kurzzeitig sogar den Bored Ape Yacht Club, das Aushängeschild der Ethereum-NFTs. Auf dem Höhepunkt entsprach der Marktwert der Sammlung rund 6.500 BTC oder etwa 419 Millionen US-Dollar, wie eine zeitgenössische Marktzusammenfassung festhielt. In derselben Woche setzten Bitcoin-Ordinals rund 135 Millionen US-Dollar um und ließen die Ethereum-NFTs mit 110 Millionen hinter sich.
Dieser Moment war mehr als ein Preisrekord. Er beantwortete eine Frage, die viele lange offengelassen hatten: Können Sammlerstücke auf Bitcoin, der als reine Wertaufbewahrung gilt, kulturell ernst genommen werden? Für einige Wochen lautete die Antwort ja. NodeMonkes wurde zum Beweis, dass ein Blue Chip nicht auf Ethereum entstehen muss, und zog eine ganze Welle abgeleiteter Projekte nach sich. Wer damals investierte, kaufte weniger den Affen als die These, dass Bitcoin nicht nur Geld, sondern auch Kunst und Kultur tragen kann. Genau diese These wird 2026 auf die Probe gestellt.
Bemerkenswert war, wie schnell sich um NodeMonkes ein eigenes Ökosystem bildete. Die 424 Stück umfassende Honorary-Serie band bekannte Namen der Szene ein und verankerte die Sammlung im sozialen Gefüge der frühen Ordinals-Community. Gleichzeitig entstanden Ableger und Nachahmer, die den Pixelaffen-Stil aufgriffen. Dieser Netzwerkeffekt, nicht die einzelne Grafik, erklärt, warum NodeMonkes den Sprung vom Experiment zum anerkannten Namen schaffte, während Hunderte technisch vergleichbarer Sammlungen im Rauschen verschwanden.
Die Marktbereinigung 2026: als die Touristen gingen
Zwei Jahre später sieht der Markt anders aus. Bitcoin selbst notiert laut CoinGecko bei rund 66.641 Euro (etwa 76.270 US-Dollar), gut 39 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar vom 6. Oktober 2025. Der ORDI-Token, das erste und größte BRC-20-Projekt und ein Stimmungsbarometer für die ganze Nische, steht laut CoinGecko bei 4,11 US-Dollar (rund 3,60 Euro) mit einem Marktwert von etwa 86 Millionen US-Dollar und rangiert nur noch auf Platz 301; sein Allzeithoch von 95,52 US-Dollar vom 4. März 2024 liegt fast 96 Prozent entfernt. Der Bodenpreis von NodeMonkes ist von einst mehreren Zehntel-Bitcoin auf rund 0,023 BTC gefallen, umgerechnet etwa 1.540 Euro.
Die Infrastruktur schrumpfte parallel zum Rausch. Magic Eden, lange der dominierende Handelsplatz, stellte den Bitcoin-Handel im März 2026 ein, um sich auf Solana zu konzentrieren, wie Invezz meldete. Der beliebte Explorer Ord.io machte im Juni dicht, und selbst der erste Inschriften-Dienst OrdinalsBot wurde im August 2026 abgewickelt. Übrig blieben spezialisierte Anbieter wie UniSat, OKX, Gamma, Xverse und Ordinals Wallet. Trotz dieses Aderlasses wächst die Zahl der Inscriptions weiter: Laut einem Marktüberblick von KuCoin überschritt sie bis Januar 2026 die Marke von 107 Millionen, und im März 2026 wechselten Ordinals im Wert von 46,8 Millionen US-Dollar über 59.585 Verkäufe den Besitzer. Die Touristen sind gegangen, das Protokoll ist geblieben; was übrig ist, konzentriert sich auf wenige anerkannte Namen, und NodeMonkes gehört dazu.
