Bitmain gegen MicroBT: der Kampf um jedes Joule
Mit dem Antminer S23 XP unter 9 J/TH holt sich Bitmain die Effizienzkrone zurück, die kurz bei Bitdeer lag. Doch bei deutschem Industriestrom und steigender Difficulty entscheidet nicht das Joule alle
Am 28. August 2026 stellte Bitmain auf dem World Digital Mining Summit in Hongkong den Antminer S23 XP Hyd vor: 600 TH/s bei 8,9 J/TH und 5.340 Watt, das erste Spitzengerät der Antminer-Reihe unterhalb von neun Joule pro Terahash (millionminer.com, asicminervalue.com). Für ein paar Monate hatte die Effizienzkrone woanders gelegen: bei einem Außenseiter namens Bitdeer, dessen SEALMINER A4 Ultra Hydro im April 2026 mit 9,45 J/TH antrat (news.bitcoin.com). Das Duell, das jahrelang Bitmain gegen MicroBT hieß, ist damit ein Dreikampf geworden, und der Preis wird in Bruchteilen eines Joules gemessen.
Warum ein Zehntel Joule den Unterschied macht, erklärt sich aus der Lage des Marktes. Der Hashprice, also die erwartete Miner-Einnahme pro Recheneinheit und Tag, liegt Mitte Oktober 2026 bei knapp 40 US-Dollar je PH/Tag, Bitcoin notiert rund 35 Prozent unter seinem Rekord, und das Netzwerk steuert auf eine weitere Difficulty-Anhebung von fast sechs Prozent zu. In so einem Umfeld ist Effizienz kein Marketingargument, sondern die Grenze zwischen einer Maschine, die Geld verdient, und einer, die Strom verbrennt. Wer mehr zum Zusammenspiel von Kurs, Netz und Miner-Marge wissen will, findet den Rahmen in unserer Analyse Hashprice ein Jahr nach dem Rekord.
Für deutschsprachige Leser kommt ein Haken hinzu: Bei Industriestrompreisen um 22,6 Cent je Kilowattstunde läuft selbst der 8,9-J/TH-Weltmeister hierzulande im Minus. Dieser Text ordnet deshalb drei Dinge ein, die zusammengehören: das Silizium-Rennen zwischen Bitmain, MicroBT und Bitdeer, die nüchterne Rechnung dahinter, und die Frage, warum die Antwort auf „welche Maschine“ vor allem davon abhängt, wo man sie einsteckt.
Was 8,9 J/TH wirklich bedeuten
Joule pro Terahash (J/TH) ist die Energiekennzahl des Bitcoin-Minings: Sie misst, wie viel Strom eine Maschine verbraucht, um eine Billion Hash-Versuche zu rechnen. Je niedriger die Zahl, desto mehr Rechenleistung holt ein Miner aus derselben Kilowattstunde, und desto mehr Umsatz bleibt übrig, nachdem die Stromrechnung bezahlt ist. Weil der Block-Reward für alle gleich ist und der Bitcoin-Kurs ohnehin niemand kontrolliert, ist die Energieeffizienz der ASICs die eine Variable, an der Hersteller tatsächlich schrauben können, und der Hebel, über den sie Miner gewinnen oder verlieren.
Auf Flottenebene summiert sich dieser Hebel schnell. Ein Betreiber mit 100 Megawatt Anschlussleistung bringt mit 8,9-J/TH-Maschinen spürbar mehr Terahash ans Netz als mit 13-J/TH-Hardware und holt aus jeder bezahlten Kilowattstunde mehr Umsatz. Bei engen Margen entscheidet dieser Unterschied darüber, ob ein Standort nach Stromrechnung noch schwarze Zahlen schreibt. Genau deshalb ist die J/TH-Zahl, so technisch sie klingt, die am härtesten umkämpfte Kennziffer der Branche.
Der Fortschritt der vergangenen Jahre ist drastisch. Die S19-Generation, die 2022 noch das Rückgrat vieler Farmen bildete, lag bei rund 30 J/TH. Der Antminer S21 brachte das auf etwa 17 J/TH, die Hydro-Variante S21 XP auf gut 13 J/TH. Im Frühjahr 2025 präsentierte Bitmain auf dem WDMS in Las Vegas den S23 Hyd mit 9,5 J/TH, den ersten ASIC überhaupt unter der Marke von zehn Joule, Auslieferung ab dem ersten Quartal 2026 (Forbes). Der neue S23 XP Hyd legt noch einmal rund sechs Prozent drauf. Innerhalb von drei Gerätegenerationen hat sich der Energiebedarf pro Hash damit grob halbiert.