Bemerkenswert ist der Wechsel der Recheneinheit. In der Hausse rechneten alle in Dollar, weil die Preise stiegen. In der Baisse denken Sammler in Bitcoin: Ein Bodenpreis von 0,023 BTC signalisiert, dass es nicht mehr um schnelle Kursgewinne geht, sondern um das Halten eines knappen digitalen Artefakts, notiert in der härtesten verfügbaren Währung. Für Blue Chips wie NodeMonkes ist dieser Perspektivwechsel fast ein Gütesiegel, für die Masse der namenlosen Sammlungen dagegen ein Todesurteil, denn die meisten von ihnen sind praktisch illiquide geworden.
Für einen Käufer aus Deutschland bedeutet der Rückzug der großen Handelsplätze konkret mehr Aufwand. Wer heute ein NodeMonke erwerben will, braucht eine Bitcoin-Wallet mit Taproot-Unterstützung, muss einen der verbliebenen spezialisierten Marktplätze nutzen und sollte die Bodenpreise mehrerer Quellen vergleichen, weil einzelne Aggregatoren veraltete Kurse zeigen. Der Handel läuft direkt on-chain und ist damit endgültig; eine Rückabwicklung wie bei einer Kreditkartenzahlung gibt es nicht. Diese Reibung schreckt Gelegenheitskäufer ab und ist einer der Gründe, warum der Markt sich auf überzeugte Sammler verengt hat.
BRC-20 und Runes: die fungiblen Cousins
NodeMonkes sind nicht fungibel: Jeder Affe ist ein Unikat. Doch dieselbe Inscription-Technik lässt sich zweckentfremden, um fungible Token zu bauen, also austauschbare Einheiten wie bei einer Währung. Kurz nach dem Ordinals-Start erfand ein pseudonymer Entwickler namens Domo im März 2023 den BRC-20-Standard, bei dem simple JSON-Textschnipsel einen Token definieren und prägen. ORDI war der erste; die gesamte BRC-20-Kategorie näherte sich auf ihrem Höhepunkt 2023 einer Milliarde US-Dollar Marktwert, ist heute aber ein Schatten davon. Der Ansatz gilt als technisch unelegant, weil er viel Indexer-Vertrauen und viel Blockplatz verlangt.
Rodarmor selbst lieferte die Antwort: Im April 2024 startete er zum Halving-Block das Runes-Protokoll, das fungible Token direkt und effizient in die UTXO-Struktur von Bitcoin schreibt. Das dominierende Runes-Projekt, DOG•GO•TO•THE•MOON, macht inzwischen den Löwenanteil der Kategorie aus. Für Sammler ist die Abgrenzung wichtig, weil alle drei Standards dieselbe Kette teilen, aber unterschiedliche Zwecke erfüllen. Die folgende Tabelle ordnet sie ein.
| Merkmal | Ordinals (Inscriptions) | BRC-20 | Runes |
|---|---|---|---|
| Art | nicht fungibel (Sammlerstücke) | fungibel (Token) | fungibel (Token) |
| Start | Januar 2023 | März 2023 | April 2024 (Halving-Block) |
| Schöpfer | Casey Rodarmor | pseudonym „Domo“ | Casey Rodarmor |
| Speicherung | Witness-Daten | JSON-Inscriptions | OP_RETURN, UTXO-nativ |
| Indexer nötig | ja (ord) | ja | ja |
| Beispiel | NodeMonkes | ORDI | DOG•GO•TO•THE•MOON |
Ein Detail zur Einordnung: ORDI allein ist mit rund 86 Millionen US-Dollar Marktwert größer als die meisten einzelnen NodeMonke-Verkäufe je waren, und größer als der offiziell erfasste Marktwert der NodeMonkes-Sammlung. Das zeigt, wie sehr sich die Spekulation von den Sammlerstücken auf die fungiblen Token verschoben hat. Kunst hält den kulturellen Status, Token halten das Handelsvolumen.
NodeMonkes als Sicherheit: Ordinals treffen auf BTCfi
Ein Blue Chip, der nur im Schaufenster hängt, ist totes Kapital. Deshalb entstand rund um Ordinals ein kleiner Finanzmarkt, oft BTCfi genannt, also DeFi auf Bitcoin. Die bekannteste Anwendung ist Kreditvergabe gegen Sammlerstücke. Über Plattformen wie Liquidium lässt sich ein NodeMonke als Sicherheit hinterlegen, um Bitcoin zu leihen, ganz ohne den Affen über eine Brücke auf eine fremde Kette zu schicken. Technisch geschieht das über teilsignierte Bitcoin-Transaktionen (PSBTs) und sogenannte Discreet Log Contracts, die die Sicherheit treuhänderfrei sperren, bis der Kredit samt Zinsen zurückgezahlt ist.