Dieser Sprung ist kein Selbstzweck. Jede verbesserte J/TH-Zahl verschiebt den sogenannten Break-even-Strompreis nach oben, also den Tarif, bis zu dem eine Maschine beim aktuellen Hashprice noch profitabel läuft. Eine effizientere Maschine überlebt an teureren Standorten, hält längere Difficulty-Anstiege aus und kippt erst später ins Minus, wenn der Kurs fällt. Genau deshalb ist aus dem Herstellervergleich ein Überlebensthema geworden, und genau deshalb lohnt der genaue Blick auf die drei Flaggschiffe, die den Markt 2026 anführen.
Der Stand im Oktober 2026
Die Hardware-Entscheidung fällt nicht im luftleeren Raum, sondern vor einer konkreten Marktkulisse. Bitcoin notiert Mitte Oktober 2026 bei rund 82.400 US-Dollar beziehungsweise etwa 73.400 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von knapp 1,66 Billionen Dollar (CoinGecko), rund 35 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.080 Dollar vom 6. Oktober 2025. Der Hashprice hat sich auf knapp 40 Dollar je PH/Tag erholt, zum ersten Mal seit Mai, nachdem er im Juni ein Fünfjahrestief nahe 28 Dollar gesehen hatte. Gleichzeitig ist die Netzwerk-Hashrate auf über 1.000 EH/s gestiegen, ein Zettahash pro Sekunde, und die Difficulty steht bei 132,72 Billionen (CoinWarz). Warum der sogenannte Uptober diesmal vor der Fed-Sitzung ins Stocken gerät, haben wir in Bitcoin um 74.000 Euro aufgeschlüsselt.
| Kennzahl | Wert (Mitte Oktober 2026) |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs | ca. 82.400 $ / 73.400 € |
| Marktkapitalisierung | ca. 1,66 Bio. $ |
| Abstand zum Rekord | ca. 35 % unter 126.080 $ (6.10.2025) |
| Hashprice | ca. 39,77 $/PH/Tag (ca. 35 €) |
| Difficulty | 132,72 Bio.; Retarget 16.10. geschätzt +5,68 % |
| Netzwerk-Hashrate | ca. 1.075 EH/s (über 1 ZH/s) |
| Block-Reward | 3,125 BTC (nächstes Halving 2028) |
Eine Rekord-Hashrate bedeutet, dass der feste Block-Reward unter immer mehr Maschinen aufgeteilt wird. Pro Gerät bleibt also wenig Umsatz, und wenn kurz darauf auch noch die Difficulty steigt, schrumpft die Marge weiter. In dieser Lage ist jede verbesserte J/TH-Zahl bares Geld. Das erklärt, warum die Hersteller das obere Ende des Produktregals so verbissen verteidigen.
Die drei Flaggschiffe im Vergleich
An der Spitze stehen Ende 2026 drei Maschinen, die alle die Zehn-Joule-Grenze unterschritten haben oder dicht darunter liegen. Bitmains Antminer S23 XP Hyd führt mit 8,9 J/TH, gefolgt von Bitdeers SEALMINER A4 Ultra Hydro mit 9,45 J/TH und dem älteren S23 Hyd mit 9,5 J/TH. Auffällig ist, dass die effizienteste Maschine nicht die durchsatzstärkste ist: Der A4 Ultra liefert mit 886 TH/s deutlich mehr Rohleistung als der S23 XP mit 600 TH/s, zieht dafür aber mit 8.373 Watt auch fast 60 Prozent mehr Strom. Wer Fläche hat und günstigen Strom, kann mit dem Bitdeer-Gerät mehr Hashrate pro Rack-Platz unterbringen, wer auf jede Kilowattstunde achten muss, fährt mit dem Bitmain-Spitzenmodell besser.
| Modell | Hersteller | Hashrate | Effizienz | Leistung | Start |
|---|---|---|---|---|---|
| Antminer S23 XP Hyd | Bitmain | 600 TH/s | 8,9 J/TH | 5.340 W | Aug 2026 (Versand Nov) |
| SEALMINER A4 Ultra Hydro | Bitdeer | 886 TH/s | 9,45 J/TH | 8.373 W | Apr 2026 |
| Antminer S23 Hyd | Bitmain | ca. 580 TH/s | 9,5 J/TH | ca. 5.510 W | Jan 2026 |
| Antminer S23e U2H | Bitmain | 865 TH/s | 10 J/TH | 8.650 W | Aug 2026 |
| SEALMINER A4 Pro Hydro | Bitdeer | 680 TH/s | 10,9 J/TH | 7.412 W | Apr 2026 |
| Whatsminer M70-Flaggschiff (Hydro) | MicroBT | ca. 540-600 TH/s | ca. 12,5 J/TH | n. v. | Dez 2025 |
| Whatsminer M79S (Petahash-Klasse) | MicroBT | ca. 930-1.040 TH/s | ca. 13,5 J/TH | ca. 14.000 W | 2026 |
Das Muster ist deutlich: Bitmain und Bitdeer teilen sich die Sub-10-Zone unter sich auf, während MicroBT mit seiner Whatsminer-Linie am oberen Ende der Effizienztabelle fehlt. Das MicroBT-Flaggschiff der M70-Serie, vorgestellt im Dezember 2025 auf der Bitcoin MENA in Abu Dhabi, kommt auf rund 12,5 J/TH, der durchsatzstarke M79S nähert sich der Petahash-Marke, zahlt das aber mit etwa 13,5 J/TH. Drei Joule Rückstand klingen nach wenig, bedeuten aber an einem teuren Standort den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust. Dass überhaupt ein dritter Name an der Spitze auftaucht, ist dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Zerwürfnisses.