Liquidium hatte schon Anfang 2025 nach eigenen Angaben mehr als 75.000 Kredite mit über 360 Millionen US-Dollar Volumen vermittelt, wie das Bitcoin Magazine berichtete. Mitgründer Guillaume Girard fasste die Philosophie in dem Satz zusammen: „no wrapping, no bridging, just Bitcoin“, also kein Verpacken, kein Überbrücken, nur Bitcoin. Diese Puristik ist zugleich der Grund, warum BTCfi klein bleibt. Laut einer Analyse von Spark macht der gesamte Bitcoin-DeFi-Sektor weniger als ein Prozent des im Umlauf befindlichen Bitcoin-Werts aus, verglichen mit rund 15 Prozent bei Ethereum. Für NodeMonkes-Halter heißt das: Ein Kredit gegen den Affen ist möglich, aber der Markt ist dünn, die Bewertung schwankt, und eine Liquidation träfe ein Stück, dessen Bodenpreis ohnehin nur sporadisch aktualisiert wird.
Neben der reinen Kreditvergabe experimentiert der BTCfi-Sektor mit weiteren Bausteinen: Marktplätze mit Sofortangeboten, die Bündelung mehrerer Stücke zu einem Kredit und erste Ansätze, illiquide Sammlerstücke handelbarer zu machen. Für einen Blue Chip wie NodeMonkes sind solche Werkzeuge attraktiver als für die lange Reihe namenloser Sammlungen, weil Kreditgeber eine verlässliche Bewertung und einen liquiden Notausgang brauchen. Genau deshalb verstärkt BTCfi die Konzentration auf wenige anerkannte Namen zusätzlich: Kapital fließt dorthin, wo im Zweifel ein Käufer wartet.
Gebühren, Sicherheitsbudget und der Spam-Streit
Ordinals berühren einen der wichtigsten Zukunftsstreitpunkte von Bitcoin: das Sicherheitsbudget. Miner verdienen an zwei Quellen, dem Block-Subsidy (seit dem Halving von April 2024 bei 3,125 BTC je Block) und den Transaktionsgebühren. Der Subsidy halbiert sich alle vier Jahre und geht bis etwa 2028 auf 1,5625 BTC zurück; langfristig müssen die Gebühren die Sicherheit tragen. In der Hausse von 2023 und 2024 lieferten Ordinals und Runes zeitweise den Großteil der Gebühren und galten manchen deshalb als Rettung des Sicherheitsmodells.
2026 ist davon wenig übrig. Die Gebühren fielen laut The Block auf ein Zwölfmonatstief von rund 300.000 US-Dollar pro Tag, weniger als ein Prozent des Miner-Einkommens. In der Branche gilt eine Faustregel, wonach Gebühren dauerhaft mehr als 20 Prozent des Miner-Einkommens ausmachen sollten, damit das Netz sich allein über Anreize gegen Angriffe schützt; davon ist Bitcoin derzeit weit entfernt. Das ist kein abstraktes Problem, denn ein schrumpfendes Budget senkt die Kosten eines Mehrheitsangriffs, wie wir in unserer Analyse zur 51-Prozent-Frage der Mining-Pools ausgeführt haben. Wie zäh die dafür nötige Rechenleistung inzwischen wächst, zeigt unser Rückblick auf ein Jahr Bitcoin-Hashrate, und wer die Hardware liefert, klärt unser Text zum ASIC-Duopol Bitmain gegen MicroBT.
Kein Kritiker ist lauter als Luke Dashjr, ein langjähriger Core-Entwickler. Er nennt Inscriptions schlicht „spam“, der einen seit 2013 bestehenden Filter über eine Lücke umgehe, und filtert sie in seiner Software Bitcoin Knots sowie im Mining-Pool OCEAN heraus, wie The Block dokumentierte. Die Gegenseite hält dagegen, dass jede zahlende Transaktion legitim sei und Bitcoin die Nachfrage nach Blockplatz brauche, gerade wenn der Subsidy sinkt.
Der Kulturkampf um den Blockplatz
Der Streit um NodeMonkes und ihre Verwandten ist im Kern ein Streit darüber, was Bitcoin sein soll. Für die eine Seite ist Bitcoin ausschließlich Geld, und alles andere verstopft die Blöcke und verteuert Zahlungen. Für die andere ist Bitcoin eine neutrale Datenbank, die jede zahlende Nutzung akzeptieren muss, ob Überweisung oder Pixelaffe. Dieser Konflikt eskalierte 2025 in der Auseinandersetzung um die OP_RETURN-Grenze, als ein Pull Request im Bitcoin-Core-Repository das jahrelange Limit für beliebige Daten aufhob. Das Ergebnis war keine Kettenspaltung, sondern eine Richtungsspaltung: Knots und Core validieren dieselben Blöcke, filtern aber unterschiedlich.
Für die Miner ist der Streit doppelbödig. Einerseits sind Inscriptions eine willkommene Einnahmequelle, gerade wenn der Block-Subsidy sinkt und jede zusätzliche Gebühr zählt. Andererseits fürchten manche, dass ausgerechnet die Daten, die heute Gebühren bringen, den Ruf von Bitcoin als schlankes Zahlungsnetz beschädigen. NodeMonkes stehen sinnbildlich für diesen Zwiespalt: Jeder Handel, jede Übertragung erzeugt eine Transaktion und damit Gebühren, doch derselbe Datenverkehr ist es, den Kritiker als Zweckentfremdung des Netzes brandmarken.
Der jüngste Versuch, Inscriptions per Protokollregel einzudämmen, scheiterte deutlich. Der Vorschlag BIP-110 sollte Datenlast beschränken, erhielt bei der verpflichtenden Signalisierung im August 2026 aber nur rund 2,5 Prozent Miner-Unterstützung statt der nötigen 55 Prozent, wie CoinDesk berichtete. Michael Saylor, dessen Firma einen der größten Bitcoin-Bestände der Welt hält, kommentierte das Scheitern lakonisch mit den Worten, Bitcoin funktioniere „as designed“, also wie vorgesehen. Für Sammler ist das eine beruhigende Nachricht: Die Existenzgrundlage ihrer Artefakte lässt sich nicht per Abstimmung wegfiltern, solange die Miner nicht mitziehen, und danach sieht es nicht aus.
Regulierung: BaFin, MiCA und die Steuer
Für deutsche Anlegerinnen und Anleger stellt sich die Frage, wie ein NodeMonke rechtlich einzuordnen ist. Auf EU-Ebene gilt seit 2024 die Verordnung MiCA. Sie klammert einzigartige, nicht fungible Krypto-Werte grundsätzlich aus, doch die Ausnahme ist tückisch: Große Serien und Kollektionen können nach dem Grundsatz Substanz vor Form doch als fungibel und damit reguliert gelten, wie eine Einordnung der Kanzlei CMS erläutert. Eine 10.000er-Sammlung wie NodeMonkes ist genau der Grenzfall, den die Aufsicht im Einzelfall prüfen müsste; die endgültigen Kriterien setzt die europäische Wertpapieraufsicht ESMA. Wie schwer diese Abgrenzung bei Gaming- und Sammel-Token fällt, zeigt unser Beitrag dazu, wann NFTs unter die MiCA-Regeln fallen.