Wie aus dem Duopol ein Dreikampf wurde
Bitmain wurde 2013 in Peking von Jihan Wu und Micree (Ketuan) Zhan gegründet und beherrscht den Markt bis heute: Schätzungen sehen den Hersteller bei rund 82 Prozent Anteil, MicroBT bei etwa 15 Prozent, Canaan bei rund 2 Prozent, zusammen also fast der gesamte Markt (d-central.tech). Zu Bitmain gehören die Antminer-Reihe und der Mining-Pool Antpool, der Hersteller schürft also auch selbst, eine Doppelrolle, die wir in Wenn der Hersteller selbst schürft ausführlich behandelt haben.
Der dritte Name an der Spitze stammt aus einem Machtkampf im eigenen Haus. Zwischen 2019 und 2021 rangen die beiden Bitmain-Gründer um die Kontrolle; Anfang 2021 kaufte Zhan die Wu-nahen Anteilseigner für kolportierte rund 600 Millionen Dollar aus und behielt Bitmain samt Antminer und Antpool. Wu zog mit Bitdeer und BTC.com davon. Bitdeer, heute an der Nasdaq notiert (Kürzel BTDR, Sitz Singapur), entwickelte eigene SEAL-Chips und daraus die SEALMINER-Reihe. Die Pointe: Jene A4-Maschine, die Bitmain im Frühjahr 2026 kurzzeitig in der Effizienz übertrumpfte, ist das Werkzeug seines eigenen entfremdeten Mitgründers.
Auch MicroBT hat eine Bitmain-Vorgeschichte. Firmengründer Yang Zuoxing war dort Chef-Chipdesigner und an den Erfolgsmodellen S7 und S9 beteiligt, ehe er Mitte 2016 ging, nachdem ihm eine Beteiligung verwehrt worden war, und in Shenzhen MicroBT mit der Whatsminer-Linie aufbaute. Die Trennung endete vor Gericht: Nach einer 2017 eingereichten Patentklage, die 2018 abgewiesen wurde (das Patent wurde widerrufen), und Yangs Festsetzung Ende 2019 in Shenzhen unter Veruntreuungsverdacht reichte Bitmain im April 2021 vor dem Pekinger IP-Gericht eine Klage wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen ein, Streitwert bis zu 99 Millionen Yuan (rund 15 Millionen Dollar), bezogen auf die S7- und S9-Designs (The Block). Beide heutigen Rivalen sind also aus Bitmain hervorgegangen, und beide fordern den Mutterkonzern inzwischen technisch heraus.
Bitdeer ist dabei mehr als ein Chipentwickler. Das Unternehmen betreibt eigene Mining-Rechenzentren in großem Stil und setzt die SEALMINER-Geräte zunächst selbst ein, ehe es sie verkauft, ein vertikal integriertes Modell, das an Bitmains Doppelrolle aus Hersteller und Antpool erinnert. Für den Wettbewerb heißt das: Der Dreikampf an der Effizienzspitze ist zugleich ein Ringen um die profitabelsten Standorte und um die knappe Fertigungskapazität bei TSMC, nicht nur um Werte auf dem Datenblatt. Wer die besten Chips baut und die günstigste Energie kontrolliert, verdient zweifach.
MicroBTs anderer Weg: Durchsatz und Standort statt Rekordeffizienz
Dass MicroBT an der Spitze der Effizienztabelle fehlt, ist kein reines Versagen, sondern teils eine Strategieentscheidung. Der Hersteller setzt auf zwei andere Hebel. Erstens auf Durchsatz: Der M79S bündelt fast ein Petahash in einem einzigen Gehäuse. Weniger Geräte für dieselbe Gesamt-Hashrate bedeuten weniger Verkabelung, weniger Stellplätze und weniger Verwaltungsaufwand pro PH, was bei großen Farmen Betriebskosten spart, die auf dem Datenblatt nicht auftauchen. Zweitens auf Zuverlässigkeit und Logistik: Whatsminer-Geräte genießen in der Branche einen Ruf für robuste Dauerläufe, und MicroBT hat früh auf eine US-Fertigung gesetzt.