Wichtig ist die Rollenteilung: Die BaFin reguliert Dienstleister und Emittenten, nicht das Protokoll selbst. Wer in Deutschland gewerblich Ordinals verwahrt oder handelt, braucht eine Erlaubnis; das Bitcoin-Netz und die Ordinal-Software fallen dagegen unter kein Merkblatt. Diese Linie zieht die BaFin in ihrem Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen. Steuerlich behandelt der deutsche Fiskus Ordinals wie andere Wirtschaftsgüter im Rahmen privater Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz: Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist ein Verkauf steuerfrei, innerhalb eines Jahres wird der Gewinn mit dem persönlichen Satz belastet, und seit 2024 gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro. Wer einen Affen mit Bitcoin kauft, löst dabei einen steuerlich relevanten Tausch aus, ein oft übersehenes Detail. Diese Klarheit ist mehr, als die stockende US-Gesetzgebung bietet, wie unser Text zu den Krypto-ETF-Zulassungen nach dem CLARITY-Aus zeigt.
In der Praxis heißt das für deutsche Halter vor allem: dokumentieren. Kaufdatum, Kaufpreis in Euro, die konkrete Inscription und das Verkaufsdatum sollten sauber festgehalten werden, denn die einjährige Haltefrist entscheidet über die Steuerfreiheit, und die Finanzverwaltung verlangt im Zweifel Nachweise. Weil ein Ankauf mit Bitcoin steuerlich als Tausch gilt, kann schon der Erwerb eines Affen einen Gewinn auf die eingesetzten Bitcoin auslösen. Wer mehrere Stücke hält und Teile verkauft, muss zudem eine Zuordnungsmethode wie First in, first out anwenden. Das klingt kleinteilig, entscheidet aber über die tatsächliche Steuerlast.
Risiken: Liquidität, Daten und Konzentration
Ein NodeMonke ist kein risikoarmes Investment, und die Gefahren unterscheiden sich von denen eines liquiden Tokens. Erstens die Liquidität: Seit dem Magic-Eden-Rückzug ist der Handel auf wenige spezialisierte Marktplätze verteilt, die Umsätze sind dünn, und ein realistischer Verkaufspreis kann deutlich unter dem angezeigten Bodenpreis liegen. Zweitens die Datenverfügbarkeit, ein oft missverstandener Punkt: Zwar liegt das Bild dauerhaft auf der Kette, doch um es anzuzeigen, braucht es einen funktionierenden Indexer und ein Frontend. Fällt der Dienst weg, ist das Artefakt nicht verloren, aber unbequem zugänglich, bis jemand die Software wieder betreibt.
Drittens die Konzentration: Rund 4.500 Adressen halten die 10.000 Stücke, was eine gewisse Streuung bedeutet, aber wenige große Halter könnten den Markt bei einem Verkauf leicht bewegen. Viertens die Anonymität des Teams, die in guten Zeiten als kulturelle Reinheit gilt, im Streitfall aber jede Verantwortlichkeit vermissen lässt. Und fünftens das allgemeine Marktrisiko: Der ORDI-Token, stellvertretend für die Stimmung, liegt fast 96 Prozent unter seinem Hoch, und ein Blue Chip ist gegen einen anhaltenden Bärenmarkt nicht immun. Wer NodeMonkes hält, wettet letztlich darauf, dass Provenienz und Kulturstatus einen Boden setzen, den namenlose Sammlungen nie hatten.
Hinzu kommt ein Risiko, das speziell Blue Chips betrifft: die Abhängigkeit von einer Erzählung. NodeMonkes lebt vom Status als erste große PFP-Sammlung auf Bitcoin. Sollte sich der kulturelle Konsens verschieben, etwa weil eine neue Technik frühe Inscriptions entwertet oder weil das Interesse an Bitcoin-Kunst insgesamt versiegt, kann auch ein anerkannter Name schnell an Boden verlieren. Anders als bei einem produktiven Vermögenswert gibt es keinen Cashflow, der einen Preis stützt, sondern nur die geteilte Überzeugung, dass Provenienz zählt.
Ausblick: Bleibt NodeMonkes ein Blue Chip?
Die optimistische Lesart geht so: NodeMonkes hat die härteste Prüfung eines Sammlerstücks bestanden, nämlich einen brutalen Bärenmarkt überlebt, ohne von der Bildfläche zu verschwinden. Die frühe Inschrift, der geschlossene Stil und der Status als erste 10k-PFP auf Bitcoin sind nicht reproduzierbar; sie machen die Sammlung zu einem historischen Objekt, ähnlich einer ersten Ausgabe. Solange Bitcoin die dominante Kryptowährung bleibt und ein kultureller Wert an frühe on-chain-Kunst geknüpft ist, hat NodeMonkes einen Anker, den kein späteres Projekt kopieren kann.