Dieser zweite Punkt ist 2026 wichtiger denn je. Über eine Partnerschaft mit dem US-Dienstleister Luxor, der Ende 2024 Geräte im Wert von 131,4 Millionen Dollar orderte, und einen eigenen US-Onlineshop seit September 2025 vermarktet MicroBT „Made in the USA“ und zollfreie Rigs (news.bitcoin.com). Für einen Käufer in Texas kann eine im Inland montierte 13,5-J/TH-Maschine unter dem Strich günstiger sein als ein importiertes 9-J/TH-Gerät, das einen Einfuhrzoll von 20 Prozent oder mehr schluckt. Die Effizienz auf dem Papier ist eben nicht dasselbe wie der verankerte Preis pro Hash am Standort, ein Unterschied, auf den dieser Text noch zurückkommt.
Warum 3nm der eigentliche Schauplatz ist
Der Sprung unter zehn Joule ist im Kern eine Halbleitergeschichte. Die neuen Spitzengeräte beruhen auf Chips in 3-Nanometer-Fertigung, und die kommt praktisch nur von einem Haus: TSMC in Taiwan. Ob Bitmain, MicroBT oder Bitdeer, sie alle lassen ihre fortschrittlichsten ASIC-Chips bei demselben Auftragsfertiger produzieren. Das macht die modernste Prozesstechnik zum gemeinsamen Flaschenhals der gesamten Branche und zu einem einzelnen Ausfallpunkt, der mit geopolitischen Risiken behaftet ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Mining-Hersteller bei TSMC nur kleine Kunden sind. Um die Kapazität der modernsten Nodes konkurrieren sie mit KI-Chipdesignern wie Nvidia oder Apple, die höhere Margen erzielen und Jahre im Voraus buchen. Ein ASIC-Hersteller, der die nächste Effizienzstufe will, muss sich seinen Platz in der Warteschlange teuer erkaufen. Genau hier verschiebt sich der Wettbewerb: Es geht weniger darum, wer das cleverste Chipdesign hat, als darum, wer überhaupt verlässlich Zugang zur Spitzenfertigung bekommt.
Dazu kommt das Gesetz des abnehmenden Ertrags. Der Weg von rund 30 J/TH (S19) über 17 (S21) und gut 13 (S21 XP) auf 9,5 und nun 8,9 zeigt eine Kurve, die flacher wird: Jede weitere Verbesserung kostet mehr und bringt prozentual weniger. Die Physik setzt eine Untergrenze, Wärme und Leckströme lassen sich nicht beliebig wegoptimieren. Die Analysten von TheMinerMag ordneten schon den S23-Start als tiefgreifende Zäsur ein, als Beginn einer Ära, in der Effizienzgewinne nicht mehr dem Wachstum dienen, sondern dem Überleben in gedrückten Margen (CoinDesk). Anders gesagt: Der Effizienzkrieg wird erbitterter, obwohl der Gewinn aus jedem gewonnenen Joule kleiner wird.
Hydro, Luft oder Immersion: warum die Spitze nass läuft
Nicht zufällig tragen die Spitzengeräte alle das Kürzel Hyd. Das Motto des WDMS 2026 lautete „Hydro Prevails“, und das ist mehr als ein Slogan: Unterhalb von zehn Joule pro Terahash lässt sich die anfallende Wärme mit Luft kaum noch abführen. Wasserkühlung transportiert ein Vielfaches der Abwärme ab und erlaubt es, die Chips dichter zu packen und höher zu takten. Deshalb stehen die effizientesten Modelle, S23 XP Hyd, A4 Ultra Hydro und S23 Hyd, durchweg im Hydro-Format, während luftgekühlte Varianten bei etwa elf Joule und darüber hängen bleiben; selbst der rackbasierte S23e U2H kommt nur auf glatte zehn Joule.
Diese Physik hat Betriebsfolgen. Wer die Spitzeneffizienz will, braucht einen Kühlkreislauf mit Verteilern, Rückkühlern und Wasseraufbereitung, also Infrastruktur, die ein umgebauter Lagerraum nicht mitbringt. Das bevorzugt große Neubau-Farmen gegenüber Nachrüstungen und verschiebt die Einstiegshürde von der Maschine zur Anlage. Eine dritte Bauform, die Immersionskühlung, bei der ganze Platinen in dielektrischer Flüssigkeit baden, spielt vor allem an Spezialstandorten eine Rolle, bleibt in der Effizienz aber hinter den besten Hydro-Geräten zurück.
Immerhin eröffnet die konzentrierte Abwärme eine Chance, die der deutschen Standort-Rechnung entgegenkommt: Sie lässt sich leichter weiternutzen, etwa zum Heizen von Gebäuden oder zur Einspeisung in ein Nahwärmenetz. In Nordeuropa gibt es solche Projekte bereits, und dort verwandelt sich ein Teil der Stromkosten in einen zweiten Erlös. Die Entscheidung für ein Hydro-Flaggschiff ist damit nie nur eine Hardware-, sondern immer auch eine Gebäude- und Energiekonzept-Entscheidung.
Die Rechnung des Miners: Break-even nach Effizienz
Wie viel ein Joule konkret wert ist, zeigt der Break-even-Strompreis. Er beantwortet die Frage, bis zu welchem Tarif eine Maschine beim aktuellen Hashprice gerade noch die Stromkosten einspielt. Die Faustformel lautet: Break-even in Dollar je kWh gleich Hashprice (in Dollar je PH/Tag) geteilt durch das Produkt aus 24 und der Effizienz in J/TH. Beim aktuellen Hashprice von rund 39,77 Dollar ergeben sich die folgenden Grenzen (in Euro umgerechnet zum Kurs von etwa 1,12 Dollar je Euro).
| Effizienz (J/TH) | Beispielgerät | Break-even €/kWh | Break-even $/kWh |
|---|---|---|---|
| 8,9 | S23 XP Hyd | 0,166 | 0,186 |
| 9,45 | A4 Ultra Hydro | 0,156 | 0,175 |
| 9,5 | S23 Hyd | 0,155 | 0,174 |
| 10,9 | A4 Pro Hydro | 0,135 | 0,152 |
| 12,5 | Whatsminer M70-Flaggschiff | 0,118 | 0,133 |
| 13,5 | M79S / S21 XP | 0,109 | 0,123 |
| 18,5 | Whatsminer M60S | 0,080 | 0,090 |
| 21,5 | Antminer S19 XP | 0,069 | 0,077 |
| 29,5 | Antminer S19j Pro | 0,050 | 0,056 |
Ein Rechenbeispiel macht das konkret. Der S23 XP Hyd zieht 5.340 Watt und liefert 0,6 PH/s. An einem günstigen Standort mit fünf Cent je kWh kostet er pro Tag rund 6,40 Euro Strom, während er beim Hashprice von 39,77 Dollar täglich etwa 21 Euro einspielt, also knapp 15 Euro Cash-Marge pro Maschine und Tag. Dieselbe Maschine am deutschen Industrietarif von 22,6 Cent verbraucht fast 29 Euro Strom pro Tag und liegt damit trotz Spitzeneffizienz rund acht Euro im Minus. Nicht die Hardware trennt hier Gewinn von Verlust, sondern der Standort.
Die Tabelle macht den Wert der Effizienz greifbar. Das 8,9-J/TH-Spitzengerät verdient noch bei einem Strompreis von gut 16 Cent je Kilowattstunde Geld, ein altes S19j-Pro braucht Tarife unter fünf Cent, um überhaupt die Stromrechnung zu decken. Wichtig ist die Einschränkung: Das ist der reine Strom-Break-even. Darüber liegt noch eine zweite Kostenschicht aus Abschreibung auf die Hardware, Hosting-Gebühren und Pool-Abgaben. Eine Maschine kann auf Cash-Basis Gewinn abwerfen und bilanziell trotzdem Verlust schreiben. Für die Standortfrage ist der Strom-Break-even aber die entscheidende erste Hürde, und sie führt direkt zur unbequemen deutschen Rechnung.
Der 16. Oktober als Stresstest
Wie existenziell Effizienz ist, führt ausgerechnet der laufende Monat vor. Für den 16. Oktober 2026 wird eine Difficulty-Anhebung von rund 5,68 Prozent erwartet (Block 971.712). Bei unverändertem Bitcoin-Kurs, Block-Reward und Gebühren würde der Hashprice allein dadurch von 39,77 auf etwa 37,63 Dollar je PH/Tag fallen, ein Minus von 5,37 Prozent beim Umsatz pro Recheneinheit (CryptoSlate). Das ist keine Ausnahme, sondern der eingebaute Thermostat des Netzwerks: Steigt die Hashrate, wie zuletzt über ein Zettahash pro Sekunde, zieht die Difficulty nach, um den Zehn-Minuten-Takt der Blöcke zu halten. Die kurserbrachte Erholung wird so Stück für Stück wieder wegkonkurriert.
Die Last trifft die Ineffizienten zuerst. CryptoSlate rechnet vor, dass eine Maschine mit 20 J/TH bei acht Cent Strom von einem Tagespolster von 1,37 Dollar auf ein Minus von 0,77 Dollar je PH/s kippt; Geräte mit 25 J/TH bei 6,5 Cent und mit 30 J/TH bei 5,5 Cent überschreiten die Verlustschwelle. Selbst ein 15-J/TH-Gerät behält bei acht Cent nur noch ein schmales Polster. Ein einziger, ganz normaler Retarget von knapp sechs Prozent reicht also, um einen Teil der Flotte unter die eigene Stromrechnung zu drücken.