Die skeptische Lesart ist ebenso schlüssig: Der Markt ist dünn, die Preise sind eingebrochen, das aktive Interesse hat sich zu fungiblen Token und zu protokollpolitischen Projekten verschoben. Eine andere prominente Sammlung, die Taproot Wizards, wird inzwischen weniger als Kunst denn als Wette auf ein Bitcoin-Upgrade gehandelt, wie unser Porträt der Taproot Wizards und OP_CAT zeigt; NodeMonkes hat keine solche technische Erzählung, sondern nur seine Geschichte. Ob das reicht, hängt davon ab, ob genug Menschen Provenienz weiter einen Preis zubilligen. Für den Moment ist NodeMonkes das, was es immer war: der Beweis, dass Bitcoin mehr sein kann als Geld, gehandelt in eben diesem Geld, von einer kleiner gewordenen, aber überzeugten Gemeinschaft.
Für Anlegerinnen und Anleger bleibt die nüchterne Einordnung: NodeMonkes ist ein Sammlerstück, kein Zahlungsmittel und kein Unternehmen mit Umsatz. Sein Wert hängt an Knappheit, Geschichte und der Bereitschaft anderer, dafür Bitcoin herzugeben. Das kann sich über Jahre halten, wie bei anerkannten Kunstmarken, oder rasch verdampfen, wenn die Aufmerksamkeit weiterzieht. Wer investiert, sollte nur Kapital einsetzen, dessen Totalverlust verkraftbar ist, die Verwahrung selbst kontrollieren und sich nicht von der Nostalgie der frühen Ordinals-Tage zu einer Bewertung verleiten lassen, die der dünne Markt nicht mehr trägt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind NodeMonkes?
NodeMonkes sind eine Sammlung von 10.000 pixeligen Affenbildern, die vollständig auf der Bitcoin-Blockchain als Ordinals-Inscriptions gespeichert sind. Die Sammlung gilt als erste 10.000er-PFP-Kollektion auf Bitcoin, wurde bereits im Februar 2023 inschriftlich verewigt und Ende 2023 öffentlich gestartet.
Warum ist die Inscription-Nummer bei Ordinals wichtig?
Jede Inscription erhält eine fortlaufende Nummer in der Reihenfolge ihrer Entstehung. Niedrige Nummern gelten als Beleg früher Provenienz und werden am Markt oft mit einem Aufschlag gehandelt. NodeMonkes liegen im Bereich von rund 83.500 bis 111.300 und zählen damit zu den frühen Sammlungen.
Was kostet ein NodeMonke im Jahr 2026?
Der Bodenpreis liegt 2026 bei rund 0,023 BTC, nach aktuellem Kurs etwa 1.540 Euro. Das ist ein Bruchteil der Bewertungen aus dem Rausch von 2024, als die Sammlung kurzzeitig mehr wert war als der Bored Ape Yacht Club. Die Kurse werden inzwischen fast nur noch in Bitcoin gedacht.
Kann man Ordinals wie NodeMonkes als Kreditsicherheit nutzen?
Ja. Über Bitcoin-native Plattformen wie Liquidium lassen sich Ordinals als Sicherheit hinterlegen, um Bitcoin zu leihen, ohne die Coins über eine Brücke auf eine andere Kette zu schicken. Dieser BTCfi-Bereich ist real, macht aber weniger als ein Prozent des Bitcoin-Werts aus.
Wie werden Ordinals in Deutschland besteuert?
Ordinals gelten als andere Wirtschaftsgüter und fallen unter private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist ein Verkauf steuerfrei, innerhalb eines Jahres wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet; seit 2024 gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro. Das ist keine Steuerberatung.
Von Marcus Okafor, HOGE Wire. Redaktioneller Beitrag, keine Anlageberatung.