Daraus folgt die eigentliche Logik des Effizienzrennens. Weil die Difficulty jeden Vorsprung einebnet, macht ein sparsamer Chip niemanden reich, der Gewinn pro Hash sinkt am Ende für alle. Was er verschafft, ist Reihenfolge: Wer unter zehn Joule fährt, behält ein Polster und bleibt im Spiel, wenn die S19-Generation längst abgeschaltet wird. An der Front geht es nicht ums Reichwerden, sondern darum, der Letzte zu sein, der den Schalter umlegen muss.
Deutschland rechnet anders
Jetzt die unbequeme Nachricht für alle, die hierzulande mit dem Gedanken spielen. Der deutsche Industriestrompreis lag im zweiten Halbjahr 2025 bei rund 22,6 Cent je Kilowattstunde, etwa 23 Prozent über dem EU-Schnitt von 18,37 Cent und damit unter den höchsten in Europa; zum Vergleich zahlen Finnland 7,48 und Schweden 9,70 Cent (Eurostat via industrie-fachwissen.de). Legt man den Break-even aus der Tabelle oben daneben, ist das Urteil eindeutig: Selbst der 8,9-J/TH-Weltmeister, der erst bei gut 16 Cent ins Minus rutscht, läuft bei 22,6 Cent tief defizitär. Welches Flaggschiff man auch kauft, am deutschen Netztarif scheitert das heimische Mining.
Auch die staatliche Entlastung hilft nicht. Der von der EU genehmigte Industriestrompreis von fünf Cent je Kilowattstunde (50 Euro je MWh, 3,8 Milliarden Euro Volumen) richtet sich an definierte energieintensive, handelsexponierte Branchen, nicht an Rechenzentren oder Mining-Betriebe. Mining bleibt außen vor. Der Hashprice ist eben eine Weltzahl, aber die Rechnung ist lokal, ein Gedanke, den wir in eine Weltzahl, aber eine lokale Rechnung ausgearbeitet haben. Die Effizienzkrone zählt dort am meisten, wo der Strom billig ist: in Texas hinter dem Zähler, am Golf, an äthiopischer Wasserkraft. Deutsches Kapital, das Mining-Exposure sucht, fließt deshalb in Hosting im Ausland oder in Miner-Aktien, nicht in Rigs im Keller.
Für deutsche Interessenten verschiebt das die praktische Frage. Statt selbst eine Maschine zu kaufen und an einem 22-Cent-Netz zu betreiben, führt der rentable Weg über Hosting-Verträge an günstigen Standorten in Nordamerika oder am Golf, über den Kauf von Miner-Aktien wie MARA oder Riot, oder über Hashrate-Derivate, mit denen sich künftige Einnahmen absichern lassen. Die Wahl zwischen S23 XP, A4 Ultra und Whatsminer bleibt relevant, nur fällt sie dann beim Hosting-Anbieter, nicht am heimischen Sicherungskasten.
Regulatorisch ist der Weg frei, nur eben unrentabel. Die BaFin beaufsichtigt Krypto-Dienstleister wie Verwahrung und Handel unter MiCA, das Mining selbst ist keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung und fällt nicht unter die Aufsicht (BaFin-Merkblatt zu Kryptowerte-Dienstleistungen). Die Hürde für deutsche Miner ist also keine behördliche, sondern eine rein betriebswirtschaftliche: die Stromrechnung.
Zoll, Reshoring und das Silizium-Risiko
Seit 2025 entscheidet nicht mehr nur das Joule, sondern auch der Herkunftsort. Die USA, der größte Mining-Standort der Welt, haben die Einfuhrzölle auf Mining-Hardware drastisch gestapelt. In Südostasien montierte Rigs (Indonesien, Malaysia, Thailand) tragen seit August 2025 eine Gesamtbelastung von rund 21,6 Prozent, Ware chinesischen Ursprungs bis zu etwa 57,6 Prozent, gegenüber zuvor standardmäßigen 2,6 Prozent (The Block). Für einen US-Käufer kann dieser Aufschlag den gesamten Effizienzvorteil eines Spitzengeräts auffressen, weshalb die Hersteller ihre Montage ins Land verlagern: Bitmain baute Ende 2024 seine erste US-Produktionslinie auf, MicroBT fährt seine Made-in-USA-Schiene, Canaan testet.
Der Haken dabei: Montage ist nicht Fertigung. Die eigentlichen Chips kommen weiter aus Taiwan von TSMC, teils aus Südkorea, und die Metallvorprodukte bleiben zollpflichtig. Eine im Inland zusammengeschraubte Maschine mit importiertem Silizium ist nur begrenzt „amerikanisch“. Noch deutlicher wird die Verwundbarkeit bei den Exportkontrollen: Das US-Handelsministerium setzte im Januar 2025 die Bitmain-nahe Firma Sophgo (an der Micree Zhan indirekt rund 23 Prozent hält) auf die Entity List, nachdem ein bei TSMC gefertigter Chip, der einem Sophgo-Design entsprach, in Huaweis KI-Prozessor Ascend 910B aufgetaucht war (South China Morning Post). Das verbietet keine Antminer, zeigt aber, wie sehr Bitmains Ambitionen jenseits des Minings unter dem Druck der Exportkontrollen stehen.
Für europäische und deutsche Käufer ist die Zoll-Mathematik entspannter, die EU erhebt den US-Aufschlag nicht, Rigs lassen sich günstiger einführen. Nur nützt das wenig, wenn die Stromrechnung den Importvorteil ohnehin überstrahlt. Das wirklich geteilte Risiko ist ein anderes: die Abhängigkeit aller drei Hersteller von einem einzigen Spitzenfertiger in einer geopolitisch heiklen Region. Fällt TSMCs modernste Kapazität aus oder wird sie neu zugeteilt, trifft das Bitmain, MicroBT und Bitdeer gleichzeitig.
Was die Effizienz nicht löst
Selbst der sparsamste ASIC beantwortet nicht die größere Frage: Soll die Kilowattstunde überhaupt ins Mining fließen? Denn dieselbe Leistung lässt sich an KI- und Hochleistungsrechnen-Kunden vermieten, und dort ist der Umsatz pro Megawatt um ein Vielfaches höher. Genau diese Rechnung treibt die Pivot-Welle der börsennotierten Miner. Fred Thiel, Chef von MARA, bringt die Mechanik des Minings auf den Punkt: „Es ist ein Nullsummenspiel. Je mehr Kapazität dazukommt, desto schwerer wird es für alle anderen. Die Margen schrumpfen, und der Boden sind deine Energiekosten“ (CoinGeek).
Die Konkurrenz um Strom und Rechenzentren ist 2026 der Rahmen, in dem die Hardware-Entscheidung steckt. Dass KI-Compute die Nachfrage nach GPU-Leistung und damit nach Megawatt antreibt, zeigt etwa das Comeback dezentraler Rechen-Netzwerke, das wir in Render nach dem Rekordquartal nachgezeichnet haben. Ein effizienterer Miner verengt den Abstand zur KI-Alternative, schließt ihn aber nicht. Wer heute einen S23 XP ordert, wettet implizit darauf, dass Mining an seinem Standort noch besser abschneidet als die Vermietung derselben Leistung. Die Effizienzkrone kauft Überleben innerhalb des Minings, nicht den Ausstieg aus dem Verdrängungswettbewerb um Energie.
Ungelöst bleibt auch die Konzentration. Dass fast die gesamte Hardware, die Bitcoins Sicherheitsbudget von rund 14 Milliarden Dollar im Jahr erzeugt, aus nur drei Häusern stammt und eines davon rund vier Fünftel liefert, ist ein Zentralisierungsrisiko auf der Silizium-Ebene, das keine Effizienzzahl behebt. Der Wettlauf um das sparsamste Chipdesign verengt diesen Flaschenhals eher noch, denn nur wer Zugang zur modernsten Fertigung hat, bleibt vorne. Für ein Netzwerk, das von vielen unabhängigen Minern lebt, ist die Frage, wer die Maschinen baut, am Ende genauso bedeutsam wie die, wer sie betreibt.
Wer gewinnt? Ein Bewertungsrahmen für Käufer
Einen einzigen Sieger gibt es nicht, weil die richtige Maschine von den Nebenbedingungen des Käufers abhängt. Statt einer Rangliste hilft ein Entscheidungsraster, das die Effizienz in den Kontext der übrigen Kostentreiber stellt:
- Strompreis am Standort: Über etwa zehn Cent je kWh zählt jedes Joule, hier führen S23 XP (8,9) und A4 Ultra (9,45). Unter fünf Cent verschiebt sich das Gewicht zum Kaufpreis und Durchsatz, wo auch ältere oder weniger effiziente Geräte wieder rechnen.
- Fläche und Dichte: Bei knappem Platz punkten Petahash-nahe Gehäuse wie der M79S oder der A4 Ultra mit 886 TH/s pro Einheit; bei reichlich Fläche entscheidet der Anschaffungspreis pro Terahash.
- Import- und Zollweg: Wer in die USA einführt, muss die 21,6 bis 57,6 Prozent Zoll gegen die Made-in-USA-Option von MicroBT abwägen; in der EU ist der Weg freier.
- Kühlung: Hydro-Geräte liefern die Spitzeneffizienz, verlangen aber Kühlkreislauf und Infrastruktur; luftgekühlte Modelle sind einfacher, aber weniger sparsam.
- Kaufpreis, Finanzierung und Restwert: Der S23 XP startet bei rund 25,5 Dollar je Terahash; der Wiederverkaufswert hängt wiederum an der Effizienz, das heutige Flaggschiff ist in zwei Jahren Mittelklasse.
Bemerkenswert ist, wie sehr sich die Kräfteverhältnisse zugunsten der Käufer verschoben haben. Colin Harper, Chefredakteur von Blockspace Media und Autor bei Forbes, beschrieb schon den S23-Start als Wechsel von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt, in dem die Miner beim Preis am längeren Hebel sitzen; Bitmain bot sogar Ratenzahlungen an, um die flaue Nachfrage anzukurbeln (Forbes). Der Dreikampf an der Effizienzspitze nützt also nicht nur den Herstellern, die mit Rekordwerten werben, sondern vor allem jenen, die kaufen und verhandeln.
Ausblick: der Boden bei den Joule
Die Richtung der nächsten Jahre lässt sich grob absehen. Erstens flacht die Effizienzkurve weiter ab: Der Weg unter neun Joule war teuer erkauft, und die nächsten Fertigungsstufen (Richtung zwei Nanometer) werden noch kleinere Gewinne zu noch höheren Kosten liefern. Die Physik zieht eine Grenze, und je näher die Branche ihr kommt, desto mehr verlagert sich der Wettbewerb von der Chip-Effizienz zum Zugang zu billigem Strom und zur KI-Option.
Zweitens wirft das Halving 2028 seinen Schatten voraus. Wenn der Block-Reward von 3,125 auf 1,5625 BTC fällt, halbiert sich bei konstantem Kurs grob der Hashprice, und damit sinken alle Break-even-Strompreise aus der Tabelle oben auf etwa die Hälfte. Was heute bei 16 Cent noch läuft, bräuchte dann rund acht Cent. Ein solcher Schnitt würde eine weitere Welle älterer Hardware aus dem Netz drängen und die Effizienz noch entscheidender machen, als sie es jetzt schon ist.
Drittens dürfte das Muster der Marktführerschaft so bleiben, wie es sich 2026 zeigt: Bitmain und Bitdeer reichen sich die Effizienzkrone von Node zu Node weiter, MicroBT verteidigt über Durchsatz, Zuverlässigkeit und die US-Fertigung, und die eigentliche Differenzierung wandert zum Stromzugang und zur Fähigkeit, zwischen Mining und KI-Vermietung umzuschalten. Für Miner heißt das: Die Hardware-Wahl bleibt wichtig, aber sie ist nur noch die halbe Miete. Die andere Hälfte steht auf der Stromrechnung, und die liest sich in Texas anders als in Treuchtlingen.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Bitcoin-Miner ist 2026 der effizienteste?
Das effizienteste Spitzengerät ist Bitmains Antminer S23 XP Hyd mit 8,9 J/TH, das erste Antminer-Flaggschiff unter neun Joule. Dahinter folgen Bitdeers SEALMINER A4 Ultra Hydro mit 9,45 J/TH und der ältere Antminer S23 Hyd mit 9,5 J/TH. MicroBTs bestes Whatsminer-Modell liegt bei rund 12,5 J/TH.
Was ist der Unterschied zwischen Antminer und Whatsminer?
Antminer ist die Produktreihe von Bitmain und führt die Effizienztabelle mit Werten unter zehn Joule pro Terahash an. Whatsminer ist die Linie von MicroBT, die bei der Spitzeneffizienz mit etwa 12,5 bis 13,5 J/TH zurückliegt, dafür aber auf hohen Durchsatz pro Gerät, robuste Dauerläufe und eine US-Fertigung setzt.
Lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland 2026?
Bei Industriestrompreisen um 22,6 Cent je Kilowattstunde läuft selbst das sparsamste Gerät mit 8,9 J/TH, dessen Strom-Break-even bei rund 16 Cent liegt, im Minus. Der staatliche Industriestrompreis von fünf Cent schließt Mining ausdrücklich aus. Heimisches Mining am Netztarif ist damit unabhängig von der Hardware unrentabel; die BaFin reguliert das Mining selbst nicht.
Wer ist Bitdeer und was hat es mit Bitmain zu tun?
Bitdeer ist das an der Nasdaq notierte Unternehmen (Kürzel BTDR, Sitz Singapur) von Jihan Wu, der Bitmain nach dem Machtkampf unter den Gründern Anfang 2021 verließ. Bitdeer entwickelt eigene SEAL-Chips und die SEALMINER-Reihe und hielt mit dem A4 Ultra Hydro (9,45 J/TH) im April 2026 kurzzeitig die Effizienzkrone vor Bitmain.
Was bedeutet J/TH beim Mining?
J/TH steht für Joule pro Terahash und misst, wie viel Strom eine Maschine für eine Billion Hash-Versuche verbraucht. Je niedriger der Wert, desto effizienter das Gerät und desto höher der Strompreis, bei dem es noch profitabel ist. Die technische Grenze lag 2026 bei unter zehn Joule, der Bestwert bei 8,9.
Von Yuki Tanaka, Mining- und Staking-Redaktion, HOGE Wire.